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Gold/Silber

Goldpreis will seit Tagen einfach nicht steigen – hier die Gründe

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Goldbarren

Eigentlich sollte der Goldpreis doch steigen? Seit Tagen und Wochen fällt der US-Dollar, und zwar deutlich. Der Währungskorb „US Dollar Index“ zeigt dies deutlich. Seit dem 10. Oktober sieht man hier den steigenden Euro vs US-Dollar im Vergleich zum fallenden Dollar-Index. Der schwache US-Dollar sollte eigentlich nach „Standard-Muster“ nicht nur den Euro hoch pushen, sondern auch den Goldpreis.

US Dollar Index vs EURUSD

Goldpreis ist richtungslos

Aber der Goldpreis steigt nicht. Im folgenden Chart sehen wir die Entwicklung von Gold in US-Dollar ebenfalls seit dem 10. Oktober. Fast die ganze Zeit über gibt es hier eine ziemlich müde Seitwärtsrange. Nur warum? Einerseits könnte/müsste/sollte der Goldpreis im Zuge des schwachen US-Dollar ansteigen. Aber es gibt da ja noch den Herdentrieb der großen institutionellen Anleger und Spekulanten. Ist das Risiko hoch, geht man ins Gold. Ist es vermeintlich gering, geht man wieder raus aus diesem Sicheren Hafen und kauft zum Beispiel Aktien. Und die Quartalssaison in den USA ist in den letzten Tagen relativ ordentlich angelaufen. Und so waren US-Aktien in den letzten Tagen ziemlich gut gefragt, wenn auch bei geringen Umsätzen. So gibt es nun also Argumente für einen steigenden und fallenden Goldpreis, und so haben wir am Goldmarkt aktuell ein Unentschieden.

Die London Capital Group beispielsweise drückt die Lage beim Gold aktuell folgendermaßen aus (übersetzt): Der Goldpreis ging auf 1481 Dollar pro Unze zurück. Die Abwärtsrisiken überwiegen, da die Anleger ihre spekulativen Netto-Longpositionen, die im September ein Dreijahreshoch erreichten, reduzierten. Bislang wurden weniger als 20% der im vergangenen Jahr errichteten nicht-kommerziellen Long-Positionen geschlossen. Dies bedeutet, dass es ein gutes Potenzial für eine tiefere Abwärtskorrektur beim Gold gibt. Verbesserte US-Renditen und sinkende Inflation sind weitere Faktoren, die einen weiteren Ausverkauf des gelben Metalls unterstützen.

Aktien und Anleihen aktuell attraktiver

Und ja, so wollen wir ergänzen. Wie die LCG es schreibt, ist die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen seit dem 10. Oktober von 1,55% auf 1,79% angestiegen. Höhere Renditen in Anleihen machen Gold als Anlage natürlich nochmal weniger attraktiv, zusätzlich zu den steigenden Aktienkursen. Und auch nochmal zu den Positionen am Terminmarkt, welche die LCG erwähnt hat. Die US-Terminmarktaufsicht CFTC veröffentlicht regelmäßig die Positionen der Terminhändler in diversen Futures, so auch für Gold-Kontrakte. In der Woche zum 15. Oktober reduzierte sich das Volumen der kumulierten Netto-Long-Positionen bei Gold von 310.900 auf 288.300 Kontrakte.

Also: Aktuell ist vor allem dank attraktiverer Aktien und Anleihen die Luft bei Gold wohl etwas raus, und die Abwärtsrisiken überwiegen. Da kann selbst der sehr schwache Dollar dem Goldpreis nicht helfen. Aber im großen Bild, da sollte man die Unsicherheiten doch nicht ausblenden. Wie schnell kann der Handelskrieg wieder eskalieren, oder ein neuer Drohnenangriff am Golf die dortige Lage aufheizen uvm? Auch der Drang der Notenbanken immer mehr Gold zu kaufen, bleibt im Hintergrund ein wichtiger Faktor. Gold-Bullen sollten auf längere Sicht also die Hoffnung nicht aufgeben.

Goldpreis seit 10. Oktober

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Devisen

Rüdiger Born: Dax, Dow, Gold und Euro direkt am Chart besprochen

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Das Allzeithoch beim Dax ist immer noch im Blick. Das Szenario eines Anstiegs möchte ich direkt im Chart einzeichnen. Auch die bullische Stimmung im Dow 30 bespreche ich direkt am Chartbild. Auch die aktuelle Schwäche bei Gold und im Euro sind Themen im folgenden Video. Wollen Sie abgesehen von meinen täglichen Analysen im Trade des Tages noch viel mehr und vor allem aktuellere Trading-News von mir erhalten, auch aufs Handy? Nutzen Sie dazu gerne meinen neuen Service „Trade to Go“  (einfach hier anmelden). Auch dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei!

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Gold/Silber

Goldpreis über Nacht mit Risk Off Trade – die aktuelle Lage

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Der Goldpreis zeigte in den letzten Stunden eine sehr enge Korrelation zum US-Aktienmarkt. Heute Nacht was der Dow 30 im Future (hier dargestellt im CFD-Kurs US 30) um 115 Punkte gefallen. Der Goldpreis war exakt zum selben Zeitpunkt um 8 Dollar auf 1.568 Dollar gestiegen. Dann setzte heute früh im Dow wieder eine teilweise Erholung ein, und der Goldpreis fällt wieder zurück. Was für eine Korrelation. Derzeit ist vor allem an den asiatischen Märkten das Corona-Virus ein bestimmender Faktor. Plötzlich schürt ein Krankheitserreger die Angst an den Märkten, so eben auch heute Nacht im Dow.

Ein winziger schneller Risk Off-Trade mit Auf und Ab im Goldpreis

Und zack, wo Unsicherheit herrscht, kann Gold schnell ansteigen. Und jetzt ganz aktuell fällt Gold auf 1.560 Dollar zurück, und hat damit seinen ganzen Anstieg von heute Nacht wieder verloren. So schnell kann die „Flucht“ in den „Sicheren Hafen“ namens Gold wieder enden. Wir haben also einen ganz schnellen, winzigen Risk Off-Trade erlebt, also den Wechsel von Aktien hin zu Gold, über Nacht. Auch wenn er schon wieder zu Ende ist, so zeigt diese Bewegung über Nacht doch: Der Markt reagiert blitzschnell auf Unsicherheit, und der Goldpreis kann jederzeit nach oben anspringen. Im folgenden Chart (Kursverläufe seit gestern früh) sehen wir den Goldpreis in rot-grün gegen den Dow 30 in blau.

Goldpreis in Relation zum Dow 30

Im folgenden Chart sehen wir den Verlauf im Goldpreis in einem größeren Bild, nämlich seit den letzten 30 Tagen. Nach dem Rückfall Anfang Januar gab es in den letzten Tagen eine Stabilisierung mit Tag für Tag kleinen Anstiegen.

Gold Verlauf seit 30 Tagen

Gold schwächelt im Jahresverlauf?

Könnte der Goldpreis im Jahresverlauf 2020 sogar verlieren in Richtung 1.400 Dollar? Gründe dafür könnten zum Beispiel eine global besser laufende Konjunktur sein. Auch steigende US-Anleiherenditen und ein steigender US-Dollar könnten gegen Gold drücken. Und auch steht die These im Raum, dass im laufenden Jahr die physische Gold-Nachfrage aus Indien und China nachlassen könnte. Lesen Sie ausführliche Begründungen für einen möglichen schwächeren Goldpreis beim Klick an dieser Stelle auf investing.com. Dagegen steht zum Beispiel die Meinung des weltgrößten Hedgefonds aus letzter Woche, dass der Goldpreis auf 2.000 Dollar steigen könnte. Lesen Sie dazu mehr beim Klick an dieser Stelle.

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Goldpreis 2.000 Dollar – warum weltgrößter Hedgefonds darüber spricht

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Gold Barren Beispielfoto

Kann oder wird der Goldpreis auf 2.000 Dollar steigen von aktuell 1.554 Dollar? Das wäre immerhin ein Plus von 28,5%. Die wichtigste Frage ist, in welchen Zeitraum so ein Zuwachs erzielt werden könnte, und basierend auf welcher Argumentation. Gestern titelten wir „Goldpreis im Fokus der Börsianer: das Beste kommt erst noch“ (gerne hier nachlesen). Und nun kommt Greg Jenson mit seiner Meinung zu Gold um die Ecke, ein Manager beim weltgrößten Hedgefonds „Bridgewater“, wo 160 Milliarden Dollar verwaltet werden.

Gute Begründungen für stark steigenden Goldpreis

Laut Berichten sagt er aktuell, dass der Goldpreis auf 2.000 Dollar steigen könnte. Die Begründung ist durchaus stichhaltig, und hat nichts mit Charttechnik oder kurzfristigen Schwankungen zu tun. Als Erstes wären da naheliegende Gründe anzuführen wie die „üblichen“ Safe Haven-Trades, wo man aus „unsicheren Anlagen“ wie Aktien oder Schwellenländer-Anleihen flieht, hin zu Gold oder dem Schweizer Franken (der läuft derzeit richtig gut). Gründe könnten plötzlich neue Spannungen rund um den Iran oder im Handelskonflikt mit China sein. Gut, so möchten wir anmerken. Das ist keine sensationelle Info. Das weiß nun wirklich jeder an der Börse. Und sonst?

Jensen betont, dass die Leute sich wappnen sollten für ein viel breiteres Spektrum von potenziell volatileren Umständen, als man es meist gewohnt sei. Und jetzt kommt ein wirklich wichtiger Punkt. So glaubt der Mann von Bridgewater daran, dass die Federal Reserve die Inflation in den USA einige Zeit laufen lassen werde, was die Umstände für einen höheren Goldpreis verbessern würde, da Investoren einen Hedge (eine Absicherung) suchen würden um der Inflation entgegenzuwirken. Es werde kein Bestreben der großen Notenbankern mehr geben die Zinsniveaus zu normalisieren, so Jensen. Er schließe die Möglichkeit nicht aus, dass die Fed die Zinsen noch in diesem Jahr auf 0 senken könnte, um eine Rezession in den USA abzuwenden.

Eine tolerierte höhere Inflation gepaart mit einen explodierenden US-Budget und US-Handelsdefizit könnte die Position des US-Dollar schwächen, so Jensen. Dies könne schnell oder erst in einem Jahrzehnt geschehen. Aber es sei möglich. Vor diesem Gesamthintergrund könne der Goldpreis um 30% (also auf gut 2.000 Dollar) zulegen. Also kann man sagen: Der gute Mann von Bridgewater gibt keine Timeline ab, wann dies genau geschehen wird. Sein Szenario kann dieses Jahr eintreten, oder auch erst in zehn Jahren. Gewagt, interessant, und nicht unmöglich ist natürlich seine Anmerkung zur Senkung der US-Leitzinsen auf 0 Prozent. In der Tat, so eine völlige „Entzinsung“ der US-Staatsanleihen könnte viel Anlegergeld ins Gold treiben!?

Die aktuelle Lage bei Gold

Aktuell notiert der Goldpreis bei 1.554 Dollar. Im folgenden Chart sehen wir den Verlauf in US-Dollar in den letzten zwölf Monaten. Nach dem rasanten Anstieg in Dezember und Januar gab es jüngst den Absturz von der Spitze bei 1.611 auf 1.537 Dollar.  Die letzten Tage zeigt Gold aber eine kleine Stabilisierung auf diesem jetzigen Niveau um die Marke von 1.550 Dollar herum. Kann der Markt von hier aus einen neuen Anlauf auf höhere Kurse nehmen?

Goldpreis im Verlauf der letzten zwölf Monate

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