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Marktgeflüster (Video): Flucht in die Sicherheit

Der Dax steigt gemütlich über die 11200 Punkte – wieso also Flucht in die Sicherheit? Aber sie findet statt, und zwar an den Märkten für Staatsanleihen. Man geht raus aus portugiesischen und vor allem italienischen Anleihen (also aus den schwächsten Gliedern der Kette)..

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Der Dax steigt gemütlich über die 11200 Punkte – wieso also Flucht in die Sicherheit? Aber sie findet statt, und zwar an den Märkten für Staatsanleihen, bei denen es volumenmäßig um ganz andere Dimensionen geht als an den Aktienmärkten. Man geht raus aus portugiesischen und vor allem italienischen Anleihen (also aus den schwächsten Gliedern der Kette), die Risikoprämien im Vergleich zu deutschen Anleihen steigen heute rasant. Der Grund: die EZB will der italienischen Krisenbank Monte dei Paschi nicht mehr Zeit geben, um neues Kapital aufzutreiben – die Bank hatte wegen den Unsicherheiten nach dem Referendum um Aufschub der Frist der EZB (Ende Dezember) bis zum 20.Januar gebeten. Die Aktienmärkte leben also offenkundig in einem anderen Universum als die Anleihemärkte – mal sehen wer Recht hat!

10 Kommentare

10 Comments

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    Zinsangst

    9. Dezember 2016 19:52 at 19:52

    ATHs bei US-Aktien = ATHs bei US-Konsumentenvertrauen. So ticken die Ais.

  2. Avatar

    Petkov

    9. Dezember 2016 21:19 at 21:19

    Ich grüble und grüble und finde einfach keine logische Erklärung. Der Mario hat gestern geliefert und jetzt ist er wie nach jeder EZB-Sitzung der Zerstörer aller Spardosen ähh Kassen, der Vernichter aller Lebensversicherungen, der dämonischste Unsicherheitsfaktor für die immer ganz, ganz, ganz sichere deutsche Rente… Da werden düstere bis apokalyptische Prognosen aufgezogen und die meisten davon sind absolut fundiert, keine Frage. Aber gegen wen richtet sich dieser Unmut? Gegen Draghi?! Und warum gibt es nach jeder Draghi-Sitzung immer den selben Aufschrei? Was genau hat man in Deutschland an seinem „Whatever it Takes“ nicht verstanden? Er hat versprochen, den € zu beschützen. Sparbücher, Renten und so ein Schmarrn (aus Sicht eines Investmentbankers) waren jederzeit „Out Of Scope“. Daraus hat er aber nie ein Hehl gemacht. Der Mann kam, sprach und handelte. Und zwar jederzeit zuverlässig. Sogar Dez. 2015 hat er nicht arg enttäuscht, sondern ist nur kurz vom Gas gegangen, weil er vor lauter Drücken einen Muskelkrampf hatte. Die süffisante Visage vom Draghi kann ich nicht leiden, was er macht, verachte ich, ABER er ist integer! Von Anfang an wusste man, was man an ihm hat. Über welchen aktuellen Politiker kann man selbiges sagen?

    Er kann die Anleihenkäufe stoppen.Das wollen Sie doch, oder? Recht, Ordnung, Disziplin. Keine italienische Bank wird gerettet, keiner druckt ungedecktes Geld. Dann würden die Italobanken schneller abschmieren, als die merkel „wir schaffen das“ lispeln kann, und die vielen kleinen, privaten Anleihenhalter haben ein frohes Fest. Ziemlich bald danach kommen zwangsweise die Wahlen und Cinque Stella braucht nicht mal einen Koalitionspartner. Nachdem viele weitere Dominosteinchen gefallen sind, kommt auch das große liberale Deutschland an die Reihe. Kurz nachdem es paar hundert Milliarden „peanuts“ abgeschrieben hat, bittet es seine Bürger an die Wahlurnen. Ich schätze, die zwei führenden Wahlkampfthemen werden „Veggieday“ und „Verbot von Deutschlandfahnen bei Länderspielen“ sein.

    Wer gegen Draghi wettert, attackiert auch unmittelbar die aktuelle Politikelite, die nun mal zum Glück oder auch nicht von Berlin angeführt wird. Griechenland war so gut wie weg, sogar der Schäuble hatte es aufgegeben, aber dann kam die merkel und hat die Verlängerung des Siechtums angeordnet.

    Für mich war Marios wichtigster Satz gestern der verzweifelte Appell an die Politik, endlich mal die Zeit zu nutzen, die er ihr verschafft. Das war ein Anflehen!

    Die EZB wird aktuell von der Politik instrumentalisiert, aber wenn irgendjemand direkt über den Verursacher herfällt, ist er gleich demokratiefeindlich oder dumpf oder „nicht kultiviert“.

    Aber Akronyme darf man beschimpfen: EZB, Club MED, TROIKA… War CR7 auch schon dran?

    Liebe deutsche Freunde, der Draghi wird schon seinen Platz auf den dunklen Seiten der Geschichte kriegen, aber er ist bloß der Henker, der das vernichtet, was euch lieb und teuer ist. Er ist jedoch weder der Richter noch der König. Und es war eure Königin, die den Daumen nach unten gesenkt hat. Sie hat es immer wieder verpasst, dem Wahnsinn ein Ende zu bereiten. Sie ist die mächtigste, sie hat es selber in der Hand. Macht euch nichts vor. Was wir „Scheißausländer“ von eurem kultivieren Politikverständnis halten, kann euch Latte sein. Aber eines Tages werden euch eure Kinder Fragen stellen. Und nicht der Henker, sondern der König bleibt in der Geschichte. Gegen wen entscheidet ihr euch heute anzukämpfen?

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      maitdjai

      10. Dezember 2016 04:45 at 04:45

      Ganz genau!!!

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    Marko

    9. Dezember 2016 23:15 at 23:15

    In dem Moment sollte die FED die Zinsen im Dezember erhöhen, sollten die Anleihenmärkte wissen, was Sache ist … ;D

    Wir sehen derzeit eine Flucht heraus dem Risko , das sollte man doch erkennen können ?

    VG

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      Emm wie Meikel

      10. Dezember 2016 07:47 at 07:47

      Die Horde sieht den USD als einen Hort der Sicherheit, was er nicht ist. Während dessen kraxeln die Kurse von US Staatsanleihen stramm am Tief entlang und die Aktienmärkte legen eine verrückte Weihnachtsrally hin. Ich sehe das als eine Flucht ins Risiko.

  4. Avatar

    maitdjai

    10. Dezember 2016 04:47 at 04:47

    Der „deutsche Michel“ glaubt immer noch an „Mutties“ Märchen von der „sicheren Insel, inmitten eines blutigen Meeres“. Aber „Land unter“ hat schon lange begonnen. Kein „Tsunami, sondern schön langsam, step by step! Das kann sich noch ändern, denn der „Tsunami“ könnte „Trump“ heißen. Da wird auch eine Intensivierung der deutschen „US-Rektal-Strategie“ nicht viel helfen.

    • Avatar

      Wolfgang Koch

      11. Dezember 2016 08:10 at 08:10

      US-Rektal-Strategie,köstlich!Meine Meinung ist:Der €uro ist gescheitert!Je länger wir daran festhalten,desto schlimmer werden die Scheidungskonsequenzen.Die Knoblauch,bzw.Warmwasserstaaten werden nie eine Wettbewerbsfähigkeit zu den Nazistaaten D,NL,FIN herstellen können.Wenn wir nicht den permanenten Länderfinanzausgleich haben wollen(seltsamerweise klagenCDU/CSU in Deutschland dagegen)werden wir für unsere sonnenverwöhnte Verwandschaft zahlen müssen.Siehe Tsipras:“Arme“griechische Rentner,unter 846€ sollen eine 13.Rente bekommen.Menschlich gesehen habe ich dagegen nichts,als Interessenvertreter(Lobbyist)meiner 82jährigen Mutter,schon.Ihre „Grosse Witwenrente“aus der 48jährigen,lupenreinen Erwerbsbiografie meines verstorbenen Vaters,beläuft sich auf 930€.Bei den schwarzen Nullen in Berlin klingelt da mal gar nichts.Den Menschen geht es gut & gut is!Mir wird schlecht,sperrt Sie ein!

  5. Avatar

    hans

    10. Dezember 2016 22:08 at 22:08

    Das stimmt so nicht, Trump ist ein lupenreiner Demokrat…………

    http://www.huffingtonpost.de/2016/12/09/duterte-trump_n_13531390.html

  6. Avatar

    Pit

    11. Dezember 2016 10:50 at 10:50

    Diese Woche neue Rekorde
    MDAX NASDAQ100

  7. Avatar

    Flüsterpost

    11. Dezember 2016 11:23 at 11:23

    Bis wohin wird der DAX wohl abstürzen, wenn das Vertrauen in die Notenbanken sinkt und auch der Trump-Effekt abebbt und es zudem noch zu einer Rezession kommt, Herr Fugmann?

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Für den blutigen Anfänger: So starten Sie jetzt an der Börse durch – Werbung

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Lieber Börsianer,

der Börsenbrief ist bestellt und die erste Ausgabe sorgsam gelesen. Trotzdem, aller Anfang ist schwer, und Börsendebütanten stehen zunächst vor einer ganz praktischen Frage. Wo soll ich mein Depot eröffnen, welche Bank beauftrage ich mit der Abwicklung meiner Käufe bzw. Verkäufe, wer soll meine Wertpapiere lagern? Das Angebot der Depotbanken und Onlinebrokern ist in der Tat ziemlich unübersichtlich. Selbst Profis finden sich in diesem Angebots-Dschungel nicht immer zurecht.

Dazu im Folgenden einige Anmerkungen meinerseits. Die Gruppe der Online-Banken oder -Broker teilt sich im Wesentlichen in zwei Gruppen auf. Da gibt es zunächst die alteingesessenen wie etwa Comdirect, Maxblue oder Consors. Diese sog. Vollsortimenter bieten Ihnen nahezu das vollständige Angebot der international handelbaren Wertpapiere an. Ganz gleich, ob Ihnen der Sinn nach einem ETF, einer Aktie, einem Optionsschein oder etwa einer Anleihe steht. Hier werden Sie bedient.

Daneben zeichnen sich diese Vollsortimenter durch ein breites Angebot an Börsenplätzen aus. Es mag schon sein, dass Sie nicht gleich zu Beginn Ihrer Börsenkarriere Zugang zur Börse Stockholm oder London benötigen. Gleichwohl gilt: Mehr ist in diesem Fall tatsächlich mehr. Als ambitionierter Börsianer werden Sie irgendwann einmal in Zürich, Mailand oder Stockholm handeln.

Deshalb mein Rat: Starten Sie gleich mit einem solchen Partner, der Ihnen eine anständige Infrastruktur an die Hand gibt! Dafür sind Sie auch bereit, etwas höhere Spesen zu bezahlen.

Diesen Vollsortimentern stehen einige Online-Broker gegenüber, die mit ausgesprochen günstigen Kauf- bzw. Verkaufsspesen werben. Bekanntester Vertreter dieser Gattung ist das junge Fintech-Unternehmen Trade Republic. Hier handeln Sie abgesehen von einer Fremdkostenpauschale von 1 Euro spesenfrei. Sehr verlockend, oder?

Nun, hier gilt eine einfache Regel: Dort, wo der Preis schmal ist, ist in aller Regel auch das Angebot schmal. So bietet Ihnen Trade Republic derzeit nur mit der Börse Hamburg nur einen Handelsplatz an. Diverse Wertpapiergattungen sind überhaupt nicht handelbar. Außerdem müssen Sie hier mobil, sprich am Smartphone arbeiten. Die Software ist derart abgespeckt, dass es bei Trade Republic bislang noch nicht zu…..

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Quartalssaison hat begonnen – hier die wichtigsten Termine

Claudio Kummerfeld

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Die Quartalssaison hat begonnen. Letzte Woche meldeten bereits die großen US-Banken. Netflix meldete vorgestern. Aber nun geht es so richtig los. Hier eine Übersicht der wichtigsten Termine von deutschen und US-Konzernen in den nächsten Tagen. Wichtig: Diese Termine haben wir direkt aus den Finanzkalendern der Unternehmen entnommen. Denn manchmal sind Webportale mit ihren Terminübersichten zu den Quartalszahlen unzuverlässig, da hier zukünftige Termine zu Finanzkennzahlen manchmal einfach nur basierend auf den Terminen vergangener Quartale von einer Computersoftware abgeschätzt werden, und daher fehlerhaft sein können.

Microsoft: 27. Oktober

Twitter: 29. Oktober

Daimler (schon vorab am 16. Oktober veröffentlicht): 23. Oktober

SAP: 26. Oktober

Delivery Hero: 28. Oktober

Deutsche Bank: 28. Oktober

Facebook: 29. Oktober

BASF: 28. Oktober

Boeing: 28. Oktober

General Electric: 28. Oktober

General Motors: 5. November

Volkswagen: 29. Oktober

Alphabet (Google): 29. Oktober

Amazon: 29. Oktober

Apple: 29. Oktober

Caterpillar: 27. Oktober

Exxon: 30. Oktober

Bayer: 3. November

Commerzbank: 5. November

Adidas: 10. November

Lufthansa (schon vorab gestern veröffentlicht):: 5. November

Zalando: 4. November

Deutsche Telekom: 12. November

Walmart: 17. November

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