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Dax: Wenn es dumm läuft..

Das ist schon irgendwie Pech! Da ist der Dax einmal, nach langer Zeit, wieder selbstbewußt und mit innerer Stärke unterwegs – und dann beenden diejenigen ihre exzessive Party (also die Wall Street), auf die der Dax eigentlich gerade jetzt gehen wollte..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Das ist schon irgendwie Pech! Da ist der Dax einmal, nach langer Zeit, wieder selbstbewußt und mit innerer Stärke unterwegs – und dann beenden diejenigen ihre exzessive Party, auf die der Dax eigentlich gerade jetzt gehen wollte! Die Wall Street gestern mit noch moderaten Verlusten, aber der Abverkauf der US-Futures im asiatischen Handel belastet den X-Dax-Start mit einem nicht unerheblichen Abwärts-Gap:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Damit ist der X-Dax sofort und gleichsam ohne Vorwarnung in die kritische Zone bei 13220/30 Punkten eingetaucht, und es wäre nun kein allzu großes Wunder, wenn der deutsche Leitindex diese Unterstützung dann mit Beginn des Xetra-Handels nicht würde halten können und der Weg dann frei ist bis zur zentralen Unterstützungsmarke bei 13120 Punkten, jenem Doppelboden aus Mitte Januar.

Und der Bruch der 13120er-Zone wäre gleich in doppelter Hinsicht ungünstig: erstens ist es immer unschön, wenn ein vermeintlich stabiler Doppel-Boden bricht. Und zweitens würde sich dann eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation bestätigen mit dem Kopf beim Allzeithoch bei 13600 Punkten, und den Schultern bei 13425/45.

Damit das nicht eintritt, müssen die Bullen irgendwie einen Konter setzen – denn gerade an der Wall Street ist die Fallhöhe ja schon immens. Es sind vor allem Privatanleger, aber auch Profis, die teuer eingestiegen sind, und die Absicherungen (Hedges) sind kaum vorhanden, man hat darauf verzeichtet, sich mit Long-Positionen im VIX zu hedgen – was einer der Gründe dafür ist, dass der VIX (also die Vola bzw. die Vola-Erwartung) nicht mehr gefallen ist trotz der Anstiege der US-Indizes (nun liegt der VIX bei knapp 14 und damit auf dem höchsten Stand seit mehreren Monaten). Damit kommt übrigens auch der „Volkssport“ der amerikanischen Investoren nun scheinbar zu einem Ende: das Shorten des VIX, das war jahrelang eine scheinbar sichere Bank.

In Asien sind es vor allem Chip-Werte, die unter Druck kommen nach Berichten über Absatzprobleme des iPhone X von Apple – und das vor den am Donnerstag anstehenden Zahlen des Konzerns. Überhaupt müssen die großen US-Tech-Werte, die allesamt in dieser Woche berichten, nun die massiven Preisanstiege ihrer Aktien auch rechtfertigen – wenn nicht, wird sich die Korrektur intensivieren. Was die Bullen jetzt also brauchen, sind starke Zahlen der Tech-Werte – dann erleben wir vielleicht jetzt nur einen kurzen Dip, bevor die Party weiter geht.

Aber der Trigger für diese Korrektur sind wahrscheinlich die zuletzt stark gestiegenen Anleiherenditen. Und die steigen, weil die Musik der Notenbanken immer leiser wird, aber die Aktienmärkte tanzten trotz der leiser werdenden Musik immer ekstatischer. Im Grunde spricht die Zeit gegen die Aktien-Bullen, weil die Notenbanken jetzt vor einem gigantischen und noch nie praktizierten Experiment stehen: wie kann der Ausstieg aus der ultralaxen Geldpolitik gelingen, ohne dass es zur Panik kommt? Darauf gibt es bislang noch keine wirklich überzeugende Antwort..

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    leser

    30. Januar 2018 09:21 at 09:21

    An der Börse läuft es eigentlich immer „dumm“. Sonst hätten die Dummen gegen die ganz Intelligenten ja keine Chance…

    Bevor Panik aufkommt: Es hilft, vom 5-Minuten-Chart in den Wochenchart zu wechseln. Ganz bestimmt.

    Richtig interessant wird es erst bei 12.800.

    • Avatar

      Robert14021984

      30. Januar 2018 10:35 at 10:35

      ja das wissen wir auch alle das es da unten Interessant wird. Das sind nun aber mal fast 500 punkte tiefer. Wenn man hier oben aber gehebelt drinnen ist kann das richtig viel geld für manche leute sein. Wenn er dann durch bestimmte marken durch geht ärgert man sich dann warum man nicht einfach mal 100 200 oder 400 punkte davor das risiko raus genommen hat.. man muss ja auch nicht bei jeder party dabei sein… das hat nicht immer was mit panik zu tun sonder einfach mal was mit risikomanagement oder ?!? Oder wissen sie ob die 12800 hält wenn sie angelaufen wird…

  2. Avatar

    leser

    30. Januar 2018 12:10 at 12:10

    Ich weiß, dass wir seit 23.01 einen Abwärtstrend haben (Tageschart). Ich weiß, dass der langfristige Aufwärtstrend erst unter 12.800 in Gefahr gerät. Dann spricht nämlich viel dafür, dass die Bewegung vom 1.11.17 bis 15.11.17 ein A-Welle, die Bewegung vom 15.11. bis 23.01. eine B-Welle und die Bewegung seit 23.01. eine C-Welle ist. Und wenn dem so sein sollte, dann werden die 12.800 nicht halten.

    Und ich weiß, dass das Risiko im ganz kurzfristigen Zeitfenster höher ist, als im längeren. Insbesondere bei Über-Nacht gehaltenen Positionen. Siehe das Gap von heute morgen.

    • Avatar

      Robert14021984

      30. Januar 2018 13:38 at 13:38

      Interessant finde ich die Prognose von Becker vom 15.01. Nach seiner Wellenzählung soll der dax nochmal runter auf ca. 13090 ‚(Welle B) und dann hoch auf die 13817 (Welle C)..Das wäre dann auch der Abschluss Welle E..

      Schwer zu glauben, das leute die bei 12800 das erste mal gekauft haben und ihren stop nun auf 13135 gelegt haben, knappe 50 punkte drunter nochmal anfange zu kaufen obwohl Sie mit Gewinn bei 13135 ausgestoppt wurden..

      Ich würde denken wenn die 13135 gebrochen wird, dass die Party vorbei ist..in kombination mit blick auf die US Märkte die schon auch mal für eine Korrektur reif sind.. da kann sich der dax sicherlich auch nicht entziehen.

      Aber Sie sehen schon… verschiedene Leute haben verschiedene Ansätze :-)

      • Avatar

        leser

        30. Januar 2018 14:46 at 14:46

        Ehrlich gesagt, kann ich die Zählweise vom 15.01. nicht so richtig einordnen.

        Sieht man sich den Chart vom 22.01. des Herrn Becker an, dann müssten wir in einer nicht abgeschlossenen Impulsbewegung sein, die erst bei14.290 endet.

        Für mich sieht die ganze Bewegung seit November aber eher nach einer nicht abgeschlossenen Korrektur aus. Kann aber auch eine sog. failed 5th sein. In beiden Fällen kein guter Platz für Long-Positionen.

        Gut, dass nicht alle einer Meinung sind. Sonst gäbe es nämlich keine Börsenumsätze.

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