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Europa

Industrieproduktion in Eurozone mit dramatischem Einbruch – stärkster seit vier Jahren!

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Dass die Industrieproduktion in der Eurozone weiter stark einbrechen würde, konnte man in den letzten Tagen schon an Daten aus Deutschland oder Italien ablesen. Aber jetzt liegen Daten für die gesamte Eurozone für den Monat Dezember vor, veröffentlicht von den europäischen Statistikern von Eurostat. Der Absturz ist noch stärker als erwartet! Im Monatsvergleich liegt der Rückgang der Industrieproduktion bei 2,1%, bei Erwartungen von -1,6%. Das ist der stärkste Rückgang seit genau vier Jahren! Im Jahresvergleich zu Dezember 2018 ist es ein Minus von 4,1%, bei Erwartungen von um die -2%. Der folgende Chart zeigt die Industrieproduktion seit 2010. In rot sieht man die Eurozone, in blau die gesamte EU. Der Absturz ist dramatisch! Aber was soll´s, der Dax ist seit Verkündung der Daten bis jetzt sogar noch 27 Punkte gestiegen! Es geht aufwärts mit den Kursen, komme was da wolle?

Verlauf der Industrieproduktion in EU und Eurozone seit 2010

Hier weitere Detaildaten mit Bezug auf Dezember 2018, im Wortlaut von Eurostat:

Im Euroraum sank die Produktion von Investitionsgütern im Dezember 2019 gegenüber Dezember 2018 um 6,7%, von Vorleistungsgütern um 5,5%, von Energie um 2,3% und von Gebrauchsgütern um 1,4%, während die Produktion von Verbrauchsgütern um 1,3% zunahm. In der EU27 sank die Produktion von Investitionsgütern um 0,6%, von Vorleistungsgütern um 4,9%, von Energie um 3,0% und von Gebrauchsgütern um 0,9%, während die Produktion von Verbrauchsgütern um 0,9% zunahm. Von den Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, verzeichneten Estland (-9,9%), Rumänien (-8,9%) und Deutschland (-7,2%) die stärksten Rückgänge in der Industrieproduktion. Die größten Zuwächse wurden in Malta (+7,6%), Portugal (+3,9%) und Polen (+1,3%) registriert.

Detaildaten zur Industrieproduktion

9 Kommentare

9 Comments

  1. Avatar

    Sven

    12. Februar 2020 12:48 at 12:48

    :-D…spart euch doch bitte diese Daten, das interessiert die Märkte und die Anleger doch überhaupt nicht..die Produktion könnte für Jahre still stehen, dann preist man eben die Nachholeffekte ein…es reicht, rein auf die Notenbanken-Politik einzugehen. Sollte sich da was ändern, ist es interessant. Eigentlich braucht man keine fundamentalen Daten oder Virus-Themen mehr…gehört aber dann doch anscheinend noch irgendwie dazu…

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      Hesterberg

      12. Februar 2020 13:36 at 13:36

      Von welchem Virus ist der denn befallen?

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      Nurmalso

      12. Februar 2020 14:12 at 14:12

      Stimmt, im Grunde könnte jeder zu Hause bleiben wenn er mit H4 klar kommt. Geld ist doch sowieso da, also warum noch viel produzieren was eh nicht benötigt wird. Alles was man noch braucht wäre die Grundversorgung,Energie,Nahrung etc. Alles andere wird bei Bedarf produziert per KI und Robotik.
      In einem Fiatmoneyponzimindestreservesystem das nur noch von Notenbanken regiert wird ist doch Wirtschaft obsolet…

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    Dr. Uwe Hellstern

    12. Februar 2020 13:33 at 13:33

    Genau die Realwirtschaft hat ausgedient, denn nur die Rotationsgeschwindigkeit der Notenpressen ist noch interessant. Wer dreht am schnellsten, China, Japan, die EU oder unter Donalds Druck die FED.
    Wirtschaft stellt ja auch nicht mehr Waren und Güter für Verbraucher zur Verfügung. Uninteressant,sie lebt für sich selbst ohne Output, im real existierenden Monetarismus reichen nämlich wachsende digitale Geldberge auf Millionärs- und Milliardärskonten. Die wiederum ermöglichen den Zugang zur Macht und darum geht es. Waraum sollte sich jemand mit sowas Profanem wie Bedürfnisbefriedigung der Massen beschäftigen. Sowas ist von gestern!

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    Zimmermann

    12. Februar 2020 13:36 at 13:36

    Die Eurozone ist auf dem absteigendem Ast. Das pfeifen die Spatzen von den Dächern. Wir werden zwischen den USA und den Chinesen zerrieben. Die europäischen Poliker schauen dabei tatenlos zu. Vor allem unsere Politik-Versager tun sich dabei besonders hervor. Scholz, Scheuer und Konsorten. Mir wird bei der Aufzählung richtig schlecht. Es wird Zeit das diese Regierung mal abgeschossen wird. 16 Jahre Merkel sind einfach genug. Na ja, der Anfang ist mit AKK schon mal gemacht. Der Merkel Abklatsch hätte gerade noch gefehlt.

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    Dr. Uwe Hellstern

    12. Februar 2020 13:41 at 13:41

    Genau die Realwirtschaft hat ausgedient, denn nur die Rotationsgeschwindigkeit der Notenpressen ist noch interessant. Wer dreht am schnellsten, China, Japan, die EU oder unter Donalds Druck die FED. Renditen kommen ja länger schon vorwiegend aus der Fiat-Druckerpresse. Damit wird auch di schrumpfende Fassade Realwirtschaft am Laufen gehalten.
    Wirtschaft stellt ja auch nicht mehr vornehmlich Waren und Güter für Verbraucher zur Verfügung. Uninteressant,sie lebt für sich selbst ohne Output, im real existierenden Monetarismus reichen nämlich wachsende digitale Geldberge auf Millionärs- und Milliardärskonten. Die wiederum ermöglichen den Zugang zur Macht und darum geht es. Warum sollte sich jemand mit sowas Profanem wie Bedürfnisbefriedigung der Massen beschäftigen. Sowas ist von gestern!
    Das in Deutschland der Konsumanteil am BIP Richtung 40% geht, was eigentlich eine völlig ineffiziente Wirtschaft charakterisiert und dies als Exportweltmeister gefeiert wird, sagt eigentlich alles!

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    Prognosti

    12. Februar 2020 16:52 at 16:52

    @Dr.Uwe Hellstern, es ist gut dass sich eine prominente Stimme äussert u. zu verstehen gibt, dass Gelddrucken auf die Länge nicht funktioniert.( So wie ich sie verstanden habe) Ich habe als kleines Würmchen schon mehrmals gesagt,
    wenn das Funktionieren würde, müsste niemand arbeiten.
    Leider glauben anscheinend immer mehr Leute an solche Märchen u.was mich erstaunt , auch akademisch gebildete Leute.
    Hat doch ein bekannter Schriftsteller gesagt:
    Schuldenfinanziertes Wachstum kann auf zwei Arten beendet werden.
    1. Man macht es selbst mit Einschränkungen u.Entbehrungen oder
    2. Der Markt macht es später auf brutale Weise.
    Sie können ruhig öfter hier auftreten, vielleicht könnten sie einige an die ewige Allmacht der Notenbank Gläubigen bekehren

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      Nico

      12. Februar 2020 17:42 at 17:42

      @Prognosti. Welcher Akademiker hat denn behauptet, dass das Gelddrucken der Notenbanken unendlich ausdehnbar ist. Es gibt ein Ende, welches aber in ferner Zukunft liegen kann, siehe Japan. Dann haben die Dauerbären mit Zitronen gehandelt, außer sie haben noch einen jahrzehntelangen Anlagehorizont. In der Regel beträgt die Ansparphase nur 30/40 Jahre. Schlaue Bullen sind dauerhaft im Markt und wandeln von Zeit zu Zeit die Gewinne in Sachwerte (Immobilien, Gold) um. Das Aussteigen und dann billig wieder einsteigen funktioniert doch nicht. Selbst die Finanzkrise 2008/09 war ruckzuck vorbei. Es macht keinen Sinn über dumme Bullen oder dumme Finanzmärkte zu schimpfen. Das Ergebnis zählt und das sieht für Bären seit Jahren schlecht aus. Aber es sind immer die Bullen die Blöden, auch wenn man bei einigen diesen Eindruck gewinnen kann. Aber solange es nicht mindestens um 30 Prozent abwärts geht, sind diese die Klugen. Alles andere ist Augenwischerei.

  6. Pingback: das-bewegt-die-welt.de

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Europa

Aktuell: ifo Index etwas besser

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Der ifo Index (wichtigstes deutsches Konjunkturbarometer) für den Monat Februar liegt bei 96,1 Punkten (Prognose war 95,3; Vormonat war 95,9).

Die aktuelle Lageeinschätzung liegt bei 98,9 (Prognose war 98,6; Vormonat war 99,1).

Die Geschäftserwartung liegt bei 93,4 (Prognose war 92,2; Vormonat war 92,9).

Dazu kommentiert ifo: Deutsche Wirtschaft scheint von Entwicklung durch Coronvirus unbeeindruckt (FMW: das dürfte sich nun geändert haben!); derzeit erwarten wir Wirtschaftswachstum von +0,2% im ersten Quartal; im Handel und bei Bau hat sich Stimmung verschlechtert

Der ifo Index ist das wichtigste Barometer für die deutsche Wirtschaft

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Europa

Verbraucherpreise in Eurozone: Kurzfristig sogar deflationär!

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Die europäischen Statistiker haben heute die ausführlichen und endgültigen Daten für die Verbraucherpreise im Januar veröffentlicht. Für die Eurozone sind sie im Jahresvergleich mit +1,4% nun den dritten Monat in Folge gestiegen, von +0,7% im Oktober. Im weniger wichtigen Monatsvergleich, da gibt es ein überraschendes Minus der Verbraucherpreise von -1,0%.

Im Monatsvergleich reißen die „Industriegüter ohne Energie“ den Schnitt mit -3,4% am Stärksten in den negativen Bereich. Im wichtigeren Jahresvergleich wird der Schnitt gestützt durch angesprungene Verbraucherpreise für Energie, die gegenüber Dezember von +0,2% auf +1,9% gestiegen sind. Hier möchten wir erneut warnen, wie schon seit mehreren Tagen. Der Ölpreis ist die letzten Wochen massiv gesunken. Daher könnten die Verbraucherpreise für Februar wieder einen Schwächeanfall erleiden.

Im folgenden Chart sehen wir den deutlichen Absturz im Monatsvergleich von Dezember auf Januar.


source: tradingeconomics.com

Verbraucherpreise der Eurozone im Januar

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Europa

Aktuell: Deutsche Industrie besser, Dienstleister schwächer als erwartet

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Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für Deutschland (Markit PMI; Februar) veröffentlicht:

Verarbeitendes Gewerbe 47,8 (Prognose war 44,8; Vormonat war 45,3)

Dienstleistung 53,3 (Prognose war 53,8; Vormonat war 54,2)

Gesamtindex 51,1 (Prognose war 50,8; Vormonat war 51,2)

Dazu kommentiert Phil Smith von Markit, das die Daten erhebt:

„Die PMI-Vorabschätzungen zeigen, dass die Wirtschaftskraft Deutschlands auch im Februar wieder leicht zugelegt hat, und dies trotz der neuerlichen Rückschläge beim Exportneugeschäft infolge des Ausbruchs der Corona-Epidemie. Laut der befragten Industrieunternehmen hielten sich Produktionsunterbrechungen bislang weitgehend im Rahmen, wenngleich dies erst der Anfang einer potenziell länger andauernden Geschichte sein könnte. Den aktuellen Umfrageergebnissen zufolge legte die Binnennachfrage solide zu. So blieb der Servicesektor auf Wachstumskurs, obwohl die Touristenzahlen zurückgingen, und auch in der Industrie verlangsamte sich der Auftragsrückgang trotz sinkender Exportneuaufträge. Wider alle Erwartungen stieg der Industrie-PMI sogar auf ein 13-Monatshoch, wozu alle fünf der in die Berechnung des Hauptindexeseinfließenden Unterindizes beitrugen. Ein Großteil des Index-anstiegs geht allerdings auf das Konto des (inversen) Indexes Lieferzeiten, der wegen Lieferunterbrechungen in China eine deutliche Zunahme der Lieferprobleme signalisiert.“

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