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Gold/Silber

Aktuell: Goldpreis kämpft um die 1.700 Dollar-Marke – wie geht es weiter?

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Der Goldpreis kämpft um die 1.700 Dollar-Marke. Aktuell notiert das Edelmetall mit 1.705 Dollar, nach einem Tief von 1.668 Dollar letzten Freitag. Von daher hält sich Gold aktuell recht gut! Einige Beobachter argumentieren heute, dass der Goldpreis aktuell nach oben gebremst wird, weil der US-Dollar (Dollar Index) nach einem einwöchigen Absturz heute endlich mal wieder ansteigt.

Goldpreis hält sich gut in Relation zu Aktien

Der folgende Chart, der fünf Tage zurückreicht, zeigt es recht gut. Gold (rot-grün) steigt, während der Dow 30-Index (blau) fällt. Wo die Aktienkurse fallen, zeigt der Goldpreis derzeit Stärke. Der Schub kommt derzeit auch von Seiten der US-Regierung. Außenminister Pompeo heizte am Wochenende die Stimmung gegen China an. Er sprach von Beweisen, dass das Coronavirus in China aus einem Labor stammen würde. Und man deutet ebenfalls an, dass eventuell neue Strafzölle gegen China angedacht sein könnten. Also zusätzlich zur Corona-Wirtschaftskrise noch eine erneute Verschärfung im Handelskrieg, der schon fast in Vergessenheit geraten war?

Das sorgt für Unsicherheit, und im Sinne des Risk On Risk Off Trades flieht das scheue Anlegerkapital in den vermeintlich Sicheren Hafen namens Gold. Auch zeigen die jüngsten Daten der US-Terminmarktaufsicht CFTC einen anwachsenden Optimismus für einen steigenden Goldpreis. So sind die Netto-Long-Positionen der Spekulanten am Terminmarkt in den USA (Non-Commercials) für den Gold-Future binnen einer Woche um 5,2 Prozent auf 262.700 Kontrakte angestiegen. Dies ist der höchste Wert seit fünf Wochen.

High Noon am Freitag?

Wird es am Freitag dieser Woche den großen Knall geben? In den letzten Wochen haben sich bereits 30 Millionen Amerikaner arbeitslos gemeldet, was man an den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe ablesen kann. Aber erst diesen Freitag wird die monatliche Arbeitsmarktstatistik für April mit der offiziellen Arbeitslosenzahl für die USA veröffentlicht. Bringt sie trotz der offensichtlichen Erwartung dennoch eine negativen Schock für Aktien, und einen Aufwärtspush für den Goldpreis? Alles ist möglich, und alles kann passieren.

Oder auch nichts. Auf jeden Fall sollte man sich Freitag um 14:30 Uhr deutscher Zeit rot anstreichen im Kalender, wenn man sich für Trading in Aktien und Gold interessiert. Sehen wir bald wieder Kurse aus letzter Woche, oder sogar über 1.725 Dollar? Das kann ein heftiger Move für Gold werden. Da in diesen Zeiten ja alles möglich ist, kann es genau so passieren, dass die Trader Aktien und Gold gleichermaßen runterziehen, weil die Angst aus dem März-Crash zurückkehrt. Man könnte „mal wieder“ schnell Gold zu Cash machen, um eventuell Margin Calls bei Aktien-Trades zu bedienen?

Goldpreis vs Dow im Verlauf der letzten fünf Tage

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Gold/Silber

Goldpreis wacklig unterwegs – Achtung US-Dollar und US-Renditen

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Gestern berichteten wir über das größere Bild für Gold, und warum der Goldpreis nach einem Biden-Wahlsieg in den USA eventuell spürbar steigen könnte (hier der Artikel). Heute schauen wir auf die Tagesaktualität. Die Gold-Bullen könnten im Keller verschwinden und stundenlang schreien vor Wut. War der Goldpreis noch vorgestern auf 1.931 Dollar gestiegen, und sah es endlich nach dem großen Durchbruch nach oben aus, so rauschte das Edelmetall gestern mal wieder unter die Marke von 1.900 Dollar, auf bis zu 1.893 Dollar im Tief.

Goldpreis mit Blick auf US-Dollar und Anleiherenditen

Aktuell notiert der Goldpreis bei 1.909 Dollar. Nach fast zweitägigem Ansteigen zeigt der US-Dollar seit heute wieder Schwäche. Der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) fällt heute von 93,08 auf 92,69 Indexpunkte. Kann man ein Niveau im Goldpreis von um die 1.900 Dollar inzwischen als charttechnische Unterstützungsmarke betrachten? Schwer zu sagen. Auf jeden Fall ist es seit Wochen ein elendiges Rauf und Runter um diese runde Marke.

Wichtig für Gold-Bullen ist, dass die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen seit einigen Tagen am Steigen ist. Binnen genau einer Woche steigt sie von 0,73 Prozent auf 0,85 Prozent. Damit werden Anleihen in Relation zum zinslosen Gold also wieder attraktiver, was den Goldpreis anfälliger für Rückschläge macht.

Die Analysten der Commerzbank merken in einem aktuellen Kommentar zu Gold an, dass die steigenden US-Renditen womöglich auch der Grund seien, dass ETF-Investoren gestern den dritten Tag in Folge Positionen verkauft haben. In den letzten drei Tagen summieren sich die Abflüsse auf 7,6 Tonnen. Auch einige spekulative Finanzinvestoren könnten laut CoBa weitere Long-Positionen geschlossen haben. Einen Eindruck hierüber gebe die CFTC-Statistik heute Abend.

Der folgende Chart zeigt seit Dienstag Abend in rot-grün den Goldpreis gegen den Dollar-Index in blau. Der ganz aktuell fallende US-Dollar könnte heute Mittag dem Goldpreis Aufschub verleihen. Aber man vergesse bitte wie gesagt nicht die steigenden US-Renditen. Und es ist weiterhin unklar, wie nun mit dem möglichen Konjunktur-Stimulus in den USA verfahren wird.

Chart zeigt Vergleich zwischen Goldpreis und US-Dollar

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Allgemein

Marc Friedrich mit 5 Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade

Redaktion

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Marc Friedrich

Der Bestsellerautor Marc Friedrich spricht in seinem aktuellen Video „Der größte Vermögenstransfer der Geschichte“ über viele aktuelle Kapitalmarktthemen. Vor allem geht es um die große Anfeuerung von bestimmten Assetklassen, verursacht durch die immer größeren Gelddruck-Orgien der Notenbanken.

Marc Friedrich mit 5 Investment-Ideen

Im späteren Verlauf des Videos spricht Marc Friedrich seine fünf Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade an. Auffällig dabei ist, dass die Kategorien Aktien und Immobilien nicht dazu gehören. Eben diese Assetklassen haben die letzten Jahre massiv von der Geldschwemme der Notenbanken profitiert. Marc Friedrich präferiert Gold, Silber, Bitcoin, Minenaktien und Diamanten. Gut, es sind doch Aktien vertreten, aber nicht als Gesamtkategorie, sondern nur weil es um Firmen geht, die Rohstoffe aus dem Boden holen.

Knappe Güter bevorzugen

Marc Friedrich spricht auch ganz konkret an, warum diese Ideen nach seiner Meinung die besten Investment-Ideen der nächsten Jahre sein sollen. Sie würden andere Assetklassen in der nächsten Dekade des „Vermögenstransfers“ outperformen. Sie seien (und das ist ein wichtiger Aspekt) begrenzt durch die Natur (Edelmetalle) oder durch die Mathematik (Bitcoin). Tja, und in der Tat, andere Assets wie das Fiat-Geld auf Bankkonten kann beliebig stark vermehrt werden. Je mehr Geld, desto stärker der Verwässerungseffekt, und desto stärker womöglich in Zukunft der Vertrauensverlust der Bürger in das Finanzsystem? Und alles was in seiner Menge limitiert ist, wird immer begehrter?

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