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US-Arbeitsmarktdaten in der Detailbetrachtung: Jede Menge neue Jobs für Kellner und Kasino-Mitarbeiter

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Die vorhin veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten sind mit einer Arbeitslosenquote von 4,4% (im März 4,5%) mal wieder de facto nahe an der Vollbeschäftigung. Wir brauchen wohl nicht mehr erwähnen, dass die tatsächliche Arbeitslosenquote in den USA deutlich höher liegt. Was aber wie jeden Monat bei den US-Arbeitsmarktdaten die Analysten wirklich interessiert, sind die neu geschaffenen Stellen. Dort gab es im April ein Plus von 211.000.

Dazu muss man erwähnen, dass von diesen neu geschaffenen Stellen 17.000 auf den Staatssektor entfallen. Netto bleibt im Privatsektor ein Zuwachs von 194.000 neuen Stellen. In den letzten Monaten und Jahren zeigte sich Monat für Monat in diesen US-Arbeitsmarktdaten, dass der allergrößte Teil neuer Stellen bei schlecht bezahlten Dienstleistungsjobs entsteht. Letzten Monat kam massiv hinzu, dass Kaufhäuser nur in diesem einen Monat 34.700 Stellen gestrichen haben, wohl aufgrund einiger Insolvenzen. Man wird hinweggespült durch Amazon. Alleine dieser Gigant hat beim Onlineshopping in den USA mehr als 50% Marktanteil.

Dieses Mal für April zeigen Kaufhäuser nur einen Abbau von 600 Stellen. Aber zurück zur Gesamtzahl von 194.000 neuen Stellen im Privatsektor. Das produzierende Gewerbe hat daran einen Anteil von 21.000 neuen Stellen, wovon alleine 6.700 auf unterstützende Tätigkeiten für Minen, Öl und Gas-Exploration entfallen. Das produzierende Gewerbe für langlebige Güter verliert unterm Strich 3.000 Stellen, während die Produktion für nicht langlebige Güter 9.000 neue Stellen schafft. Davon sind alleine 9.100 neu geschaffen worden in der Nahrungsmittelproduktion, was man nicht wirklich zur harten Industrieproduktion zählen kann.


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173.000 neue Stellen entfallen auf die Dienstleistungssparte, die wie immer die überwiegende Anzahl neuer Jobs schafft. Der Bereich „Professional and Business Services“ bringt 39.000 neue Stellen, worunter zum Beispiel 5.200 neue Jobs im Bereich Buchhaltung zu finden sind, aber auch 5.800 bei Aushilfsstellen auf Zeitarbeitsbasis, sowie 9.900 neue Stellen für Hausmeister. Ambulante Gesundheitsdienstleistungen bringen 14.200 neue Stellen, der Bereich Sozialunterstützung für Einzelpersonen und Familien bringt 17.100. Aber den Vogel schießt diesmal wie so oft der Bereich „Freizeit und Bewirtung“ ab mit der wirklich hohen Anzahl neuer Stellen.

Nur der Bereich „Vergnügen & Glückspiel“ bringt 13.500 neue Stellen. Neue Jobs für Kellner gibt es wie gesagt alleine im April 26.200 in den USA. Das sind zusammen mit den Jobs im Sozialbereich nicht gerade diejenigen, wo es gute Gehälter zu verdienen gibt. Da hat Donald Trump wohl noch so einiges nachzuholen, wenn er die Amerikaner mit wirklich hochwertigen gut bezahlten Industriejobs versorgen will. Aber so was geht natürlich nicht von heute auf morgen, wenn es denn überhaupt was damit wird. Eine kleine, aber dennoch spürbare Euphorie sieht man im Bergbau, weil die Kohle durch Trump gepusht wird. Die Öl-Exploration (Fracking), die hilft sich selbst, ganz ohne Trump.


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Quelle: US BLS

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Ode an die Dummheit

    6. Mai 2017 12:30 at 12:30

    Bin seit Jahren dafür Penner und Obdachloser endlich als Beruf anzuerkennen. :-)

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