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Gold/Silber

Silber: Mehr als ein Rohstoff

Hannes Zipfel

Veröffentlicht

am

Silber fungiert seit über 5.000 Jahren als Geld sowie als unentbehrlicher Rohstoff in vielen Bereichen des modernen Lebens. Die Bedeutung von Silber als Werkstoff hat im Zuge der technologischen Entwicklung in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommen. Der Grund dafür liegt in den einmaligen physikalischen Eigenschaften des Rohstoffs und der sich daraus ergebenden Breite der Anwendungsgebiete.

Silber – das unterschätzte Multitalent

Aufgrund seiner Bedeutung als Industriemetall klassifizieren die meisten Industriestaaten Silber als strategischen Rohstoff und stufen diesen somit als für die Volkswirtschaft unentbehrlich ein. Silber verfügt über die beste Lichtreflexion aller Metalle und wird daher in Spiegeln und Solarmodulen eingesetzt. Außerdem verfügt es über antiseptische Eigenschaften, was es für den Einsatz in der Medizin und bei Konsumgütern unentbehrlich macht. Darüber hinaus leitet das Metall elektrischen Strom mit sehr geringem Widerstand und ist damit prädestiniert für den Einsatz in der Elektroindustrie und in der Mikroelektronik.

Silber als Geldmetall

Die monetäre Bedeutung von Silber ist historisch bedingt und auf die natürliche Knappheit sowie seine physikalischen Eigenschaften zurückzuführen. Silber ist nahezu beliebig teilbar und gleichartig. Es konserviert die Kaufkraft und ist kulturübergreifend als Wertspeicher akzeptiert. Die Geschichte des Silbergeldes ist über 5.000 Jahre alt. Aufgrund seiner geringeren Herstellungskosten war es stets fungibler als Gold und hatte daher für den Handel eine viel höhere Bedeutung. Heutzutage entspricht Silber dem zunehmenden Bedürfnis von Investoren, ein von geldpolitischer Willkür unabhängiges Geldformat zu besitzen. Zuletzt explodierten die Zuflüsse in die mit physischem Metall gedeckten ETFs (Exchange Traded Funds) förmlich. Allein von Anfang Juni bis Mitte August dieses Jahres flossen weltweit 80 Mio. Unzen in diese Anlagevehikel. Eine Menge, die knapp zehn Prozent der Weltjahresproduktion entspricht!

Silber und der Zins

Da Silber als Währung und als Rohstoff keine Zinsen erwirtschaftet, hängt dessen Attraktivität auch stark vom vorherrschenden Zinsniveau ab. Umso niedriger der Zins, der dem Investor bei einer Anlage in Silber im Vergleich zu anderen Anlagen entgeht, umso höher der Silberpreis. Bei negativen Zinsen erhält Silber skurilerweise sogar einen Zinsvorteil. Zwar ist zu berücksichtigen, dass das Halten von Silber auch Kosten für Lagerung und ggf. Versicherung verursacht, diese liegen aber deutlich unter den bereits vorherrschenden Negativzinsniveaus in Deutschland.

Noch dominieren die Terminmärkte die Preisfindung

Die Preisentwicklung des Silbers ist sehr stark den Handelsaktivitäten der Spekulanten an den Rohstoffterminbörsen abhängig. Spekulanten können durch den Aufbau von kreditfinanzierten Silberpositionen Preistrends massiv verstärken, das erhöht die Volatilität des Preises und schreckt viele mittelfristig orientierte Investoren ab – zu Unrecht. Über Sparpläne kann man den sogenannten Cost-Average-Effect nutzen, also die Durchschnittspreisbildung bei regelmäßigem Kauf. Dazu eignen sich physische Sparplanlösungen, die von Banken, Gemeinschaftslagern oder Edelmetallhändlern angeboten werden. Der Cost-Average-Effect bewirkt, dass die Wertentwicklung des in Silber investierten Kapitals geglättet wird, da man automatisch auch Schwächephasen für günstigere Silberkäufe nutzt.

Wiederaufnahme des positiven Preistrends

Wie ich bereits kürzlich in meiner Chartanalyse ausführte, hat Silber seine mittelfristigen Abwärtstrends überwunden und strebt dynamisch nach oben. Es ist abzusehen, dass die weitere Entwicklung der globalen Schuldensituation und die daraus resultierenden ökonomischen Verwerfungen mit noch aggressiverer Geldpolitik durch die Zentralbanken „behandelt“ werden. Zudem herrscht bei Silber seit über zehn Jahren ein Angebotsdefizit (2018: 80,1 Mio. Unzen). Die überirdischen Lagerbestände liegen im historischen Vergleich auf relativ niedrigem Niveau, da die Zentralbanken weltweit ihre Silberbestände zum größten Teil veräußert und nahezu komplett auf Goldreserven umgestellt haben. Bei Rohstoffen ist ein Angebotsdefizit in Kombination mit geringen Lagerbeständen ein zuverlässiger Indikator für zukünftig wieder steigende Preise.

Fazit

Die Gefahr von ökonomischen Krisen und starker Geldentwertung war selten so ausgeprägt wie heute. Die Zentralbanken haben dank ihrer Rettungspolitik in den letzten Jahren lediglich vorübergehend das Bild einer dauerhaft erfolgreichen Krisenbewältigung im öffentlichen Bewusstsein erzeugt. Mit der im Juli bereits vollzogenen Abkehr von der „Zinsnormalisierung“ durch die Fed wurde diese realitätsferne Illusion nun auch in den USA endgültig ad acta gelegt. Die Rückbesinnung auf Geld mit intrinstischem Wert, wie z. B. Silbermünzen, wird damit im Zeitverlauf erneut sehr stark zunehmen.

Silber Barren
Silber-Barren. Foto: Dnn87 CC BY 3.0

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Aktien

Dax-Wochenausblick: Test der 1.000 Punkte Range – folgt bald der Ausbruch?

Stefan Jäger

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am

Im folgenden Video bespricht Marius Schweitz von Projekt30 die abgelaufene Woche im Dax und gibt einen ausführlichen Ausblick für die kommende Handelswoche. Dabei geht er konkret auf die übergeordnet Seitwärtsrange ein und zeigt mögliche Szenarien auf, wie sich die ausgebildete 1.000 Punkte Range auflösen könnte. Im deutschen Leitindex haben sich sehr spannende Chart-Formationen herauskristallisiert, die auf eine große Bewegung hindeuten. In dem Video sehen Sie aber nicht nur einen Dax-Ausblick, sondern auch noch weitere Einschätzungen zum Dow Jones, Bitcoin, Gold, Euro, Softbank und Deutsche Bank.

Die Setiwärtsrange im Dax von Juli bis Oktober

Im März startete die rasante Corona-Rally, die viele Anleger als die „meistgehasste Rally aller Zeiten“ betiteln, aber seit ein paar Monaten ist sie ins Stocken geraten. Zwischen März und Juli kannte der deutsche Leitindex im Grunde nur eine Richtung – nämlich gen Norden. Im Juli hat der Anstieg aber erstmals ein abruptes Ende gefunden, nachdem der Dax das Hoch bei 13.315 Punkten erzielt hatte. Seitdem konnte er diesen Bereich nur zweimal wieder erreichen. Zum einen am 03.09. mit dem Hoch bei 13.460 und schließlich noch einmal am 14.09. bei 13.339.

Demgegenüber stehen zusammen mit dem Tief vom letzten Donnerstag drei Marken, die die Unterkante der Range bilden. Die drei Punkte setzen sich aus dem August-Tief (03.08.) bei 12.365, dem September-Tief (25.09.) bei 12.341 und schließlich dem Oktober-Tief (22.10.) bei 12.345 zusammen. Aus diesen drei Marken hat sich ein starker Unterstützungsbereich gebildet. Als zusätzliche Unterstützung kann man noch das Tief von Anfang Juli bei 12.254 hinzuzählen. Ein Bruch der Range-Unterkante dürfte folglich einem kräftigen Impuls auf der Unterseite auslösen. Erfahrungsgemäß wird die gleiche Höhe der Range in die entsprechende Richtung abgearbeitet. Angenommen, dass der Ausbruch im Dax auf der Oberseite gelingt, dann ergibt sich daraus ein Ziel bei 14.340 Punkten. Dementgegen liegt das Ziel bei einem Ausbruch auf der Unterseite bei 11.340 Punkten.

Dax-Wochen-Ausblick KW44 - 1.000 Punkte Seitwärtsrange von Juli bis Oktober

Aktuelle Chart-Fomationen im Dax

Auf verschiedenen Zeitebenen haben sich im Dax interessante Chart-Formationen entwickelt. Zum einen hat sich im 10-Minuten-Chart ein Descending Broadening Wedge (DBW) ausgebildet, das eine bullische Formation darstellt. Im Stundenchart ist zudem ein großes DBW-Wedge aktiv, das bei einer Auflösung hohe Ziele auf der Oberseite ermöglicht. Auf der bärischen Seite sehen wir außerdem noch eine aktive Wolfe Wave (Keil), die den bärischen Trigger bei 12.341 auslösen könnte. Dadurch würden sich Kurse unter der 12.000 Punkte-Marke ergeben. Auf Tagesbasis hat sich zwischen Juli und Oktober zusätzlich eine SKS gebildet. Sowohl die genannten Formationen, als auch die wichtigen charttechnischen Marken für die kommende Woche werden ausführlich und für jeden verständlich im Video erläutert.

Fazit

Der Dax steht vor einer ausschlaggebenden Richtungsentscheidung, diese kann eine Bewegung von mehr als 1.000 Punkten einleiten. In dem Video-Ausblick wird ausführlich auf die möglichen Szenarien eingegangen. Insbesondere die von Marius Schweitz herausgearbeiteten Chart-Formationen sind sehr sehenswert und zeigen die Möglichkeiten auf, wie es im Dax in der nächsten Woche und darüber hinaus weitergehen kann. Zudem erscheint für alle Leser und Leserinnen von Finanzmarktwelt ab Montag wie gewohnt der DAX daily. Viel Spaß beim schauen des Videos.

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Gold/Silber

Goldpreis wacklig unterwegs – Achtung US-Dollar und US-Renditen

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Gestern berichteten wir über das größere Bild für Gold, und warum der Goldpreis nach einem Biden-Wahlsieg in den USA eventuell spürbar steigen könnte (hier der Artikel). Heute schauen wir auf die Tagesaktualität. Die Gold-Bullen könnten im Keller verschwinden und stundenlang schreien vor Wut. War der Goldpreis noch vorgestern auf 1.931 Dollar gestiegen, und sah es endlich nach dem großen Durchbruch nach oben aus, so rauschte das Edelmetall gestern mal wieder unter die Marke von 1.900 Dollar, auf bis zu 1.893 Dollar im Tief.

Goldpreis mit Blick auf US-Dollar und Anleiherenditen

Aktuell notiert der Goldpreis bei 1.909 Dollar. Nach fast zweitägigem Ansteigen zeigt der US-Dollar seit heute wieder Schwäche. Der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) fällt heute von 93,08 auf 92,69 Indexpunkte. Kann man ein Niveau im Goldpreis von um die 1.900 Dollar inzwischen als charttechnische Unterstützungsmarke betrachten? Schwer zu sagen. Auf jeden Fall ist es seit Wochen ein elendiges Rauf und Runter um diese runde Marke.

Wichtig für Gold-Bullen ist, dass die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen seit einigen Tagen am Steigen ist. Binnen genau einer Woche steigt sie von 0,73 Prozent auf 0,85 Prozent. Damit werden Anleihen in Relation zum zinslosen Gold also wieder attraktiver, was den Goldpreis anfälliger für Rückschläge macht.

Die Analysten der Commerzbank merken in einem aktuellen Kommentar zu Gold an, dass die steigenden US-Renditen womöglich auch der Grund seien, dass ETF-Investoren gestern den dritten Tag in Folge Positionen verkauft haben. In den letzten drei Tagen summieren sich die Abflüsse auf 7,6 Tonnen. Auch einige spekulative Finanzinvestoren könnten laut CoBa weitere Long-Positionen geschlossen haben. Einen Eindruck hierüber gebe die CFTC-Statistik heute Abend.

Der folgende Chart zeigt seit Dienstag Abend in rot-grün den Goldpreis gegen den Dollar-Index in blau. Der ganz aktuell fallende US-Dollar könnte heute Mittag dem Goldpreis Aufschub verleihen. Aber man vergesse bitte wie gesagt nicht die steigenden US-Renditen. Und es ist weiterhin unklar, wie nun mit dem möglichen Konjunktur-Stimulus in den USA verfahren wird.

Chart zeigt Vergleich zwischen Goldpreis und US-Dollar

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Von

Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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