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Liquidität treibt die Börsen-Hausse und Konjunktur an!

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Skyline von New York - die Börsen-Hausse wird angetrieben

Ein Liquiditätsboom sondergleichen startete vor wenigen Monaten. Läuft es wie in der Vergangenheit, wird die Konjunktur bald nachziehen. Die Aktienkurse laufen bereits voraus (Börsen-Hausse). Doch es wächst auch die Zahl der Unternehmen, die trotz niedrigster Zinsen gar keine Gewinne mehr machen. Das entzieht dem Aktienboom früher oder später die Legitimität. In den vergangenen Jahrzehnten waren es nicht Löhne und steigende Inflation, die die Geschäftsentwicklung soweit bremsten, dass die Wirtschaft in eine Rezession rutschte, sondern ein Austrocknen von Liquidität in Folge von Crashs im Finanzsektor. Seit 1985 ist keine einzige Rezession von der Realwirtschaft ausgegangen. Alle Rezessionen nahmen ihren Anfang im Finanzsektor. Und dort beginnen Crashs in der Regel damit, dass die Liquidität austrocknet. Marktteilnehmer werden zunehmend skeptisch und ängstlich und fahren daher ihre Aktivität zurück. Diese abnehmende Liquidität ist messbar. Sie führte erst im Herbst 2019 zur Intervention der Federal Reserve auf dem US-amerikanischen Repo-Markt.

Die gute Nachricht ist: Die damals auf einen gefährlichen Tiefstand abgesunkene Liquidität hat sich seitdem deutlich erholt. Die der Liquidität stets nachlaufende Geschäftstätigkeit der Unternehmen hat die Erholung hingegen noch vor sich. Zwar ist bereits eine leichte Trendumkehr sichtbar, doch spürbare Wachstumsbeschleunigung trat noch nicht ein.

Die schlechte Nachricht ist: Die auch durch die Fed-Interventionen auf dem Repo-Markt spürbar steigende Liquidität bläst wieder einmal Spekulationsblasen auf, die künftige Finanzkrisen auslösen können. Bestes Beispiel sind die steigenden Aktienkurse. Mein Lieblingsbeispiel ist Apple, deren Aktienkurs sich seit der Gewinnwarnung Anfang Januar 2019 verdoppelte. Es macht keinen Sinn, dass Anleger einem Unternehmen einen doppelt so hohen Wert attestieren, nachdem das Unternehmen bekanntgab, weniger Gewinn zu machen. Erklärt werden kann diese Wertsteigerung, es ist nur eines von vielen solcher Beispiele, nur mit überschießender Liquiditätsversorgung der Märkte.

Der Anleihemarkt könnte den nächsten Aktiencrash auslösen

Risiken für den Aktienmarkt gehen möglicherweise vor allem vom Anleihe-Markt aus. Bereits heute weist ein signifikanter Anteil aller Anleihen negative Renditen auf. Die niedrigen Renditen auf dem Anleihenmarkt sind einer der Haupttreiber des Aktienmarktes. Einerseits, weil Unternehmen sich sehr günstig refinanzieren können. Und andererseits, weil Anleger zunehmend Geld in Aktien umschichten, weil Anleihen kein Geld mehr abwerfen. Können die Renditen noch weiter absinken? Natürlich, wenn die Notenbanken weiter eifrig diese Papiere kaufen. Doch schon heute sind die Fed und die Bank of Japan teilweise die einzigen Käufer der Papiere. Und die Notenbanken können nicht den gesamten Markt aufkaufen. Kommt es am Anleihemarkt zu einem ähnlichen Vertrauensverlust wie im September 2019 am Repo-Markt in den USA, dürften die Notenbanken den davon ausgehenden Crash nicht mehr aufhalten können.

40% aller US-Aktiengesellschaften verdienen kein Geld mehr!

In dem Zusammenhang ist ein Artikel des Wall Street Journals ausgesprochen interessant. Der Autor untersuchte, wie groß der Anteil an defizitär arbeitenden Aktiengesellschaften in den USA ist. Mich überraschte der Anteil nicht zuletzt angesichts der Allzeithochs: 40%! Vier von zehn Aktiengesellschaften verdienen kein Geld, während die Aktienindizes auf Allzeithochs notieren. Das macht genauso wenig Sinn wie eine Kursverdoppelung nach einer Gewinnwarnung.

Doch Apple macht wenigstens immer noch Gewinne in deutlich zweistelliger Milliardenhöhe. Unternehmen wie Tesla, die 2019 das neunte Jahr in Folge seit dem Börsengang vor neun Jahren mit Verlust abschließen werden, haben jedoch noch viel größere Kurssteigerungen erlebt als Apple. Teslas Aktienkurs hat sich 2019 seit dem Tief kurz nach der die Pleite verhindernden Kapitalerhöhung verdreifacht! Damit zählt Tesla neben General Electric zu den beiden von der Börse am höchsten bewerteten, defizitär arbeitenden Aktiengesellschaften.

Mit 40% Anteil defizitärer Gesellschaften ist der höchste Stand seit mehr als 20 Jahren erreicht, mit Ausnahme der beiden kurzen Rezessionsphasen in diesem Zeitraum. Und es ist kein kurzfristiges Phänomen. Die Société Générale schaute sich auch den Anteil der börsennotierten Gesellschaften an, die schon seit mindestens drei Jahren kein Geld mehr verdienen. Auch er ist der höchste seit mehr als 20 Jahren.

Und noch einen 20-jährigen Rekord gibt es zu vermelden: Der Anteil der defizitär arbeitenden, neu an die Börse kommenden Unternehmen ist ebenfalls so hoch wie zuletzt Ende der 90er Jahre während der Dotcom-Blase. Deren Anteil: 80%!

Langfristig müssen alle Aktienkurse durch Unternehmensgewinne gerechtfertigt werden

In Boomzeiten vergessen viele Börsenteilnehmer gern, dass zwar der Aktienkurs die Rendite des Aktionärs bestimmt. Langfristig jedoch muss sich jeder Aktienkurs mit den vom Unternehmen gemachten Gewinnen rechtfertigen lassen. Ein Anteil an einem beständig Geld verlierenden Unternehmen kann auf Dauer keinen Wert besitzen, da ein Geld verlierendes Unternehmen keine Werte aufbaut. Würde es Werte aufbauen, wäre es schließlich kein defizitär arbeitendes Unternehmen. Ein defizitäres Unternehmen wird nur durch die kontinuierliche Zufuhr neuen Kapitals am Leben erhalten. Unterbricht diese Kapitalzufuhr, zum Beispiel wegen zunehmender Skepsis der Marktteilnehmer und das Austrocknen von Liquidität an den Märkten, ist es mit den Money Losern schnell vorbei.

Insofern sollte sich jeder Anleger fragen, wie nachhaltig die aktuelle Börsen-Hausse sein kann, wenn 40% der Aktiengesellschaften kein Geld verdienen, 80% der neu gelisteten Unternehmen defizitär sind wir noch nicht einmal in einer Rezession leben, die diese Zahlen rechtfertigen würde.

19 Kommentare

19 Comments

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    Ice 9

    10. Januar 2020 18:13 at 18:13

    „Langfristig jedoch muss sich jeder Aktienkurs mit den vom Unternehmen gemachten Gewinnen rechtfertigen lassen“

    Ansonsten nennt man es wohl Ponzi-Schema.

  2. Avatar

    Ranzentier

    10. Januar 2020 18:17 at 18:17

    …geiler Artikel…

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    Pessi -Mist

    10. Januar 2020 19:48 at 19:48

    Ich schätze ihre Beiträge, aber in einem Punkt liegen sie meines Wissens falsch.Es ist ein Trugschluss der Notenbanken, dass die Geldschwemme die Konjunktur antreibt, sonst müssten wir doch in den letzten Jahren überall eine überschwängliche Konjunktur haben.Die Annahme,dass hohe Aktien u.Immopreise die Wirtschaft fördert stimmt nur zum Teil, z.B.im Baugewerbe.Die Geldschwemme fördert eine immense Umverteilung u.der Punkt kommt wo die Negativzinsen auch wirklich negativ sind.Aktuell verhindert die Geldschwemme einzig u.allein die Aktienkorrektur, wobei der Anstieg auch ein Ende finden wird.
    Der US- Konsument ist über beide Ohren verschuldet u.er bekommt entweder keinen Kredit mehr oder er bezahlt ca.17% Zinsen.Wenn der gewünschte Boom da wäre hätten wir Inflation u.die Löhne müssten mehr steigen.Bitte merken Sie sich ,DIE NOTENBANKEN KÖNNEN NICHT FÜR EWIG DIE WIRTSCHAFT BESTIMMEN.

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    Sven

    10. Januar 2020 20:23 at 20:23

    Aber Donald sagt, das beste kommt noch. FED, Wiederwahl, anziehende Konjunktur. Donald hat 11000 Punkte seit 2016 im Dow gemacht, das geht jetzt bestimmt schneller.

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    Kinski

    11. Januar 2020 01:37 at 01:37

    Das passt auch vorzüglich zum MMTH es befinden sich eben nur noch 63% Prozent der Aktien über GDL200 und am ATH.

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    Pessi-Mist

    11. Januar 2020 10:10 at 10:10

    Meine Annahme, dass die Geldschwemme dem „OTTO NICHTSHABENDEN“ Nichts bringt ausser Altersarmut wegen den Tiefstzinsen wird soeben vom Beitrag von Ernst Wolff über den Repomarkt bestätigt.
    Das könnte u.müsste jeder mit den minimalsten Wirtschaftskenntnissen begreifen. Sogar Jamie Dimon hat diese Meinung. Sollte er sich dagegen wehren ,wenn ihm diese Politik die Taschen füllt, er aber Leute am Existenzminimum entlassen muss? Meine Frage ist, wie lange lässt sich die total vernetzte u.informierte Gesellschaft noch von den obersten 10% an der Nase herumführen? Wie war es da beim Kommunismus,der sich nirgends durchsetzen konnte, da hatten doch einige wenige sehr viel u.alle andern Nichts aber mindestens einen sicheren Arbeitsplatz.
    Wohin führt denn der Kapitalismus in der jetzigen Form ?

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    BrettonWood

    12. Januar 2020 06:56 at 06:56

    Und was soll jetzt die Aussage dieSes Artikels sein? Zuerst wird Behauptet das die Liquidität zwangsläufig auch auf die Realwirtschaft durchschschlagen werde, da Liquidität immer zu Wachstum führen….um am Schluss festzustellen das 40% der Unternehmen (jrtzt schon und trotz massiver Liquidität) kein Geld verdienen.

    Wieviel Untetnehen würden wohl heute Geld verlieren bei normalen Reginanzierungskosten? Günstige Liquidtätsbedigungen haben wir mehr oder weniger seit 10 Jahren….und was machen die Unternehmen mit dem Geld investieren Sie? Nein Sie kaufen Aktien auf Pump zurück und konstruieren eine Nicht Existente Nachfrage….man nennt es Ausschüttung an Aktionäre…auf Schulden….ich wusste gar nicht das man Schulden ausschütten kann…

    Ein völlig Sinnloser und unseriöser Artikel….genau so wie das mit dem Kryptos und Geldmenge M0….kann ich nicht ernst nehmen…

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    Beobachter

    13. Januar 2020 10:11 at 10:11

    @ Bretton Wood, vielen Dank für die Infos der „neuesten brisanten News“ vom hochdotierten Finanzzentrum.
    Ich kann Ihnen aber sagen ,dass die Leser von FMW über dieses Thema schon mindestens 2Jahre umfassend informiert wurden.( U.anderem mit mehreren Beiträgen von W.Müller , SCHWARZER SCHWAN BBB -RISIKO )
    FMW hat da also mindestens 2 Jahre Vorsprung, wird aber oft als bärisch gesehen weil ,sie die ungeschminkte Realität beschreibt. Ich denke die Gnomen vom Paradeplatz u.von Wallstreet werden die Korrektur auch erst bemerken wenn sie vorbei ist.
    Zu den Ratings: Die sind leider nicht unabhängig, hatten wir kürzlich einen Beitrag eines Posters, der die Besitzverhältnisse der Rater aufzeigte.D.h. die DICKFISCHE inkl. Warren B. sind grosse Teilhaber dieser Rater u.sind sicher interessiert u.informiert was läuft.
    Gundlach sagt diplomatisch: Der Markt für Unternehmensanleihen in den USA geniesst ein höheres Rating als es verdient. So hatte z.B. Lehman vor dem Zusammenbruch auch noch ein Top-Rating .
    Bitte meinen ersten Satz nicht als Kritik an ihnen sehen, es ist einfach nur komisch, dass der hochdotierte Paradeplatz Sachen die jeder Otto Normalleser in der Presse schon lange lesen konnte, plötzlich als Insider Wissen verkauft .( Oder bekommen die Schönredner langsam kalte Füsse? u.dies trotz Klimawandel.)

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      BrettonWood

      13. Januar 2020 15:27 at 15:27

      Inside Paradeplatz ist ein unabhängiger Blog der Dreck ans Tageslicht bringt unter anderen war der Blog dafür verantwortlich das Pierin Vincenz (cEO der Raiffeisen Gruppe Ex, 3. grösste Bankengruppe der Schweiz) in Uhaft kam.

      Es ist korrekt das hier schon verschiedentlich über dieses Risiko berichtet wurde das heisst aber nicht das es alle Leute mitbekommen hätten. Inside Paradeplatz kommt NICHT vom Paradeplatz ganz im Gegenteil der Journalist der dort schreibt (mehrfach ausgezeichnet) wird laufend vom Paradeplatz verklagt und mit Superprovisorische Verfügungen bedacht die das Publizieren verbieten wollen….

      Schade das Sie direkt gegen eine Medium schiessen ohne dieses zu kennen….der Artikel beleuchtet meiner Meinung nach auch Pubkte welche bisher noch nicht thematisiert wurden, ich wollte aber auch niemanden langweilen…..

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        TM

        13. Januar 2020 17:54 at 17:54

        Tatsächlich eine tolle Seite, endlich mal klare Aussagen:
        https://insideparadeplatz.ch/2020/01/07/crash-dummys-im-einsatz/

        • Avatar

          BrettonWood

          14. Januar 2020 07:37 at 07:37

          Wie hier werden auf IP nicht einfach einseitig eine Meinung kundgetan….ich muss (und kann) nicht jede Meinung teilen, wer sich aber selbst in einem geistigen Umfeld bewegt welches nur noch seine Haltung bestätigt und keine Kritik zulässt sollte sich um seine geistige Gesundheit sorgen! Damit spreche ich niemanden persönlich an.

          Mir persönlich ist es aber wichtig das meinen, meinetwegen, Kontroversen Austausch über verschiedene Sichtweisen pflegt, das bringt mM nach mehr als wenn man sich laufend Selbst bestätigt….

          Schade finde ich das der Autor sich hier nicht äussert, wobei Koch die gleiche These teilt….Mir ist aber nach wie vor unklar wie Schuldenbasierte Liquidität die höhere Zinsen noch für
          Mehr Verunmöglicht zu Wachstum führen sollen, wenn die Liquidität nicht in die Reale Entwicklung und Forschung investiert wird sondern für Aktienrückkäufe und es gab im der Geschichte NOCH NIE solche hohe Rückkaufsprogramme….wie daraus die Konjunktur belebt werden solle bleibt für mich schmeierhaft….wenn in der Vergangenheit Liquidität zu RealwachstuM führte dann weil die Liquidität ins Geschäft und nicht in Rückkaufe investiert wurden….

          Woraus sollten sich hier positive Impulse fürs Realwachstum ergeben?

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            Wolfgang M.

            14. Januar 2020 08:38 at 08:38

            @BrettonWood. Hallo. Natürlich gibt es einen Mechanismus, der bei steigenden Aktienmärkten eine Unterstützung des Wirtschaftswachstums zur Folge hat, wenngleich dies auch wieder ein Scheinwachstum ist. Nicht über Investitionen, aber auch durch die Möglichkeit der Übernahme von Konkurrenten, was durch die FAANG-Unternehmen auch geschieht mit ihrem riesigen Finanzvolumen. Aber: Höhere Aktienkurse erhöhen die Ausgabenfreude des Amerikaners, er fühlt sich wohlhabender, er kann seine Depots höher beleihen, er erhält alle drei Monate, wie in den USA üblich, Dividendenausschüttungen, die auch parallel zu den Aktienrückkäufen gesteigert wurden. Damit wird in den USA, wo 70 Prozent der Wirtschaft aus Konsum besteht, natürlich das Wachstum in Teilbereichen befeuert. Auch wenn dies nicht nachhaltig sein kann. Das ist doch auch international der Grund, warum auch mit einer Rezession im Produktionssektor die Konjunktur nicht absäuft. Die gepushten Aktienkurse sorgen für gute Laune bei Konsum und Dienstleistungen. Deshalb habe ich schon im Dezember 2018 das Billionen-Dollar-Risiko eines weiteren Einbruchs und die Folgen für den US-Konsumenten beschrieben. War auch ein Grund für die dovishe Wende von Powell. Und es ist noch dramatischer geworden. Eine 20 Prozent-Korrektur in den USA würde bestimmt 7 Billionen Dollar an „Vermögen“ vernichten. Nicht bloß für die Reichen, der US-Amerikaner wäre auch mit seinen 401 k Sparplänen dabei. Achillesferse Aktienmarktblase eben.
            Gruß

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        Michael

        13. Januar 2020 22:18 at 22:18

        • Avatar

          BrettonWood

          15. Januar 2020 09:24 at 09:24

          Vielen Dank Wolfgang! Ja das stimmt, wobei dies natürlich auf Sand genaut ist und eine Selbsterfüllende Prophezeihung ist. Die 401K Pläne (das sind ja die Rentenpläne wenn ich das zumetzt recht verstanden hatt) können auch HEUTE für Konsum beliehen werden? Krass….also eigentlich sind die Rentenpläne dank Überkonsum beim Rentenantritt schon verbraucht, dank Beleihung….Krass…man wird durch die Norenbanken das Scheinbild das alles in bester Ordnung ist, aufrecht erhalten bis zu letzt…..bis man nichts mehr tun kann….das beingstigt mich, den ich glaube nicht das diese Leute so doof sind, das heisst Sie fahren, mangels Alternativen, die Karre an die Wand, es reicht nicht das wir mit 150 in die Wand fahren, es müssen 240 sein….

          Der Konsum aus Schuldenhebelung der Aktienkurse habe ich nicht berücksichtigt obwohl dies ja auch ein lokales Phänomen ist, hier in der Schweiz gibt es auch Lombardkredite (aber maximal 50% auf Aktien) und dann längst nicht einfach alle….und der Margin Call droht immer, dieser wird nun eigentlich durch die Liquidität
          Verhindert und damit der Konsum gestzützt….aber wo Endet diese Strasse….das ist aus meiner Sicht eine Einbahnstrasse….

          Das ist eben genau das was ich so sehr Schätze hier, Austausch verschiedener Sichtweisen bringt einem auch selbst geistig weiter…(wobei dies nicht an meiner fundamentalen Einstellung ändert, hier lasse ich mich von meinem Bauchgefühl beraten und mit schmechtem Bauchgefühl mache ich keine Geschäfte das hat sich für mich in der Vergangenheit bewährt)

          Aber auch ich Sitze in Aktien und Immobilien und kann
          Mich auch damit anfreunden das dies noch ein paar Jahre so weitergeht….Geht das so weiter werde ich mein Haus in den nächsten 2-4 Jahre verkaufen, um den Buchgewinn zu lösen…Falls nicht sollte ich es mit 30% Beleihung überleben können….😂😂😱

          Danke nochmals für die Sichtweise die Mir fehlte!

  9. Avatar

    Realist

    13. Januar 2020 18:40 at 18:40

    @TM , tolle Sache, der Verfasser dieses Artikels u. Crash -Warner-Kritiker war ja Sprecher der Lehmann -Opfer, hat also Nichts gelernt. Lehmann hatte ja vor dem Zusammenbruch noch die besten Ratings.
    Sie fallen auf, dass sie Verschuldung u.sämtliche Probleme der Welt nur halb so schlimm sehen. Herr Zipfel hat Ihnen kürzlich gesagt was Sache ist.Jetzt sind sie schon wieder rückfällig.Die sollen Berater sein, ARME KUNDEN!

    • Avatar

      Michael

      13. Januar 2020 19:20 at 19:20

      @Realist, ich denke, würde man nicht ständig von Mega-Crash und Weltuntergang schwurbeln, sondern der Sache einen Namen wie „kräftige Korrektur“ o.ä. geben und sie auch so bewerten, wäre man der Realität einen großen Schritt näher. Der Mega-Crash wird inzwischen schon zu lange prognostiziert und von Jahr zu Jahr zu Jahr verschoben.

      Zudem äußert sich der Autor auf insideparadeplatz doch auch jederzeit kritisch nach allen Seiten: Was aber alle diese Unken schlichtweg ignorieren: Wir bewegen uns spätestens seit der Finanzkrise eins im Jahr 2008 auf nicht kartographiertem Gebiet. Es gab tatsächlich noch nie einen globalisierten Finanzmarkt mit dermassen turmhohen Staatsschulden, mit dermassen aufgeblähten Notenbank-Bilanzen, mit solchen Unsummen an Neugeld, mit eindeutig kriminellen Aufkäufen von Staatsschulden (und anderen) durch die Staatsbanken.

      Mit weltweit dermassen ungeheuerlichen Gesamtschulden, umhüllt von einer kilometerhohen Stratosphäre aus Derivaten, reinen Wettscheinen. Ohne, dass es zu einer galoppierenden Inflation gekommen wäre. Oder zu einem Vertrauensverlust wie bei der Währung Venezuelas, Zimbabwes oder Argentiniens.

  10. Avatar

    Realist

    14. Januar 2020 09:32 at 09:32

    @ Michael, einverstanden, man sollte auch nicht jeden Bär als Crashpropheten betiteln.Natürlich haben es die Haussiers viel leichter, denn die Haussen dauern meistens viel länger als die Baissen.Die Baissen können dann aber sehr schmerzhaft sein , wenn man nach 10Jahren in kurzer Zeit eine noch nie erlebte Korrektur erlebt.Aber eines ist trotzdem klar, fast alle lieben Übertreibungen nach oben u.die Schönredner werden auch geliebt, während Baissen schnell künstlich unterbunden werden u.die Warner u.Realisten schnell mit dem negativ anhaftendem Image als Crash- Prophet betitelt werden.
    D.h. der Mensch will beschissen werden.Die oft erwähnte Tatsache, dass die Werte langfristig wieder auf den Durchschnittswert zurückkommen u.die Altersvorsorge nicht in Phantasiewerden ausbezahlt wird, gibt den Realisten Recht.

  11. Avatar

    Columbo

    14. Januar 2020 10:52 at 10:52

    Crashpropheten sind keine Propheten. Es sind Leute, die Wahrscheinlichkeiten ausrechnen, mehr nicht.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Impfstoff-Montag 3.0

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Den dritten Montag in Folge veröffentlicht ein Pharmahersteller einen konkrete Impfstoff-Meldung.

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SAP nach Kurssturz antizyklisch kaufen? – Werbung

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Lieber Börsianer,

das war nicht das Gelbe vom Ei, liebe SAP! Während die US-Konkurrenz in den Coronazeiten mit Cloud und anderen digitalen Anwendungen punktet, tritt die europäische Branchengröße auf der Stelle. Unter dem Strich sank der Umsatz um 4 %, während der operative Gewinn sogar um 12 % schrumpfte.

Offensichtlich sind die schwachen Quartalszahlen keine Eintagsfliege. So hat man die Umsatz- und Gewinnprognosen auch für die Jahre 2021 und 2022 gleich nach unten korrigiert. In der Folge erlebte die Aktie einen mächtigen Ausverkauf und verlor zeitweise über 20 % ihres ursprünglichen Wertes. Das kommt einem mittelprächtigen Erdbeben gleich.

Wo hakt es bei der SAP, warum kann das Unternehmen aus Walldorf zunächst nicht an die starken Wachstumsraten der vergangenen Jahre anknüpfen? Ich sehe drei Faktoren:

1)
Negative Währungseffekte: Die Dollarschwäche bzw. Eurostärke hat die Gewinnentwicklung spürbar belastet. Die US-Konkurrenz hingegen profitiert vom weichen Dollar.

2)
Das Covid-Virus: Die Software-Palette des Unternehmens ist nur eingeschränkt Corona-fest. Ein Beispiel: Mit der SAP-Software Concur planen die Unternehmenskunden der SAP Dienst- und Geschäftsreisen ihrer Mitarbeiter. Es bedarf keiner besonderen Erklärung: Diese Anwendung war in diesem Jahr kein Verkaufsknüller, sondern schlichtweg überflüssig.

3)
Schwächen in der Cloud: Aus der Branche hört man, dass SAP derzeit Defizite im Cloud-Geschäft hat. Die Kunden streben in die Cloud, allein SAP konnte nicht immer liefern. Hier gilt also: US-Konkurrenten wie Oracle und Salesforce haben hier die Nase vorne. Deshalb schwächelt das Neugeschäft der SAP.

Gleichwohl haben die Investoren – wie so oft – das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Der Kursrücksetzer war zwar notwendig, aber in seiner Dimension stark übertrieben. SAP verfügt über eine treue Kundenbasis. Rund 74 % des Umsatzes beruhen auf langfristigen Software-Verträgen. Mit anderen Worten: Das Unternehmen wird auch künftig gut verdienen und verfügt über die Mittel, um den technologischen Rückstand im Cloud-Geschäft wettzumachen.

Trotzdem: Kurzfristig ist die SAP-Aktie sicherlich noch kein Kauf. Wie gesagt es wurde schon Porzellan zerschlagen und Vertrauen verloren. Das deutsche Software-Unternehmen muss sich also nun…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Achtung Trader: Deutsche Börse führt „Xetra Trade-at-Close“ ein

Claudio Kummerfeld

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Achtung Trader! Ab 24. November bietet die Deutsche Börse für Trades über Xetra eine neue Handelsmöglichkeit an, die „Xetra Trade-at-Close“ Order. Sie bietet laut aktueller Aussage der Deutschen Börse eine zusätzliche Möglichkeit für Handelsteilnehmer zum offiziellen Schlusskurs zu handeln. Der Service steht dann für alle Wertpapiere im Xetra-Handel zur Verfügung. Hier die Details zu dem neuen Angebot im Wortlaut von der Deutschen Börse:

„Schlussauktionen gelten als Säule der Marktstabilität und des Anlegerschutzes. Sie bündeln die Liquidität pro Wertpapier zu einem Zeitpunkt und gewährleisten eine effiziente Preisbildung unter Berücksichtigung aller relevanten Informationen. Xetra Trade-at-Close adressiert die wachsende Nachfrage nach Orderausführungen am Ende des Handelstages“, sagt Michael Krogmann, Geschäftsführer der Frankfurter Wertpapierbörse.

Der neue Service bietet verschiedene Vorteile: Mit Xetra Trade-at-Close können Marktteilnehmer Aufträge auch nach Ende der Schlussauktion auf Xetra eingeben. Sie profitieren davon, zu einem festen Preis zu handeln, ohne an der Preisbildung in der Schlussauktion teilzunehmen. Außerdem erhalten sie eine zusätzliche Möglichkeit, Positionen vor Ende des Handelstages zu schließen und dabei mit zusätzlicher Liquidität im börslichen Handel zu interagieren.

Wird die Option Trade-at-Close für eine Order ausgewählt, werden Aufträge, die in der Schlussauktion nicht ausgeführt wurden, automatisch in die Trade-at-Close-Phase übertragen. Während der Trade-at-Close-Phase können auch neue Orders eingegeben werden. Der Schlusskurs wird vor allem von Buy-side-Kunden wie Pensionskassen oder Investmentfonds zur Berechnung von Portfoliorenditen, zur Bewertung von Investmentfonds und als Grundlage für viele Derivategeschäfte verwendet.

Xetra-Bildschirme der Deutschen Börse
Xetra-Bildschirme. Foto: Deutsche Börse AG

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