Folgen Sie uns

Aktien

Amerikanische Finanzbehörde warnt vor Risiken einer neuen Finanzkrise Рund eine Chronologie des Finanzwahns 2017

Über den total normalen Wahnsinn der Finanzmärkte im Jahr 2017, zunehmende Warnungen Рund warum wie so lange mit dem Wahnsinn weiter machen werden, bis das System aus der Kurve fliegt..

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Erst k√ľrzlich hatte die EZB in ihrem halbj√§hrlichen ‚ÄěFinancial Stability Review‚Äú vor schweren Verwerfungen an den Finanzm√§rkten gewarnt – was angesichts der Tatsache, dass die Notenbank selbst jene Blase entscheidend mit hervorgerufen hat, nicht einer gewissen Ironie entbehrt (siehe dazu unseren Artikel „Ist das Humor? Die EZB als Brandstifter warnt vor dem Feuer, das sie selbst gelegt hat!“).

Nun kommt die n√§chste deutliche Warnung vom „Office of Financial Research“, einer amerikanischen Staatsbeh√∂rde, die die Auswirkungen der Finanzm√§rkte auf die Realwirtschaft analysiert.

Darin ist die Rede von „hohen und steigenden Risiken“ eines pl√∂tzlichen Abverkaufs an den Aktien- und Anleihem√§rkten. Einer der Gr√ľnde f√ľr dieses Risiko sei die zuletzt wieder vermehrt auftretende Praxis, dass Investoren langlaufende Schulden durch kurzlaufende Kredite finanziert h√§tten. Genau das war ein wichtiger Treiber der Finanzkrise der Jahre 2008/2009 gewesen! Neben diesem Risiko sei vor allem der Bereich Cyber-Sicherheit eine Gefahr, dazu das kaum vorhandene Instrumentarium, wie man mit wichtigen Finanzinstutionen umgehen k√∂nne, die scheitern.

Vor allem die hohe Bewertung an den Aktienm√§rkten sei Anla√ü zur Sorge, so der Report. Das KGV im S&P 500 liege in der 97-Percentile der letzten 130 Jahre, ist also so hoch wie kaum jemals zuvor. Gleichzeitg seien besonders die Anleihem√§rkte verwundbar, da die Laufzeiten der gekauften Anleihen noch nie so langfristig gewesen seien wie derzeit (me√übar am Barclays U.S. Aggregate Bond Index). W√ľrden die Zinsen vom gegenw√§rtigen Niveau um 1% steigen, drohten den Investoren Verluste im Volumen von mindestens 1,2 Billionen Dollar. Betroffen seien inbesondere jene Investoren, die hoch Schulden-gehebelt an den M√§rkten agierten.

Dabei wirft der Bericht einen Blick auch auf die lokalen Verwaltungen – hier seien die Risiken h√∂her als im Jahr 1994, als der Bezirk Orange County (Kalifornien) pleite ging wegen heftigen Verlusten bei Hypotheken-Derivaten. Dazu passt wie die Faust auf¬īs Auge, dass – wie wir heute berichteten – die de facto insolvente Stadt Chicago Anleihen emittierte, die mit zuk√ľnftigen Steuereinahmen besichert sind und daf√ľr noch ein AAA-Rating von Fitch bekommen!

Gleichwohl resumiert der Bericht, dass die Risiken im mittleren Bereich l√§gen (‚Äúremain in the medium range‚ÄĚ), was man getrost als fragw√ľrdig bezeichnen kann.

Sehen wir uns doch einmal einige Fakten alleine in diesem Jahr in Stichpunkten an:

– in den USA erreicht das Kreditvolumen derzeit √ľber 350% des BIP, Tendenz weiter steigend. Die US-Wirtschaft ist immens Kredit-gehebelt, es droht eine massive Enthebelung

– US-Firmen nahmen in 2017 neue Schulden √ľber Anleihen im Volumen von 1,75 Billionen auf

Рdie Marktkapitalisierung der globalen Aktienmärkte stieg in 2017 um 15 Billionen Dollar auf nun 85 Billionen Dollar, was nun 113% des globalen BIPs entspricht РAllzeithoch! Dabei legten die FANG-Aktien in 2017 um eine Billionen Dollar an Marktkapitalisierung zu

– die Volatilit√§t an den Aktienm√§rkten ist so tief wie seit f√ľnfzig Jahren nicht mehr, an den Anleihem√§rkten so tief wie seit 30 Jahren nicht mehr

– die globalen Schulden liegen nun bei 225 Billionen Dollar, das entspricht 325% des globalen BIPs – wobei die Schulden viel schneller wachsen als das BIP

– alleine in 2017 kauften die EZB und die Bank of Japan Assets im Volumen von zwei Billionen Dollar

Рeuropäische Junk-Bonds rentieren mit nur 2%, ca. ein Drittel der Risikoprämien amerikanischer Junk Bonds

РKunden von Merrill Lynch halten derzeit so wenig Cash wie seit dem Jahr 2007 nicht mehr. Aus kontraindikatorischer Sicht könnte es also Zeit sein, wieder in Cash zu gehen

– immense und pl√∂tzliche Kurssteigerungsraketen etwa beim Bitcoin-Preis (in 2017 von 952 Dollar auf nun √ľber 12.000 Dollar) also Zeichen f√ľr irrationalen √úberschwang. Dazu k√ľrzlich die Versteigerung eines vermeintlich von Leonardo da Vinci stammenden Gem√§ldes f√ľr 450 Millionen Dollar, fast dreimal so viel wie der bisherige Rekord (Picasso)

Рder serielle Pleitestaat Argentinien verkauft problemlos eine Staatsanleihe mit 100 Jahren Laufzeit, die Nachfrage der Investoren ist gigantisch groß (viel größer als das Angebot)

– die Aktien einer Geld-Vernichtungsmaschine wie Tesla, die jeden Tag 16 Millionen Dollar verbrennt, verdoppelt sich fast in 2017, gleichzeitig verkauft diese Geld-Vernichtungsmaschine Anleihen mit einer Verzinsung von nur 5%

Ansonsten aber ist alles nat√ľrlich total normal. Am Besten wir machen einfach so weiter – das ist, um es mit den Worten unserer Kanzlerin zu sagen, einfach „alternativlos“..


Foto: Avarice (2012), by Jesus Solana / Wikipedia (CC BY 2.0)

15 Kommentare

15 Comments

  1. Columbo

    6. Dezember 2017 12:20 at 12:20

    Hatten die Finanzbehörden vor 2008 eigentlich auch gewarnt?

  2. leser

    6. Dezember 2017 12:44 at 12:44

    Eine Behörde ohne besondere Befugnisse, die nach der Finanzkrise 2008 als politischer Aktivitätsnachweis eingerichtet wurde. Die Wirkung wird dementsprechend durchschlagend sein. Ungefähr so, als ob sich der Hund eine Alarmanlage zulegt, um den Wurstvorrat zu bewachen.

    Die Sammlung der Finanzmarkt-Absurditäten passt wunderbar in die besinnliche Adventszeit.

  3. baeuerin

    6. Dezember 2017 13:04 at 13:04

    An Weihnachten einen Crash der Superlative,waere doch fuer Christen ein aussergewoehnliches Fest,oder?
    Eure „Jahresend-Phantasie-Rally“koennt ihr in der Pfeife rauchen!
    Der Markt stinkt nach Lug&Trug!!!
    Banken koedern Lemminge und raten zum verk.des Goldes….Ein Hoch auf die Medienlandschaft,ha ha
    Wenn mann 3 Crashes in den lezten 20Jahren mitgemacht hat,dann weis man doch,wie es laeuft!
    Siehe Bitcoin,da werden die Fensterstuerze noch um ein vielfaches hoeher sein,im gegensatz zu 9/11!

  4. Beobachter

    6. Dezember 2017 13:27 at 13:27

    Die gleichen Probleme die zur Krise Ende 2008 gef√ľhrt haben, ABER HOCH 10
    Der Mensch lernt Nichts aus der Vergangenheit, es ist Zeit dass die Digitalisierung schnell kommt ( wird auch nicht so heiss gegessen wie gekocht)
    Roboter könnte man mindestens programmieren, dass er nicht 2 mal die gleichen Fehler macht.

  5. G√ľnter Mertens

    6. Dezember 2017 13:28 at 13:28

    NACHTIGAL ICH H√ĖR DIR TRAPSEN!

    Der „wundersame Zufall“, dass all die „Gro√üen“ (Fed, EZB, BIZ, IWF, Deutsche Bundesbank und Herr Fugmann ūüôā usw) orchestriert diese Warnungen ausgeben, l√§sst f√ľr mich nur einen Schluss zu:
    Der „Crash“ ist beschlossene Sache (der Crash als L√∂sung) und wird „gut“ vorbereitet. Wer bluten muss, ist ja wohl klar… (wie w√§re es z.B. mit einer 10%igen Verm√∂gensabgabe / IWF)
    Jedenfalls wird das betroffene Fu√üvolk (auch die vielen kleinen Million√§re!) nicht jammern d√ľrfen. Sie wurden ja von allen h√∂chst offiziellen Seiten vorgewarnt!
    Bargeld, Bitcoins u.o. Goldbesitz wird verboten, alles nur bargeldlos, z.B. mit einer Weltw√§hrungseinheit (so ’ne Art Welt-Ecu-Bitcoin oder so) und nat√ľrlich hat „der Staat“ uneingeschr√§nkt Zugriff auf die Konten.
    Alles nat√ľrlich nur zu unserem Wohl.
    Oh Gott, bin ich heute wieder verschw√∂rungstheoretisch drauf…
    O.k., wir werden ja sehen.

  6. Altbär

    6. Dezember 2017 13:49 at 13:49

    Ich habe k√ľrzlich geschrieben,dass ich hoffe dass Trump die B√∂rse m√∂glichst schnell hochtreibt ,
    Ich glaube wir sind fast so weit ,dass es den eigentlichen AKTIENTREIBERN Angst u,bange wird.
    Ich sehe Licht am Ende des Tunnels,es könnte auch ein entgegenkommender Zug sein.Vielleicht lesen wir nächstes Jahr ,dass es in 9 von 10 Jahren ein Endjahresrally gab ,mit Ausnahme von 2017 (Ausnahmen bestätigen die Regel.)

  7. guguk

    13. Dezember 2017 20:51 at 20:51

    Das wird ein von langer Hand orchestrierter Crasch der Superlative!
    Wann?
    Bald!
    Und dann?
    Mord&Totschlag.
    Was sonst.

  8. reiner tiroch

    23. Dezember 2017 08:57 at 08:57

    Seltsamerweise sind es immer die Verursacher und Schuldigen die vor Risiken schwer am warnen sind. Da wird erstaunlicherweise seit Jahren davon gelabert die Krise sei beendet, Sch√§uble wartet mit 5 schwarzen Nullen auf, seit 2007 bis heute sind zwar die Schuldenberge um das 2 1/2 fache gestiegen, und treuherzig l√ľgt man dem Volk rotzfrech vor, dass die Schuldenuhr nun r√ľckw√§rts geht, gell?
    Wir haben doch die ehrlichsten und bravsten Politiker der Welt, und daher steigen die Beliebtheitswerte wieder √ľber 80% hehe. lol.

  9. Beobachter

    23. Dezember 2017 10:20 at 10:20

    @reiner tiroch,auf den Punkt gebracht, so warnt z.B.
    die SNB vor Immokäufen mit wenig EK während sie selber mit gedrucktem Geld US-Aktien, Euros usw. kauft u.so mit weniger als 10% Ek zu einem der Aktientreiber geworden ist.Während ein Häusleinvestor seine Hypothek genau wegen dieser wahnwitzigen Tiefzinspolitik der Notenbanken auf 10-15 Jahre absichern kann,sind die immensen Anlagen der SNB einem enormen Risiko ausgesetzt.Ist mir bewusst, dass die SNB von den andern Notenbanken getrieben wird.
    Könnte sein dass nach weltweiter Tiefzinspolitk =Währungskrieg jetzt noch ein weltweiter Tiefsteuerkrieg
    ausgel√∂st wird . Erfinder dieser Superl√∂sung wie immer nat√ľrlich die USA.

  10. Beobachter

    23. Dezember 2017 10:43 at 10:43

    Zu den globalen Schulden kommt noch dazu ,dass alle Guthaben aus Renten u.Vorsorge der nächsten 2-3 Jahrzehnte auch noch vernichtet wurden.
    Die USA rechnet mit einer Durchschnittsrendite von ca.7% um ihre Rentenverpflichtungen zu erf√ľllen.Wenn es eintrifft was viele meinen,dass die Zinsen nie mehr stark steigen werden ,m√ľssten alle Vorsorgebeitr√§ge stark erh√∂ht werden, d.h. IRGENDWANN WIRD DIE REALIT√ĄT DIE TIEFZINSPOLITIK U.SCHULDENPOLITIK DER LETZTEN JAHRE EINHOLEN!

  11. Einzahler

    24. Dezember 2017 14:16 at 14:16

    @Beobachter: Grundsätzlich stimme ich dir zu!
    Aber bei den Anlagen der SNB sehe ich kein Risiko. Sie erzeugen Geld fast zum Nulltarif und kaufen daf√ľr Sachwerte, da kann nichts schief gehen.
    Wenn ich eine Notenpresse im Keller stehen h√§tte, w√ľrde ich mir auch keine Sorgen machen ūüėú

  12. Beobachter

    25. Dezember 2017 13:17 at 13:17

    @Einzahler,um die SNB mache ich mir auch keine Sorgen.Da aber bei einem EK. von unter 10% bei einer Korrektur von 10% das ganze EK verloren w√§re sind sie gezwungen rund um die Uhr die ganzen Anlagen zu √ľberwachen u.abzusichern, was √ľbrigens auch auf die andern DICKFISCHE zutrifft.
    Alle diese Absicherungen werden bei einer gr√∂sseren Korrektur, wann immer sie auch kommt, √ľber Puts oder Terminverk√§ufe den Trend verst√§rken.
    50-80% der Anleger werden dann von einer verstärkten Baisse betroffen sein u.sehr viel verlieren,während die DICKFISCHE mit einem blauen Auge davonkommen oder bei gutem Timing sogar gewinnen.
    Da sind dann noch die Leerverkäufer (wie Soros u.s.w.)
    die jetzt seit Jahren von der zinsgetriebenen Hausse gegrillt wurden ,die gerne etwas gutmachen möchten u.richtig draufhauen.
    Kurz gesagt : Die B√∂rsentreiber der letzten Jahre werden wegen des riesigen Volumens irgendwann zum B√∂rsendr√ľcker.
    Wers nicht glaubt,sollte den Verlauf der Bitcoins der letzten 10 Tage studieren.

  13. baeuerin

    26. Dezember 2017 05:35 at 05:35

    http://www.watergate.tv/2017/12/25/us-general-bereitet-soldaten-auf-grossen-kampf-vor-wird-der-weltkrieg-angekuendigt/
    lo lol…mit DE als Kanonenfutter??
    http://www.watergate.tv/2017/12/24/von-der-leyen-und-ihre-armee-bundeswehrpiloten-mieten-adac-hubschrauber-wann-gibt-es-taxis-in-der-bundeswehr/
    Ha ha ha ….der dumm Michl kann sich nicht mal verteidigen…Putin,walte deines Amtes!!
    Es wird Zeit,dass Putin ueber DE mal eine Roadshow veranstaltet…

Hinterlassen Sie eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Morgan Stanley: Umsatz und Gewinn √ľber Erwartung

Veröffentlicht

am

Morgan Stanley hat seine Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 10,6 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 9,5/erwartet 10).

Der Gewinn liegt bei 1,30 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,87/erwartet 1,10).

Umsätze im Bereich Anleihen, Rohstoffe und Währungen liegen bei 1,4 Milliarden Dollar (erwartet 1,24).

Die Aktie notiert vorbörslich mit +3,4%.

Die Kernsaussage des Bank-Chefs: Alles läuft bestens! Zitat:

James P. Gorman, Chairman and Chief Executive Officer, said, ‚ÄúWe reported robust revenue and earnings growth this quarter with strength across all businesses and geographies. The second quarter performance reflected active markets and healthy client engagement. Our strong global franchise positions us well to continue to grow organically across each of our businesses and to deliver operating leverage.‚ÄĚ

Morgan Stanley

weiterlesen

Aktien

Ronaldo hilft Adidas, Thyssenkrupp im Chaos, Amazon im endlosen Höhenflug?

Veröffentlicht

am

J√ľngst wurde es verk√ľndet. Christiano Ronaldo wechselt von Real Madrid zu Juventus Turin. Das hat die Aktie von Juventus Turin etwas gepusht, und sie kann ihre Gewinne immer noch behaupten. Aber deutlich interessanter sollte dieser Wechsel b√∂rsentechnisch f√ľr Adidas sein. In der Vorstandsetage d√ľrften die Korken geknallt haben, als dieser Wechsel bekanntgegeben wurde. Schon am ersten Tag der Verk√ľndung wurden laut italienischen Medien mehr als 500.000 Ronaldo-Trikots bei Juventus bestellt.

Und Adidas ist Trikotsponsor von Juventus. Das bedeutet gigantische Mehreinnahmen. Die Trikots schwanken im Preis zwischen 85 und 144 Euro. Wie viel vom Trikot genau bei Adidas landet, und wie viel bei Juve, ist unklar. Aber man kann der Phantasie seinen Lauf lassen. Wie viele Menschen kaufen im Lauf der n√§chsten Wochen ein Ronaldo-Trikot? Dann multipliziere man diese Zahl mit Summe X, die bei Adidas pro Trikot h√§ngen bleibt. Es k√∂nnten durchaus mehrere hundert Millionen Euro dabei rumkommen in diesem Jahr. Wer wei√ü… genaueres sieht man erst im Bericht f√ľr das 3. Quartal im Herbst.

Aber m√∂glicherweise gibt es schon am 9. August einen Ausblick auf angehobene Umsatz- und Gewinnziele? Denn an dem Tag ver√∂ffentlicht Adidas seine Zahlen f√ľr das letzte Quartal, und m√∂glicherweise auch einen Ausblick f√ľr das aktuell laufende Quartal. Bis jetzt konnte die Adidas-Aktie nur um 2 Euro auf 186,55 Euro profitieren. Aber mal sehen. M√∂glich ist, dass das Ronaldo-Plus eventuell schwache Adidas-Verk√§ufe nach der WM auff√§ngt, und unterm Strich kein √ľberraschendes Plus f√ľr Adidas h√§ngen bleibt.

Thyssenkrupp

Bei Thyssenkrupp wei√ü momentan niemand so genau, wie es weitergehen soll. Vor zwei Wochen wurde die Abspaltung des kompletten Stahlgesch√§fts in ein mit Tata Steel fusioniertes Unternehmen bekanntgegeben. Damit verliert man quasi sein altes Kerngesch√§ft. Der Chef Hiesinger trat kurz darauf zur√ľck, wohl weil er den aggressivsten Investoren zu spr√∂de und nicht gef√ľgig genug war? Denn einige bei Thyssenkrupp investierte aktiv engagierte Fonds-Investoren wollen offenbar Resultate sehen, also Rendite. Und die erreicht man wohl kaum mit langsamen Reformen, die erst in ein paar Jahren etwas bringen.

Und so ist nun nach dem CEO auch der Aufsichtsratschef Ulrich Lehner zur√ľckgetreten. Deshalb vermutet der Markt aktuell, dass es nach dem Tata-Deal zu einer weiteren m√∂glichen Zerlegung der Rest-Firma kommt. Die Aktie von Thyssenkrupp springt heute um 9,3% nach oben. Es g√§be noch vier weitere Gesch√§ftsbereiche (zum Beispiel „Aufz√ľge“), die man mit Konkurrenten fusionieren kann. Geht es so weiter wie mit Tata, k√∂nnte Thyssenkrupp zu einer Art Kapital-Holding werden, die damit besch√§ftigt ist Anteile an eigenst√§ndig arbeitenden Gesellschaften zu verwalten. Gewinne verwalten sozusagen. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, aber im Sinne eines richtigen Industriekonzerns sind diese beiden R√ľcktritte kein gutes Zeichen. F√ľr kurzfristige Aktion√§rs-Phantasien nach mehr Rendite sieht es da aktuell etwas optimistischer aus. Im Chart sieht man die Thyssenkrupp-Aktie seit Monatsanfang.

Thyssenkrupp-Aktie

Amazon

Amazon meldet seine Quartalszahlen am 26. Juli. Nachdem gestern Netflix seine extremen Wachstumszahlen nicht mehr ganz einhalten konnte, bricht die Aktie wie schon gestern Abend nachbörslich massiv ein um aktuell -9,5%. Gestern Abend waren es schon -13%. Aber jetzt zu Amazon. Auch diese Aktie lebt vom ständig fortgesetzten enormen Wachstum. Eines darf nicht passieren, nämlich dass die enorme Wachstumsgeschwindigkeit nachlässt.

Die Amazon-Aktie ist trotz des negativen Einflusses von Netflix aktuell nur mit 0,1% im Minus gegen√ľber dem Schluss von gestern Abend. Das ist ein starkes Zeichen f√ľr die Amazon-Aktie. Damit hebt man die Messlatte aber umso h√∂her. Risiko-Anpassungen nach unten gibt es nicht, und somit muss Amazon mehr denn je abliefern n√§chste Woche Donnerstag. Vor 12 Monaten stand die Aktie noch bei 1.000 Dollar, jetzt √ľber 1800 Dollar. Es geht nur aufw√§rts.

Es ist fast unheimlich. Alle Welt kauft bei Amazon ein, und gleichzeitig gibt es ein globales Unbehagen √ľber die Marktmacht von Amazon, die immer gr√∂√üer wird. Wohl dieses Bewusstsein, dass Amazon der dominante Player schlechthin ist und immer weiter w√§chst, sorgt f√ľr den konstanten Auftrieb in der Aktie. Aber man bedenke: Die Fallh√∂he wird immer h√∂her. Wehe, wenn die Wachstums-Story √§hnlich wie bei Netflix einen Kratzer bekommt.

Amazon Aktie seit Juli 2017
Die Amazon-Aktie seit Juli 2017.

weiterlesen

Aktien

Goldman Sachs-Quartalszahlen: Umsatz und Gewinn deutlich √ľber Erwartung

Veröffentlicht

am

Die Goldman Sachs-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 9,4 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 7,89/erwartet 8,8). Das ist der beste Umsatz im 2. Quartal seit neun Jahren f√ľr Goldman Sachs.

Der Gewinn liegt bei 5,98 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 3,95/erwartet 4,70). Fl√ľstersch√§tzungen reichten bis zu 4,98 Dollar.

Umsatz mit Anleihen, Zinsen, Währungen und Rohstoffen (FICC) bei 1,68 Milliarden Dollar (erwartet 1,65).

Equity Sales and Trading Umsatz 1,89 Milliarden Dollar (erwartet 2).

Investmentbanking Umsatz 2,05 Milliarden Dollar. Nach Aussage von Goldman Sachs reflektiere diese Zahl starke Umsätze bei Finanzberatung und Börsengängen.

Investment Management Umsatz mit Rekordumsatz von 1,84 Milliarden Dollar.

Die Aktie notiert in der fr√ľhen Vorb√∂rse mit -0,9%. Liegt das daran, dass Netflix mit seinen eher entt√§uschenden Zahlen von gestern Abend heute den Gesamtmarkt in den USA runterzieht?

Hauptaussage von Goldman in Kurzform: Läuft alles bestens. Zitat:

‚ÄúSolid performance across all of our major businesses drove the strongest first-half returns in nine years. With a healthy economic backdrop and deep client franchises, the firm is well-positioned to invest in attractive opportunities to meet the needs of our clients and continue to generate earnings growth.‚ÄĚ
~ Lloyd C. Blankfein, Chairman and Chief Executive Officer

Goldman Sachs-Quartalszahlen
Zum Vergrößern bitte anklicken.


Zum Vergrößern bitte anklicken.

weiterlesen

Anmeldestatus

Online-Marketing

NEU: Online-Marketing hier bei uns! Ihr Unternehmen / Pressefach auf finanzmartwelt.de = Effektives Online-Marketing
Höchst personalisierbare Strategien
Faire Preise
Pressefächer und Meldungen
Content relevante Artikel und mehr
Jetzt informieren

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu erm√∂glichen. Wenn du diese Website ohne √Ąnderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erkl√§rst du sich damit einverstanden.

Schließen