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Aktuell: Goldpreis und Schweizer Franken rauf, Aktien runter – die Gründe

Claudio Kummerfeld

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am

Gold Barren Beispielfoto

Der Goldpreis müsste eigentlich fallen? Schaut man auf den US-Dollar, dann ist er ein verdammt guter Grund um pessimistisch für Gold zu sein, zumindest aktuell. Der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere große Währungen) ist seit dem 3. Februar fast wie an der Schnur gezogen durchgehend gestiegen, von 97,25 auf aktuell 98,86 Indexpunkte. Aber nein, der Goldpreis kann diesem Argument für fallende Kurse trotzen. Im selben Zeitraum konnte er sein Niveau von um die 1.575 Dollar unterm Strich bis jetzt halten.

Goldpreis seit 3. Februar

Goldpreis steigt dank Eskalation bei Coronavirus in China

Schaut man auf den Kursverlauf, dann gibt es im Goldpreis (erster Chart seit 3. Februar) eine vorsichtige Aufwärtstendenz (in Euro notiert Gold auf Rekordniveau). Schaut man auf den folgenden Chart, erkennt man den heutigen kleinen Risk Off Trade (raus aus Risiko, rein in die vermeintliche Sicherheit). Der Chart  zeigt den Goldpreis in rot-grün gegen den Dow 30 in blau. Heute Nacht haben chinesische Behörden verkündet, dass es nur in der Provinz Hubei 14.840 Neuinfektionen beim Coronavirus gab (hier dazu der sehr aufschlussreiche Kommentar von Markus Fugmann).

Ein kleiner Schock für die Aktienmärkte, und so fiel der Dow 30 ab heute Nacht sofort 150 Punkte nach unten. Unterm Strich sind es bis jetzt -180 Punkte. Die Angst vor einer größeren wirtschaftlichen Auswirkung des Coronavirus ist wieder da, zumindest für diesen Augenblick! Der Goldpreis konnte bis jetzt genau 10 Dollar auf 1.575 Dollar ansteigen.

Schweizer Franken wertet weiter auf

Der Schweizer Franken hat diese Woche bereits mehrere Dreijahreshochs hingelegt. Wir berichteten bereits über die Gründe. In Kurzform: Das Coronavirus, möglicherweise ausbleibende SNB-Interventionen, und eine Euro-Schwäche dank schwacher Industriedaten in Euroland. Und nun profitiert der Schweizer Franken heute wie auch der Goldpreis von einer aktuellen Verschärfung der Lage in China. Lesen Sie gerne beim Klick an dieser Stelle auch einen sehr interessanten Artikel von Robert Zach auf investing.com zur aktuellen Aufwertung im Schweizer Franken.

Kommt es zu verschärfenden Maßnahmen der Schweizerischen Nationalbank, wenn der Franken weiter aufwertet? Undenkbar ist das nicht, wenn man an die jahrelange 1,20-Schwelle bei Euro vs Franken denkt, die im Januar 2015 aufgehoben wurde. Euro vs Schweizer Franken notiert aktuell bei 1,0621 – Anfang der Woche sahen wir noch Kurse von über 1,07.

Goldpreis vs Dow 30 seit gestern früh

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Aktuell: EZB-Entscheidung veröffentlicht

Claudio Kummerfeld

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EZB-Tower in Frankfurt

Die EZB hat soeben ihre Entscheidung veröffentlicht.

Der EZB-Leitzins (Refinanzierungssatz) bleibt unverändert bei 0,00 Prozent. Der extrem wichtige Banken-Einlagenzins, auf den sich Banken bzgl. der Negativzinsen berufen, bleibt ebenfalls unverändert bei -0,50 Prozent. Die Marginal Lending Facility bleibt ebenfalls unverändert bei 0,25 Prozent.

Die Aufkauf- und Liquiditätsprogramme (PEPP, APP und TLTRO III) laufen wie bisher weiter.

Um 14:30 Uhr folgt die PK von Christine Lagarde. Wir berichten dann umgehend über alle interessanten Aussagen. Hier das offizielle Statement der EZB zur jetzigen Entscheidung:

(2) The Governing Council will continue its purchases under the pandemic emergency purchase programme (PEPP) with a total envelope of €1,350 billion. These purchases contribute to easing the overall monetary policy stance, thereby helping to offset the downward impact of the pandemic on the projected path of inflation. The purchases will continue to be conducted in a flexible manner over time, across asset classes and among jurisdictions. This allows the Governing Council to effectively stave off risks to the smooth transmission of monetary policy. The Governing Council will conduct net asset purchases under the PEPP until at least the end of June 2021 and, in any case, until it judges that the coronavirus crisis phase is over. The Governing Council will reinvest the principal payments from maturing securities purchased under the PEPP until at least the end of 2022. In any case, the future roll-off of the PEPP portfolio will be managed to avoid interference with the appropriate monetary policy stance.

(3) Net purchases under the asset purchase programme (APP) will continue at a monthly pace of €20 billion, together with the purchases under the additional €120 billion temporary envelope until the end of the year. The Governing Council continues to expect monthly net asset purchases under the APP to run for as long as necessary to reinforce the accommodative impact of its policy rates, and to end shortly before it starts raising the key ECB interest rates. The Governing Council intends to continue reinvesting, in full, the principal payments from maturing securities purchased under the APP for an extended period of time past the date when it starts raising the key ECB interest rates, and in any case for as long as necessary to maintain favourable liquidity conditions and an ample degree of monetary accommodation.

(4) The Governing Council will also continue to provide ample liquidity through its refinancing operations. In particular, the third series of targeted longer-term refinancing operations (TLTRO III) remains an attractive source of funding for banks, supporting bank lending to firms and households.

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Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

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Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

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Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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