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Aktienmarkt: Brandgefährliche Lage! Videoausblick

Nicht nur für den Aktienmarkt entsteht derzeit eine brandgefährliche Lage – denn aus der Energiekrise mit explodierenden Preisen entsteht nun eine Versorgungskrise! Wir erleben derzeit dramatische Einbrüche in vielen Bereichen der Produktion (von Chips bis zu Produktionsstops in der Metallindustrie) – und das wird sich zu einer Versorgungskrise ausweiten! Das wiederum bedeutet: wir sind in einem Umfeld der Stagflation: hohe Preise bei gleichzeitigem Mangel an Produkten! Für den Aktienmarkt ist das kein gutes setup. Die Frage ist: ist dieses stagflationäre Umfeld im Ansatz bereits eingeprteist? Eher nicht. Daher sind die Märkte trotz einer bald besseren Saisonalität derzeit gefährdet für eine weitaus heftigere Korrektur als das, was wir bisher in diesem Jahr gesehen haben..

Hinweis aus Video:Lieferengpässe: Vom Wasser auf die Schiene und die Straße



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34 Kommentare

  1. Danke, danke.
    Und die kommende Regierung trägt immer noch das Mantra „Klima – Regierung“ wie eine Montranz vor sicher her.

    Frage an die Leser: Ende des Jahres sollen die letzten AKWs abgeschaltet werden. Lässt sich diese Abschaltung unkompliziert rückgängig machen oder ist ein solcher Prozess bereits im Fluß und nicht mehr umkehrbar?

    Danke für Antworten

    1. Die durch die AKW-Abschaltungen erzeugte „Stromlücke“ kann auf absehbare Zeit nur durch Importe aus dem Ausland ausgeglichen werden, und das ist dann entweder Atomstrom oder Kohlestrom. Um das gut zu finden muss man wohl einen IQ von unter 55 haben…

    2. Prinzipiell ja. Aber wenn man einen Bereich „abschaltet“ sind erst mal sofort die erfahrenen Leute weg. Die kommen in der Regel auch nicht mehr zurück. Außerdem „zerreißen“ dann nie Knowhow Netzwerke. In der Regel ist das nicht reparierbar (bzw. braucht sehr viel Aufwand und noch mehr Zeit).

      Aber selbst das werden die Grünen verhindern. Man hat im Philippsburg ja nicht umsonst sofort die Kühltürme gesprengt.

      1. @thinkSelf, Sie gehören ja bekanntlich zu den Schlaueren hier auf FMW. Zumindest, wenn es um Kritik gegen Grüne, Umwelt- und Klimapolitik geht.
        Wie sieht Ihre Lösung für die folgende, seit 70 Jahren ungeklärte Frage aus?
        https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/world-nuclear-waste-report-die-endlagerung-von-atommuell-ist-weltweit-weiterhin-ungeloest/25214002.html?ticket=ST-11871845-oxRjhG4JLUXdLpFDjAPA-ap4

      2. @thinkSelf
        Sollte man Kühltürme noch 50 und mehr Jahre stehen lassen als Skyline, Wahrzeichen oder Warnung oder Touristenmagnet (Aussichtsplattform)? Und dürfte man sie dann sogar begrünen, mit wildem Wein oder Efeu?

    3. Die Abschaltung wird voraussichtlich wie geplant stattfinden.

      Die Kernkraftwerksbetreiber haben Milliarden an Ausgleichszahlungen für die Abschaltung Ihrer Kernkraftwerke aus dem Steuersäckel erhalten (Sie hatten ja noch länger laufende Genehmigungen zum Betrieb..) und man hat die Politik soweit über den Tisch gezogen, dass Vertraglich auch die langfristigen Kosten z.B. der Endlagerung auch noch aus dem Steuersäckel bezahlt werden.
      Die (noch) Betreiber der Atomkraftwerke wären ja dämlich, wenn sie diese für sie erfolgreichen Verhandlungsergebnisse leichtfertig auf’s Spiel setzten würden.

      Meine Vermutung ist, dass man von Energiebetreiberseite mit Unterstützung der Politik in naher Zukunft auf (etwas weniger CO2 emittierende) Gaskraftwerke setzen wird.

      Dafür wird schon kräftig die Werbetrommel gedreht….Herr Krebber -RWE Chef- gibt da den Ton an.

      https://www.zfk.de/energie/gas/rwe-chef-krebber-will-mehr-gaskraftwerke-anlagen-unter-preisdruck

      Das nun die Gaspreise durch die Decke gehen war vermutlich nicht eingeplant, aber eine hohe Inflation (auch durch zukünftig weiter explodierenden Strompreise) bei gleichzeitig niedrigsten bzw. nicht vorhandenen Zinsen, entschuldet den Staat ;-)

      Also, alles Bestens für gut verdienende Politiker ;-)

      1. @Richie Rich, völlig richtig erkannt. Fast zumindest.
        Es gibt und gab nie eine gefährlichere und zugleich teurere Art der Energieversorgung als Kernkraft. Außerdem ist sie extrem unflexibel. Wenn der Prozess läuft, dann läuft er. Nix mehr mit großartigem herunter- oder hochfahren. Aufgezwungene Grundlast sozusagen, die da ist und verbraucht oder exportiert werden muss.
        Denkt man einmal (öko)logisch und ökonomisch, ergibt sich aus Ihren Aussagen nur eine logische Schlussfolgerung: So schnell wie möglich raus aus der Atomkraft. Und tatsächlich benötigen wir eine Übergangstechnologie wie Gaskraftwerke, die Schwankungen extrem flexibel ausgleichen können.
        In 10 Jahren müssen und sollten wir wesentlich weiter sein. Es sei denn, man nimmt als Grundlage das bayerische Genehmigungsverfahren für WEA und ähnlichen Unfug zur Erhaltung und Förderung von Energiemonopolisten..
        Andererseits: Denkt man an die strahlenden Zeiträume in 10000en, 100000en oder 1000000 Jahren, ist es natürlich egal, wieviele Tonnen radioaktiven Mülls wir zusätzlich nicht entsorgen können. Da ist der Zug mit Castorbehältern längst abgefahren.

    4. @Peter, die letzten AKWs sollen Ende 2022 abgeschaltet werden, nicht heuer.
      Hier mal was zum Nachdenken: „Die Argumente der Atomkraftbefürworter sind bekannt. Die gibt es auch weltweit. Sie widersprechen den wissenschaftlichen Erkenntnissen … Man macht enorme Verluste. Allein schon beim Betrieb dieser Kraftwerke. Wenn man dann noch die langen Zeiträume von Atommüll mit rein rechnen würde, sind die Verluste gigantisch.“

      Die Gesellschaft werde langfristig die exorbitanten Kosten tragen müssen, so Claudia Kemfert. „Auch der Bau, die Inbetriebnahme, der Rückbau ist defizitär und deswegen auch ökonomischer Wahnsinn.“ Nach der jüngsten Schätzung rechnet der Entsorger in Greifswald–Lubmin inzwischen mit 6,6 Milliarden Euro, die der Rückbau kosten soll. Vor zehn Jahren war man noch von rund der Hälfte ausgegangen.
      https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/atomkraftwerk-abbau-hoehere-kosten-100.html

      @Lausi, der Anteil an Kernkraft liegt bei etwa 12%. Deutschland exportiert derzeit etwa 10% mehr Strom, als es importieren muss. Vielleicht ist alles gar nicht so schlimm, wie es die Schwarzmaler und Untergangsprofis ständig prophezeien. Parallel dazu könnte man sich um anderen Unfug kümmern, wie beispielsweise:
      https://www.augsburger-allgemeine.de/wirtschaft/Klimaschutz-Fertige-Solaranlagen-koennen-erst-nach-Monaten-ans-Netz-gehen-id60738801.html
      Oder: Im Jahr 2020 wurden in Bayern gerade einmmal 8 neue Windenergieanlagen (WEA) mit einer Leistung von 32 MW gebaut.
      https://www.br.de/wissen/windkraft-windraeder-energiealternativen-100.html

      1. „Deutschland exportiert derzeit etwa 10% mehr Strom, als es importieren muss. Vielleicht ist alles gar nicht so schlimm, wie es die Schwarzmaler und Untergangsprofis ständig prophezeien.“

        Bei der Angabe spielt die zeitliche Komponente eine große Rolle!!!

        D.H. wenn viel Strom durch Sonne und Wind erzeugt wird haben wir Überschüsse, die wir gegen Bezahlung ins Ausland exportieren müssen (Zur Klarstellung: wir als Exporteur müssen dafür bezahlen Strom zu gewissen Zeiten liefern zu dürfen, da dieser zu gewissen Zeiten eigentlich nicht gebraucht wird!!).
        Scheint mal nicht die Sonne und weht mal nicht der Wind, dann brauchen wir „Grundlaststrom“ oder wir importieren aus dem Ausland.
        Je weniger Grundlast wir in diesen Zeiträumen produzieren können, desto mehr müssen wir dann importieren. Da Hilft es uns auch nichts, wenn wir noch mehr zur „falschen“ Zeit exportieren!!!!

        In dem Sinne…Glück auf oder so Ähnlich…..und viel Spaß noch bei der hervorragend gemanagten Energie(preis)wende ;-)

      2. Und wer es immer noch nicht glauben kann das wir Grundlaststrom benötigen, der kann sich ja mal die Daten des statistischen Bundesamtes anschauen.

        https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/09/PD21_429_43312.html

        Wenn das nicht so wäre, warum haben wir dann im 1. Halbjahr so viel Kohle verstromt?

        Und wer jetzt von gigantischen unwirtschaftlichen bzw. nicht verfügbaren (Batterien) Stromspeichern in naher Zukunft träumt dem sei gesagt….das ist (noch ferne) Zukunftsmusik ;-)

      3. @Richie Rich, so wie Sie ihn einsetzen, bin ich mir jetzt nicht sicher, ob Sie den Begriff der Grundlast überhaupt verstanden haben? Die Grundlast bei der Stromerzeugung bezeichnet den Anteil der elektrischen Last (Leistung) in einem Versorgungsgebiet, welche andauernd benötigt wird, die also im Tagesverlauf nie unterschritten wird.

        Betrachtet man den europäischen Stromverbund, und zwar nur bei Wind- und Solarstrom, gibt es schon heute so gut wie keine Versorgungsprobleme hinsichtlich des „Grundlastbedarfs“. Hier muss einfach über den nationalen Tellerrand hinaus geschaut werden.
        Nebenbei bemerkt, ist es natürlich Unfug zu behaupten, der Export von Überschüssen koste grundsätzlich Geld. 2020 gab es in gerade mal 298 Stunden negative Preise an der Strombörse. Das sind also etwa 12 Tage im Jahr und stellt zudem einen überdurchschnittlich hohen Wert dar. 2017 verdienten die deutschen Stromkonzerne mit dem Export rund 1,4 Milliarden Euro. Dass sogar in meteorologisch maximal ungünstigen Quartalen noch ein Exportüberschuss vorhanden ist, zeigt doch vielmaehr, dass noch zu viele AKWs und/oder Kohlekraftwerke am Laufen sind.

        Die Windenergie kann das große Stromvolumen liefern zu sehr günstigen Konditionen, die Fotovoltaik kann die Lastspitzen zur Mittagszeit abdecken, die Bioenergie kann die Schwankungen der anderen beiden ausgleichen. Und Geothermie und Wasserkraft sind sozusagen ein verlässliches Grundrauschen, das dann noch dazu kommt.

        Was Ihre Speicher betrifft, gibt es da auch wesentlich intelligentere Lösungen und Möglichkeiten, als zentrale Monsterbatterien. Power-to-gas, Smart Grids, ein europäisches Super-Grid, maximal dezentralisierte Speicher, um nur ein paar Ideen ins Feld zu führen. Die nächsten 10 Jahre heißt es also, kreativ zu sein, Technologien zu optimieren, mehr europäisch zu denken und endlich zu handeln, statt alles mies zu reden. Denn sonst könnte es tatsächlich finster werden.

        https://energiewende-rocken.org/grundlast-kannst-du-knicken/
        https://www.net4energy.com/wiki/grundlast
        https://www.deutsches-klima-konsortium.de/de/klima-debatten/8-grundlast.html
        https://www.next-kraftwerke.de/wissen/residuallast
        https://www.energie-lexikon.info/virtuelles_kraftwerk.html

        1. @leftutti
          „Was Ihre Speicher betrifft, gibt es da auch wesentlich intelligentere Lösungen und Möglichkeiten, als zentrale Monsterbatterien.“

          Sie setzen beim Verständnis voraus dass konservative Grundlast-Menschen dezentral vernetzt und flexibel in die Zukunft denken können. Da bin ich eher skeptisch und kann mir nicht vorstellen wie. Gut für die ist was irgendwie seit einiger Zeit funktioniert e.g. und maximal einfach zu denken ist. Vier preistreibende Oligopolisten die ein Land aufteilen = ok. Und dazu ein Gegner den die alle gemeinsam ins Kreuzfeuer nehmen = ok. Schlecht ist was neu und fremd und technisch und vernetzt ist. Dezentral und digital und international = kompliziert = instabil = nicht zu managen und chaotisch.

          Ich denke der reiche Grundlast-Richie will das gar nicht verstehen. Da kollabiert sein armer Kopf.

          1. @ Björn

            Hauptsache sie werden die zukünftigen Stromrechnungen verstehen ;-)

            Ihr Beitrag ist wirklich geistiger Müll und Inhaltslos.

            Im Übrigen kritisiere ich das Management der Energiewende und nicht die Energiewende grundsätzlich. So wie diese zurzeit verläuft, kann daraus ein Desaster für Ottonormalverbraucher werden.

            Vielleicht sollte man Sie als Energiemissionar ins europäische Ausland schicken. Vielleicht wird dann ehr Ihr armer Kopf kollabieren ;-)

      4. @Leftutti – ob wirklich ein so großer Stromüberschuss in Deutschland vorliegt, dass auf alle AKW’s problemlos verzichtet werden kann, kann ich aufgrund fehlenden Fachwissens nicht beurteilen. Ich wage es aber ein bisschen zu bezweifeln – insbesondere für die Zukunft, wo alleine schon wegen der Verkehrswende der Strombedarf deutlich steigen sollte.

        Generell vertrete ich den Standpunkt, dass wegen des Klimawandels und der ausgerufenen CO2-Einsparziele lieber die Kohlekraftwerke statt der Kernkraftwerke abgeschaltet werden sollten, und diese als „Brückentechnologie“ vorübergehend weiterlaufen sollten. Es ist auch ein Riesenunterschied, ob ein AKW neu gebaut wird, oder ob ein altes einfach ein paar Jahre länger läuft.

        Vielleicht schaffen die Grünen da mal über ihren Schatten zu springen – auch wenn die Grünen mal aus der Anti-AKW-Bewegung entstanden sind, und es sich dabei für sie um eine „heilige Kuh“ handelt. Die Zeiten ändern sich halt…

        1. @Lausi, Deutschland mag gigantische Stromüberschüsse produzieren, nur spiegelt sich das nirgendwo im Strompreis nieder.

          Deutschland hat die höchsten Strompreise der Welt. Wir sind wieder Weltmeister:

          https://www.globalpetrolprices.com/Germany/electricity_prices/

          Man kann die existierenden AKWs weiterlaufen lassen, aber das macht keinen großen Unterschied mehr in der Bilanz aus und man kann mit ihnen auch nicht die Energieerzeugung aus Kohle substituieren:

          https://ourworldindata.org/energy/country/germany?country=~DEU#what-sources-does-the-country-get-its-energy-from

          Im besten Falle wird der verbleibende Anteil des AKW-Stroms von der weißen Fläche verschluckt, d.h. es wird gespart und dass bereits recht ordentlich gespart wurde, kann man auch sehen.

          Die sinkenden CO2 Emissionen in Deutschland seit 1980 (!)

          https://ourworldindata.org/co2/country/germany?country=~DEU#what-are-the-country-s-annual-co2-emissions

          beruhen i.w. auf dem Rückgang des Verbrauchs von Kohle:

          https://ourworldindata.org/co2/country/germany?country=~DEU#how-are-co2-emissions-from-different-fuels-changing

          Noch, was, weil das hier angesprochen wurde. Batterien dürften auch teurer werden und das was wir unten sehen, ist sicherlich erst der Beginn eines trefflichen Preisanstiegs:

          https://de.statista.com/statistik/daten/studie/979746/umfrage/durchschnittlicher-preis-von-lithium-weltweit/

          Ich würde mich freuen, wenn das zumindest so lange weiter läuft, bis die lästigen E-Scooter wieder von den Fußwegen verschwunden sind.

    5. @ Peter

      AKWs läßt man nicht mal eben an, wie einen modernen Rasenmäher. Und das richtige Personal fehlt ja schon. Besonders seit dem überstürzten Ausstieg durch Frau M.. Da haben natürlich etliche die Flucht nach vorne angetreten (oder würdest Du bleiben, wenn es plötzlich heißt, dass am 31.12.XX Schluss ist, wenn dasselbe Datum nicht Dein Renteneintritt ist?) In den AKWs fummeln seitdem auch mal ein paar Techniker herum, die noch das Betriebshandbuch lesen müssen.

      Geh mal davon aus, dass alle verbleibenden AKWs nach Plan abgeschaltet werden und richte Dich auf hohe Preise und Rationierungen ein.

  2. Die neue Klimawandler Regierung will das Klima abkühlen, das wird aber noch einige heisse Köpfe geben.Wie den Mitendeckel sollte man den Energieverbrauch pro Kopf ( Arsch ) einführen.Das würde ein wenig Grechtigkeit herbeiführen.Die Unterklasse bekäme dann gleich viel Strom und Wärme wie die versagende Politik- und Beamtenklasse.

    1. @Mr. Clean
      Wie den Mietendeckel sollte man den Kommentardeckel pro Arsch einführen. Für jedes dümmlich-naive Whataboutism ein Monat Sperre auf allen sozialen Kanälen, Foren und Plattformen. Für jede bösartige und hetzerische Version ein Jahr Smartphone-Entzug. So hätten wir sehr wenig dampf-kochend hyperaktive Hitzköpfe und entsprechend viel Abkühlung. Alles cool, sozusagen. Und viel Zeit, um über Klassendenken und Standesdünkel zu philosophieren.

  3. In China geht politische Kampf zwischen kommunistische Partei und regionale Behörden. Die Energie Krise sieht wie eine Sabotage von regionale Behörden aus, da die Kohle Stationen in Chine zu regionale Behörden gehoeren.
    Hier ist ein Link for das interessantes Kanal (aber auf Russisch)
    https://www.youtube.com/watch?v=5NMjnRwO66Q

  4. @Mr. Steam, fühlt sich da einer betroffen oder hat keinen Humor? Man kann vermuten wer das sein könnte!

  5. Leute, bevor ihr die Atomkraft wieder in Deutschland einführt und euch dann mit bärtigen Anti-AKW Fundamentalisten Straßenschlachten liefert, überlegt bitte, ob ihr gerade das richtige Problem löst, eines das Deutschland hat, nicht aber Frankreich und China.

    Als man für jedes Fass WTI Öl eine Flasche Barolo gratis bekam, wer hat da seine Lagerkapazitäten massiv ausgeweitet? O.K. man war im COVID-Stress und es war Lockdown … Wer hat seine Lager massiv ausgebaut, als die Saudis die Fracker 2016 vom Markt drücken wollten und die Goldmänner schon die 20$/Fass in ihren Reptiloidenaugen sahen? Grüne und deren journalistische Steigbügelhalter mögen Cordyceps verbreiten, um uns alle in ihre Klone zu verwandeln, aber sie sind nicht für Schlank und JIT verantwortlich. Selbst wenn man Schlank und JIT für 99.9% der Marktteilnehmer gelten lässt, sollten ein paar Systemknoten Fett sein. Ein Systemknoten, der Fett ist, ist kein Wunderwerk der Technik, es ist bloß fetter Speicher + ein paar Lageristen und Kaufleute, die ihn füllen wenn die Preise niedrig sind und ihn leeren, wenn sie steigen. In gewisser Weise sorgen sie dafür, dass die Preise niedrig bleiben, aber es dürfte noch immer Marge geben, selbst wenn der Ölpreis nicht um 300% im Jahr schwankt.

    Die aktuelle „Krise“ ist ein Schwarzer Schwan. Diesmal trifft er nicht Finanzen sondern Beschaffung und Lagerung. Nun haben selbst Amazon und Bezos das verschlafen. Die werden zwar von allen Politikern und Gutmenschen gehasst, aber sie verstehen was von Speicherverwaltung.

  6. Besten Dank an Alle.

    Nun, es ist schon total paradox, dass viele aktuell auf einen Warmwinter hoffen, weil wir die Energiesituation nicht auf die Reihe bringen.

    Sicherlich muss sich die Regierung mit dem Vorwurf konfrontieren lassen, die Transformation von Fossil zu Nicht-Fossil nicht sauber geplant zu haben. Scheinbar gab es keine Risikoanalyse. Wenn ich mich an die damalige Zeit erinnere, ging es auch „Ratz-Fatz“ – eben dem Zeitgeist geschuldet. Dies gilt ja auch für die aktuelle Situation: die Asiaten decken sich schon seit dem Frühjahr mit Gas & Co. ein. Die FFF-Kids hatten sich mit Kaeser (Siemens) im Frühjahr wegen Australien gestritten(Anlagen für Kohleminen) – bei uns ist heute der Kohlestrom dominierend.

    Das mit dem „Systemknoten“ und „Fett“ setzt eben etwas „Rationalität“ voraus – vielleicht verhilft eine kalter Winter zu einem klareren Hirn.

  7. @ leftutti

    „Die Grundlast bei der Stromerzeugung bezeichnet den Anteil der elektrischen Last (Leistung) in einem Versorgungsgebiet, welche andauernd benötigt wird, die also im Tagesverlauf nie unterschritten wird.“

    Da reden wir Grundsätzlich über das Gleiche obwohl ich mich da zugegeben besser hätte Ausdrücken müssen.

    Mir ist auch klar, dass nicht jeder Export von Strom ins europäische Ausland automatisch Geld kostet, sondern nur wenn dieser zur falschen Zeit im Überschuss eingespeist wird. Das wird tendenziell aber mit mehr stark schwankenden Stromeinspeisungen aus Erneuerbaren zunehmen.

    „Die Windenergie kann das große Stromvolumen liefern zu sehr günstigen Konditionen, die Fotovoltaik kann die Lastspitzen zur Mittagszeit abdecken, die Bioenergie kann die Schwankungen der anderen beiden ausgleichen.“

    Anmerkung:
    Dann erklären Sie mal bitte kurz den Strompreis von über 15 cent die kWh für die Industrie und über 31 cent kWh für Privathaushalte in Deutschland. In Frankreich sind es übrigens ca. 8 cent pro kWh für die Industrie und ca. 19 kWh für Privathaushalte. Das ist die Realität.

    Sind die supergünstigen Konditionen der Windkraftanlagen vielleicht schöngerechnet? Kann es vielleicht sein, dass man diese Technologien auch zur Zeit mit Milliardensummen subventioniert, damit diese überhaupt wirtschaftlich erscheinen? (auch wenn das bei anderen Technologien auch in anderer Form gemacht wird)..

    Was ist z.B. mit der Einspeisevergütung für das vorhalten von theoretischer Windenergieleistung?? (Leistung die erzeugt würde, wenn der Wind immer konstant mit voller Kraft wehen würde)
    Obwohl man aufgrund der Netzauslastungen die Windräder abschalten muss erhalten die Windkraftanlagenbetreiber weiter die zugesicherten Vergütungen (naja…sind ja nur ein paar hundert Millionen pro Jahr).

    Natürlich sind der tolle Netzausbau und die nicht vorhandenen oder unwirtschaftlichen Speichermöglichkeiten mit Schuld an dieser Situation….nützt aber nichts, denn diese Misere ist leider aktuelle Realität und kann nicht schöngeredet werden.

    Wenn doch alles so super Günstig bei den Erneuerbaren ist und so toll funktioniert, dann könnte man doch den Strompreis drastisch senken oder?

    „Die nächsten 10 Jahre heißt es also, kreativ zu sein, Technologien zu optimieren, mehr europäisch zu denken und endlich zu handeln, statt alles mies zu reden.“

    Anmerkung: Europäisch denken…..Dann erzählen Sie das mal den Franzosen und den Polen etc. Leider wird die Energiepolitik ganz und gar nicht Europäisch gedacht und da lassen sich einige anscheinend von Deutschland nur schwer missionieren. Ob es uns nun passt oder nicht.
    Aber man darf natürlich davon Träumen, dass die Franzosen etc. auch gerne so hohe Strompreise wie Deutschland haben möchten.

    In dem von Ihnen angefügten Artikel: „Auch ohne Kohle und Atom ist die Grundlast-Energieversorgung gesichert.“ ist doch auch die Rede von Gaskraftwerken in Deutschland als Brückentechnologie (Anm.: voraussichtlich bis 2030 oder länger????)…..

    Warum brauchen wir den Gaskraftwerke, wenn doch die erneuerbaren die Grundlastproblematik Ihrer Aussage nach lösen können bzw. schon lösen????

    Das funktioniert wohl nur in Bullerbü, hat aber mit der momentanen Realität wenig zu tun ;-)

    1. @Richie Rich, Warum brauchen wir den Gaskraftwerke, wenn doch die erneuerbaren die Grundlastproblematik Ihrer Aussage nach lösen können bzw. schon lösen????
      Ganz einfach, weil es neben der Grundlast auch noch die Mittellast und Spitzenlast gibt. Und da beim derzeitigen Ausbaustand durchschnittlich nur etwa 50% des Strombedarfs durch Regenerative gedeckt werden kann, braucht es eine Übergangstechnologie. Kernkraft und Kohlkraft ist ungeeignet, da unflexibel und kaum zu regeln. Das ist ja derzeit auch der Grund, warum bei günstiger Witterung Strom exportiert werden muss. Im Idealfall würde man den grünen Strom selber im Lande nutzen und die „Grundlastwerke“ einfach schnell entsprechend herunter regeln.

      Stromerzeugung, Vertrieb und Marge betragen etwa ein Viertel des Strompreises. Der Rest sind Abgaben, Steuern Netzentgelte und Bereitstellungsentgelte. Das erklärt den hohen Strompreis und hat nichts mit den Gestehungskosten der Regenerativen zu tun, die bereits jetzt sehr günstig und äußerst konkurrenzfähig sind und ständig noch günstiger werden, je mehr gebaut wird und je weiter sich die Technik entwickelt. Gestehungskosten haben also rein gar nichts mit Subventionen zu tun. Zusammengerechnet wurden übrigens die Fossilen bisher mit 674 Mrd. Euro gefördert, die Erneuerbaren mit 146 Mrd. Euro.
      Und vergessen Sie nicht die Umweltkosten, Folgekosten und Ewigkeitslasten, die im Strompreis nicht abgebildet werden.
      https://strom-report.de/medien/strompreiszusammensetzung-2021.jpg
      https://www.quarks.de/technik/energie/welche-art-von-strom-ist-am-guenstigsten/
      https://x2energy.de/ratgeber/fachwissen/photovoltaik-solaranlage/was-kostet-strom-aus-photovoltaik-windkraft-co

      Die EEG-Umlage beträgt übrigens 6,5 Cent pro kWh und kann nicht im Ansatz die Preisdifferenz von 31 auf 19 Cent erklären. Die liegt vielmehr in der massiven Subvention von französischem Atomstrom und der Strompreisdeckelung durch Stromsteuersenkungen begründet. Stichwort: Regulierte, staatlich festgelegte Strompreise.
      Deckelung und Regulierung, zwei sozialistische Werkzeuge also, die Ihnen den puren Schauer über den Rücken jagen müssen.

      Was Europa angeht, sollte natürlich an vorderster Stelle erst einmal die regionale, dezentrale Erzeugung und Nutzung stehen. Und ganz hinten, als quasi redundantes Backup steht ein europäisches „Super-Grid“. Dieses sollte primär die Aufgabe haben, den zeitlich-räumlichen Ausgleich zu leisten, der durch regionale Erzeugungsstrukturen, regionale und örtliche Energiespeicherung und gezieltes Lastmanagement nicht geleistet werden kann, und neue erneuerbare Energie-Potenziale erschließen, die ohne HGÜ nicht zugänglich sind. Ich spreche da übrigens eher von Skandinavien mit seinem Pumpspeicher- und Windpotenzial sowie von den Südländern mit ihrem Solarpotenzial, als von Frankreich oder Polen.
      https://energie-lexikon.info/supergrid.html

      1. In der Theorie gebe ich Ihnen recht.

        Aber schauen Sie sich einmal den Stromlastgang in Deutschland für da zurückliegende Jahr an:

        https://www.agora-energiewende.de/service/agorameter/chart/power_generation/13.10.2020/13.10.2021/today/

        Fakt:

        Solarstromanteil von ca. Oktober 20 bis März 21 nicht erwähnenswert. Da hilft es auch nicht noch mehr Solaranlagen zu installieren. Wenn die Sonne nicht scheint (es dunkel ist) wird halt nicht viel aus dieser Quelle kommen.

        Windkraftanteil ist sehr stark schwankend. Die Schwankungen werden mit noch mehr Windkraftanlagen stärker werden. Die Spitzenlasten aus der Quelle werden weiter steigen und die Zeiten wo nichts eingespeist wird, weil der Wind einfach nicht weht, werden auch mit noch mehr Anlagen nicht weniger oder verschwinden. (Naja, vielleicht Schaft man es ja im sozialistischen Europa das Wetter nach Plan umzugestalten;-)

        „Und da beim derzeitigen Ausbaustand durchschnittlich nur etwa 50% des Strombedarfs durch Regenerative gedeckt werden kann, braucht es eine Übergangstechnologie. Kernkraft und Kohlkraft ist ungeeignet, da unflexibel und kaum zu regeln.“

        Anmerkung:

        In all den Zeiten wo nichts bzw. nicht viel aus diesen Quellen kommt, muss der Strom (ca.50 GW !!!) dann durch andere Quellen erzeugt werden.

        Nehmen wir mal als Beispieltag den 09.Januar 21. An diesem Tag wurden über den Tag immer über 55 GW Strom verbraucht, aber so gut wie nichts aus erneuerbaren erzeugt! Das ist die Realität!!!

        https://www.agora-energiewende.de/service/agorameter/chart/power_generation/09.01.2021/09.01.2021/today/

        Wie viele Biomassekraftwerke, Gaskraftwerke etc. wollen wir den bauen damit an solchen Tagen die Lichter nicht ausgehen??? Für die Zeiträume wo aus Windkraft und Solar nicht viel kommt muss diese Leistung (50 GW und mehr) vorgehalten oder beschafft werden.
        Da müssten hunderte Gaskraftwerke gebaut werden, die dann auch noch permanent hoch- und runtergefahren werden und viele Zeiträume nur in der Landschaft rumstehen und nichts produzieren (können). Dann haben wir zukünftig noch mehr Anlagen die herumstehen und nichts einspeisen (können). Das ist bestimmt wirtschaftlich sinnvoll und kostet Garnichts!!! ;-)

        Und da ist die Lösung, enorme Strommengen von Skandinavien oder Italien nach Deutschland innerhalb kürzester Zeiträume zu transportieren??? Haben wir dafür schon die notwendigen (Gleichstrom) Leitungen??? Wer soll diese bauen und finanzieren? Deutschland? Der Stromverbraucher?.. wenn wir so weitermachen wird zumindest die Industrie bald abwandern und wird sich an der Finanzierung nicht mehr beteiligen…
        Wie lange soll das alles dauern?
        Wir bekommen es ja noch nicht einmal hin, den Netzausbau in Deutschland in angemessener Zeit voranzutreiben….

        In der Theorie hört sich alles easy und leicht an.
        Aus der Praxis heraus habe ich da leider ein paar bedenken, ob die Art und Weise, wie die Energiewende von statten geht so funktioniert, ohne dass uns die Kosten um die Ohren fliegen oder die Lichter ausgehen.

        Da fehlen mir persönlich noch die richtigen Antworten von politischer Seite. An der Stelle finde ich den französischen Ansatz der Regulierung und Preisdeckelung für den Verbraucher gar nicht so verkehrt ;-)

        Schließlich kann man das doch mit (günstigen) Schulden finanzieren, für die dann die anderen Trottel in der europäischen Union mit haften ;-)

        1. Klasse Kommentar. Im Winter gibt es in einigen Regionen oft tagelang Nebel und fast Windstille. Auch Schneefall ist gar nicht so selten.

  8. Tatsache ist: natürlich könnte man theoretisch eine Co2-arme Stromversorgung aufbauen. Aber dies würde gigantische Investitionen erforderlich machen. Die kostengünstigste Variante wären Standby-Kraftwerke, die ans Netz gehen, wenn sie gebraucht werden, aber immer bezahlt werden. Wie Prof. Rieck sagt: Fixkosten müßten variable Kosten zum Teil ersetzen.
    In der Wirtschaft versucht man im allgemeinen den gegenteiligen Weg zu gehen, um die Kosten im Griff zu behalten – aus guten Gründen.

    Auf jeden Fall würde es deutlich teurer, und da liegt das Kriegsbeil begraben: die einen haben es gut und können leicht den doppelten Strompreis bezahlen, auf den Dritturlaub verzichten etc., wenn sie damit das „Klima retten“, den anderen ist der Monat schon jetzt zu lang fürs Geld.

    Weltweit gesehen gilt das letztere für die allermeisten Menschen. Und deswegen wird auch weiterhin Kohle und Öl sehr wichtig bleiben.

    Sehr sinnvoll wäre es JETZT, sämtliche Kohlekraftwerke weltweit zu modernisieren. Da könnte man für kleines Geld sehr viel machen.

    1. Im Video sagt Fugmann, dass auch (reines) Silizium gerade knapp wird. Sie können nicht jedes Problem lösen, indem Sie es mit Geld zuscheißen ( Investitionskosten erhöhen ).

      Andererseits … Macron geht gerade in die Offensive und Nuklear. Ich kommentiere das mal nicht, sondern warte ab, wie das durch Presse und Politik sickert. Ich glaube kaum, dass irgendwer im liberalen Mainstream Macron beschädigen will, schließlich sind nächstes Jahr in Frankreich Präsidentschaftswahlen und man fürchtet einen Rechtsruck.

      1. @Dreamtimer, wo wir gerade bei Knappheit sind, ich bin erst kürzlich auf folgenden Artikel gestoßen. Interessant zu wissen wäre demnach, woher das ganze benötigte Uran überhaupt kommen soll. Selbst das stockkonservative Springer-Medium WELT rätselt:
        https://www.welt.de/wirtschaft/article206096289/Uranreichweite-Ist-schon-in-20-Jahren-Schluss-mit-der-Atomenergie.html

        1. @ Michael

          Laut mehrerer internen Umfragen war auch die WELT – Redaktion nie mehrheitlich konservativ und ist es gewiß auch heute nicht. Für mich ist die Welt konzernseitig eher parteipolitisch verortet. Sie neigt zu CDU-Positionen. Da diese aber nicht mehr konservativ sind… .

          Verstehen Sie mich nicht falsch: Sie können jede Meinung haben, die Sie haben wollen. Ich bin für Meinungsfreiheit. Nur bitte stellen Sie Ihren Kompaß mal nach. In der deutschen Medienlandschaft gibt es nicht Konservatives mehr, weil alle fleißig nach links gerutscht sind.
          Nochmals: das ist völlig okay. Ein Problem wird erst daraus, dass fast alle so tun, als ob dann der Maßstab mit nach links rücken würde. Das tut er aber nicht. „Ehe für alle“ ist z.B. keine konservative Position, auch wenn eine sich konservativ nennende Partei diese „Ehe“ einführt.

          Konservativ ist der Brite in „Asterix bei den Briten“: „Nach 700 Jahren Pflege dürfte der Rasen wohl annehmbar sein.“
          Und stockkonservativ wäre es, diese Position als ultra-progressiv aufzufassen.

          1. @Michael, Danke. Ich glaube das kann man so stehen lassen. „Grüne Kernenergie“ ist vielleicht doch etwas zu viel des Guten, etwa so wie „nachwachsendes Uran“.

            @Felix, Deutschland ist eine Art gemanagte Demokratie mit vielen Parteien, die in fast allem miteinander übereinstimmen, die alle aus dem gleichen Vokabular schöpfen, die gleichen Werte vertreten, sich von den Medien die Stichworte geben lassen usw.

            Die komplette CDU mit ihren immer noch 400.000 Mitgliedern könnte man durch einen kleinen Hedgefond ersetzen, der versucht den Mainstream oder „die Mitte“ zu ermitteln und entsprechend sein Fähnchen danach hängt. In den letzten 16 Jahren hatten v.a. Frau Merkel und ihre Vertrauten diese Funktion inne, aber die kann die CDU nicht für sich klonen.

            Politiker als Vermittler sind obsolet und können besser durch bezahlte Influencer ersetzt werden, die für Agenturen arbeiten und sich parasoziale Effekte zu Nutzen machen. Das ist ja für viele junge Leute der Traumjob schlechthin und so kann man viele casten, sie ausprobieren und sehen, wie viele Leute ihnen schließlich hinterherlaufen. Da werden dann auch die „Sorgen und Nöte der Menschen im Lande“ artikuliert ( letztlich hat auch ein Forum, wie das hier von FMW eine ähnliche Ventilfunktion ).

            Für alles, was außerhalb des öffentlichen Theaters passiert, kann man projektbasierte Startups ins Leben rufen. Das klingt jetzt vielleicht wie „small is beautiful“ und manchmal mag das auch se sein, aber so etwas, wie das Manhatten Projekt hatte in der Spitze 150.000 Mitarbeiter, existierte 3 Jahre lang und schaffte es von Null bis zur Atombombe. Eine der Hauptaufgaben von General Groves bestand darin, das Kernteam nicht nur vor der Presse ( einfach ), sondern auch vor Bürokraten ( schwierig ) abzuschotten. Unter ihm arbeitete Oppenheimer, der politisch links und „umstritten“ war, der es aber verstand mit all den Wissenschaftlern und Technikern umzugehen. Er und Groves waren komplementäre Charaktere, die einander bewunderten. Wenn ich mich richtig erinnere, berichtete Groves direkt an Vannevar Bush und der wiederum direkt an F.D.R. So waren die besseren Zeiten, zumindest in der Politik.

    2. @Felix, ich kann beim besten Willen Ihre Zahlen nicht nachvollziehen. Doppelter Strompreis? Wie soll man bei einem Strompreis von etwa 32 Cent auf die Hälfte, also 16 Cent kommen? Ohne EEG-Umlage wären wir bei 25,5 Cent. Das sind dann rund 80%, nicht 50%. Ohne EEG-Umlage würde ein durchschnittlicher Singlehaushalt etwa 9,20 € pro Monat (31 Cent pro Tag) sparen, eine durchschnittliche 4-Personen-Familie etwa 21,70 € (72 Cent pro Tag, 18 Cent pro Person). Angesichts solcher Beträge erscheint es mir etwas übertrieben, von reichen Klimarettern und armen Anderen zu sprechen.

      Aber ganz allgemein, dieser Thread gefällt mir. WOW! Welche Debatte in all ihren Facetten. Alle kamen sie zu Wort, Atomphysiker und Ingenieure, Arbeitsmarktprofis, Know-how-Netzwerker, Betriebswirte, Werbefachleute und Kühlturmsprenger. Solche Debatten wünscht man sich öfters statt der üblichen langweiligen Finanzmarktsuppe.

      1. @ Michael

        Welche Zahlen? Ich habe lediglich ausgeführt, dass es einige Menschen gibt, die sich auch einen doppelt so hohen Strompreis leisten wollen würden, und viele andere, denen schon jetzt das Geld an allen Ecken und Enden fehlt.

        Bevor Sie weiter fiktiv rechnen: fragen Sie mal normale Menschen in Deutschland, was sie der Strom aktuell im Monat kostet, und dann gleichen Sie das mit normalen Menschen in anderen Ländern ab. Das ergibt ein ziemlich klares Bild: Strom zu teuer.

        Zur Erläuterung: Ein normaler Mensch ist jemand, der jeden Tag aufsteht, duscht, für Geld arbeitet, eine beheizte Behausung benötigt, in kurzer Zeit kräftig essen muss, um seine Arbeit zu schaffen (Fleisch), ein Auto benötigt, um die Arbeit zu erreichen, Steuern und Abgaben bezahlt (nicht zu knapp), weiß, dass die Rente ein Problem ist, aber zu wenig Geld übrig hat, um selbst eine Rente aufzubauen. Usw. usf. Dabei habe ich jetzt noch NULL „Spaß“ aufgelistet, der auch kostet und erforderlich ist, damit dieser normale Menschen weiterhin Lust hat, ein normaler Mensch in Deutschland zu sein.

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