Gold/Silber

DAX – Nach dem Bruch der 10800er-Unterstützung

Von Michael Leist

Am 13.April bei einem DAX Stand von 123XX Punkten prognostizierte ich eine DAX Korrektur bis auf 10800 Punkte. Dieses Ziel wurde am 16.06. erreicht und es folgte eine leichte Gegenbewegung bis auf 11635 Punkten, was in etwa dem Bereich der Trendbegrenzenden (grauen) Unterstützungslinie entspricht (siehe Abb. 1 Dax Tageschart vom 07.07. – Turn around Thursday?).

Wohin DAX

Dieses Verhalten ist uns noch aus der Mitte des letzten Jahres bekannt. Auch hier brach der Dax bearisch aus seinem Trendkanal aus um diesen dann abermals an der Unterseite zu testen. Es folgte ein Abverkauf bis unter 8500 Punkten. Hält man sich dieses Verhalten vor Augen, so lässt sich folgern, dass mit dem gestrigen Bruch der 10800 Punkte als besonders starke Unterstützungsmarke sich langfristig ein Ziel von 10.000 Punkten ergeben sollte. Nicht ausgeschlossen werden kann jedoch, dass der Index vorher nochmal den Bereich um 11.000 Punkten testet.

Dass eine weiter Abverkauf des Dax drohen könnte wird auch klar wenn man sich den in Abb. 1 betrachteten Zeitraum mit der in Abb.2 dargestellten Industrieproduktion vergleicht. Es fällt sofort auf, dass der Kursanstieg seit 2012 nicht durch eine gleichartige Industrieproduktion unterstützt ist. Zudem verdeutlicht der Chart, dass seit der Einführung des Euros als Bargeld (in 2002), sich ein deutliches Missverhältnis in der Produktion zwischen den vergleichbaren Nationen Frankreich und Deutschland ergeben hat und sich vorsetzt.

Industrieproduktion

Der geneigt Leser mag dies alles noch mit Gelassenheit zur Kenntnis nehmen in der Annahme, es möge sich bei dem Abverkauf der letzten beiden Monate nur um eine politische Börse gehandelt haben. Diese Annahme wird jedoch bei einem Blick auf die Preisentwicklung von Industriemetallen nicht bestätigt. Abb.3 zeigt den dramatischen Abverkauf von Kupfer, Palladium und Aluminium. Hier fällt auf, dass Gold im direkten Vergleich eine beachtliche relative Stärke zeigt, die mit seinem Metall-Charakter nicht begründet werden kann. Die Geldfunktion des Goldes scheint daher nicht unerheblich zu sein. Das die Nachfrage nach Goldmünzen hoch sein muss, zeigt im Umkehrschluss auch, dass seit neustem hochwertige 22K Goldmünzen mit einem Wolframkern aufgetaucht sind.

Metallvergleich

Zitat (http://www.mmnews.de/index.php/gold/46937-goldmuenzen-wolfram)
„Damit gehen die Goldfälschungen in eine neue Dimension. Bisher war lediglich bekannt, dass Goldbarren gefälscht werden. Die Fälschung von Goldmünzen schien zu teuer, weil Wolfram schwer zu bearbeiten ist und erst bei sehr hohen Temperaturen schmilzt. Das Metall aus der Chromgruppe verflüssigt sich nämlich  erst bei 3407°C. Bei dieser Temperatur hat sich Gold bereits in seine Atome verflüchtigt. Das müssen also Vollprofis sein, die solche Münzfälschungen herstellen – die praktisch kaum vom Original zu unterscheiden ist.“

Sollten Sie sich also dazu entschließen Gold in physischer Form halten zu wollen, so empfiehlt sich eine fälschungssichere 24 Karat Münze zu wählen. Hier kann auch der Leihe anhand von Abmessung, Gewicht, fehlenden Magnetismus und dem klaren Klang reinen Goldes jede Fälschung sicher enttarnen.



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2 Kommentare

  1. US-amerikanischen Börse NYSE an der Wall Street seit 11.32 ET (17.32 MEZ) ausgesetzt.

    Die Aussetzung des Handels platzte inmitten eines Ausverkaufs aufgrund der Talfahrt an den chinesischen Börsen. Diese hatte sich trotz weiterer staatlicher Eingriffe weiter beschleunigt.

    Es gebe aber keine Anzeichen für eine Cyberattacke, ließen U.S. Behörden verlauten. Die US-Sicherheitsbehörde FBI hat ihre Unterstützung in der Problemlösung angeboten.

    Quelle:
    http://www.wallstreet-online.de/nachricht/7782711-nyse-nyse-handel-wertpapiere-erhebliches-technisches-problem

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