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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

Aktien

Der größte Hedgefond der Welt: Die Schweizer Notenbank SNB

Ach, ist das schön eine Notenbank zu sein, vor allem dann, wenn man als Notenbank noch Börsen-notiert ist und so richtig schön mitzocken kann an den Finanzmärkten..

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FMW-Redaktion

Ach, ist das schön eine Notenbank zu sein, vor allem dann, wenn man als Notenbank noch Börsen-notiert ist und so richtig schön mitzocken kann an den Finanzmärkten. Das gilt vor allem und in erster Linie für die Schweizerische Nationalbank SNB! Während andere Notenbanken wie die EZB bislang „nur“ Aktien und Unternehmensanleihen kaufen, ist die SNB schwer aktiv in Sachen Käufe von Aktien. Und das vor allem in den USA. Und das nicht gerade in kleinem Maßstab, wie die hier abrufbare Auflistung der Aktien-Beteiligungen der SNB zeigt!

Da besitzt die SNB als werthaltigste Position über 15 Millionen Apple-Aktien im Wert von 1,76 Milliarden Dollar, gefolgt von gut 21 Millionen Microsoft-Aktien (im Wert von 1,2 Milliarden Dollar), an dritter Stelle steht Exxon mit 12 Millionen Aktien und einem Wert von 1,08 Milliarden Dollar. Insgesamt aber ist das „who is who“ der US-Konzerne im Portfolio der SNB, und wenn nun eines nicht passieren darf, dann dass die SNB diese Beteiligungen aus irgendwelchen Gründen verkaufen müsste – manch einer vermutet die SNB als einen nicht unwesentlichen Treiber der Rally an den US-Aktienmärkten..

Nun ist die SNB auch Börsen-gelistet in Zürich (Kürzel SNBN), und wenn man sich den Verlauf der Aktie ansieht, lief das alles nicht gerade schlecht:

snb06-10-16

Plötzlich, beginnend im August 2015, ging es mit dem Kurs der SNB steil nach oben. Was ist da los? Nun gehören 45% der SNB-Aktien den Schweizer Kantonen, 15% den Kantonal-Banken in der Schweiz, und 40% werden von Privatinvestoren gehalten (von Ausländern werden 15% aller SNB-Aktien gehalten).

Eines ist klar: mit der Aufhebung der 1,20er-Grenze beim Euro-Franken, die die SNB faktisch vor der Auftürmung unkalkulierbarer Risiken bewahrt hat, ist das Risiko bei der SNB scheinbar geringer geworden. Aber die SNB hat einen schweren Fehler gemacht, als sie am 15.01.2015 (einem Wochentag) die bis dahin garantiert Untergrenze bei Euro-Franken plötzlich und völligt unerwartet aufgehoben hatte (siehe dazu ausführlich unseren vermutlich wegweisenden Artikel „Schweizer Franken 1,20-Skandal: Neue brisante Hintergründe“)

Warum hatte die SNB die Untergrenze nicht an einem Wochenende aufgehoben – dann hätten alle die gleiche Chance gehabt. So aber wurden viele finanziell ruiniert, während andere den dicken Reibach machen konnten, weil sie als Abwickler der Untergrenze einen Ticken vorher informiert waren. Und das bedeutet: es gibt ein nicht unerhebliches Klage-Risiko gegen die SNB, und wer schlau ist und dazu noch Amerikaner, der damals viel Geld verlor, wendet sich am besten an die US-Börsenaufsicht SEC, die in der Vergangenheit schon sehr harsch in solchen Sachen agiert hatte und Durchgriffsrechte hat, weil Schweizer Banken in den USA Geschäfte machen (die deutsche BaFin hingegen macht gar nichts..).

Wie auch immer: im Falle der SNB könnte man sagen, dass die Notenbank sicher ein bedeutender Treiber der US-Aktien-Blase ist (wenn man mal verstohlen einen Blick auf die sehr hohen Bewertungen etwa im S&P500 werfen würde). Und auf die von der SNB mitentfachte Blase springen dann noch andere Investoren auf, indem sie sich in den Blasen-Erzeuger investieren durch Käufe der SNB-Aktien. Ein perpetuum mobile, manche sagen ein Ponzi-Schema dazu. Das wird solange gut gehen, bis es nicht mehr gut geht – nämlich dann, wenn irgendwann einmal die US-Aktienmärkte scharf korrigieren oder gar crashen.

Damit es aber nbicht so weit kommt, hat die SNB nun einen wunderschönen Film gemacht – damit wir auch ganz sicher wissen, dass alles gut bleibt, und wie segensreich die SNB doch mit ihren Aktivitäten ist!

5 Kommentare

5 Comments

  1. leser

    6. Oktober 2016 11:30 at 11:30

    Man kann ja geteilter Meinung sein, was langfristig erfolgversprechender ist: Marode Anleihen der Euro-Staaten zu kaufen oder in Aktien zu investieren.
    Beides ist kein Problem, wenn ich das Geld selber aus dem Nichts erzeugen kann. Und beides erzeugt längerfristig volkswirtschaftlich keinen Nutzen sondern dient kurzfristig nur der Umverteilung an die 0,1%. Was von der Schweiz, dem angeblichen Hort an Stabilität, geblieben ist, werden wir bei der nächsten Baisse sehen.

  2. Wutbürger1

    6. Oktober 2016 14:38 at 14:38

    Wenn ich jetzt in meinem Keller ein paar Milliarden Falschgeld drucke und damit Börsenkurse hochjubele, was ist denn jetzt da der Unterschied zum Verhalten der SNB?

  3. reinhold rosenberg

    17. Dezember 2016 00:08 at 00:08

    Schweizer Zentralbank : Billigste börsennotierte Zentralbank

    Die Schweizer Zentralbank kostet nur 170 Millionen Dollar.

    Zu einem Preis von ca. 1.700 Dollar gibt es nur 100.000 Aktien.

    Sie hat
    – 40 Milliarden Dollar in Gold
    – 80 Milliarden Dollar Rücklagen
    – 150 Milliarden Dollar in Aktien
    – 550 Milliarden Dollar in Anleihen
    Das alles wird mit nur 170 Millionen Dollar an der
    Börse bewertet.
    Die Rechte der Aktionäre sind zwar beschränkt,
    Dividende, Stimmrecht, doch der
    Unternehmenswert dürfte ein Vielfaches der
    170 Millionen Dollar betragen.
    Das zeigt sich bereits daran, dass die anderen
    drei börsennotierten Notenbanken einen
    viel höheren Börsenwert haben :

    Aktienwert Gesamtwert
    Swiss National Bank 1.700 Dollar 170 Mio Dollar
    Bank of Greece 2.200 Dollar 220 Mio Dollar
    Bank of Japan 3.400 Dollar 340 Mio Dollar
    Bank de Belgique 12.000 Dollar 1.200 Mio Dollar

    Das alles ist kaum bekannt.
    So bleibt sie nahezu unbeachtet und perpetuieren
    sich die krassen Bewertungsunterschiede.

    P.s.

    Eine SNB-Aktie wird stereotyp aus der Sicht eines Privat-Aktionärs
    mit beschränktem Stimm- und Dividendenrecht beurteilt.
    Das ist der falsche Bewertungsansatz. Er bedeutet nämlich, der Wert
    der SNB könnte immer weiter zunehmen, der Aktienkurs bleibt gleich.
    Richtig ist vielmehr, der Wert der SNB muss geteilt werden durch die
    Anzahl der 100.000 Aktien. Das führt zu einem Vielfachen des
    jetzigen Börsenkurses.

    Auf diese Informationen sind die Anleger für ihre
    Anlageentscheidung dringend angewiesen, gibt es doch
    kein Research und keine Analyse.

  4. Rosenberg

    31. Januar 2017 16:19 at 16:19

    Betreff SNB : Wert einer NB : Zentralbankgeldmenge plus Eigenkapital

    SNB : Wert 530 Mrd CHF per Ende 2015

    Die SNB hat per Ende 2015

    einen Wert von 530.000 Mio CHF.
    Ihr Boesenwert dagegen ist 170 Mio CHF.

    Namhafter Wissenschaftler zufolge ergibt sich der Wert einer Notenbank aus
    Zentralbankgeld plus EK .

    Das bedeutet für die SNB per Ende 2015 :

    Sichteinlagen : 400.000 Mio
    Notenumlauf : 70.000 Mio
    EK : 60.000 Mio

    Das gibt es nur
    aus weitverbreiteten Nichtwissen über die Gesamtbewertung und
    dem verfehlten Bewertungsansatz aus der Sicht eines stimm- und
    dividendenbeschränkten Privataktionaers.

  5. Rosenberg

    7. Februar 2017 22:10 at 22:10

    SNB : Sehr wohlhabende Notenbank und billigste
    börsennotierte Notenbank zugleich

    „Die SNB ist anders als die anderen Notenbanken“.
    Die anderen Notenbanken kaufen nämlich keine Sachwerte,
    da sie über den Kauf von Anleihen eine als Antideflationspolitik
    vermarktete Staatsfinanzierung betreiben.
    Die SNB dagegen betreibt eine Frankenschwächungspolitik.
    Die SNB hat unter Vorbehalt ca. :

    40 Mrd Fr. Gold
    85 Mrd Fr. Rücklagen
    150 Mrd Fr. Aktien, also Unternehmenswerte
    550 Mrd Fr. Anleihen in USD und EUR
    Erst ein Verlust von 50 % auf die Anleihen (Fr. 275 Mrd )
    (Währungsverlust/Schuldnerausfall) führt
    zu einem wirklichen Verlust der Fr. 275 Mrd
    von Gold, Rücklagen und Aktien.
    Ausserdem tauscht die SNB weiterhin Anleihen in
    Aktien, und das mit Gewinn auf dem hohen
    Kursniveau der Anleihen, so dass sich ihre
    Risikoanlagen reduzieren.

    Die SNB wirtschaftet über längere Zeit laufend
    gewinnträchtig und wird
    am Ende nicht nur das eigentliche Ziel der
    Frankenschwächung erreicht haben, sondern
    dieses sogar mit erheblichem Gewinn abschliessen.

    Das ist alles wird an der Börse mit CHF 170 Mio bewertet.
    Die Bewertung von CHF 170 Mio ist wohl fast ausschliesslich
    dem dauerhaft bemühten
    verfehlten Bewertungsansatz aus der Sicht eines
    dividenden- und stimmrechtsbeschränkten Privat-Aktionärs
    in Verbindung mit dem weitverbreiteten Nichtwissen
    über die Gesamtbewertung geschuldet.
    Selbst wenn man diesem wohl falschen Bewertungsansatz folgte,
    würde auffallen, dass bereits er in sich nicht haltbar ist,
    da der grösste Teil der Aktionäre öffentliche mit
    vollem Stimmrecht sind und sich in einer Valorennummer
    mit den privaten wiederfinden.
    Zudem beinhaltet dieser Bewertungsansatz, der Wert
    der SNB könnte immer weiter zunehmen, der Aktienkurs bleibt gleich.

    Der Dividendenbeschränkungs- und Stimmrechtsbeschränkungsansatz bedeutet
    ja die völlige Loslösung der Bewertung der SNB von ihrer „Geschäftstätigkeit“ ,
    also von Gewinn und Verlust, Vermögen und Verbindlichkeiten.
    Dieser Logik zufolge könnte die SNB mit ihrem elektronischen Geld die
    „ganze Welt“ aufkaufen, der Unternehmenswert bliebe bei 170 Millionen CHF.
    Richtig ist wohl vielmehr, der Wert der SNB muss geteilt werden durch die
    Anzahl der 100.000 Aktien.
    Eine Aufgabe für Banker, Wirtschaftsprüfer, Gutachter.
    Die inadäquate Bewertung zeigt sich ja bereits im Vergleich der
    börsengelisteten Notenbanken.
    Die SNB ist die billigste und beste zugleich.
    Die griechische (Fr. 250 Mio) rangiert auf dem Kurszettel deutlich über der SNB,
    die belgische (Fr. 1.200 Mio) als Teil des fragilen Eurosystems ist sogar fast siebenmal so teuer.
    Die defizitäre japanische (Fr. 340 Mio) wird nahezu doppelt so hoch bewertet.

    Einflussmöglichkeiten der Eigentümer von Aktiengesellschaften
    sind grundsätzlich beschränkt.
    So stellt die SNB für einen reinen Finanzinvestor keine Ausnahme dar.

    Die SNB : Eine äusserst erfolgreiche Notenbank, wenn nicht sogar
    die beste und zugleich billigste börsennotierte Zentralbank.

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Aktien

Aktienrückkäufe: Kontroverses Thema im Detail besprochen

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Der Börsen-YouTuber Jens Rabe bespricht aktuell ausführlich das Thema Aktienrückkäufe. Und er sagt es ganz zu recht. Es ist ein kontroverses Thema! Im Video spricht er die Grundthematik an wie auch das Pro und Contra. Wir meinen: Kurzfristig und vordergründig mögen Aktienrückkäufe für die Aktionäre vielleicht reizvoll sein. Aber langfristig entziehen sie dem Unternehmen Cash, das man besser für Zukunftsinvestitionen nutzen sollte. Auch haben viele US-Konzerne in den letzten Jahren auf Pump (die tollen Niedrigzinsen) eigene Aktien zurückgekauft. Was für ein Wahnsinn. Und dann am Ende landen einige dieser Unternehmen im Voll-Desaster, siehe General Electric. Aber schauen Sie selbst das folgende Video (bitte erst ab Minute 3 gucken, dann ersparen Sie sich das Intro-Gelaber).

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Aktien

Vapiano: Kurze Pause vom Dauer-Desaster

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Die Vapiano-Aktie ist ein Dauer-Desaster. Kommen die meisten Kunden irgendwann auf den Trichter, dass Kantinen-Flair zu Restaurant-Preisen doch nicht das Wahre ist? Mal ganz zu schweigen vom teilweise langen  Schlangestehen? Da nützt auch kein Olivenbaum mit Holztisch für ein hippes Ambiete, um das grundlegende Problem zu kaschiren? Gut, das mag ein langfristiges Problem sein, ob die Kunden dem angeblich hippen Restaurant-Betreiber auch in Zukunft die Bude einrennen.

Aber schauen wir doch mal zurück bis zum Börsengang von Vapiano. Im Jahr 2017 mit 24 Euro als ersten Börsenkurs hat die Aktie bis heute eine katastrophale Entwicklung hingelegt. Aktuell notiert die Aktie bei 6,03 Euro, was gegenüber gestern Abend ein Plus von 1,69% darstellt. Bei der ganz aktuellen Nachrichtenlage ist das ein Witz. Denn eigentlich hätten heute mal locker +5% drin sein können? Denn immerhin hatte Vapiano heute Nacht etwas Erfreuliches zu verkünden. Zitat:

Am heutigen Tage hat Vapiano die Refinanzierungsverhandlungen zur finanziellen Restrukturierung der Gesellschaft sowie zur weiteren Umsetzung der strategischen Neuakzentuierung erfolgreich abgeschlossen. Die Gesellschaft hat die verbindlichen Kreditzusagen im Gesamtvolumen von rund 30 Mio. EUR von den finanzierenden Banken und den Großaktionären Mayfair Beteiligungsfonds II GmbH & Co. KG, VAP Leipzig GmbH & Co. KG und Exchange Bioset GmbH & Co. KG erhalten. Die finale Dokumentation erfolgt in Abstimmung mit den kreditgebenden Banken bis Mitte Juni 2019.

Zwei Mal schon hatte Vapiano die Veröffentlichung seines Jahresabschlusses verschoben. Eigentlich sollte es heute so weit sein. Aber aufgrund weiterer Anforderungen an die Dokumentation der ausgehandelten Refinanzierung werde der Jahresabschluss auf den 18. Juni verlegt, wie man es aktuell verkündet hat.

Tja, erstmal 30 Millionen frisch aufs Konto, aber als Kredit wohlgemerkt! Die Begeisterung hält sich aber doch in Grenzen. Nur ein winziges Kursplus. Seit Oktober 2018 befindet sich der Kurs in einem fast komatösen Zustand, seitwärts auf extrem niedrigem Niveau. Dieser heutige Mini-Anstieg ist da noch nicht mal im Chart wahrnehmbar. Ahnen die Aktionäre, dass diese 30 Millionen Euro nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind? Fehlt der Glaube an einen dauerhaften nachhaltigen Erfolg des Konzepts?

Vapiano in Fürth
Vapiano in Fürth. Foto: VAPIANO CC BY-SA 4.0

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Giovanni Cicivelli: Rückschau auf gute Trades und Vorschau auf neue Ideen

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An dieser Stelle nur eine ganz kurze Rückschau und auch Vorschau. Es gibt neue Forex-Ideen für den heutigen Freitag, und auch einiges bei Aktien zu beachten. Wollt ihr das vollständige Video von heute sowie für die kommenden Tage sehen, dann meldet euch einfach hier an. Es ist kostenlos.

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