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Wilde Wette auf auf Bitcoins gefällig? Amazon-Verkündung bei Zahlen heute Abend?

Vorweg ein kleiner Hinweis: Heute Abend ab 22 Uhr berichten wir umgehend über die Quartalszahlen von Amazon und Google (Alphabet). Rund um Amazon gibt es aktuell gerade einen gewissen Hype. Nicht nur dass mal wieder…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Vorweg ein kleiner Hinweis: Heute Abend ab 22 Uhr berichten wir umgehend über die Quartalszahlen von Amazon und Google (Alphabet). Rund um Amazon gibt es aktuell gerade einen gewissen Hype. Nicht nur dass mal wieder tolle Zahlen erwartet werden. Nein, viele Beobachter schauen auch darauf, ob Amazon heute Abend verkünden wird, dass man Bitcoins als Zahlungsmittel akzeptiert. Das wäre der Mega-Knaller. Die „Welt“ befeuert dieses Gerücht mit Aussagen aus dem Silicon Valley. Aber gerade bei Bitcoins weiß man nie so ganz Genaues.

Es ist eine heiße Wette. Amazon könnte das vom Aktienkurs her vielleicht ein klein wenig helfen, aber der wirkliche Knaller wäre diese Nachricht für die Bitcoins selbst. Denn eine Akzeptanz durch Amazon wäre der absolute Ritterschlag. Größer wäre er nur noch, wenn große westliche Industrienationen offiziell Bitcoins als Zahlungsmittel anerkennen würden. Was mit dem Bitcoin-Kurs passiert, wenn Amazon diese Nachricht heute Abend verkündet?

Kursexplosion, oder auch gar nichts? Bitcoins werden nicht zentral gehandelt, und sind hoch volatil. Also wollen wir hier keine Versprechungen abgeben. Aber wer hoch riskant dabei sein will, und an dieses Gerücht glaubt, hätte eine Chance in Bitcoins aktiv zu werden. Wie gesagt: Ohne Gewähr unsererseits! Aber die Story ist wirklch aufregend, das müssen wir schon zugeben! Trotz des extrem starken Kursanstiegs (von 1400 auf 6000 Dollar in nur fünf Monaten) kann sich der Kurs immer noch bei derzeit 5923 Dollar halten. Wahnsinn! Ein heißes Eisen. Wir können nur zur Vorsicht mahnen, wollen aber auch niemanden von seinem Spekulationsdrang abhalten.

Mehr zu Kryptowährungen unter https://finanzmarktwelt.de/kryptowaehrungen/


Bitcoins als CFD seit Anfang Mai.

49 Kommentare

49 Comments

  1. Avatar

    Marko

    26. Oktober 2017 17:58 at 17:58

    Wenn ich bei Amazon Maschinen kaufen würde zu 15000 EUR, und dies in bitcoins bezahlen würde, wie wäre dann das Geldwäschegesetz gewährleistet ? Mit dieser „virtuellen“ Währung ?

    Soviel ich weiß, gibt es innerhalb der EU ein Geldwäschegesetz, die Amis als „Türöffner“ für die Kriminellen ?
    Ja, das dürfte richtig interessant werden für Amazon, die Anwälte stehen schon bereit ?
    Amazon ist da nicht „nur“ ein „Vermittler“ ? Wieso nicht bei ebay Bitcoins, ebay ist ja „nur“ der „Vermittler“, oder irgendwelche andere (virtuelle) Marktplätze – gleich und gleich gesellt sich gern ? Allles in bitcoins bezahlen ?

    Die Mafia freut sich…

    Das dürfte für Amazon garantiert ein Griff ins Klo werden !

    Marko

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      Andreas

      26. Oktober 2017 18:44 at 18:44

      Wo ist das Problem?
      Entweder wird eine Grenze von 10000€ bei Bezahlungen mit bitcoins eingeführt, oder die Identität des Kunden muss bei Bezahlungen von mehr als 10000€ zweifelsfrei festgestellt werden.

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        Gerd

        26. Oktober 2017 19:40 at 19:40

        Und wie sichert sich ein Händler gegen Kursschwankungen ab? Die Ware wird heute zum BitCoinKurs von 6000 verkauft und morgen notiert das Dingen 10% tiefer bei 5400.
        Will sich ein Händler das Leben selbst schwer machen, indem er Kurssicherungsgeschäfte betreiben muss wie in Import-Exporteur?

        Meine Frage ist ernsthafter Natur. Nicht dass Sie denken, ich halte da jedwede Lösung für total unmöglich. Ich weiß es schlichtweg nicht, vielleicht ist es aber einfacher als ich denke und Sie wissen drum.

        • Avatar

          Karol

          26. Oktober 2017 20:28 at 20:28

          Ganz einfach, es gibt dienste wie Bitpay die nur die zahlung von Bitcoin zu Euro Vermitteln und gleich umrechnen. Amazon als händler bekommt in der sekunde kein Bitcoin sondern direkt umgewechseltes Euro. So macht es auch Edeka (zu zeit nur im Online Shop) und Liferando die auch Bitcoins als Zahlungsmittel akzeptieren.

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    Marko

    26. Oktober 2017 19:47 at 19:47

    Ja , und genau das ist das Problem, die Bitcoins sind NICHT reguliert, der Händler kann sich nicht absichern ? Wie denn ?
    Und deshalb ist das für Amazon & Co ein Griff ins Klo ! Natürlich handeln Händler mit paypal, aber die sieht die Sache komplett anders aus, die Händler verlangen in der Regel einen festen Aufschlag für paypal-Zahllungen, bei den Bitcoins ?!?

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      Gerd

      26. Oktober 2017 20:19 at 20:19

      Wobei bei PayPal, ganz grob gesagt ja eh nur der Überweisungsweg ein anderer ist als bei den herkömmlichen Banküberweisungen. Die Währung aber ist die selbe.
      (Dahinterstehende Garantien für Käufer lasse ich außen vor)

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        Marko

        26. Oktober 2017 20:30 at 20:30

        Das ist richtig Gerd,

        paypal vereinfacht mir den Kauf der Waren, keinen Überweisungsträger ausfüllen usw, aber : bei paypal steht etwas „dahinter“, paypal Käuferschutz usw…

        Natürlich gibt es Tricks , die Chinesen auf ebay verkaufen ihren Kram nur über paypal usw…. aber : das gibts ebenso auf amazon…

        Vielleicht war man Vergleich mit paypal nicht ganz o.k., aber : wir Menschen „vertrauen“ unserer Währung, so funktioniert Geld, bei dem Bitcoin -Kram …
        Tja… Seltsamerweiser haben die CFD-Broker eben jene in ihr Portfolio hineingenommen… ;D

        • Avatar

          Gerd

          26. Oktober 2017 21:37 at 21:37

          Warum ist das seltsam?
          FMW hat die Berichterstattung über Kryptos auch mit ins tägliche Programm genommen. Warum wohl? Klingelingeling – hier kommt der Eiermann. Ach nee, das ist dann doch was anderes.

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    Marko

    26. Oktober 2017 19:56 at 19:56

    Apopos Paypal :

    https://www.onvista.de/aktien/Paypal-Aktie-US70450Y1038

    So funktioniert „elektronischer“ Handel mit „digitalen“ Währungen, die Banken hierzulande haben danach paydirekt „erfunden“, mit Chancen die gen 0 gehen… :D

  4. Avatar

    Marko

    26. Oktober 2017 20:18 at 20:18

    Und allein schon der Spread bei den Bitcoins ? Welcher Händler macht sowas ? Nebst den täglichen (!!) Schwankungen, da kann ich auch gleich Lotto spielen ? :D
    Soviel zum Thema : „Ritterschlag der Kryptowährungen“ … :D

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    Andreas

    26. Oktober 2017 20:27 at 20:27

    Das sind Probleme, die nichts mit Geldwäsche zu tun haben, und was Paypal mit digitalen Währung zu tun haben soll, würde mich mal interessieren (zumindest bis jetzt).
    Ob sich das für Amazon lohnen kann oder nicht, muss der Konzern selbst entscheiden.
    – es ist sicherlich nicht zu erwarten, dass viele Menschen mit bitcoin bezahlen würden
    – der Werbeeffekt oder anderes kann das Risiko rechtfertigen
    – Amazon ist sehr innovativ und hat schon viele Experimente gemacht (die nicht alle positiv ausgegangen sind)

    Warten wir einfach ab, was passiert, aber ich bin mir sicher, dass es rechtlich keine Probleme geben wird. Dafür ist Amazon viel zu groß um über solche Dinge wie Geldwäsche zu stolpern.

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      Marko

      26. Oktober 2017 21:25 at 21:25

      Der Punkt ist der : Bitcoin schwankt, es sei denn Amazon sagt : den Preis XY „GARANTIEREN“ wir, als AMAZON für eine bestimmte Zeit, für eine Woche, einen Tag ? Oder so ?

      Wenn das Amazon macht, mein Respekt !!! Die AMAZONE war ja schon immer bekannt, für Experimente ! :D

    • Avatar

      Marko

      26. Oktober 2017 21:39 at 21:39

      Und das hat hat sehr wohl was mit mit Geldwäsche zu tun, ein Bitcoin ist eine digitale,virtuelle Währung.

      Für die Hacker ist das ein gefundes Fressen !!!
      Um den old-fashioned Währungsanhängern, eine rein zu Haun !
      Wieso gibt es eigentlich Würmer, Trojaner,Viren, Ransomware usw ?
      Die Hacker, werden dann Bitcoin erst recht angreifen !
      Bzw, die Menschen, die überhaupt keine Ahnung haben wie Bitcoin überhaupt funktiontiert !

      • Avatar

        Marc

        26. Oktober 2017 23:04 at 23:04

        @Marko: Aufgrund des Aufbaus der Blockchain ist eine Manipulation sehr unwahrscheinlich, zumal mittels SmartContracts innerhalb der Kryptowährungen für weitere Sicherheit gesorgt werden kann.
        Worin genau siehst du denn jetzt die Gefahr – auch im Vergleich zu den gängigen Währungen? Kriminelle Aktivitäten gibt es vor allem bei den aktuellen Papierwährungen mehr als genug und in verschiedenster Form. Ein Geldwäschegesetz gibt hier eben nicht ohne Grund und Banken beschäftigen im Zahlungsverkehr ganze Betrugsabteilungen. Kryptowährungen lassen sich bspw. schon mal nicht „waschen“.
        Die Notenbanken drucken seit Jahren wie bekloppt „frisches Geld“, wobei die Entscheidungen hierzu hinter verschlossenen Türen stattfinden. Bei Kryptowährungen finden demokratische Abstimmungen über neue Wege der jeweiligen Währung statt….. usw usw .
        Den ‚Old-Fashioned‘ Währungen wird nicht durch Hacker eine reingewürgt, sondern die neue, digitale Währung an sich ist auf sauberem Weg eine viel größere Gefahr, da sie theoretisch das Potenzial (!) hat, bspw. den gesamten Zahlungsverkehr weltweit zu revolutionieren.

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          Gerd

          27. Oktober 2017 13:08 at 13:08

          Marc: „Die Notenbanken drucken seit Jahren wie bekloppt frisches Geld, wobei die Entscheidungen hierzu hinter verschlossenen Türen stattfinden.“

          Dieses unselige Verhalten der Notenbanken ist für sich genommen aber leider überhaupt kein Argument für für Kryptos. Warum nicht?

          Weil Kryptos nämlich eben genau von diesem Notenbankgeld „leben“. Und deshalb sind sie auch nicht um einen Deut besser als jenes.
          Der Wert – oder besser der Kurs – eines Kryptos kommt dadurch zustande, dass Person A sein Notenbankgeld der Person B gibt und die ihm als Tausch dafür Kryptos überlässt. Ohne dieses Notenbankgeld gäbe es auch keinen Krypto. Wie denn?

          Anders sähe es nur dann aus, wenn Kryptos ausschließlich im Wege des Tauschhandels mit realen Waren und Dienstleistungen ihren Besitzer wechseln könnten.

          • Avatar

            Andreas

            27. Oktober 2017 15:36 at 15:36

            Das ist totaler Unsinn.
            unter der Annahme, das Kryptos bei ausreichnder Verbreitung Wertstabil werden, würde genau dieser Wertverlust durch Vermehrung von z. B. Euro ausgeglichen.
            Beispiel: Ich kaufe heute bitcoin für 1000€. Wenn der Wert der Währung Euro um 50% fällt, bekomme ich beim Verkauf 2000€ zurück.

          • Avatar

            Gerd

            27. Oktober 2017 17:32 at 17:32

            Andreas: „…bei ausreichender Verbreitung…“

            BitCoins wird es maximal 21 Millionen geben. Kann da die Verbreitung jemals ausreichend sein? Ein paar Millionen Menschen dürfen Kryptos besitzen – und die anderen Milliarden? Sagen sie jetzt nicht, dass die selber Schuld seien, wenn sie sich keine anschaffen.

            Nein, es geht gar nicht (aus physikalischen Gründen oder wie man das nennen will).
            Es kann nicht jeder einen Krypto besitzen. Einzig der Krypto ist es, der seinen Besitzer wechseln kann. Und von einer Sekunde auf der anderen hat der bis dahin noch ach so stolze <bVorbesitzer</b auf einmal das Notenbankgeld wieder auf seinem Konto. Das Notenbankgeld hört nämlich nie auf da zu sein. Egal wie oft der Krypto den Besitzer wechselt und zu welchem Kurs. Selbst wenn der Kurs im Vergleich zum Euro bei einer 1 Million stünde.

            Und deshalb ist es auch nicht seriös, wenn manche „Experten“ erklären, der BitCoin könne auf 100000 steigen. Das ist eine völlig aus der Luft gegriffene Zahl.
            Völlig unzureichend – denn in Wirklichkeit gibt es nach oben keine Grenze. Er könnte auch auf 1 Milliarde steigen.

            Andreas: „Wenn der Wert der Währung Euro um 50% fällt..“
            Fällt? Im Vergleich wozu?

            Der BitCoin könnte wie gesagt auf 1 Milliarde steigen – auch ohne dass der Wert der Währung Euro um 50% gegenüber – was auch immer es sein mag – fällt!
            Der Vorbesitzer trennt sich vom Bitcoin und hat dafür 1 Milliarde NOTENBANKGELD auf seinem Konto. Das hat der Neubesitzer jetzt nicht mehr. Dafür besitzt er einen Bitcoin. Und morgen wechselt der Bitcoin den Besitzer halt für 2 Milliarden u.s.w..

            Ein unendliches Spiel. Also geneigte Spekulanten, wer bisher
            bei den Aktien nichts verdient hat, weil er nur am Rande steht, kann ja drauf warten, dass er per Bitcoin zum Milliardär wird. Aber aufgepasst, es kann natürlich auch sein, dass der Coin am nächsten Tag mal nicht gestiegen ist, sondern ein Besitzer da ist, der so „dumm“ ist ihn für 500 Millionen anzubieten. Wobei der ist gar nicht soo dumm, denn er hatte ihn für 250 Millionen zuvor gegen Notenbankgeld eingetauscht.

            Und von den Kryptoanhängern wird eines zumeist übersehen. Es wird ständig kritisiert, dass Notenbanken unendlich Geld schaffen können. Sie übersehen aber, dass das nicht nur ein Nachteil sein kann, sondern in Zeiten des Wirtschaftswachstums sogar zwingend erforderlich ist. Je mehr die Gütermenge und dgl. zunimmt, desto mehr Geld muss als Pendant auch zur Verfügung gestellt werden. Und dass kann die Notenbank, aber mit einem stückzahlmäßig begrenztem BitCoin ist das nicht möglich. Bei dem coin kann sich nur inflationsähnlich der Preis nach oben anpassen. Aber zur Zeit ist das egal, denn er ist ja auch keine Währung sonder ein reines Spekulationsobjekt. Wenn ich es milde ausdrücken wollte, ist es ein Asset, was zwar keinerlei Nutzen oder Ertrag beschert – aber das durch die Aussicht darauf, dass sich jemand findet, der bereit ist, noch mehr dafür zu zahlen (mit Notenbankgeld) dennoch einen unwiderstehlichen Reiz ausübt – wegen der spekulativen Perspektive.

          • Avatar

            Andreas

            27. Oktober 2017 18:16 at 18:16

            Was soll ich dazu jetzt noch schreiben?
            1. bitcoins werden derzeit mit 8 Nackommastellen gehandelt, das heißt, wenn ein bitcoin einen Wert von 1.000.000€ hat, ist die kleinste handelbare Einheit ein Cent. Und wenn der Wert aufgrund der Nachfrage weiter steigt, wird die Genauigkeit, aber nicht die Menge erhöht
            2. Notenbankgeld hört ständig auf da zu sein. Denn irgendwann wird es durch Inflation zerfressen, aufgelöst und durch eine neue Währung abgelöst. Deine Großeltern konnen dir das vielleicht noch erklären.
            3. wenn du meinen Text aufmerksam gelesen hättest
            „unter der Annahme, das Kryptos bei ausreichnder Verbreitung Wertstabil werden“
            müsstest du bemerken, dass die Spekulationsmöglichkeiten dann nicht mehr vom bitcoin, sondern vom FIAT-Geld verursacht werden.

          • Avatar

            Test

            27. Oktober 2017 18:23 at 18:23

            Hui, so viel Text und so viel Unfug. Geht hier ja zu wie in der Kommentarspalte bei Youtube… manchmal wäre es wirklich angebracht den Halbwissen-Ball mal flach zu halten.

          • Avatar

            Gerd

            27. Oktober 2017 18:41 at 18:41

            Danke, @Test.
            Sie scheinen mir ein ganz schlauer zu sein. Haben sicherlich Notenbankwesen studiert und kennen sich speziell mit Geldmengensteuerung gut aus.

            Jetzt habe ich extra versucht, es für Laien verständlich zu beschreiben, aber nicht bedacht, dass auch Experten mitlesen. Dass die damit nicht zurecht kommen, sehe ich ein. Da will ich denn auch nicht weiter gegen reden.

          • Avatar

            Wolfgang M.

            27. Oktober 2017 19:22 at 19:22

            Gerd, als absoluter Laie in Kryptowährungen habe ich ein echtes Verständnisproblem. Zahlungsmittel/Währungen sollten nicht zu stark schwanken – ich denke nur an die Carry Trades in den 90-ern (Kreditaufnahme in Niedrigzinswährungen (Yen,SFR) und Anlage in Hochzinsländern (AUS, CAN), mit den entsprechenden Turbulenzen. Wenn man einen Kredit für ein Auto oder eine Immobilie oder sonstwas in Bitcoin aufnehmen könnte, dieser sich in ein paar Jahren im Wert aber verzehnfachen würde? Mein Einkommen aber weiter in FIAT-Geld ausgezahlt würde? Wo ist da der Denkfehler? Gruß

        • Avatar

          Gerd

          27. Oktober 2017 20:52 at 20:52

          In BitCoins bin leider ich auch Laie. Wenn überhaupt, dann besitze ich etwas Wissen im Bereich Bankund Notenbank. Und daher merke ich da beißt sich was. Ganz gehörig.
          So wie der Bitcoin in zahllosen Berichten und Kommentaren dargestellt wird, eignet er sich nach meinen Kenntnissen nicht als Alternativwährung. Und auch nicht für die Fälle, die Sie gerade ansprechen.

          Mir wurde gestern – im Zusammenhang mit Amazon – dankenswerter Weise von Foristen gut dargelegt, wie eine Kaufabwicklung in BitCoins ablaufen würde. Da habe ich gut schön gelernt. Amazon schaltet eine Art von „Wechselstube“ dazwischen, die den Bitcoin sofort übernimmt (und wahrscheinlich auch sogleich weiterhandelt) und Amazon dafür Dollar/Euro/Yen gutschreibt.
          Nur so lässt sich das Risiko von Kursschwankungen für den Händler vermeiden. Ähnlich den Kurssicherungsgeschäften, mit denen sich sonst nur die Exporteure rumquälen müssen.
          Aber das zeigte mir, niemand möchte den BitCoin wirklich haben. Manche akzeptieren ihn zwar als Zahlungsmittel, sind aber drauf bedacht ihn stante pedes umgehend wieder los zu werden.

          Würden Sie eine Bank finden – oder Start-Up- welches Ihnen einen Kredit auf BitCoin-Basis gewährte, bliebe ihnen auch nur ein Kurs-Sicherungsgeschäft. Aber da würde die Bank schon im Eigeninteresse drauf drängen. Ähnlich als hätten Sie vor Jahren mal einen Währungskredit im Ausland aufnehmen wollen, als da und dort die Zinsen noch weit unter den unsrigen lagen.

          Aber wie geschrieben, davor stehen ganz andere Hürden.
          Stellen Sie sich vor, es hätte vor zwei drei Jahren eine Währungsreform in Europa gegeben. Einige wenige Menschen hätten ein Starterset im ungefähren Wert von 50Euro (oder wie notierte der Coin vor zwei, drei Jahren?) bekommen und Hunderte Millionen nicht – weil es halt damals nur max 16 Millionen Stück gab.

          Denken Sie an die Starterkits beim Übergang von DM zum Euro.
          Oder 1949, da hat jede Person ein paar Scheinchen in die Hand bekommen, damit sie sich was kaufen konnten. Nicht nur ein paar wenige. Geht gar nicht.

          Und wenn sich die Wirtschaftsleistung in Deutschland im Laufe der vielen Jahre verdoppelt und verdreifacht hat, dann galt das selbstverständlich auch für die Geldmenge. Sie können aus dem Bitcoin-Bestand von 16Mio aber keine 48Mio machen, weil das auch technischen Gründen auf 21Mio beschränkt ist. Gut werden dann viele sagen, haben wir endlich mal den Status Quo. Schluss mit dem ewigen Wachstumswahn.

          Was geschah in den 20iger Jahren der Hyperinflation mit den Banknoten? Neue konnte man nicht mehr drucken – aber den Wertaufdruck konnte man durch Überstempeln erhöhen. Wird beim Coin jetzt auch schon analog praktiziert. Die Anzahl lässt sich aus wohlgemeinten Gründen nur noch ein klein wenig erhöhen. Aber der „Aufdruck“ ändert sich. Da steht schon jetzt nicht mehr 50 drauf wie vor ein paar Jahren oder 500 wie im Frühjahr, jetzt lautet die Zahl schon 6000.

          Das wird sich mal ändern können, falls die Notenbanken eigene Block-Chain-Währungen ins Leben rufen würden, die aber auch von denen gesteuert würden – und dann dürfte man die dann auch als Währung bezeichnen.

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            na wer wohl ;-)

            27. Oktober 2017 22:37 at 22:37

            Da gibt es aber einen kleinen Unterschied zu damals, den durch das Überstempeln hat sich nur die Zahl geänert, nicht der Wert. Beim Bitcoin bleibt die Zahl und der Wert ändert sich

          • Avatar

            Gerd

            27. Oktober 2017 23:44 at 23:44

            Na wer wohl hat in gewisser Weiser recht? Na klar, es ist ’na wer wohl‘.
            Ich hätte nicht schreiben sollen „..analog praktiziert“. Ist natürlich schon anders.
            Allerdings hatte sich seinerzeit der Wert durch das „Überstempeln“ sehr wohl geändert. Für die Noten mit Original, sagen wir mal
            20 Millionen Reichsmark, bekam man grob gesagt NICHTS. Für den neuen Aufdruck 2 Milliarden gabs dann aber wohl mindestens das Doppelte davon. Allerdings wohl auch nur dann, wenn jemand schnell war beim Einkaufen.
            Aber ich muss gestehen, ich war damals noch so klein, dass ich das gar nicht mehr richtig in Erinnerung habe.

      • Avatar

        Lindi

        27. Oktober 2017 12:00 at 12:00

        @Marko Quatsch mit Sauce. Du hast das nicht wirklich verstanden wie Kryptowährung funktioniert. Und Bitcoins sind ja auch nicht anonym, Du kannst jetde Transaktion exakt in der Blockchain nachvollziehen. Die Wallets sind anonym, und das wird sich sicher in absehbarer Zeit ändern, die Regulierer arbeiten ja schon überall daran. Was Amazon angeht, würden die ja nur ein weiteres Zahlungsmittel zulassen. Paypal war ja auch mal im gespräch, wurde aber wegen der hohen gebühren nicht umgesetzt. Die Crux am Bitcoin war bislang die langsame Transaktionsgeschwindigkeit. Durch die Änderung der Blockgröße wird das aber bald kein Thema mehr sein.

  6. Avatar

    Quer

    26. Oktober 2017 20:31 at 20:31

    Amazon würde ähnlich wie BitPay oder andere Dienstleister als PaymentTransmitter fungieren und die Händler in Fiat Währungen auszahlen …

  7. Avatar

    Gerd

    26. Oktober 2017 21:28 at 21:28

    Danke allerseits für die Antworten.
    Schlagwort BitPay: Kursschwankungen wären demnach für Amazon kein Grund, das mit dem BitCoin nicht zu machen – falls sie es denn vorhaben würden.

    Stichwort Geldwäsche: Da sehe ich als Laie in der Tat auch kein Problem.

    Bleibt für mich nach wie vor die Frage, ob es einen fundamental untermauerten Grund gibt, warum sie das überhaupt ggf. machen wollen sollten – wenn sie andererseits drauf bedacht sind, die Coins (mittels BitPay) doch wieder innerhalb von einer „Sekunde“ loszuwerden und
    in die ungeliebte FIAT-Währung zu tauschen.
    Da erwarte ich aber heute Abend bitte keine Antwort mehr drauf.
    Warten mir mal auf die Berichte ab 22Uhr.

    Viele Grüße

    • Avatar

      ich

      26. Oktober 2017 21:52 at 21:52

      wo wird Berichtet gibt es ein live stream?

      • Avatar

        Gerd

        26. Oktober 2017 22:16 at 22:16

        @ich entdeckt? Hier auf der FMW-Homepage-Seite gibt es zwar keinen Stream, aber so ähnlich.

    • Avatar

      Test

      26. Oktober 2017 21:52 at 21:52

      Warum? Wieviel Millionen zahlt Amazon wohl derzeit an Transaktionskosten? :)

  8. Avatar

    Udo

    26. Oktober 2017 21:52 at 21:52

    Die kryptowährung bleibt was sie ist. Risikobehaftet. Das muss aber nicht schlecht sein. Man muss sich eben nur darauf einstellen. Der Kursverlauf 2017 spricht Bände. Man darf nur nicht gierig werden.

  9. Avatar

    PK

    26. Oktober 2017 22:06 at 22:06

    Amazon 49c besser als die Estimates.
    Aktie 6.5% im Plus

  10. Avatar

    Heiko

    26. Oktober 2017 22:34 at 22:34

    Währungsrisiken gibt es bei intern. Konzernen de natura. Bitcoin macht da keinen Unterschied. Die Volatilität spielt dabei eine geringe Rolle, die sich im übrigen genauso absichern lässt wie alle anderen Währungsrisiken. Und wir reden hier immer noch über eine Währung die ein Bruchteil der Marktkaptialisierung von Amazon entspricht http://warzz.de/?k=EUR

    Wer Kryptowährungen, insbesondere Bitcoin, als Spekulationsobjekt betrachtet, wird sicherlich keinen Blumenkasten gewinnen. Wie schon sehr weise Leute behauptet haben, dass Investitionen sich meist dann lohnen, wenn in Überzeugung investiert wird.

  11. Avatar

    Sitt

    26. Oktober 2017 23:06 at 23:06

    Aktuell noch nichts Neues – Sprechen nur über generelles und Ereignisse aus dem Jahr

  12. Avatar

    Solltegehen

    26. Oktober 2017 23:30 at 23:30

    Woher hast du die Info?

  13. Avatar

    Hermann

    26. Oktober 2017 23:51 at 23:51

    So, und nun ? Wurde jetzt irgendwas zum Thema Bitcoin gesagt ? Ich finde nix

  14. Avatar

    Lindi

    27. Oktober 2017 11:53 at 11:53

    Wo ist das Problem? Schon jetzt kann man viele Waren über Bitcoins bezahlen. Der bitcoin-Dienstleister wechselt zum aktuellen Kurs um. Wie das geht kann man sich ja beispielsweise Victoreanum oder anderen Goldhändlern ansehen. Da wird nur ein Dienstleister zwischengeschaltetet, der wie bei Kreditkarten, Paypal oder anderen Dingen dann die Schnittstellen zur Bezahlung in Fremdwährung bietet. Würde Amazon Bitcoins akzeptieren würde das der Währung zu einer wesentlich flächendeckenderen Verbreitung helfen. Aktuell ist das ja eher was für Spezialisten. – Aktuell wurde nichts zu Bitcoins gesagt, waäre ja auch viel zu früh. Erstmal müssen die „Gewitter“ der Hardforks über den Bitcoin erledigt sein. Am 18.November der Segwit2x-Hardfork. Danach ist ja auch erst klar wie es mit dem Bitcoin weitergeht, und welcher das Label BTC trägt. Segwit2x oder der klassische? Wenn diese ganzen Dinge geklärt sind wird AMazon – ich vermute mal nächstes Jahr – sich dazu äußern. Und dann geht die Post ab ;-)

  15. Avatar

    Andreas

    27. Oktober 2017 18:23 at 18:23

    Hier gibt es wohl noch einen Forumsteilnehmer mit Namen „Andreas“ der gerne über Bitcoins schreibt.
    Ist nicht meine Welt. Bitcoins ist für mich persönlich die größte Abzocke der kleinen Leute. Habe heute gelesen das Bitcoins zu 95 % von 4 Personen gehalten werden.

    Muss mich jetzt auf Andreas2 umbenennen, möchte mit Bitcoins nicht im Zusammenhang stehen:-).

    • Avatar

      Michael

      27. Oktober 2017 19:01 at 19:01

      @Markus Fugmann, lassen die Einstellungen in Deinem WordPress so etwas zu? Mehrere Benutzer mit gleichem Namen? Da müsstest Du aber dann tatsächlich dringend etwas ändern lassen. Alleine die Vorstellung, dass ein ungehobelter Propagandist unter beliebigem Namen hier seine Meinung kund tun könnte, lässt mich erschaudern: @Michael als Nazi, @Fugmann als bullisches Aktienmonster, @Petkov als toleranter Philanthrop oder Islamjünger, @Marko als schweigsamer und besonnener Kommentator… ;)

    • Avatar

      Andreas

      27. Oktober 2017 20:37 at 20:37

      es sind 4% der Adressen, nicht 4 Adressen

      • Avatar

        na wer wohl ;-)

        27. Oktober 2017 22:39 at 22:39

        Ich habe gerade mal nachgesehen. Wer EINEN bitcoin besitzt, gehöhrt zu den reichsten 4% :-))

  16. Avatar

    Michael

    27. Oktober 2017 19:42 at 19:42

    Das meine ich jetzt durchaus ernst, mehrere Benutzer unter gleichem Namen, das darf nicht sein!

    • Avatar

      Andreas2

      27. Oktober 2017 20:00 at 20:00

      Ja ist nicht gerade angenehm wenn Personen unter meinem Forum-Namen andere Forumsteilnehmer blöd anmachen

  17. Avatar

    Andreas

    27. Oktober 2017 20:33 at 20:33

    Ihr könnt in die Namenszeile schreiben was ihr wollt ;-)
    Von den Adressen mit vielen bitcon gibt es einige die von Anfang an dabei sind (ganz kleine Nerds die einfach Glück gehabt haben). Und die Adresse mit den meisten bitcoin gehört, meines Wissens, Bitfinex, das ist einer Börse.
    Außerdem sollte man sich die Verteilung insgesamt ansehen, denn es gibt 12.000.000 Adressen, die weniger als 0,001 bitcoin haben bzw. 16.000.000 mit weniger als 0.01 bitcoin. Das sind aktuell 5 bzw 50€. Dadurch wird das Bild deutlich verzerrt.

  18. Avatar

    Olaf

    28. Oktober 2017 08:41 at 08:41

    ok, bitcoin auf eine Million von mir aus. und ein Satoshi ist dann ein $cent.
    wenn ich dann zu den derzeitigen Transaktionskosten, deren Tendenz prozentual trotz bitcoinpreissteigerung seit langem steigend ist, ca. 1000$ verschicke, zahle ich ca. 500$ an Transaktionsgebühren. Bei 500$ ebenfalls, usw. Oder hab ich was übersehen?

    • Avatar

      Andreas

      28. Oktober 2017 11:21 at 11:21

      In dem Bereich sehe ich allerdings auch große Probleme. Ich persönlich glaube auch nicht, das bitcoin ein wirkliches Zahlungsmittel für das tägliche Leben wird, da die Blockchain extrem schnell wachsen würde, wenn auch nur Deutschland seinen kompletten Zahlungsverkehr darüber abwickeln würde. Es wird ja keine Buchung je vergessen. Ich glaube eher, das es ein Wertspeicher wie z. B. Gold wird, mit dem man größere Dinge gleich bezahlen kann.

  19. Avatar

    Andreas

    28. Oktober 2017 11:36 at 11:36

    In dem Bereich sehe ich allerdings auch große Probleme. Ich persönlich glaube auch nicht, das bitcoin ein wirkliches Zahlungsmittel für das tägliche Leben wird, da die Blockchain extrem schnell wachsen würde, wenn auch nur Deutschland seinen kompletten Zahlungsverkehr darüber abwickeln würde. Es wird ja keine Buchung je vergessen. Ich glaube eher, das es ein Wertspeicher wie z. B. Gold wird, mit dem man größere Dinge gleich bezahlen kann.

  20. Avatar

    Olaf

    28. Oktober 2017 15:42 at 15:42

    das ergibt dann aber einen rückläufigen Netzwerkeffekt, was spieltheoretisch normalerweise zum Rückgang des Wertes führt. Auch die gesamte aufgebaute Infrastruktur mit Automaten und Cafes wo man mit btc zahlt etc. wird dann obsolet. Ich kann mir auch vorstellen das diese Überlegungen, sobald sich da mehr Leute Gedanken drüber machen, eingepreist werden, und wir ziemlich fix bei unter 2500 landen. Und das bei all dem fork zirkus schliesslich bitcoin cash die bestehende Infrastruktur und damit auch den Wert von btc „übernimmt“, weil die einfach viel preiswerter sind bei den TA Kosten und wesentlich mehr TA pro sekunde schaffen. Totgesagte leben länger. Vielleicht…

  21. Avatar

    Andreas

    28. Oktober 2017 19:08 at 19:08

    Bitcion cash hat aber das gleiche Problem mit der wachsenden Blockchain. auch dort wird nichts vergessen….

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Aktienmärkte: Warum einige aktive Fonds 2020 den Markt schlagen

Wolfgang Müller

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Die Aktienmärkte sind Schauplatz eines Kampfes, der von Jahr zu Jahr härter wird: Der Wettstreit zwischen den aktiven Fonds und den preisgünstigen, passiven Indexfonds (ETFs). In diesem Jahr haben einige der aktiv gemanagten Investmentfonds die Nase vorn. Ein Grund dafür ist die auch die ungewöhnliche Konzentration der Anleger allgemein auf marktschwere Titel.

Aktienmärkte: Das Dauerduell aktiv gegen passiv

Was hatte sich der in diesem Jahr verstorbene Gründer des passiven Investierens, John Bogle, anfangs für Feinde gemacht, zumeist wurde er milde belächelt! Mitte der Siebziger war Mittelmaß als Ziel eines Investments absolut verpönt, alle wollten noch die Aktienmärkte schlagen.

Doch Bogle hatte seine Mitarbeiter beauftragt, alle im S&P 500 enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung zu kaufen und damit den bekannten Börsenindex einfach nachzubilden.

Damit schuf Bogle den ersten Indexfonds (Vanguard 500), mit einem aus heutiger Sicht mickrigen Volumen von 11,3 Millionen Dollar.

Doch von Jahr zu Jahr steigt die Anlagesumme in die passiven Anlagevehikel, vor gut zehn Jahren wurde die Billionen-Grenze überschritten, mittlerweile ist die von BlackRock, Vanguard, State Street dominierte Branche bei weit über sechs Billionen Dollar angelangt.

Natürlich lässt es sich auf Dauer nicht verheimlichen, dass es kaum einem aktiven Anlagevehikel jenseits der 10-Jahresfrist gelingt, den Index und damit auch den entsprechenden Exchange Traded Fund zu schlagen. Am allerwenigsten den Leitindex der Aktienmärkte, den S&P 500 als Benchmark – insgesamt liegt die Underperformance bei über 90 Prozent in den großen Märkten.

Ich habe es vor kurzem in einem Artikel dargelegt, welche Folgen es hat, wenn man in einem Jahrzehnt auch nur die zehn besten Handelstage der Aktienmärkte versäumt.

2020 und die extreme Outperformance von Growth

Blicken wir nun auf den heimischen Markt, wo die Entwicklung natürlich einmal mehr den amerikanischen Vorbildern folgt. Hier gibt auch BlackRock den Ton an mit seinen iShares, gefolgt von Lyxor und den XTrackers von DWS, einer Tochter der Deutschen Bank. Gefolgt von UBS, Amundi, Invesco und Deka Investments und damit sind auch die deutschen Sparkassen im Geschäft.

Wie eine Auswertung des Fondsverbands BVI zeigt, haben in den Privatanleger-Depots es einige der alten Namen aus der aktiven Branche geschafft, ihre Vergleichsindizes zu schlagen. Produkte der DWS, der Deka oder der Allianz Group und aus dem Kreise derer, die schon über ein Jahrzehnt am Markt sind. Und dies gilt auch schon für ein paar Jahre, obwohl für diese Produkte die teuren Konditionen mit dem Ausgabeaufschlag und der jährlichen Jahresgebühr von deutlich über ein Prozent p.a. gelten. Wie ist diese Performance zu erklären?

Es waren zum Teil die internen Vorschriften, die den aktiven Fondsmanagern geholfen haben – und nicht die besondere Aktienauswahl.

Man hatte innerhalb der Aktienmärkte auf Aktien gesetzt, die eine hohe Marktkapitalisierung aufwiesen, so genannte Blue Chips – und was lief in den letzten Jahren besonders gut?

Klar, der Tech-Bereich mit Titeln wie Amazon, Apple oder Microsoft, Aktien, die in den Fonds zum Teil noch stärker gewichtet waren, als zum Beispiel im S&P 500 oder im MSCI World. Aber bereits seit Anfang September ist so etwas wie eine Branchenrotation feststellbar, verstärkt durch das Ergebnis des Wahlausgangs in den USA sowie den letzten Ereignissen im Zusammenhang mit der Impfstoffentwicklung.

Anders ausgedrückt: Was passiert, wenn die Big Player wieder auf ein „normales“ Wachstumstempo zurückfallen, um nur eine milde Kursentwicklung zu prognostizieren?

Fazit

Aus den letzen Überlegungen wird deutlich, wie schwierig es in Zukunft bleiben wird, mit spezieller Aktien-Einzelauswahl die Aktienmärkte zu schlagen. Wird es zu einer bleibenden Branchenrotation von Growth zu Value kommen, oder hält sich das Wachstum der Big Seven, oder auch der FAANG-Aktien noch eine Weile?

Man braucht sich nur den explosiven Anstieg einiger Corona-Aktienopfer seit der Impfstoffmeldung von BioNTech/Pfizer zu betrachten. Wie stark wird es noch zu großen Umschichtungen in den großen Depots, insbesondere zum Jahreswechsel kommen? Der 9. November könnte bedeutsamer gewesen sein, als bisher angenommen. Der Anstieg des Nasdaq 100 von seinem Tief vom 6. März 2009 bis zu seinem Hoch am 2. September 2020 mit sagenhaften 1154 Prozent sollte irgendwann korrigiert werden, Kurse (speziell von Indizes) wachsen nie in den Himmel. Der Dax brachte es in diesem Zeitraum auf bescheidene 354 Prozent.

Die Aktienmärkte und die aktiv verwalteten Fonds

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