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Gold/Silber

Aktuell: Goldpreis steigt über 1.700 Dollar – die aktuelle Lage

Claudio Kummerfeld

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am

Ein Stapel Barren Gold

Gestern war der Goldpreis überraschend gefallen. Wir berichteten darüber. Als Grund konnte man annehmen, dass die ZEW-Konjunkturerwartungen für Europa stark ins Plus drehten, was doch stark gegen Gold als Fluchthafen sprach. Der Goldpreis fiel gestern bis auf 1.657 Dollar, aber nur ganz kurz. Von gestern Abend bis heute früh lag das Kursniveau um die 1.685 Dollar. Jetzt aber ist hat der Goldpreis die Marke von 1.700 Dollar überschritten.

Goldpreis über 1.700 Dollar

Bis heute Mittag stieg der Goldpreis in der Spitze auf 1.707 Dollar. Aktuell hält er das Niveau glatt bei 1.700 Dollar. Das Edelmetall wird also plötzlich wieder attraktiver? Wir erwähnten es gestern und vorgestern, dass der Goldpreis diese Woche oft plötzliche Sprünge hinlegen kann. Heute und auch den Rest der Woche stehen noch einige Konjunkturdaten an. Aber was hilft dem Goldpreis jetzt aktuell auf die Beine? Gestern gab es einen Push, als via CNBC verkündet wurde, dass die Bank of America ihre Prognose für den Goldpreis mal eben um 1.000 Dollar angehoben hat, jetzt auf das neue Kursziel von 3.000 Dollar. Und das aufgrund des Nullzinsumfelds. Das sorgt schon mal für gute Laune!

Seit Montag früh hat der Dow 30 gut 1.000 Punkte eingebüßt. Über den Ölpreis brauchen wir gar nicht erst zu sprechen. Bei Öl herrscht der totale Zusammenbruch (hier mehr zu dem Thema). Die zehnjährige Rendite von US-Staatsanleihen läuft mit aktuell 0,58 Prozent wieder Richtung Tiefpunkt aus März bei 0,48 Prozent. Auch daher kann es aktuell sein, dass sich einige Anleger Gold als dem Sicheren Hafen wieder annähern (Risk On Risk Off Trade). Auch die Zuflüsse in Gold-Produkte wie ETF laufen weiter. Der weltweit größte ETF für Gold „SPDR Gold Shares“ zeigt laut aktuellen Berichten mit jüngst 1.033 Tonnen Gold den höchsten Stand seit sieben Jahren!

Wichtige runde symbolische Marke?

Aber schaut man den vorigen Rückgang im Goldpreis an, und den aktuellen Anstieg, so sind dies keine extrem großen Bewegungen. Interessant ist vor allem die aktuell erreichte runde Summe von 1.700 Dollar. Im Chart sehen wir den Kursverlauf der letzten 30 Tage. Wir möchten erneut darauf hinweisen: Diese Woche kommen noch mehr Konjunkturdaten, und der Goldpreis kann rauf oder runter springen, und das ruckartig! Grundsätzlich aber, da scheint die Stimmung für Gold derzeit doch eher positiv zu sein? Die Charttechnik-Experten von ForexLive besprechen das heutige Erreichen der Marke von 1.700 Dollar auch. Sie erwähnen den heute leicht schwächeren US-Dollar.

Und wenn die Käufer in der Lage seien eine Pause oberhalb des 200-Stunden-Moving Average und der 1.700 Dollar-Marke beizubehalten, wäre dies ein guter Ausgangspunkt für Gold um zu versuchen, die Höchststände der letzten Woche (1.745 Dollar) anzufechten. Vorerst profitiere Gold von der geringeren Volatilität, da sich die Aktien (in den letzten Stunden) leicht nach oben bewegen. Für die Käufer seien das nur kleine Schritte, aber eine Pause über den oben erwähnten Schlüsselniveaus zu halten, werde ein guter erster Schritt sein, um in den kommenden Sitzungen auf eine weitere Aufwärtsbewegung im Goldpreis aufzubauen, so ForexLive.

Hannes Zipfel hat heute übrigens einen interessanten Text veröffentlicht mit dem Titel „Warum Ölpreis und der Goldpreis entgegengesetzt verlaufen“. Mehr dazu hier.

Goldpreis im Verlauf der letzten 30 Tage

3 Kommentare

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Gold/Silber

Goldpreis: Wann endet der Abverkauf? Jetzt Kaufgelegenheit?

Redaktion

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Der Optimismus, der durch die Nachricht über die erfolgreiche Erprobung des Impfstoffs gegen das Pfizer-Coronavirus ausgelöst wurde, hat den Goldpreis unter Druck gesetzt. Gegenwärtig hält sich das gelbe Metall immer noch über der starken Unterstützung des Goldpreises von 1800 Dollar. Allerdings zeigt die Analyse deutliche Anzeichen für ein anhaltendes rückläufiges Momentum.

Warum der Goldpreis unter Druck ist derzeit

Neben dem Impfstoff gibt es vielversprechende Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung, die den Goldpreis zuletzt unter Druck gesetzt haben. Ein weiterer Faktor, der für das Edelmetall eine große Rolle spielt, ist die Entspannung im Zusammenhang mit den US-Präsidentschaftswahlen. Mit dem Nachlassen der Unsicherheit reagieren die Märkte entsprechend – und das gilt auch für Gold.

Solange das gelbe Metall weiterhin unter der früheren Unterstützungsmarke von 1850 Dollar gehandelt wird, bleibt der stetige Abwärtstrend beim Goldpreis vorerst bestehen. Sollte es jedoch zu einem Durchbruch unter die 200-DMA-Unterstützung von 1798 Dollar kommen, könnte der Dezember einen viel stärkeren Rückgang verzeichnen. In diesem Fall wird der Goldpreis wahrscheinlich sogar einen Rückgang bis auf 1765 Dollar verzeichnen.

In folgendem Video analysiert David Jones, chief market strategist bei capital.com, positive und negative Faktoren für den Goldpreis und zeigt nicht nur, wo die relevanten Widerstände und Unterstützungen liegen, sondern auch das, was er selbst jetzt tun wird:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Der Goldpreis ist derzeit unter Druck

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Gold/Silber

2021: Ein schwieriges Jahr für Gold – Werbung

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Lieber Börsianer,

im laufenden Jahr deckten sich die Investoren nochmals satt mit Gold ein. Ende Oktober verwalteten die Gold-ETFs rund um den Globus Gold im Wert von 235 Milliarden USD. Niemals zuvor waren die Gold-Sammelstellen schwerer. Gleichwohl zeigte der Goldmarkt zuletzt Ermüdungserscheinungen. So nahm das Volumen der Zuflüsse gerechnet in USD im Oktober nur noch um 0,6 % zu. Vor allem US-Investoren hielten sich spürbar zurück. Und genau das ist die Anlegergruppe, die letztlich das Marktgeschehen bestimmt.

Wie wird 2021? Welches Potenzial sehe ich für das Edelmetall?

Ich gehe derzeit davon aus, dass der Impfstoff im nächsten Jahr wesentlich über die Preisentwicklung am Goldmarkt entscheiden wird. Zwei grundsätzliche Szenarien sind denkbar.

Der Impfstoff funktioniert, und es gelingt den Medizinern das tückische Virus allmählich zurückzudrängen. In diesem Fall springt die Weltkonjunktur wieder an. Möglicherweise werden wir sogar leicht inflationäre Tendenzen sehen. Ergo werden die Zentralbanken die Zügel der Geldpolitik wieder anziehen, um das Inflationsrisiko möglichst gleich im Anfangsstadium zu ersticken. Steigende Zinsen sind allerdings für Gold Gift.

Auffällig war, dass sich die Notenbanken bereits zuletzt mit weiteren geldpolitischen Maßnahmen zurückgehalten haben. Obwohl etwa Europa in den zweiten Lockdown gegangen ist, haben wir von unserer obersten Währungshüterin, Christine Lagarde, nicht viel gehört. Offenbar baut auch die Französin stark auf den Impfstoff und hält weitere Stützungsmaßnahmen für die EU-Volkswirtschaften für nicht erforderlich. Goldanleger hätten hier gerne weitere Aktivitäten gesehen.

Der Impfstoff wirkt nicht. Die Erholung wird von stets wiederkehrenden Lockdown-Maßnahmen gebremst. Das würde ohne Frage den Golfpreis stützen, zumal dann die Geldpolitik doch nochmals nachlegen muss und weitere Hilfsgelder in die Volkswirtschaften des Westens pumpen wird. In einem solchen Szenario bliebe auch der Aktienmarkt eher zurück und Investoren würden wieder den sicheren Hafen suchen. Dabei darf man freilich nicht vergessen, dass die US-Notenbank zunächst nicht mehr…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Goldpreis: Charttechnische Ampeln springen auf „Gelb“

Jörg Bernhard

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Der Goldpreis rutschte in den vergangenen Handelstagen aufgrund einer nachlassenden Risikoaversion auf den tiefsten Stand seit vier Monaten ab. Dadurch hat sich die charttechnische Situation erheblich eingetrübt.

Goldpreis wirkt charttechnisch angeschlagen

Weltweit sind derzeit vor allem riskantere Anlageklassen wie zum Beispiel Aktien oder Kryptowährungen gefragt. Die Hoffnung, dass die Welt in Kürze möglicherweise mit drei Impfstoffen die Pandemie eindämmen kann, führte insbesondere bei Gold-ETFs zu massiven Abflüssen. Allein beim weltgrößten Gold-ETF SPDR Gold Shares war im November bei der gehaltenen Goldmenge ein Rückgang von 1.257,67 auf 1.199,74 Tonnen (minus 57,93 Tonnen) registriert worden.

Unter charttechnisch orientierten Goldinvestoren herrscht gegenwärtig aus zwei Gründen eine starke Verunsicherung. Erstens: Mit dem jüngsten Kursrutsch in Richtung 1.800 Dollar bewegt sich das gelbe Edelmetall in einer leichten Unterstützungszone, die sich in der ersten Julihälfte herauskristallisiert hat und nun akut gefährdet ist. Zweitens: Außerdem verläuft die langfristige 200-Tage-Linie ebenfalls im Bereich von 1.800 Dollar. Im Falle eines signifikanten Unterschreitens dieses Kursbereichs entstünden gleich zwei Verkaufssignale und somit möglicherweise zusätzlicher chartinduzierter Verkaufsdruck für den Goldpreis.

Doch eines sollten Anleger bei jedem Verkaufssignal stets im Hinterkopf behalten: Nicht selten erweisen sie sich als Fehlsignal. Im März dieses Jahres stürzte zum Beispiel der Goldpreis für einige Tage relativ deutlich unter seine 200-Tage-Linie, um sich nachfolgend innerhalb von weniger als fünf Monaten wieder um in der Spitze 600 Dollar auf ein neues Rekordhoch zu verteuern. Ein bisschen treffsicherer erwies sich ein solches Verkaufssignal Mitte 2018, schließlich folgte damals eine technische (temporäre) Korrektur von immerhin zehn Prozent.

Ein bisschen Optimismus verbreitet aktuell der Timingindikator Relative-Stärke-Index (RSI). Mit aktuell 32 Prozent ist dieser nicht mehr weit von der überverkauften Zone (< 30 Prozent) entfernt. Sollte der RSI die 30-Prozent-Hürde in den kommenden Wochen von unten nach oben durchschneiden, gilt dies in der Chartlehre nämlich als Einstiegssignal.

Fazit

Unter fundamentalen Gesichtspunkten sollten sich Anleger mit langfristigem Anlagehorizont keine großen „Goldsorgen“ machen. Als Krisen-, Vermögens- und Inflationsschutz dürfte die Geldalternative in den kommenden Jahren und Jahrzehnten weiterhin wertvolle Dienste leisten, schließlich werden sich selbst im Falle eines Siegs über die Pandemie die weltweiten Schuldenberge nicht in Wohlgefallen auflösen.

Der Goldpreis ist zuletzt unter Druck gekommen

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