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Aktuell: Goldpreis und Schweizer Franken rauf, Aktien runter – die Gründe

Gold Barren Beispielfoto

Der Goldpreis müsste eigentlich fallen? Schaut man auf den US-Dollar, dann ist er ein verdammt guter Grund um pessimistisch für Gold zu sein, zumindest aktuell. Der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere große Währungen) ist seit dem 3. Februar fast wie an der Schnur gezogen durchgehend gestiegen, von 97,25 auf aktuell 98,86 Indexpunkte. Aber nein, der Goldpreis kann diesem Argument für fallende Kurse trotzen. Im selben Zeitraum konnte er sein Niveau von um die 1.575 Dollar unterm Strich bis jetzt halten.

Goldpreis seit 3. Februar

Goldpreis steigt dank Eskalation bei Coronavirus in China

Schaut man auf den Kursverlauf, dann gibt es im Goldpreis (erster Chart seit 3. Februar) eine vorsichtige Aufwärtstendenz (in Euro notiert Gold auf Rekordniveau). Schaut man auf den folgenden Chart, erkennt man den heutigen kleinen Risk Off Trade (raus aus Risiko, rein in die vermeintliche Sicherheit). Der Chart  zeigt den Goldpreis in rot-grün gegen den Dow 30 in blau. Heute Nacht haben chinesische Behörden verkündet, dass es nur in der Provinz Hubei 14.840 Neuinfektionen beim Coronavirus gab (hier dazu der sehr aufschlussreiche Kommentar von Markus Fugmann).

Ein kleiner Schock für die Aktienmärkte, und so fiel der Dow 30 ab heute Nacht sofort 150 Punkte nach unten. Unterm Strich sind es bis jetzt -180 Punkte. Die Angst vor einer größeren wirtschaftlichen Auswirkung des Coronavirus ist wieder da, zumindest für diesen Augenblick! Der Goldpreis konnte bis jetzt genau 10 Dollar auf 1.575 Dollar ansteigen.

Schweizer Franken wertet weiter auf

Der Schweizer Franken hat diese Woche bereits mehrere Dreijahreshochs hingelegt. Wir berichteten bereits über die Gründe. In Kurzform: Das Coronavirus, möglicherweise ausbleibende SNB-Interventionen, und eine Euro-Schwäche dank schwacher Industriedaten in Euroland. Und nun profitiert der Schweizer Franken heute wie auch der Goldpreis von einer aktuellen Verschärfung der Lage in China. Lesen Sie gerne beim Klick an dieser Stelle auch einen sehr interessanten Artikel von Robert Zach auf investing.com zur aktuellen Aufwertung im Schweizer Franken.

Kommt es zu verschärfenden Maßnahmen der Schweizerischen Nationalbank, wenn der Franken weiter aufwertet? Undenkbar ist das nicht, wenn man an die jahrelange 1,20-Schwelle bei Euro vs Franken denkt, die im Januar 2015 aufgehoben wurde. Euro vs Schweizer Franken notiert aktuell bei 1,0621 – Anfang der Woche sahen wir noch Kurse von über 1,07.

Goldpreis vs Dow 30 seit gestern früh



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1 Kommentar

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