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Geldanlage: Cantillon-Portfolio besteht die Coronavirus-Feuertaufe

Geldanlage in Zeiten der Notenbankdominanz

Viele Investoren, die aktuell in Panik verfallen oder die Zukunft nun komplett schwarzsehen, unterschätzen die faktische Allmacht der Zentralbanken in Bezug auf die Abwendung einer deflationären Entwicklung bei den Vermögenspreisen. Sie können und sie werden, wie in China und Hongkong bereits geschehen, ihr komplettes Arsenal einsetzen, um die Wirtschaft und vor allem die Vermögenspreise zu reflationieren. Dazu haben sie unendlich viel Pulver in ihren Waffenkammern (die digitale Notenpresse kennt kein Limit).

Das Cantillon-Portfolio zeigt seine Stärken

Das Cantillon-Portfolio berücksichtigt diese Tatsache und fokussiert sich auf Vermögenswerte, die direkt von der ultralaxen Geldpolitik und den daraus resultierenden Nebenwirkungen profitieren. Aktuell sieht die Allokation des Cantillon-Portfolios so aus (Details siehe justETF):

Aufteilung der Geldanlage nach einzelnen Assets

Sowohl seit Auflage am 7. Oktober 2019 als auch im Ein-, Zwei- und Dreijahresvergleich (max. Rückrechenbarkeit) kann das Portfolio die Aktienmärkte outperformen, bei gleichzeitig deutlich geringerer Volatilität (Risiko). Dies gilt sowohl gegenüber den großen US-Aktienindizes, als auch für gegenüber dem deutschen Leitindex DAX und dem Weltaktienindex MSCI World (in Euro, via ETF).

Geldanlage im Cantillon-Portfolio Wertentwicklung

In Anbetracht der heftigen Verwerfungen ist eine stabile Geldanlage gerade jetzt extrem wichtig, um emotional als Investor von den Schwankungen nicht überfordert zu werden oder gar unter Zwang liquidieren zu müssen. Schließlich sollte eine Geldanlage immer mittel bis langfristig ausgerichtet sein. Daher ist das Verhältnis zwischen der Rendite und der Volatilität ein Wichtiger Gradmesser. Auch hier kann das Cantillon-Portfolio mit Verhältnis zwischen Rendite und Risiko punkten:

Rendite und Risiko Kennzahlen

Fazit und Ausblick

Es gibt wohl keinen größeren Stresstest für die Geldanlage als ein „Schwarzer Schwan“ wie die aktuelle Coronavirus-Epidemie, die zu einem Liquiditätsschock an den Märkten führt (austrocknen der Märkte). Wenn die Flut an Liquidität sich zurückzieht, sieht man, wer nackt gebadet hat und wer im Gegensatz dazu gut abgesichert war (auch ohne derivative Finanzinstrumente). Doch so schnell diese Liquiditätsaustrocknung über die Märkte hereingebrochen ist, so schnell wird sie auch wieder verschwinden. Zu stark ist v. a. die US-Wirtschaft von der Wohlstandsillusion via Aktienmarktbewertungen und der darauf direkt reagierenden Ausgabenfreudigkeit der Konsumenten abhängig. Im vierten Quartal 2018 konnte man zuletzt sehr gut beobachten, wie eng die Korrelation zwischen wegbrechenden Aktienmärkten, Stimmungsindikatoren und Konsumausgaben in der größten Volkswirtschaft der Welt ist.

Das weiß auch die US-Notenbank sehr genau und wird ebenso wie die People´s Bank of China, die EZB und andere große Notenbanken sehr zügig und sehr massiv reagieren. Die Schmerzgrenze liegt wahrscheinlich bei einem Einbruch der großen US-Aktienindizes bei ca. 20 Prozent. Verluste darüber hinaus würden offiziell einen Bärenmarkt einläuten – doch dazu dürften es die Geldpolitiker, auch im Interesse ihrer eigenen Karriere, nicht kommen lassen. Daher macht es keinen Sinn, seine mittel- oder gar langfristig orientierte Geldanlage nun komplett auf Cash umzustellen. Ein Wiedereinstieg gelingt dann in den seltensten Fällen zu günstigen Kursen (Timing-Problem). Umso wichtiger ist es, eine Strategie zu verfolgen, die das eigene Vermögen deutlich geringeren Schwankungen als die des Aktienmarktes aussetzt und gleichzeitig eng und positiv auf die zu erwartenden massiven Maßnahmen der Zentralbanken reagiert. Der Cantillon-Effekt ist in diesem Umfeld ein adäquater Ansatz für eine Geldanlage.



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