Anleihen

Anleihen-Crash – wie weit klettern die Renditen? Experte erläutert

Der Börsenexperte Andre Stagge erläutert die derzeit weiter fallenden Kurse von Anleihen in den USA. Wieso, weshalb, warum?

Die Kurse von US-Anleihen fallen immer weiter, die Renditen steigen deutlich. Wie weit kann diese Entwicklung noch gehen? Wichtig dabei ist die ausufernde US-Staatsverschuldung, und die derzeit gigantische neue Schuldenaufnahme der US-Regierung. Hier dazu eine aktuelle und sehr interessante Erläuterung des Börsenexperten Andre Stagge.



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5 Kommentare

  1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Die implizierten Verluste sind das eigentliche Problem. Viele Banken haben Anleihen, deutlich über ihren Nennwert, bezogen.

    Sie können nur hoffen, das sich bis zur Fälligkeit der Wind wieder dreht, ansonsten sieht es bitter aus.

    Beispiel: In Zeiten der Niedrigzinspolitik gingen Anleihen für deutlich über 100 weg. 105…106…107…108 …teilweise sogar 125….

    Jetzt rentieren diese Anleihen bei 90,80 ,70 je nachdem. Besonders italienische und spanische Banken haben sich, im Auftrage ihrer Regierung, mit Anleihen ihrer Länder vollgesogen.

    Eine italienische Uni Credit hält zum Beispiel über 300 Milliarden an Anleihen die sie zu 0- Zinszeiten für deutlich über 100 vom Nennwert gekauft hat, getreu dem Motto Draghischen Motto: Whatever it takes….

    Bei der spanischen Banco Santander sieht’s nicht viel besser aus. Sie können nur hoffen, das sich der Wind bis zur Endfälligkeit wieder dreht….sprich das die Niedrigzinspolitik der EZB dann wieder Realität ist….

    Wenn nicht, dann gute Nacht Marie….

    1. „…Sie können nur hoffen, das…“(zweimal)
      „…sprich das die Niedrigzinspolitik…“

      hoffen, dass…
      sprich, dass…
      müßte es heißen, Herr Dr.

      Deutsche Sprache…gute Nacht Marie…

      1. Hartmut Kretzschmar

        Egal von wo der Wind kommt: Anleihen werden immer zu 100 % zurückgezahlt.

        1. Anleihen holen zur Fälligkeit ihren ursprünglichen Nominalwert wieder ein. Nominalverlust hat man nur, wenn man sie teurer gekauft hat, oder vorher niedriger verkaufen muss.

          Anleihen können aber auch ausfallen und nur teilweise oder gar nicht bezahlt werden. In den alten Industrieländern hatten wir das jetzt lang nicht mehr, das macht es aber nicht unmöglich.

          Schließlich muss man auch den Kaukraftverlust betrachten. Dabei besteht das Problem, dass die offizielle Inflation seit 1980 generell niedrig gerechnet wird.

  2. Hartmut hat recht, und trotzdem, wer eine Anleihe zu 100% gekauft hat ,die 30% gefallen, ist hat den Verlust und basta. Wer die Anleihe jetzt bei 70% kauft hat den Gewinn bei Verfall mit 100% und basta.Das gleiche gilt mit dem Abschluss von Hypotheken.
    Wer als Privater bei einer Bank grosse ,mit Kredit unterlegte Anlageverluste hat, muss sein Depot bereinigen und Nachschuss leisten oder verkaufen.
    Dass dies bei den immensen Milliardenanlagen von Pensionskassen und anderen Investoren nicht passiert und aufgeschoben werden kann, weil es ja irgendwann wieder 100% sein werden, ist reine Trickserei, weil es das ganze Finanzsystem erschüttern würde.
    Aufgeschobene Probleme waren noch nie eine gute Lösung, eine längere Zündschnur bewirkt nur ,dass die tickende Zeitbombe beim nächsten Problem noch mehr zerstört.

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