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Marktgeflüster (Video): Die EZB hat die Kontrolle verloren

Von Markus Fugmann

Der heutige Handelstag hat eine wohl wesentliche Erkenntnis gebracht: die EZB hat die Kontrolle über den Euro verloren und kann seinen Anstieg mit Verbalinterventionen nicht mehr bremsen – genau das hat am Freitag Bundesbankchef Weidmann vergeblich versucht (also hat man den Vertreter mit der rigidesten Auffassung der Geldpolitik nach vorne geschickt, aber es hat trotzdem nichts geholfen!). Heute stieg der Euro fast auf die 1,23 – der Dax hat das aber recht wacker hingenommen und sich nur wenig nach unten bewegt. Im Fokus hat eine Großpleite in UK, wo der von der britischen Regierung stark unterstütze Baukonzern Carillion heute seine Pleite erklären musste, nachdem die Regierung in London sich weigerte, weitere Garantien zu geben und die Banken darauf hin den Stecker zogen..



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8 Kommentare

  1. Inzwischen fragt sich wohl ohnehin schon fast jeder außer Draghi & Konsorten, wem was genau eine ständig steigende „Kerninflation“ bis zu einer Marke von 2% bringen soll. Reichen jährliche Steigerungen von 5 bis 20% bei Versicherungen, Mieten, Bau- und Grundstückspreisen, Lebensmitteln, Strom, Öl und Gas, Benzin (und Steuern durch Bürgerentlastung) ;) nicht aus?
    Und das bei gleichzeitigem und kontinuierlichem Absinken der Renditen lange bestehender Altersvorsorgen, die man ja bekanntermaßen nicht einfach ohne massive Nachteile kündigen oder umschichten kann. Wer ab Ende der 80er Jahre private Vorsorgeverträge und Krankenversicherungen zu den politisch „garantierten“ Überschussanteilen abgeschlossen hat, weiß, was wirkliche Deflation versprochener „garantierter“ Renditen bzw. Leistungen durch Hyperinflation bei politischen Lügen im wahren Leben bedeutet.
    Was also soll das alles? Draghi liefert ja keinerlei Begründung, was eine steigende „Kerninflation“ bringen soll, er begründet ja nur seine abstruse Geldpolitik mit mangelnder Kerninflation, die in dieser Höhe ja auch niemals eintreten kann, weil jeder neu „belastende“ Posten dieser Argumentation aus der Berechnung entfernt wird.
    Die Wirtschaft in Europa brummt, der Motor läuft auf Hochtouren im Optimalbereich. Sogar die Märkte haben das alles langsam bemerkt (was irgendwo verwunderlich, aber erfreulich ist) und handeln den EUR vs. Shitholewährung dort, wo er faktisch auch schon längst hingehört (zum Leidwesen der paar wenigen superdicken Paritätspharisäer, die gemeinsam mit Draghi vor zwei Jahren die Werte auf den Kopf stellen wollten).

  2. Ohne Moos nix los an den zusehends politischer und gleichzeitig sorgloser werdenden Aktienmärkten im Wonderland? Nicht ganz: Das Land der Superrassisten muss den Superkapitalismus und die Superfeier zwar wegen eines Afroamerikaners für einen Tag aussetzen. Dennoch feiern wir auch an solchen Tagen ein neues ATH im DOW, ganz automatisch per Algos, auch mal ohne pathologische Zitteraale und Long-Dong-Dickfische an der Wallstreet ;)
    Die Entgleisungen, Fehltritte und Inkompetenzen von Mr. President, der zunehmende Zweifel an der sensationellen Steuerreform im eigenen Land, die lauter werdenden wirtschaftlichen und politischen Warnschüsse aus China und Russland, die Stürme der Empörung eines kompletten Shithole-Kontinents und die abgekühlten Beziehungen zu Europa können die Superparty zwar noch nicht bremsen, steuern aber zusehends zu Misstönen und Dissonanzen bei.

    Politische Entwicklungen und Trends in Europa und speziell im Land der blinden Lemminge und dummen Michels scheinen jedoch die Devisen- und in deren Gefolge die Aktienmärkte deutlich mehr zu beeinflussen. Je weniger die Welt Mr. Wondershithole als neuem Messias vertraut, desto mehr sucht sie Stabilität in den eigenen Stärken und Wurzeln, weshalb dampfplaudernde Populisten in den Umfragen purzeln ;)
    Größter Verlierer ist FDP-Chef Christian Lindner. Im Oktober lag er noch mit 50 Punkten auf Rang 4. Nach Abbruch der Jamaika-Sondierungen durch die FDP hat er 13 Punkte eingebüßt und rutscht ab auf 37 Punkte. Hinter ihm liegen nur noch CSU-Chef Horst Seehofer sowie das AfD-Spitzenduo Alice Weidel und Schlusslicht Alexander Gauland.

  3. Was ist den los Markus ?

    Das war mal ne super Analyse ! Das ist mein Ernst ! Meine Mutter sagte zu mir : Marko, bei dir weiß man nie !

  4. Hallo Michael,

    „Die Wirtschaft in Europa brummt, der Motor läuft auf Hochtouren im Optimalbereich. Sogar die Märkte haben das alles langsam bemerkt (was irgendwo verwunderlich, aber erfreulich ist) und handeln den EUR vs. Shitholewährung dort, wo er faktisch auch schon längst hingehört (zum Leidwesen der paar wenigen superdicken Paritätspharisäer, die gemeinsam mit Draghi vor zwei Jahren die Werte auf den Kopf stellen wollten).“

    Sehr sehr schön, aber : der Punkt ist doch der : die EZB hat bisher nicht reagiert !!!

    Und zwar in keinster Weise, gar nicht, nichts !
    Das macht (normalerweise) keinen Sinn !! (der EUR-Anstieg) , und die Zinsen regulieren (normalerweise) den Markt !!!
    Ich würde es eher anders herum sehen : Der Markt hat das Vertrauen gegenüber dem Donald verloren, da sind locker 1,30 drin ?

    VG

    Marko

  5. Und in diesem Punkt muss dem dem Markus widersprechen :

    Der Markt realisiert, dass der Donald nix taugt ! Was schon bemerkenswert ist : die EZB muss gar nix machen… !! ;) :D

    Das ist die einzige Erklärung für den unerklärlichen EUR-Anstieg. Da habt Ihr es ! :D

  6. Die EZB hat die Konrolle verloren ?!?

    Nein – der Ami-Schuppen schmiert ab, das sage ich nicht, das sagt der Markt !
    Natürlich kann ich so auch meine USD-WELTLEITUNGSWÄHRUNG in den Keller schicken, das sieht unser Bundesbankladen etwas anders ! Soo ziemlich anders ? :D
    Na ja, die Amis, in the USD we trushst…

  7. @Michael, als Mittel- und Nordeuropäer wird es uns immer schwerfallen oder unmöglich sein, die italienische Denkweise und ihre Konsequenzen zu verstehen. Vatikan und Kommunismus, Künstler, Genies und Faschismus, Mafia, Korruption und Demokratie, Nordafrika, Orient und Europa, vieles davon oft gleichzeitig, schizophren anmutend, dennoch virtuell in Einklang gebracht.
    Einer meiner besten und langjährigsten Freunde, ein Sohn italienischer Immigranten, mit dem ich vor über 40 Jahren fast zeitgleich als unmittelbarer Nachbar in unserer Stadt das Licht der Welt erblicken durfte, eröffnet mir, seit ich Teenager war, die Möglichkeit, regelmäßig durch einen Besuch seiner Großeltern in Bella Italia das Land fernab von Tourismus im normalen Alltag erleben zu dürfen. Das Land erscheint inzwischen tief gespalten, bereits von einer Straßenecke zur anderen. Alle erleben, verstehen und erdulden die historisch „normale“ Korruption und Bananenrepuplik in Reinform, von der ganze kriminelle und korrupte Shithole-Kontinente noch viel lernen können:
    Siehe als Beispiel hier:
    https://www.n-tv.de/politik/War-der-Verkauf-des-AC-Mailand-nur-fingiert-article20231969.html
    Für einen großen Teil der Italiener ist so etwas im Denken leider noch immer so normal und akzeptabel, wie es (als rein erklärende und vergleichende Analogie zum Verständnis für die Alternativen in Schland) die Tango-Kurrupti-Politik einer absoluten Mehrheitsregierung in Bayern etwa 40 Jahre lang war.
    Ein weitaus größerer Teil der Italiener hasst dieses korrupte System, ist aber schwer gespalten. Viele leiden schwer darunter, viele vertrauen auf den Papst, die anderen möchten gerne offen, demokratisch, ohne Vorurteile und Populismus an einem vereinten Europa partizipieren. Ein anderer Teil sucht sein Heil im populistisch verblendetem Separatismus.
    Die nächsten Wahlen werden zeigen, ob Italien ein Land ist, das Europa die letzten Jahre nur manipuliert und ausgenutzt hat, oder ob die legendären italienischen „Eier“ so groß sind, sich der Herausforderung globaler Gemeinschaftsprojekte zu stellen (Original Zitat der Großmutter meines Freundes)

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