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Marktgeflüster (Video): Täuschungsmanöver

Ist die Rally der großen US-Tech-Werte vielleicht doch nur ein Täuschungsmanöver? Die starken nachbörslichen Gewinne von Intel wieder völlig aufgezehrt, auch Amazon gibt nach Erreichen eines neuen Allzeithochs einen Teil der Gewinne wieder ab (es droht ein Fehlausbruch), Facebook hat punktgenau die untere Gap-Kante erreicht seit dem Abverkauf : es stellt sich also schlicht die Frage ist doch, was jetzt an Positivem noch kommen kann, mithin ob das schon der Hochpunkt war (peak earnings)..

Markus Fugmann

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Von Markus Fugmann

Ist die Rally der großen US-Tech-Werte vielleicht doch nur ein Täuschungsmanöver? Die starken nachbörslichen Gewinne von Intel wieder völlig aufgezehrt, auch Amazon gibt nach Erreichen eines neuen Allzeithochs einen Teil der Gewinne wieder ab (es droht ein Fehlausbruch), Facebook hat punktgenau die untere Gap-Kante erreicht seit dem Abverkauf aufgrund des Cambridge Analytica-Skandals: es stellt sich also schlicht die Frage ist doch, was jetzt an Positivem noch kommen kann, mithin ob das schon der Hochpunkt war (peak earnings). Die Antwort auf diese Frage dürfte in der nächsten Woche erfolgen – der Dax jedenfalls hat es heute erneut nicht geschafft, die neuralgische 12650er-Marke zu überwinden..

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    Marko

    28. April 2018 01:07 at 01:07

    Nächste Woche sollte doch eigentlich gelten : Sell in May and go away ?

    Ist schon toll, die „Miss Börse“…

    Die Asiaten sind ziemlich stark, USD/YEN bei 119, und der Markt lässt wohl den EUR noch a bisserl fallen, schönes Wochenende …

  2. Avatar

    Marko

    28. April 2018 01:10 at 01:10

  3. Avatar

    Wolfgang M.

    28. April 2018 08:43 at 08:43

    Die Reaktion der US-Investoren in der laufenden Berichtssaison ist gar nicht so seltsam, wie mancher glauben könnte. Nach 23%-iger Gewinnsteigerung im S&P 500 preisen die Anleger die „Windfall Profits“ der Steuerreform nach der Unternehmensmeldung aus und achten mehr auf die langfristigen Aussichten. Diese verkomplizieren sich. Da komme ich wieder zu meinem Hauptthema derzeit mit der Frage “ wann startet die Rezession im Jahr 10 des Zykus“? Wenn man die Aussagen der Analysten in den letzten Wochen summiert (Bullenmärkte sterben nicht an Altersschwäche!?), könnte man zur Ansicht gelangen, die schreiben voneinander ab. Klar, dieser hat das ewige Leben, weil die Anleger aus dem letzten Zyklus gelernt haben und umsichtig investiert sind (it’s sarcasm!). Fehlallokationen führen nach einer gewissen Zeit zu einer Bereinigung – allein schon wegen der internationalen Vernetzung. Sicher spielen monetäre Faktoren (Zinsen) eine Hauptrolle. Deshalb ist der Spruch „die Flut hebt alle Boote“ so richtig. Aber fast ebenso wichtig sind die Gewinne der Unternehmen, in der Summe. Ausreißer gibt es immer (z.B. Tesla). War es nicht 2015/16 so, dass der Dax von 12390 auf 8699 eingebrochen war, weil man befürchtete, das chinesische Wachstum würde sich massiv abschwächen, mit entsprechendem Einfluss auf den exportlastigen Dax. Die Zinssituation hatte sich damals nicht dramatisch verändert. Bei einer Rezession fallen die Indizes zumeist über 50% (2000: von 8000 auf 2200, 2007: von 8152 auf unter 4000). Deshalb wird es vielen Langfristinvestoren darum gehen, die Rezession zu erkennen, um zumindest einen „Teil der Verluste“ nicht mitzumachen. Viele Depots, die den Dax in seiner Performance geschlagen haben, realisierten das, nicht weil sie in der Hausse so gut waren, sondern weil sie in der Baisse nicht gänzlich dabei waren. Unser Gehirn, speziell das limbische System, ist nicht für die Börse strukturiert (Angst und Gier – auch von PK schon erwähnt). Viele Anleger steigen in der Hausse spät ein und verkaufen dann in Panik, in der Nähe der Tiefs. Deshalb in D auch die weit verbreitete Ansicht „Aktienhandel ist Zocken“. In den letzten Jahrzehnten hätte ein Aussitzen auch zum Ziel geführt. Wie erwähnt, das punktgenaue, rechtzeitige Aussteigen ist fast unmöglich – viele Verluste werden aber erst generiert, indem man mit Hebelprodukten auf den Abschwung setzt, der oft erst verzögert kommt. Aber zumindest einen Großteil der Baisse nicht mitzumachen, wäre doch ein Ziel. Das werden die Langfrist-Investoren, hier in diesem Forum, auch so sehen. Deshalb spielen die Frühindikatoren in ihrer großen, fast unübersichtlichen Form, im jetzigen Stadium eine große Rolle. Markus Fugmann beliefert uns in seiner Finanzmarktwelt auch mit vielen dieser Indikatoren (Einkaufsmanagerindizes, Durable Good Orders, Ifo-Index, Baltic Dry Index u.v.m). Übrigens werden, so sagt es die Statistik, die großen Verluste bei einer Baisse schon in den ersten 60 Börsentagen eingefahren, auch wenn diese 1 oder 2 Jahre dauert. Auch aus diesem Grund ist ein Timing auch so schwer.
    Derzeit glaube ich „noch nicht“ an den Bärenmarkt – in den USA könnten Aktienrückkäufe eine Zeit noch stützend wirken, in Deutschland hilft der Auftragsbestand, der mit 5,6 Monaten auf das höchste Niveau der letzten Jahre erst kürzlich geklettert war. Gefährlich hingegen ist der Protektionismus und da haben wir einen schwer berechenbaren Hauptakteur.
    Schönes Wochenende

    • Avatar

      sabine

      29. April 2018 17:17 at 17:17

      Fast so gut wie Herr Fugmann, oder Marc Faber. Bzw. anders gut. Vielen Dank für Ihre Einschätzung auf langfristiger Sicht. Vieles weiß man schon, aber sie stellen es schön sauber da. Einiges noch von mir.
      a) Die Deutschen haben auch deswegen keine Lust auf Aktien, weil man lieber täglich arbeiten geht und so sein Vermögen vermehrt, als mit Tricks bzw. mit Einschätzungen von Psychologien und Studieren der Herdenbewegungen. Diese Urteile können auch durch irgendeinen Zufall nach hinten losgehen. Da verdient man lieber täglich seine Brötchen, wo so ein Zufall nix zerstören kann. Nummer sicher.
      b) Das hat den Nachteil, daß man vor lauter Arbeit den Sinn derselben verliert, bzw. auch die Rentabilität. Wie oft kauft sich jemand in meiner Umgebung einen Neuwagen, wo doch schon wirklich überall bekannt ist, das nach der Unterschrift des Kaufvertrags das Auto gerade 15-20% an Wert verloren hat!
      c) Nebenbei konstruiert der Deutsche gern. In Zentralafrika haben sie über die Deutschen gesagt, schick einen Deutschen mit Dosen in den Urwald, und er kommt mit einem Zug herausgefahren. Dieses angeborene Ingenieurwesen hat uns kleines Land nach WK2 auch so schnell wieder zum Exportweltmeister werden lassen. „Made in Germany“ war ja von der Besatzung eigentlich als negativ gemeint, war aber in kurzer Zeit ein extrem gutes und beliebtes Qualtitässiegel.
      Die Schweizer sind ähnlich.
      https://www.blick.ch/news/wirtschaft/provokateur-und-finanzexperte-marc-faber-im-talk-the-studio-id8104047.html

  4. Avatar

    Andreas

    29. April 2018 14:23 at 14:23

    Layout: Note 1
    Informationsgehalt: immer noch Note 1
    Markus Fugmanns Glatze: Ebenfalls immer noch Note 1!!!

    Die neue Webseite sieht fantastisch aus! Weiter so!
    Viele neue Leser sind garantiert.

    Schönes Wochenende!

  5. Avatar

    Beobachter

    29. April 2018 14:53 at 14:53

    @Wolfgang M., wieder einmal auf den Punkt gebracht.Waren doch in den letzten 9 Jahren alles Super– Finanzanleger wenn sie denn nur Aktien gekauft haben, aus welchem Grund auch immer.Ich habe soeben einen Artikel von Mitte Dezember hervorgeholt der damals das Ende der Börsenhausse ankündigte.Ein Argument war, dass Aktien auf Kredit mit 560 Mia $ das Doppelte von 2008 beträgt !!!!!
    Ein anderes Anzeichen sei, dass dieBörsen vor einem Einbruch 6 Monate vorher 16 % zugelegt haben.
    In nächster Zeit wird es die Kunst sein,das Vermögen zu erhalten oder in der Baisse möglichst wenig zu verlieren, wie es Wolfgang erwähnt hat.Mit gehebelten Anlagen kommt man in die Zwickmühle, entweder man verkauft viel u.vetstärkt die Baisse oder man verliert viel

  6. Avatar

    m.d

    30. April 2018 00:16 at 00:16

    herzlichen glückwunsch, die neue gestaltung der fmw ist supergut gelungen – professionell

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Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Value-Werte auf der Überholspur

Redaktion

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Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Es gibt gute Konjunkturindikatoren aus Deutschland und Asien. Laut Markus Koch sind die Value-Werte jetzt auf der Überholspur.

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fashionette: Onlineshop für Luxus-Shopping geht an die Frankfurter Börse

Claudio Kummerfeld

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Bürotürme in Frankfurt

fashionette ist kein normaler Onlineshop für Klamotten und Schuhe. Nein, hier werden nur hochpreisige Handtaschen, Schuhe, Schmuck etc verkauft. Darauf hat sich die Düsseldorfer fashionette AG spezialisiert. Man konzentriert sich auf die Region Deutschland, Österreich und Schweiz. Nach eigenen Angaben bietet das Portal 11.000 Artikel von 150 Premium- und Luxus­marken, und hat pro Monat mehr als 3 Millionen Seitenaufrufe. Die Umsatzerlöse lagen im Jahr 2019 bei 73 Millionen Euro, und der Gewinn (EBITDA) lag bei 6,8 Millionen Euro. Das entspricht einer Marge von 9,3 Prozent.

Die Deutsche Börse hat heute offizielle Angaben zur Aktienzeichnung und zum ersten Handelstag an der Börse für das Unternehmen veröffentlicht. Die Aktienzeichnung für den Börsengang der fashionette AG (ISIN: DE000A2QEFA1) an der Frankfurter Wertpapierbörse ist heute gestartet und wird voraussichtlich bis zum 27. Oktober andauern. Inklusive der Mehrzuteilungsoption werden bis zu 3.605.000 Aktien angeboten, die Bookbuilding-Spanne liegt bei 30,00 bis 38,00 Euro je Aktie. Der erste Handelstag der fashionette AG im Segment Scale ist laut der Deutschen Börse für den 29. Oktober geplant.

Beim Klick an dieser Stelle finden sie alle Detaildaten zu dieser Emission bei der Frankfurter Börse.

Der Börsengang von fashionette hat einen Gesamtumfang von bis zu 137 Millionen Euro. Aber der Großteil der Papiere werden vom aktuellen Hauptaktionär Genui verkauft, womit ein Großteil der Emission nicht in der Firma landet, sondern an den Altaktionär fließt. Im Unternehmen werden von der Emission wohl 36-46 Millionen Euro ankommen.

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