Folgen Sie uns

Konjunkturdaten

Aktuell: Deutsche Erzeugerpreise rutschen zügig Richtung Deflation

Avatar

Veröffentlicht

am

Und noch ein Alarmzeichen in Sachen einer mehr als müden Inflation in Europa. Soeben hat das Statistische Bundesamt für Deutschland die Erzeugerpreise für den Monat August veröffentlicht. Die Monatsvergleiche sind zuletzt schon mehrmals deflationär gewesen – aktuell sind es im Vergleich zu Juli -0,5%. Aber viel wichtiger sind die Jahresvergleiche, also von August 2019 zu August 2018. Dort haben wir aktuell nur noch ein Plus von 0,3%. In den Vormonaten waren es +1,1%, +1,2%, +1,9% und +2,5%. Man sieht also, dass sich die Erzeugerpreise zügig Richtung Deflation entwickeln!

Neben den Großhandelspreisen und Importpreisen sind die Erzeugerpreise die wichtigsten Indikatoren für das Ende der Preiskette, die Verbraucherpreise (Inflation). Der folgende Chart, der bis 2014 zurückreicht, macht eines mehr als deutlich. Vor allem die Erzeugerpreise für Erdgas ziehen den Gesamtschnitt brutal nach unten. Auch die Ölpreise sind preisdämpfend. Strompreise waren mit +6% der stärkste positive Faktor für die Erzeugerpreise.

Erzeugerpreise Chart seit 2014

Erzeugerpreise August Tabelle

Hier weitere Details vom Statistischen Bundesamt im Wortlaut:

Verbrauchsgüter waren im August 2019 um 1,7 % teurer als im August 2018. Gegenüber dem Vormonat Juli 2019 stiegen diese Preise geringfügig um 0,1 %. Nahrungsmittel waren 2,2 % teurer als im Vorjahresmonat. Den höchsten Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresmonat wiesen auch im August 2019 Schweinefleisch (+17,6 %) und verarbeitete Kartoffeln (+16 %) auf. Billiger als im August 2018 waren insbesondere Butter (-32,9 %) und Zucker (-14,8 %). Kaffee kostete 6,5 % weniger als ein Jahr zuvor.

Die Preise für Investitionsgüter lagen im August 2019 um 1,5 % höher als ein Jahr zuvor, Gebrauchsgüter waren 1,3 % teurer (beide +0,1 % gegenüber Juli 2019).

Vorleistungsgüter waren im August 2019 um 0,9 % billiger als im August 2018. Gegenüber dem Vormonat Juli 2019 sanken diese Preise um 0,2 %. Billiger als ein Jahr zuvor waren vor allem elektronische integrierte Schaltungen (-13,7 %) und metallische Sekundärrohstoffe (-13,6 %). Metalle kosteten 2,6 % weniger, Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen 5,1 % weniger. Einen überdurchschnittlich hohen Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresmonat wiesen unter anderem Edelmetalle und Halbzeug daraus (+22,7 %) sowie Erzeugnisse aus Beton, Zement und Gips (+4,7 %) auf.

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Europa

Verbraucherpreise Eurozone Oktober – Energie zieht den Durchschnitt weiter nach unten

Avatar

Veröffentlicht

am

Die Verbraucherpreise für die Eurozone für den Monat Oktober wurden soeben in ihrer ausführlichen Fassung veröffentlicht. Sie steigen wie erwartet um 0,7% nach 0,8% im September. Die Steigerungsrate wird immer schwächer! Die Energiepreise innerhalb der Verbraucherpreise ziehen den Gesamtschnitt brutal nach unten. Energie liegt bei -3,1% im Jahresvergleich, nach -1,8%, -0,6% und +0,5% in den Vormonaten. Lebensmittel können den Schnitt ein wenig stabilisieren mit +1,5%. Italien liegt in der Gesamtrate nur noch bei 0,2%, und Griechenland sogar schon bei -0,3%. Hier weitere Details von Eurostat im Wortlaut:

Die niedrigsten jährlichen Raten wurden in Zypern (-0,5%), Griechenland (-0,3%) und Portugal (-0,1%) gemessen. Die höchsten jährlichen Raten wurden in Rumänien (3,2%), Ungarn (3,0%) und der Slowakei (2,9%) gemessen. Gegenüber September ging die jährliche Inflationsrate in fünfzehn Mitgliedstaaten zurück, blieb in acht unverändert und stieg in fünf an. Im Oktober kam der höchste Beitrag zur jährlichen Inflation im Euroraum von Dienstleistungen (+0,69 Prozentpunkte, Pp.), gefolgt von Lebensmitteln, Alkohol und Tabak (+0,29 Pp.), Industriegütern ohne Energie (+0,07 Pp.) sowie Energie (-0,32 Pp.).

Verbraucherpreise Eurozone

weiterlesen

Asien

Aktuell: Hongkong mit dickem BIP-Minus! Rezession ist da

Avatar

Veröffentlicht

am

Die imposante Skyline von Hongkong

Wie passend. Erst gestern titelten wir Hongkong – Megastadt vor wirtschaftlichem Kollaps. Und ganz aktuell hat Hongkong als eigenständige wirtschaftliche Einheit (Sonderstatus innerhalb Chinas nach der Rückgabe von London an Peking) sein Bruttoinlandsprodukt veröffentlicht. Ein negatives Ergebnis war schon erwartet worden nach den immer weiter gehenden massiven Protesten und Straßenschlachten, welche wohl vor allem Konsum und Tourismus in der Stadt massiv beeinträchtigen dürften. Und so sehen die aktuellen Zahlen aus.

Das Bruttoinlandsprodukt von Hongkong im 3. Quartals ist im Vergleich zum 3. Quartal 2018 um 2,9% eingebrochen! Im Vergleich zum 2. Quartal 2019 ist es sogar um 3,2% eingebrochen! Daran sieht man, wie heftig das Chaos die Wirtschaft aktuell runterzieht! Die beiden folgenden Charts zeigen den dramatischen Einbruch gegenüber den vorigen Quartalen. Das es im Vorquartal schon ein kleines Minus gab, ist Hongkong per Definition jetzt in der Rezession! Wenn die Lage eskaliert und Peking Militär entsendet, dürfte sich der Abwärtsbalken im Chart im Folgequartal noch ausweiten?


source: tradingeconomics.com


source: tradingeconomics.com

weiterlesen

Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände +2,2 Mio Barrels (jetzt 449 Mio) – Produktion steigt!

Avatar

Veröffentlicht

am

Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 449 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 2,2 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei +1,6 Mio lagen.

Die Benzinbestände wurden mit 210,2 Mio Barrels gemeldet, was im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 1,9 Millionen Barrels darstellt. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche lagen bei -1,1 Mio.

Die Produktion liegt bei 12,8 Millionen Barrels pro Tag gegenüber 12,6 Mio in der Vorwoche.

Die gestern Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit -0,5 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (erwartet +1,5). Die Benzinbestände stiegen laut API um 2,3 Mio Barrels. Destillate stiegen um 0,8 Mio Barrels.

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit -24 Cents auf 57,33 Dollar.

Der wochenlange Aufbau der Lagerbestände geht damit weiter, was im großen Bild aber nicht mit fallenden Kursen berücksichtigt wird.

weiterlesen


Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen