Artikel-Serie Währungshandel

Wie wird man reich durch Währungshandel? Vierter Teil der Serie: Besiegst du die Kurse, oder schlagen Sie dich K.O.?

Viele Menschen würden gerne Vollzeit-Währungshändler werden. Sie wären gern unheimlich reich, und das am liebsten sofort. Die beste Art einem zukünftigen Händler zu helfen, ist ihm am Anfang den Kopf kräftig zu...

Gastkommentar von @Forex-Stratege

Besiegst du die Kurse, oder schlagen Sie dich K.O.? – Habe ich überhaupt die persönlichen Vorrausssetzungen zum Währungshändler?

Generell wird man als Anfänger sich die Kurse anschauen und die Hände über den Kopf zusammenschlagen, und sich fragen, wie kann man daraus jemals etwas erkennen oder ableiten. Das geht Allen so und wie in jedem Job kommt einem am Anfang vieles schwer vor, was mit der Zeit kinderleicht wird. Ob man langfristig gewinnt oder verliert hängt von der eigenen Person fast vollständig ab.

Deshalb sollte man sich fragen, habe ich überhaupt die persönlichen Voraussetzungen zum Währungshändler?

Viele Menschen würden gerne Vollzeit-Währungshändler werden. Sie wären gern unheimlich reich, und das am liebsten sofort. Die beste Art einem zukünftigen Händler zu helfen, ist ihm am Anfang den Kopf kräftig zu waschen, ihm unrealistische Vorstellungen zu nehmen und ihm aufzuzeigen, was seine Entscheidungen bedeuten. Denn immer gilt: Schneller Reichtum ist nur unter sehr hohen Risiken erreichbar (Insider-Informationshandel und Betrug mal ausgelassen).

Generell wird es immer wieder Leute geben, die durch reines Glück auch im Währungshandel Geld verdienen. So wie in einer Lotterie und beim Pokern, kann man auch, wenn man alles „falsch“ macht und null gelernt hat, am Ende als Gewinner dastehen. Auf diese Fälle möchte ich nicht weiter eingehen. Ich möchte den systematischen Weg zeigen, wie man sämtliche Grundlagen Schritt für Schritt erlernt und sich einen Lebens- und Tradingplan erstellt. Mein Motto beim Handeln ist „Verdienen beim Überleben“. Nichts ist so wichtig wie die Risiken zu kontrollieren und auch zu lernen, welche Risiken kontrollierbar sind und wie – auch geht es darum zu lernen, welche Risiken nicht kontrollierbar sind, und welche nur reduzierbar. Dafür wird es demnächst einen Artikel geben, denn nichts ist so wichtig, wie die Risiken zu kennen und wie man sie vermeidet. Dies sollte man sich täglich immer wieder in das Gedächtnis rufen, oder sich sogar einen Spruch an die Wand hängen wie zum Beispiel „Ändere was du kannst, akzeptiere was du nicht ändern kannst, und lerne beides voneinander zu unterscheiden!“ Dieser Spruch gilt nicht nur für die Risiken, sondern sämtliche Gegebenheiten des Lebens.

Aber nun zum „Kopf waschen“

Als Händler kann man ein sehr schönes Leben haben, aber dafür muss man auch sorgen. Ein systematischer Händler wird nicht über Nacht reich, er baut sich mit einem Plan alles über die Zeit auf. Also vergesst das einfache „Schnell reich werden“. Denn um schnell reich zu werden, muss man auch extreme Risiken eingehen. Wenn man diese akzeptiert, ist es voll ok und legitim! Da dieses aber nicht meine Methode ist, gehe ich hierauf nicht näher ein.

Was unterscheidet Menschen die anfangen wollen zu handeln?

Hier soll nur ein ganz grober Rahmen erläutert werden, auf den ich jeweils in weiteren Artikeln immer genauer eingehen werde.

1. Erkennst du dich selber?
Wer bin ich? Jede Person hat eine andere Ausgangslage. Deshalb ist auch der Weg zum Händler oft total anders. Wichtig ist es, dass man sich selber erkennt und weiß, welche Charaktereigenschaften einem total im Weg stehen könnten. Ein Händler muss emotional schwer belastbar sein, Stress aushalten können in maximaler Höhe, Kritik einstecken können, ohne schwerwiegende Depressionen leben und zufrieden mit sich sein……. Zusammengefasst sollte man „belastbar“ sein, und man sollte wissen welche „schlechten“ Eigenschaften man hat, und ob man diese ausreichend kompensieren oder kontrollieren kann. Realismus ist hier ganz wichtig! Es sind nicht viele Menschen für das Leben eines Händlers geeignet.
Natürlich ist es auch wichtig, dass man gerne Schritt für Schritt die Grundlagen erlernt, nicht versucht Abkürzungen zu gehen und dann ohne ein ausreichendes Fundament versucht, ein Haus aufzubauen. Das man sich selber bremsen kann ist schwierig, kann einem aber unheimlich viel Geld und Zeit ersparen. Man muss auf das große Ziel hinarbeiten, gut planen können und sich an seine eigenen Pläne auch halten können.

2. Habe ich das Umfeld zum Handeln?
Man ist am Leben und nicht dumm – das alleine wird einen nicht weit bringen. Der Handel ist oft sehr abhängig von den Lebensumständen. Man muss das Handeln lieben, optimalerweise sollte es das Hobby sein, so dass man mit seinem Hobby seinen Lebensunterhalt später verdienen kann. Aber nur das wird auch nicht reichen. Man muss oftmals Entscheidungen treffen, die sich gegen andere Sachen stellen; z.B. Familie, Partyunternehmungen, Gesundheit, Sicherheitsgefühl, …
Eine kurze Erklärung dazu.
Familie: Ohne eine Familie, die wirklich akzeptiert was man tut, wird es schwer zu handeln (außer sie sind Single). Zu oft wird es stressige Gelegenheiten geben, wo man auch mal „lauter“ sein kann, wo man mal Stress abbauen muss, wo man mal weder Zeit noch Nerv für die Familie haben kann. Man kann sehr schnell seine Familie zerstören, wenn man den Handel falsch angeht. Wenn man nicht gerade einen Partner zuhause hat, den man gerade zufällig loswerden möchte, dann sollte man hier sehr vorsichtig sein und alles genau besprechen. Aber selbst dann könnte es immer einmal zu Problemen kommen. Solange man weiß was alles passieren kann, ist das Risiko, das es einen überrennt, deutlich geringer.
Gesundheit: Viele Leute fangen an Drogen, Alkohol, Zigaretten usw. zu verwenden, um sich vom Handeln abzulenken und ruhiger zu werden, oder um Stress abzubauen. Sollte man an einem solchen ausufernden Punkt ankommen, ist es das Ganze nicht mehr wert, und man richtet sich nur systematisch zu Grunde. Was bringt es, wenn man zwar viel Geld hat, aber man es kaum noch nutzen kann, da man sich selbst ruiniert hat dabei? Vor allem einen guten Schlaf sollte man haben, auch wenn man weiß, dass man Positionen hat, die aktuell gegen einen laufen.
Sicherheitsgefühl: Das Sicherheitsgefühl könnte bei einigen Menschen zu gering sein als Vollzeithändler, da man ja sein eigenes Geld riskieren muss, um etwas zu verdienen, und das andauernd. Man hat keinen festen Job, mit festen Urlaubszeiten und Gehalt – alles ist unsicher, bzw. nicht perfekt planbar.

3. Wie viel Geld besitze ich bereits und wieviel Risiko kann ich vertragen?
Diese Frage ist eine nicht unwichtige, denn natürlich wird jemand schneller reicher, wenn er schon 100.000 Euro besitzt, als wenn er nur 10.000 hat. Außerdem ist der Schritt zum Vollzeithändler erst durchführbar, wenn auch genug monatliche Einnahmen vorhanden sind aus den vorhergehenden Monaten oder als Kapitalbasis. Solange man dieses nicht erreichen kann, sollte man unbedingt einen festen Job weiterhin ausüben. Weiterhin sollte man wissen, innerhalb welches Bereiches man sich bei Verlusten noch wohlfühlt, bis wohin ich finanziell belastbar bin. Dieses ist eine wichtige Grenze, sobald man diese überschreitet steigen die Emotionen und man hält sich oft nicht mehr an seine eigenen Regeln und begeht Fehler. Auf diesen Risikoakzeptanzwert werden wir noch öfters eingehen, da er eine zentrale Rolle spielt bei der Erstellung von Handelssystemen und Risikoberechnung.

4. Welchen Job übe ich aus?
Für die meisten Menschen ist ein fester Job ein wesentlicher Bestandteil auf dem Weg zum Händler. Denn am Anfang erlernt man die Grundlagen, und wird gar nicht oder sehr wenig handeln (wenn überhaupt erfolgreich), und braucht Geld um seine monatlichen Ausgaben zu begleichen und sich ein Kapitalpolster aufzubauen. Natürlich ist hier besser, je mehr man verdient – aber auch die Art des Jobs ist hier nicht unwichtig. Ein Programmierer oder Webdesigner (der optimaler Weise von zu Hause arbeitet) kann viel mehr nebenbei für das Handeln erlernen, als ein Arbeiter am Fließband.

Lohnt sich der Weg zum Händler?

Darauf gibt es leider nur immer eine subjektive Antwort. Wenn man gut in Mathe ist (bzw. bereit das nötige zu lernen), bereit ist Schritt für Schritt die Grundlagen zu erlernen und wie man Handelssysteme findet, testet und fertig entwickelt…. und auch die charakterlichen Eigenschaften sowie das passende persönliche Umfeld mitbringt…. dann kann sich der Schritt sehr lohnen.

Es gibt auch tausende von Herangehensweisen, wie man erfolgreicher Händler werden kann. Ich werde nur auf meine Eigene eingehen, die „Pure Mathematische“ (PuMa) Herangehensweise. Hierbei werden die meisten Bedingungen immer kalkuliert und berechnet. Da der Handel sowieso ein hochgradig mathematischer/statistischer Ansatz ist, ist diese Methode nahezu ideal um jegliche nötigen Bedingungen abzubilden. Vertraut man der Methode und seinen eigenen Berechnungen, hat man die Fähigkeit, objektiv Dinge zu beurteilen, und begeht weniger Fehlurteile. Man kann dadurch auch den ganzen Emotionsteil deutlich besser unter Kontrolle bekommen und begeht deutlich weniger Fehler- aber dazu später mehr. Darauf soll in folgenden Artikeln eingegangen werden.

Eine generelle Anmerkung:
Es würde mir helfen, wenn Ihr in den Kommentaren mal Fragen oder Anregungen schreiben könntet. Auch Themenvorschläge (womit habt ihr Probleme, was würdet ihr gerne wissen…) könnt ihr sehr gerne erwähnen. Ich versuche mich immer weiter vorzuarbeiten. Bisher habe ich den Basisartikel über absolute Grundlagen (was ist ein Broker, Margin, Leverage, Pipvalue, …) weggelassen, und ich kann sehr schwer einschätzen ob ihn einige benötigen oder nicht, da es ohne Feedback unheimlich schwer zu erkennen ist, auf welchem Level ich in etwa ansetzen kann. Ich danke Euch schon mal an dieser Stelle!

Um alle Folgen dieser Artikel-Serie in einer Auflistung sehen zu können, klicken Sie bitte hier.



Haftungsausschluss
Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können einen individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.


So umfangreich sieht das Tradingdesk der meisten Privat-Trader nicht aus. Foto gemeinfrei.



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

31 Kommentare

  1. Avatar
    Ich hasse Schlümpfe

    Es ist ja schön, wenn Wissen vermittelt werden soll.
    Aber reich durch Währungshandel wird nur der, der genügend Kapital hat und Zugriff auf professionelle Daten und Werkzeuge, die in der Regel nur die Institutionellen haben (Software). Die Zielgruppe, die Sie hier ansprechen wird sehr schnell das Konto schrotten und Futter für die Haie werden.
    Bitte weisen Sie auch auf die realen Chancen hin und schönen Sie hier nicht den Forexmarkt. Allein die Überschrift sagt schon alles!

    1. Also auf die Risiken habe ich deutlich schon öfters hingewiesen. Und genauso das ich kein Vertreter des „schnell, am liebsten sofort“ reich seins bin. Es geht um den systematischen mathematischen Ansatz, wie man innerhalb von 10 Jahren sich ein Vermögen aufbauen kann. Das man die Risiken dabei unter Kontrolle halten muss und optimalerweise nur die Gewinne des letzten Monates wieder riskiert, sollte klar sein, aber darauf komme ich natürlich in weiteren Artikeln. Es ist schwer abzuwägen, was man weglassen kann von den Basissachen und ob man gleich zu den fortgeschritteneren Themen kommt. das bekommt man erst mit, wenn man mehr Feedback hat.

      Deshalb danke ich dir für dein Schreiben, und das hinweisen auf Risiken ist niemals falsch, lieber öfters als zuwenig.

  2. Ich lese diese Serie sehr gerne.
    Das interessanteste wären natürlich einige Strategien, die man vielleicht vorstellen könnte. Bisher ging’s ja eher um die Psyschologie und Emotionen.

    P.s.: ich denke ein kleiner Privatanleger hat sehr wohl die Möglichkeit Geld am Forexmarkt zu verdienen, ob mit Standard oder hochprofessioneller software. Man kann ja als kleiner Fisch hinter den großen Haien mitschwimmen und die Reste vom Kuchen einsammeln und sich nicht gegen die Haie zum Kampf stellen(-;

    1. Zur Strategieentwicklung kommen wir noch. leider ist es schwer ohne eine genaues Leserfeedback zu erahnen, welche Basisthemen man weglassen kann. Da der Forexhandel ein riskantes Geschäft ist, wenn man nicht Schritt für Schritt sämtliche Grundlagen gelernt hat, ist es schwer sofort dazu zu kommen. Mindestens über die kompletten Risiken und die grössten Fehler muss noch berichtet werden und wie man sie vermeiden kann.

      Aber schonmal vorab generell zu den Strategien: ich kann lehren wie man Strategien erstellt, findet, weiter entwickelt und verbessert und programmiert. Aber generell zu kopierende Strategien vorzustellen wird nicht funktionieren. Das handelbareVolumen ist nunmal begrenzt (auch wenn es auf den ganzen Tag in allen Währungen zusammen sehr hoch aussieht, ein Grossteil ist davon aber nur rein zwischen den Banken gehandelt), und eine veröffentlichte Strategie wird , wenn viele sie handeln zu einer unprofitablen Strategie aus mehreren Gründen (und da habe ich stark was dagegen, da ich auch selber Handel und ich nichts beibringenm will was dem Untergang geweiht ist)……. aber zu all dem komme ich auch noch. Bietet einer direkte Strategien an (die auch noch Intraday handeln) sollte man sehr vorsichtig sein, da stimmt oft was ganz und garnicht. Aber zum Thema falsche Gurus kommt auch mal noch was. Ich habe noch viel vor, aber die Zeit ist manchmal nicht da. Gerne kannst du aufschreiben, welche Themen dich interessieren. Angedacht sind demnächst: welche Risiken gibt es und wie kann ich sie vermeiden, ab wann lohnt sich der Schritt zum Vollzeittrader, Fake Händler erkennen, Handelsplattform Vorstellung (da werde ich wohl Metatrader 4 nehmen, da es immernoch die meistgenutzte Plattform aktuell ist), Schritte zum Starten als Währungshändler,……

    2. @Forex-Stratege, ich finde Ihre Beiträge ebenfalls äußerst lesenswert und erfrischend, ebenso wie @Andreas oder @Segler. Weil sie endlich einmal einen anderen Aspekt jenseits von DAX, DOW, Dauer-ATH in der Finanzmarktwelt behandeln, nämlich den Forexmarkt.
      Ich bin seit etwa 13 Jahren im Forexhandel tätig und habe anfangs ziemlich schnell zwei- bis drei Mal ein zum Glück „relativ kleines“ Konto geschrottet. Die Verluste waren zu der Zeit dennoch fast fatal und sehr belastend, weil die relativ kleinen Konten fast alles an Erspartem waren, was ich für Spekulationen und/oder Rentenvorsorge zur Verfügung hatte.
      Dabei habe ich gelernt, drei oder vier Grundregeln aus meinen gröbsten Fehlern abzuleiten und umzusetzen. Danach habe ich auf Basis dieser Regeln ein paar Demokonten mit realistischem Grundkapital eröffnet, dabei diverse Strategien getestet und meine Grundregeln im Laufe der Zeit auf das Doppelte erweitert bzw. differenziet und verfeinert.
      Seit mehr als fünf Jahren handele ich wieder recht erfolgreich real im Forexmarkt, konnte meinen Einsatz seither auf das 9-fache erhöhen und habe seither eine Quote von 94% positiver Trades.
      Forexhandel funktioniert natürlich auch für kleine Fische, aber hinter den großen Haien mitschwimmen wäre meiner Meinung nach im Forexmarkt eine meistens nicht sehr empfehlenswerte Strategie. Die Forexmärkte sind viel sensibler und schneller als die tumben Aktienmärkte, reagieren sehr spontan auf (auch alternative) „Fakten“ und erfordern auf kurze Zeit betrachtet oft starke Nerven.
      Ich persönlich glaube nicht, dass man derzeitig kurzfristig im Forexhandel empfehlenswerte Strategien vorstellen kann, die angesichts von Twitter-Kaspern wie Trump, tauben Nüssen wie Draghi, Separatistenbewegungen in Südeuropa und hilflosen Brexit-„Siegern“ Bestand haben würden.
      Ich freue mich jedoch wie alle Kommentatoren hier auf eine Fortsetzung Ihres Artikels, vielleicht können wir hier unsere Erfahrungen auf dem Forexmarkt weiterhin lebhaft austauschen?!

      1. gerne.
        Sie können jederzeit alles Fragen was sie möchten, oder Anregungen schreiben oder sogar gefundene Fehler korrigieren. da wäre ich Ihnen sehr dankbar.
        Mein nächster Artikel geht um die grösseren Trading fehler , der wird allerdings recht lang, merkt ich jetzt schon beim schreiben.

        So wie sie angefangen haben, wird es wohl sehr vielen gehen. Allerdings geben viele auf vorher, und haben nicht ihren Durchhaltewillen.
        Durch Trump, Korea, Brexit und Separatistenbewegungen gibt es tatsächlich zur Zeit oft ungeplante Bewegungen, die das Risiko im Markt erhöhen im Intradayhandel.

  3. Optionskollege grüsst Forex-Stratege
    Ihre Texte, Formulierungen und Beschreibngen kann man sich getrost ausdrucken und zur Nachtlektüre parat legen.
    Aus Ihnen spricht ein Lebens- und börsenerfahrener Händler, der vermutlich die zugehörigen Höhen und Tiefen am eigenen Leib durchgemacht hat.
    Humorvolle Darstellung, Sprachwitz – sehr angenehm zu lesen.
    Eine solche Kolumne in dieser umfangreichen Form zu bringen: Chapeau !
    Sehr gern werde ich Ihre Serie verfolgen. Wenngleich ich gestehen muss, dass Forexhandel so ziemlich das einzige ist, was ich noch nicht gemacht habe.
    Wirklich mitreden kann ich daher nicht. Ein Grund mehr, in diese Materie hineinzuriechen.
    Forex hat für mich und meine Handelsweise zwei gravierende Nachteile:
    – Kein Optionshandel (short Selling) machbar
    – Keine Volumenprofile und oder price auction Daten verfügbar

    Wer weiss – vielleicht schaffen Sie es dennoch mir den Mund wässrig zu machen.
    Würde Sie gern einmal kennenlernen.
    Segeln Sie ?

    1. Danke erstmal für die lieben Worte.
      Gesegelt bin ich als Kind das letzte mal. Und das war eher ein Ruderboot mit Mast :-).

      Optionshandel ist auch eine sehr interessante Anlageklasse und ergänzt sich gut. Denn je nach Optionsprämie lassen sich Währungen auch gut mit Optionen absichern statt mit einem Stoploss.

      Vielleicht können sie mir hierbei helfen:
      Eine grosse Herausforderung für mich stellt bei den Artikeln die Herangehensweise des Aufbaus der Artikelserie da, welchen Themen soll man schnell bearbeiten um zu wichtigeren zum kommen, welche ganz intensiv und gründlich. Ich tue mich sehr schwer die Grundlagen nur kurz durchzugehen, weil nur durch das erlernen der Grundlagen hat man die Möglichkeiten sämtliche Risiken zu vermeiden und zu wissen, welche Risiken man nicht so leicht steuern kann. Allerdings sind Grundlagen recht trockene Basics und Fortgeschrittene werden sich eventuell langweilen. Ich werde meine nächsten Artikel wohl über die Grösseren Tradingfehler und die Tradingrisiken machen, also immer mal fortgeschrittene Artikel und immer wieder Grundlagen zwischendurch. Ist vielleicht interessanter als die Basics erstmal nur nacheinander. Als Kollege , was halten sie davon?

      1. Hallo Forex Stratege,
        a) Optionen. Sicher könnte ich sehr vieles dazu beitragen. Es würde Ihre ohnehin anspruchsvolle Serie jedoch vollends überfrachten.
        b) Aufbau einer Serie
        Schon der Ansatz eine edukative Abteilung in eine Webseite zu bringen, welche von schnellen flüchtigen Informationen und kritischen Berichten lebt ist verwegen.
        Ihr akademisch didaktischer Anspruch in allen Ehren – unter journalistischen Aspekten zäumt man besser das Pferd von hinten auf.
        c) Zielgruppe.
        Die unbekannteste Grösse im ganzen Spiel.
        Aus den wenigen Postings und Feedbacks darf man nicht auf die gesamte Leserschaft schliessen.
        d) Motivierung der Leser
        Aus dem letzten Satz Ihres Posting klingen bereits Zweifel heraus.
        Sie kennen vermutlich den Satz von Antoine de Saint Exupéry, wonach man in anderen die Sehnsucht nach dem Meer wecken soll, um ein Schiff zu bauen.
        Mit dem aktuellen Aufbau Ihrer Seite trommeln Sie dagegen Männer zusammen, um Holz zu sammeln
        :-)
        Ellenlange Texte lesen nur jene, die mit Freude sich durch ein jahrelanges Studium gebissen haben. Eine peppige Mischung aus Basics und Tradingansatz, garniert mit eigenen Erfahrungen wäre schon prima.
        Haben Sie schon mal einmal dran gedacht Youtube Videos zu machen ?

  4. Danke für die Antwort:
    a) ja , zu dem Thema Optionen komme ich erst später
    b) da haben Sie natürlich Recht. Aber wen man den mathematischen Ansatz verfolgen will, mit dem Ziel ,in 10 Jahren ein Vermögen aufzubauen, dann geht das nur in dem mann am Anfang genug Basiswissen vermittelt. Vieles ist nur unzureichend vorhanden im Internet.
    c) ja das ist schwer zu erkennen, aber da hilft nur Feedback weiter
    d) Ellenlange texte sind schwerer zu lesen, aber können Informationen enthalten, die so wetrvoll sind, das man immer weiter lesen will. Bei meinem aktuellen Artikel über grössere Tradingfehler bin ich bei etwa 30 Stück die man beachten sollte, der wird richtig lang. man könnte ihn in mehrere Artikel trennen alternativ, aber einmal alles an einer Stelle hat viele Vorteile. Das vielleicht viele nicht alles lesen, und sie damit vielleicht wichtiges verpassen, ist ein Risiko, aber perfekt für alle ist unmöglich.

    Die Idee mit den Youtube Videos werde ich für 2018 vielleicht mal aufgreifen.

    1. Gut, dass sich mein Blick eher auf Aktien und das Drumherum richtet.

      Denn: „….grössere Tradingfehler…etwa 30 Stück, die man beachten sollte…“, das wäre mir viel zu kompliziert.
      Beim DAX sind es nämlich allerhöchstens 29. :-)

      Hoffentlich schrecken Sie mit diesem wohl wichtigen Hinweis nicht sehr viele Interessenten von vornherein ab.

      1. Gute Einwand. Alerdings würde ich beim Aktienhandel wenn ich gut nachdenke auf nicht weniger als 30 kommen. Ausser man macht nur Langfristhandel, und lässt Intradayhandel ganz weg.

        Aber es geht mir um Realismus, nicht darum jemand nur 3 Fehler zu sagen, damit er sich besser fühlt. Die 30 sind bestimmt nicht mal ausreichend, die Auslistung wird keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben und kann es auch nie geben. Nicht jeder macht jeden Fehler, aber wenn man weis, was auf einen zukommen könnte, ist man einfach besser vorbereitet.

        Aus Sekundärerfahrungen zu lernen, damit man sie nicht als Primärerfahrung teuer mit Geld und Zeit bezahlen muss, kann wie ein Turbo sein und einem Monate oder Jahre und viel Geld sparen. Aber jeder ist immer seines Glückes eigener Schmied.

        1. Danke, Forex-Stratege, das war eine gute Antwort auf meinen (guten) Einwand.

          Ich muss gestehen, dass ich so gut wie noch nie darauf aus gewesen bin, von einem Tag zum anderen zu handeln. Geschweige denn bei einem Tagestrade innerhalb einer einzigen Börsensitzung einen Gewinn zu erzielen. So gesehen habe ich von den Fallstricken, die auch beim DAX, ähnlich dem Währungshandel gegeben sind, keine Ahnung.
          Viele Grüße

          1. ich habe die Intraday Fehler mal weggelassen und bisschen zusammengefasst, dann komme ich so auf 22 rum. das sollte ja ausreichen für einen Artikel, ist so schon lang genug.

            Aber oft bringt es mehr, alles an einen Punkt zu haben, statt es in 22 Einzelnen Artikeln zu schreiben, zu jedem Punkt kann man einen ganzen einzelnen Artikel ja noch verfassen. Auch leichter für die Diskussion darüber. auf Aktien bin ich nicht extra eingegangen, da da schon einige Marktunterschiede vorhanden sind. Ich versuche den Artikel bis morgen fertig zu haben.

  5. Fühlt man sich durch den Job total nutzlos?

    1. Diese Frage verstehe ich nicht ganz, kannst du die näher erläutern?

      1. Danke, das beantwortet meine Frage schon. Wenn Sie es nicht verstehen, dann fühlen Sie es offensichtlich nicht.

      2. einfach ignorieren, der name ist programm…

        ps: ihre artikel bisher gerne gelesen, man findet sich wieder …

    2. @rote pille

      nutzlos vielleicht.
      aber dafür sehr, sehr reich und vermögend durch Börsengeschäfte. Damit kann man leben. Was machen sie denn nützliches? Fließbandarbeit? Büroarbeit?

      1. Also wenn man „Händler“ als Job meint, dann ist der für einen selbst natürlich nicht „nutzlose“, solange man damit Gewinne macht und mit seinem Leben zufrieden ist und keinen Schaden anrichtet.

        Natürlich kann man in einem Umverteilungsmarkt nicht erwarten etwas „Werthaltiges“ herzustellen. Dadurch das man die Gewinne durch Ausgaben wieder in Umlauf bringt, leistet man indirekt was „Werthaltiges“. Oder falls man verliert, das man hofft, die anderen geben die Gewinne aus :-).

        1. Liest überhaupt jemand was ich schreibe? Ich fragte nach Gefühlen, nicht nach Rechtfertigungen ;)

          1. Weiß doch kein Mensch, was Sie überhaupt wollen?
            Drücken Sie Ihre Frage doch mal ein bisschen präziser aus.
            Oder evtl. noch besser – lassen Sie es ganz sein.

  6. Moin zusammen,

    mittlerweile habe ich ja so meine Probleme mit Artikeln, die im Konsens so zu verstehen sind:

    „Schau her Du kleiner Trader, wie doof Du bist. Extra für Dich habe ich ein Buch geschrieben, einen Vortrag gehalten, ein Webinar abgehalten.“

    Natürlich sind diese Hinweise und Erfahrungen wichtig und richtig, aber was fehlt? Genau, nämlich die Lösung. War auch auf den IB-Days zu sehen. Annähernd jeder zweite Referent meinte dem Volk sagen zu müssen, was es alles falsch macht. Nur die Lösung fehlte.

    Ich kann gerne hier einstellen, was ich mit Lösung meine bzw. wie mein Verständnis einer Strategie ist.

    Trader reduzieren ihren Geldbestand nicht weil sie es nicht können, sondern weil sie in die Irre geführt werden. Auch hier kann ich gerne was zu beitragen, weil dies ein Thema bei mir im Studium der Wirtschaftswissenschaft sein wird.

    Wie immer gilt: toi…toi…toi :-)

    Dieter

    1. Dieter, dann ergänzt doch eure Artikel gegenseitig, du und Forex-trader.
      Wie wäre das? Dann kommen evtl. noch Feinabstimmungen von Schubert und Michael dazu und die Schose wird optimal.

    2. Im Daytrading ist es halt ein Nullsummenspiel.
      Als erstes muss man sich darüber im klaren sein, daß man, um hier bestehen zu können – besser sein muss als die anderen.
      Man muss besser sein als die Terrawatt an Computer Leistung, die von den Goldmännern etc. jeden Tag auf die Märkte losgelassen werden, um kleinste Ineffizienzen auszunutzen. Das schließt übrigens einfache mechanische Systeme, die man auf 1-2 Seiten Code formulieren kann per se bereits aus.

      Man muss aber auch besser sein als die Trader, die hauptberuflich seit 30 Jahren jeden Tag diskretionär den Markt handeln.

      Zusätzlich muss man gegen die Trader bestehen, die einen Informationsvorsprung haben.

    3. Danke für deinen Kommentar.

      Wie meinst du das, die Lösungen fehlen?
      ich bin doch gerade bei den Grundlagen beibringen? Welche Lösung soll ich denn anbieten bei den Grundlagen? Wenn ich Probleme erwähne, dann habe ich auch immer eine Lösung. Im nächsten Artikel gehe ich auf die grösseren Fehler beim Traden ein, der ist dann schon etwas Fortgeschrittener, da kannst du dann gerne deine Meinung zu den Lösungen sagen, bzw. wie man sie vermeiden kann. Aber bei den Artikeln über die Grundlagen, da kann ich auf sowas nicht eingehen, weil dazu ja Folgeartikel kommen werden. Selbst zu den „Tradingfehler“ Artikel werde ich zu den meisten Punkten Folgeartikel machen, da die Punkte zu wichtig sind und der Artikel so schon sehr lang wurde, ich ihn aber sehr wichtig finde.

    4. @Dieter G.,
      Forex-Stratege hat doch in seinem ersten Artikel ziemlich am Anfang doch gleich beschrieben, wie seine Serie aufgebaut sein wird: „In den ersten Artikeln wird der Währungshandel erst einmal vorgestellt, und ich versuche Basiswissen zu vermitteln über den Markt und das Hobby (oder den „Beruf“) des Währungshändlers – auch werde ich erste Schritte beschreiben … In den später folgenden Artikeln werden die großen Fehler beschrieben, die es unbedingt gilt zu vermeiden, und wie man es richtig macht. Hier trennt sich schon die Spreu vom Weizen! … Anschließende Artikel besprechen, wie man Strategien findet und entwickelt, was zum eigenen Lebensstil und zur Persönlichkeit passen kann, welche Instrumente man verwendet…“
      Es ist tatsächlich manchmal von Vorteil, erst zu lesen und dann Kommentare abzugeben. Als fortgeschrittener Forextrader mögen Ihnen die einleitenden Artikel verständlicherweise zu allgemein und zu langweilig sein, aber sicher gibt es genug Menschen, die am Anfang stehen, gerade ihr erstes Konto versenkt haben und dankbar sind, dass ihnen jemand wie @Forex-Stratege hilfreiche grundsätzliche Tipps und Erklärungen liefert, bevor es ans Eingemachte geht. Ich persönlich zumindest wäre vor über einer Dekade froh darüber gewesen ;)
      Ich bin mir sicher, die Inhalte, die Sie interessieren, werden folgen.
      @Forex-Stratege, ich finde Ihre Artikel und auch den Aufbau prima, lassen Sie sich da nicht ins Bockshorn jagen. Wenn ich mir ein Buch kaufe, und mich die ersten 100 Seiten mit dem Grundsätzlichen nicht interessieren, weil ich das schon kenne, lese ich eben erst ab Seite 101.

      1. Danke sehr.
        So war es tatsächlich gedacht, es systematisch aufzubauen.
        Ich werde aber ab und an, wie jetzt mit den Tradingfehlern, auch mal im Thema ein bisschen vorweg greifen, um auch Fortgeschrittenere bei Laune zu halten.
        Theoretisch müsste man wirklich 3-4 unterschiedliche Serien starten, um Artikel entsprechend dem Wissens- und Erfahrungsniveau der unterschiedlichen Leser zu schreiben.

        Ich hoffe, es stört keinen, das der Artikel mit den Tradingfehlern recht lang wurde, ich habe versucht nicht nur die Fehler zu sagen, sondern auch warum sie falsch sind und eventuelle Verbesserungen. Die meisten Fehler an einem Platz sind einfach sinnvoler, und zu den meisten Fehler folgen ja noch genaue Einzelartikel oder sie werden in einzelnen Artikeln zu unterschiedlichen Themen abgearbeitet.

        1. @Forex-Stratege, verständlich, dass die Systematik schwierig ist, weil es sich ja um kein komplettes Buch handelt, sondern um einzelne Artikel, die Sie ja irgendwie zeitlich einstellen müssen und die sich erst am Ende zu einem Gesamtwerk verbinden.
          Vielleicht wäre es tatsächlich sinnvoll, Ihr gesamtes Werk in verschiedene Kategorien einzuteilen (z. B. die Basics, typische Tradingfehler, Strategien für Fortgeschrittene etc.) und diese entsprechend im Titel zu erwähnen. Dann fände jeder schnell das, was ihn interessiert und/oder seinem Wissensstand entspricht.

          1. Ich versuche den Titel entsprechend zu gestalten.
            Generell sind natürlich alle Artikel für Anfänger sowie Fortgeschrittene denkbar, manches haben vielleicht Fortgeschrittene noch nie auf diese Art bedacht. Ich versuche auch die fortgeschrittenen Themen auf einfach Art und Weise zu beschreiben, sollte es mal zu wissenschaftlich oder unverständlich klingen, bin ich jederzeit für einen Kommentar dankbar.

          2. Eine eigene Website wäre eine gute Sache.
            So schwer ist das nicht. Es gibt gute Templates
            Das wichtigste: Impressum und Disclaimer
            Ein paar Menupunkte, Downloads, PDF, Login,
            Newslettter
            und ansonsten ein Blog.
            Später hängen Sie noch Videos rein
            Absolut cool: Ein YouTube Kanal
            Sollen wir Ihnen eins bauen ?

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage