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Gold/Silber

Aktuell: Goldpreis und Schweizer Franken zeigen Stärke – die Spurensuche

Claudio Kummerfeld

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am

Symbolbild für Gold Barren

Der Goldpreis steigt, und auch der Schweizer Franken steigt direkt vor Heiligabend. Was ist da los? Wie schon letzte Woche ist es eine merkwürdige Entwicklung. Zuerst ein Blick auf die Aktien. Die haussieren. Ist es das finale Window Dressing der institutionellen Investoren? Noch schnell vor Jahresende die Aktienkurse hochpushen um für die Fondsanleger für das Gesamtjahr 2019 noch bessere Gewinne ausweisen zu können? (hier finden sie gute Gründe für die Jahresendrally)

Der Schweizer Franken notiert auch noch etwas fester als letzte Woche. Mit aktuell 1,0867 ist der Euro gegen den Schweizer Franken noch etwas weiter gefallen. Als Grund dafür führt laut Berichten aus der Schweiz zum Beispiel die Valiant Bank an, dass der Schweizer Franken derzeit davon profitiere, dass Schweizer Exporteure noch vor Jahresende verstärkt Fremdwährungsverkäufe vornehmen würden. Aber auch die Suche nach einem sicheren Hafen und die zum Jahresende ausgedünnten Handelsvolumen könnten zu diesem Aufwertungsschub im Franken geführt haben, so die Banker. Solche Bewegungen kämen vor dem Jahresende häufig vor und würden durch die sich im Hinblick auf die Feiertage ausdünnenden Volumen verstärkt.

Goldpreis auch höher als letzte Woche

Auch der Goldpreis notiert höher als letzte Woche mit aktuell 1.484 Dollar gegenüber 1.477 Dollar Freitag Abend. Damit konnte Gold in US-Dollar diese tagelang doch ziemlich langweile Seitwärtsphase nach oben verlassen und seine Robustheit bestätigen. Erstaunlich, ziemlich erstaunlich ist diese Robustheit, wenn man bedenkt, dass im Risk On Risk Off Trade bei stark steigenden Aktien Geld aus den „Sicheren Häfen“ namens Gold uns Schweizer Franken abfließt. Nicht aber so dieser Tage kurz vor Jahresende. Beides ist gefragt, hohes Risiko in Aktien und die Suche nach Sicherheit.

Lesen Sie auch gerne beim Klick an dieser Stelle den aktuellen Jahresausblick für 2020 für Gold von Hans Zipfel mit dem Titel „Goldpreis – Aussichten für 2020 sind glänzend“.

Die letzten Wochen gab es schon viele positive Meinungen, Kommentare und Einschätzungen zum zukünftigen Goldverlauf im nächsten Jahr. investing.com zitiert aktuell Crescat Capital, wo man wegen der Gelddruck-Orgie der Fed bärisch für Aktien eingestellt ist. Dies würde dann für einen steigenden Goldpreis auch ab Januar sprechen? Hier auszugsweise im Wortlaut:

Schuld an dem heraufziehenden Übel sei die Federal Reserve. Sie drucke Geld, als befände man sich in einer schweren Finanzkrise. Aktien und Unternehmensanleihen profitieren von der Liquiditätflut, aber es sei eine brandgefährliche Situation, warnt Crescat. „Die Vorstellung, dass das Drucken von Geld eine Art Versicherungspolice darstellt, die keinen Preis hat, ist einfach nur falsch“. Die Fed kauft seit Mitte September US-Staatsanleihen mit kurzer Laufzeit, um einen drohenden Finanzierungsengpass am Repo-Markt, wo sich u.a. Goldman Sachs (NYSE:GS), JP Morgan (NYSE:JPM) und Deutsche Bank (DE:DBKGn) einen Teil ihrer Finanzierung besorgen, zu bekämpfen. Seit dem hat die Notenbank ihre Bilanz um 364 Milliarden US-Dollar ausgeweitet. Bis Mitte Januar sollen weitere 471 Milliarden US-Dollar hinzukommen. Der Hedgefonds warnt in diesem Zusammenhang vor einer sich abzeichnenden systemischen Finanzkrise.

Spekulanten am Terminmarkt

Am Terminmarkt kann man aktuell ablesen, dass die Spekulanten trotz starkem Aktienmarkt in den USA auch weiter voll auf Gold setzen. Die COT-Daten der Terminmarktaufsicht CFTC sorgen ein Mal pro Woche für Transparenz. Demnach sind laut Daten vom Freitag Abend die offenen Gold-Kontrakte am Terminmarkt von 690.000 auf 717.000 gestiegen. Große Spekulanten haben ihre Netto-Long-Positionen im Gold bis zum Datum 17. Dezember von 270.900 auf 286.300 Kontrakte ausgeweitet. Was kann man zusammenfassend sagen, wenn man mehrere Faktoren betrachtet? Die Aktienhausse läuft weiter. Gleichzeitig steigt der Schweizer Franken, wie auch der Goldpreis. Der breite Markt geht ins Aktienrisiko, während gleichzeitig auch Anleger darauf setzen, dass 2020 risikoreich wird und die Notenbanken mit weicher Geldpolitik das zinslose Gold noch attraktiver erscheinen lassen? Im folgenden Chart sieht man den Goldpreis in rot-grün im Vergleich zum Dow 30 in blau im Verlauf der letzten zehn Tage. Beide laufen gut – das ist kein normales Bild!

Goldpreis vs Dow 30 im Verlauf der letzten zehn Tage

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Columbo

    23. Dezember 2019 14:30 at 14:30

    Sehr passend, daß sich FMW kurz vor Weihnachten ausgiebig mit Gold beschäftigt. Die Seite bekommt dadurch einen weihnachtlichen Glanz🌲.
    Dir Markus, der Redaktion und allen Kommentatoren frohe Weihnacht und guten Rutsch. Danke für eure Arbeit!🤗

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      23. Dezember 2019 14:35 at 14:35

      @Columbo, vielen Dank! Auch Dir und den Deinen schöne Weihnachten und ein gutes Neues!
      Liebe Grüsse nach Südtirol!

  2. Avatar

    Michael

    23. Dezember 2019 15:10 at 15:10

    Hi Markus, auch ich wünsche dir, deinen Lieben, der gesamten Redaktion und den meisten Kommentatoren ein Frohes Fest und einen guten Rutsch! Ich kann mich Columbo nur anschließen: Hervorragende Arbeit auch dieses Jahr wieder, vielen Dank dafür!

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      23. Dezember 2019 16:06 at 16:06

      Vielen Dank für deine Worte Michael!

      Liebe Grüsse!

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Gold/Silber

Goldpreis steigt – aber Vorsicht Gold-Bullen, heute Nacht wird es spannend

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Der Goldpreis steigt etwas an nach dem kräftigen Absturz in der letzten Woche. Verlor das Edelmetall mehr als 100 Dollar und fiel im Tief bis auf 1.848 Dollar bis gestern früh, so hat sich Gold bis heute wieder etwas erholt auf aktuell 1.884 Dollar. Dies liegt wie so oft in den letzten Wochen am US-Dollar. Die negative Korrelation zwischen US-Dollar und Goldpreis zeigt sich einmal mehr. Der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) verliert seit Freitag von 94,78 im Hoch auf aktuell 94,15 Indexpunkte. Dies stärkt derzeit den Goldpreis, aber auch nur ein wenig. Um wieder Richtung 2.000 Dollar-Marke schielen zu können, ist noch ein guter Weg zu gehen.

Ereignisse in den USA halten den Goldpreis unter Hochdruck

Der Goldpreis wird gerade am heutigen Dienstag möglicherweise noch einigen Schwankungen ausgesetzt sein. Da wären zunächst die Reden von drei verschiedenen Fed-Bankern, die nach deutscher Zeit Nachmittags und Abends stattfinden. Ihre Aussagen können den US-Dollar und somit auch den Goldpreis beeinflussen.

Aber mit Abstand das wichtigste Ereignis heute ist das erste Rede-Duell zwischen Donald Trump und seinem Kontrahenten um die Wahl zum US-Präsidenten Joe Biden. Nach deutscher Zeit findet die Debatte morgen früh um 3 Uhr statt. Also können wir morgen früh zum Handelsstart erblicken, welche Auswirkungen diese Debatte auf Aktienmärkte, US-Dollar und Goldpreis haben wird. Bei solchen Ereignissen gilt stets: Sie können gravierende Auswirkungen auf die Kurse haben, oder auch gar keine.

Und dann gibt es da noch das nächste Corona-Hilfspaket der Demokraten in Höhe von 2,2 Billionen Dollar, welches gerade vorgelegt wird. Es gehe um neue Mittel, die erforderlich seien um eine Katastrophe in vielen Bereichen von öffentlichem Leben und Privatwirtschaft (unsere Kurzformulierung) abzuwenden. Die Demokraten teilten gestern aber nicht mit, wann über diesen neuen Rettungspaketvorschlag abgestimmt wird. Es ist also völlig unklar, was in dieser Hinsicht passieren wird. Jetzt aktuell scheint der Fokus auf der Trump-Biden-Debatte zu liegen!

Im Chart sehen wir den Verlauf im Goldpreis seit dem 21. August. Noch ist es nur eine kleine Erholung in diesem größeren Bild. Der US-Dollar müsste noch stärker zurückkommen, wenn Gold klettern soll. Also, Obacht was heute Nacht bei der Trump-Biden-Debatte herauskommt!

Chart zeigt Kursverlauf im Goldpreis seit dem 21. August

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Finanznews

Aktienmärkte: Short-Squeeze – alles steigt! Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Es sind zwei Nachrichten, die die Aktienmärkte heute steigen lassen: die Aussage von Pelosi, wonach ein Stimulus nach wie vor möglich sei – und die besser als erwartet ausgefallenen Profite der chinesischen Unternehmen (hier gibt es jedoch einige Fragezeichen..). Diese guten Nachrichten zwingen vor allem institutionelle Investoren in den USA, die mit fallenden Kursen zuletzt in großem Maßstab Short-Positionen aufgebaut hatten, zur Eindeckung ihrer Positionen (sie treten also gezwungenermaßen als Käufer auf). Der Dax steigt über +3% und zeigt damit die beste Performance aller großen europäischen Aktienmärkte. Nun warten alle auf die US-Fernsehdebatte zwischen Donald Trump und Joe Biden in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch..

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Gold/Silber

Silber: Kommt jetzt die Erholung nach dem 20%-Abverkauf?

Redaktion

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Von

Der Preis für Silber gab zuletzt deutlich nach und erreichte die Marke von 22,50 Dollar. Gibt es jetzt Grund zur Beunruhigung für die Silber-Bullen, nachdem der Preis im Juli fast auf 30 Dollar und damit auf ein 7-Jahreshoch gestiegen war, dann aber um mehr als 20% gefallen ist? Noch jedenfalls befindet sich der Silberpreis im Jahr 2020 hauptsächlich in einem Aufwärtstrend.

Silber hat bei der 22 Dollar-Marke eine starke Unterstützung. David Jones, chief market strategist bei capital.com, hält es für unwahrscheinlich, dass sich die Bewegung auf der Unterseite fortsetzen wird – zumindest nicht im Moment. Im Gegenteil – so David Jones – deute vieles darauf hin, dass der Markt tatsächlich bereit ist, sich weiter nach oben zu bewegen (mehr zu dem kleine Bruder von Gold sehen Sie hier).

Silber: Widerstände und Unterstützungen

Vor diesem Hintergrund liegt der nächste große Widerstand in der Nähe der 25 $-Marke – und zwar nicht nur aus technischen, sondern auch aus psychologischen Gründen. Und selbst wenn es Silber im Oktober 2020 gelingen sollte, über diese Marke zu springen, ist es noch etwas zu früh, um mit Sicherheit sagen zu können, ob diese Gewinne von Dauer wären. Eine zentrale Unterstützung findet sich dagegen bei 21 Dollar.

Denn es gibt eine Menge von Unsicherheits-Faktoren, die den Silberpreis beeinflussen: allen voran die Möglichkeit einer Dollar-Stärkung, die sich bisher praktisch immer als nachteilig für die Rohstoffe insgesamt, aber noch mehr für Silber erwiesen hat. David Jones blickt daher auf den Dollar-Index und analysiert die Lage bei der Weltleitwährung – und blickt dann auf die technische Verfassung bei Silber:

Hat Silber nach dem jüngsten Abverkauf seinen Boden gefunden?

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