Folgen Sie uns

Devisen

Dax: Hinzittern..

Gestern keine neue Erkenntnisse, bis auf die: der Dax schafft den Befreiungsschlag einfach nicht! Ob wegen absehbarem Tapering der EZB, ob wegen des starken Euros, der vor allem eine Folge des schwachen Dollars ist angesichts des Polit-Theaters in Washington – oder wegen den deutschen Autobauern, oder warum auch immer: noch ist in keiner Form erkennbar, dass der Dax zu einer neuen Rally ansetzen könnte..

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Würde man sagen, dass gestern nicht viel Bewegung im Dax war, wäre das eine glatte Übertreibung! Ähnliches gilt auch für die US-Indizes (mit Ausnahme des Nebenwerte-Index Russell2000), und das obwohl der wichtige ISM Index Dienstleistung die Erwartungen herb verfehlte und die politische Lage in Washington durch die Einsetzung einer „grand jury“ noch brisanter wird! Dazu das Zerwürfnis mit Russland nach Verhängung der Sanktionen durch die USA, drohende Importzölle für chinesische Unternehmen etc. ect.

Aber dennoch ist es extrem ruhig an den Märkten – selbst als gestern der ISM Index so stark zum Vormonat gefallen war wie seit der Finanzkrise nicht mehr, gab es zunächst praktisch keine Reaktion, bis dann später zumindest der Dollar Schwäche zeigte wegen den Daten. Aber das Ganze ist zu ruhig: während sich politisch ein perfekter Sturm zusammen zu brauen scheint, herrscht an den Märkten fast schon Grabesruhe – aber der August ist extrem anfällig für plötzlich auftretende Gewitter..

Heute natürlich im Fokus die US-Arbeitsmarktdaten, aber die nächste Sitzung der Fed ist erst im September, bis dahin kommen noch einmal US-Arbeitsmarktdaten sowie Inflationszahlen, was die Bedeutung der heutigen Daten leicht schmälert. Gleichwohl wäre eine stärkere Abweichung doch vor allem an den Devisenmärkten relevant. Insgesamt steht in Sachen Geldpolitik der Fed jetzt vor allem die Frage im Raum, ob die Notenbank schon im September beginnen wird, die Bilanzsumme zu reduzieren – für die Aktienmärkte wäre das negativ, ein Signal, dass er Zug jetzt in die andere Richtung fahren wird: keine Zufuhr von Liquidität, sondern Entzug von Liquidität wäre dann das neue Motto!

Kommen wir zum Dax, also zu einem Trauerspiel mit noch nicht vollständig bekanntem Ausgang:

Gestern keine neue Erkenntnisse, bis auf die: der Index schafft den Befreiungsschlag einfach nicht! Ob wegen absehbarem Tapering der EZB, ob wegen des starken Euros, der vor allem eine Folge des schwachen Dollars ist angesichts des Polit-Theaters in Washington – oder wegen den deutschen Autobauern, oder warum auch immer: noch ist in keiner Form erkennbar, dass der Dax zu einer neuen Rally ansetzen könnte. Und solange das so ist, sollte man auf der Long-Seite sehr vorsichtig agieren.

Die Marken beim Dax haben sich nicht verändert: unten die 12085/90, das Macron-Gap auf X-Dax-Basis, oben die Bereiche 12200/10 und der große Bereich 12300/10 und 12345. So richtig Bewegung dürfte erst mit den US-Arbeitsmarktdaten um 14.30Uhr kommen – wir berichten darüber wie immer zeinahst und werden die Daten dann genauer analysieren..

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Wolfgang Koch

    4. August 2017 09:23 at 09:23

    Rallye,Rallye über alles,über alles in der Welt?Diejenigen,welche eine tausendjährige Aktienmarktrallye für das allein seelig machende,halten,sollten den Dachs halt mit einem Geparden und einem Elefanten,klonen!Nur dann wäre ihnen geholfen.P.s.Die, sehr bald einsetzende Realität,dass Schulden nicht wie weisse Kaninchen her & wieder weggezaubert werden können wird sie bald desillusionieren!

    • Avatar

      Columbo

      4. August 2017 10:40 at 10:40

      Noch schläft der Bär, aber nicht mehr so tief. Gelegentlich öffnet er ein Auge und schaut um sich und überlegt, ob er demnächst aufwachen könnte.

  2. Avatar

    Altbär

    4. August 2017 12:40 at 12:40

    @Wolfgang Koch, Mich wunderst auch wie lange dieses SCHNEEBALLSYSTEM NOCH DAUERT, einen Dämpfer hatte ich heute morgen als ich einen Kommentar vom „renommierten“ Autoprofessor Dudenhöfer las, der findet doch wirklich Tesla sensationell (auf ca 38 Mio. Umsatz 4Mio.Verlust ? ?) u.die andern Autofirmen macht er lächerlich u. betitelt sie als rückständig !

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

weiterlesen

Devisen

Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

weiterlesen

Anleihen

Woher die aktuelle Euro-Stärke kommt – ein Analyst gibt Hinweise

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Das Euro-Symbol

Der Euro steigt seit genau zwei Tagen gegen den US-Dollar spürbar an von 1,1700 auf aktuell 1,1865. Dafür könnte es einen interessanten Grund geben. Man schaue auf den gestrigen Tag. Quasi unbemerkt von der breiten medialen Öffentlichkeit hat die EU ihre erste eigene Anleihetranche am freien Anleihemarkt platziert. Laut Berichten (siehe beispielsweise Bondguide) sei die Attraktivität dieses Angebots an EU-Anleihen schwer zu übersehen gewesen. Denn Moody’s habe die EU-Anleihen mit „Aaa“ bewertet. Und der Emissionspreis sei so festgesetzt worden, dass die Emission vom Markt gut aufgenommen wurde. Eine Nachfrage von 233 Milliarden Euro traf auf gerade mal 17 Milliarden Euro Angebot! Das zeigt, wie groß die Nachfrage der Institutionellen nach den Anleihen der EU war. Und wo soll da noch das Risiko sein, wenn Brüssel selbst die Anleihen ausgibt, und nicht ein Einzelstaat?

EU-Anleihen als Grund für aktuell steigenden Euro?

Eben dieser Drang in ein neues Anleihevehikel, nämlich eine zentrale Emission von EU-Anleihen, könnte bei den großen global agierenden Investoren (Fonds, Versicherungen, Pensionskassen etc) einen verstärkten Drang in den Euro verursachen. Der Deutsche Bank-Analyst George Saravelos hat ganz aktuell einige sehr interessante Aussagen zum Euro veröffentlicht mit der Headline „Someone likes Europe“, also übersetzt „Irgendwer mag Europa“. Über das große Auftragsbuch im Vorfeld der Emission sei ausführlich berichtet worden, aber weniger über die große Nachfrage seitens der Notenbanken, so seine Aussage. Nahezu 40 Prozent der gestrigen zehnjährigen Emission der EU wurden laut George Saravelos von den Notenbanken aufgenommen, was fast doppelt so viel sei wie die durchschnittliche Inanspruchnahme bei früheren europäischen Emissionen.

Warum das wichtig sei? Erstens seien Notenbanken in der Regel nicht abgesicherte Investoren, so dass eine starke Nachfrage von dieser Seite nach den neuen EU-Anleihen eine direkte Nachfrage für den Euro gegenüber dem US-Dollar bedeute, so George Saravelos. Zweitens sei die hohe Nachfrage von Notenbanken für diese neuen EU-Anleihen ein Vertrauensvotum für den Euro als Reservewährung, insbesondere in einer Zeit, in der die dominierende Rolle des Dollars in Frage gestellt werde.

Aber George Saravelos sagt auch, dass dieses aktuelle Ereignis nicht als alleiniger Grund für die aktuelle Euro-Stärke gesehen werden soll. Es solle auch in den Kontext größerer struktureller Verschiebungen gestellt werden. Es gehe um einen extrem starken negativen Policy-Mix für den US-Dollar. Die großes US-Haushaltsdefizite, eine sehr lockere Geldpolitik der Fed und sich verschlechternde Außenhandelskonten der USA. Schon vor den Wahlen in den USA verschlechtern sich diese Trends, so George Saravelos. Schauen wir an dieser Stelle mal auf den Chart. Er zeigt Euro gegen US-Dollar im Verlauf der letzten 30 Tage. Ist das neue „Aufnahmevehikel“ der EU (meine Wortkreation) für internationale Investorengelder aktuell ein zusätzlicher Impuls, der den Euro-Anstieg befeuert? Gut möglich.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen