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Droht Lehman-Brothers-Moment für Europa? Energiekrise: Turbulente Woche zeigt Ausmaß der Krise in Europa

"Verbrennen Sie fast alles, das Land muß warm bleiben"

Die Energiekrise in Europa sorgt für hektische Aktivitäten in Brüssel: wie können Unternehmen und Bürger vor explodierenden Energiepreisen geschützt werden? Sind Preisobergrenzen für Strom und Gas der richtige Weg – oder führen diese Europa in eine Mangelwirtschaft? Die Energieminister der EU haben sich am Freitag lediglich darauf verständigt, dass die EU-Kommission „dringend“ Vorschläge zur Bekämpfung der Energiekrise ausarbeiten solle. Das klingt nicht gerade nach einem Durchbruch – kein Wunder: bei 27 Ländern mit völlig unterschiedlichen Energiemixen und klimatischen Voraussetzungen ist es schwer, einen gemeinsamen Nenner zu finden.

EU mit erstem Erfolg in der Energiekrise: Gaspreis und Strompreis sind gefallen

Immerhin: der Benchmark-Preis für Gas in Europa (TTF, Oktober-Kontrakt) liegt nur noch knapp über 200 Euro – und damit unter dem Niveau, als Gazprom Freitag letzter Woche verkündete hatte, die Lieferungen durch Nord Stream 1 (vorerst?) nicht wieder aufzunehmen. Die verbale Intervention der EU hat aber nicht nur den Gaspreis, sondern auch den Strompreis unter Druck gebracht – ein kleiner Erfolg der EU in der Energiekrise. Brüssel droht mit weitreichenden Eingriffen in den Markt – das ist riskant, hat aber zumindest einen Teil des spekulativen Kapitals an den Energiemärkten abgeschreckt. Wie geht es nun weiter?

Die europäischen Minister gaben sich laut Bloomberg trotzig, als sie sich in Brüssel trafen, um über Pläne zu beraten, die die Spirale der Energiepreise stoppen sollen: „Wir werden uns durchsetzen“, sagte EU-Energiekommissar Kadri Simson vor Reportern, auch wenn „ein schwieriger Winter vor uns liegt“.

In der Realität könnte der Trotz bald der Verzweiflung weichen.

Das Treffen am Freitag in Brüssel bildete den Abschluss einer hektischen Woche mit Regierungsaktivitäten in der gesamten EU-27, in der deutlich wurde, wie schwierig es ist, angesichts der Vielzahl der Herausforderungen eine gemeinsame Antwort auf die Energiekrise zu finden. Europa brauche schnell Lösungen für die Energiekrise, so das Mantra vieler Minster. Dies gilt umso mehr, als Russland vor etwas mehr als einer Woche die Gaslieferungen über die Nord Stream-Pipeline nach Europa auf unbestimmte Zeit eingestellt hat.

Krisengespräche der Energieminister der Europäischen Union: Was kann Europa tun?

Dies löste eine weitere Runde haushaltsbelastender Maßnahmen aus, da die Regierungen zusätzliche Hilfen ankündigten, um den Menschen beim Bezahlen ihrer Rechnungen zu helfen. Die Regierungen waren dabei mit einer neuen finanziellen Bedrohung durch die Krise konfrontiert: Da einige Unternehmen aufgrund der steigenden Energiepreise Schwierigkeiten haben, genügend Bargeld aufzutreiben, um ihren Nachschussforderungen nachzukommen, kündigten die Länder Liquiditätshilfen in Höhe von mehreren Milliarden Euro an.

Auf dem EU-Treffen war jedoch ein Konsens schwer zu finden – die Minister versuchen, sich auf Maßnahmen zur Unterstützung von Bürgern und Unternehmen zu einigen, ohne den gesamten Energiemarkt zu zerstören.

Spannungen gab es wegen der vorgeschlagenen obligatorischen Kürzungen der Stromnachfrage und der deutschen Forderung nach einem Mechanismus zur Aufteilung eines etwaigen Überangebots. Plänen für eine Preisobergrenze für russisches Gas wurde mit Skepsis begegnet und stattdessen eine Obergrenze für alle Gasimporte diskutiert. Es ist jedoch unklar, wie niedrigere Preise umgesetzt werden könnten. Die Uneinigkeit unter den europäischen Staats- und Regierungschefs wird durch die wachsende Besorgnis über die wirtschaftlichen und politischen Folgen der Krise noch verstärkt.

In der Tschechischen Republik, die derzeit den EU-Vorsitz innehat, warnte der Justizminister, dass das politische System bedroht sei. In Ungarn warnte Kabinettsminister Gergely Gulyas vor Massenarbeitslosigkeit, wenn wichtige Industrieunternehmen gezwungen sind, ihre Produktion einzustellen oder ganz zu schließen, was einen Dominoeffekt auslösen würde.

Die größte Sorge in Frankreich ist hingegen ein mögliches neues Kapitel ähnlich der Bewegung der „Gilets Jaunes“ oder „Gelben Westen“, die jede Regierung für die nächsten zwei Jahrzehnte verfolgen wird, so eine Person, die mit den Überlegungen in der Regierung von Präsident Emmanuel Macron vertraut ist.

Alles, was mit dem Thema Kaufkraft zu tun hat, ist in Frankreich hochsensibel: das Land kann es sich einfach nicht leisten, in eine Situation wie in Großbritannien oder Belgien zu geraten, wo sich die Energierechnungen verdoppelt oder verdreifacht haben, sagte die Person und fügte hinzu, dass die Regierung weiterhin alles tun wird, um ein solches Szenario abzuwenden.

Die Energiekrise hat sich seit dem Einmarsch des russischen Präsidenten Wladimir Putin in die Ukraine Anfang dieses Jahres immer weiter verschärft. Dies führte zu mehreren Runden internationaler Sanktionen und einem Beschluss der EU, ihre Abhängigkeit von russischer Kohle, russischem Öl und vor allem russischem Erdgas zu beenden.

Nachdem Nord Stream abgeschaltet worden war, berief Bundeskanzler Olaf Scholz am frühen Samstag sein Kabinett ein, um ein drittes Entlastungspaket für Haushalte und Unternehmen zu schnüren. Die Verhandlungen mit den Koalitionspartnern dauerten fast 20 Stunden bis in die frühen Morgenstunden des Sonntags und endeten mit Hilfsmaßnahmen im Wert von 65 Milliarden Euro. Hinzu kommen noch höherer Subventionen für Haushalte mit geringem Einkommen und Barzahlungen für Studenten und Rentner.

Scholz beschloss außerdem, Deutschland bei den Bemühungen der EU zu unterstützen, eine Abgabe auf so genannte „Windfall Profits“ oder „Übergewinne“ der Energieversorger zu erheben, da deren steigenden Gewinne die öffentliche Empörung schüren.

Deutschland, so Scholz, habe eine gute Chance, „mit Ach und Krach“ durch den Winter zu kommen. Eine spätere Umfrage ergab, dass die Wähler diesen Optimismus nicht teilen und die Maßnahmen für nicht ausreichend halten.

Wie teuer wird die Energiekrise in Europa?

Laut Bloomberg Economics wird die Entscheidung Russlands, die Gasflüsse durch die Nord Stream vollständig zu stoppen, die Gasrechnung des Euroraums um weitere 50 Milliarden Euro erhöhen. Das kommt zu den 460 Milliarden Euro hinzu, die durch frühere Preiserhöhungen entstanden sind.

Alles in allem wird der Engpass das BIP jährlich um etwa 2,2 % belasten, was bei einem ungewöhnlich kalten Winter und einem Scheitern der europäischen Einigung auf bis zu 4 % ansteigen kann. Selbst mit der staatlichen Unterstützung steuert die Wirtschaft Ende des Jahres immer noch auf eine Rezession zu, sagen die Wirtschaftsexperten Maeva Cousin, Jamie Rush und Martin Ademmer.

Es gibt aber auch Fortschritte

Es gibt aber auch Fortschritte – immerhin. Vor der Invasion war Europa bei seinen Gasimporten zu 40 % von Russland abhängig – jetzt machen die Gas-Importe aus Russland nur noch 9 % aus, sagte die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen diese Woche. Die Rekordeinfuhren von verflüssigtem Erdgas aus Norwegen, den USA und Katar haben dazu beigetragen, die Lücke zu schließen. Gleichzeitig wird die LNG-Infrastruktur zügig aufgebaut.

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Aber der Druck ist hoch: In Brüssel spricht man von der Gefahr sozialer Verwerfungen in Europa. Die nationalen Regierungen haben bereits Milliarden von Euro bereitgestellt, die Energiekrise könnte sich dennoch über Jahre hinziehen.

„Verbrennen Sie fast alles“, sagte Polens De-facto-Chef Jaroslaw Kaczynski bei einem Treffen mit Wählern am vergangenen Wochenende und fügte hinzu, das Land müsse „warm bleiben“.

Zwar sind die Preise für Gas und Strom zuletzt gefallen, aber sie sind immer noch achtmal höher als normal für diese Jahreszeit und extrem volatil. Diese wilden Schwankungen führen zu enormen Liquiditätsproblemen bei den Versorgungsunternehmen, da sie zur Absicherung ihrer Geschäfte Barmittel aufbringen müssen.

Am Sonntag kündigten Schweden und Finnland eine Notliquiditätsfazilität in Höhe von 33 Milliarden US-Dollar an, um den angeschlagenen Energieversorgern zu helfen und das abzuwenden, was der finnische Wirtschaftsminister Mika Lintila dramatisch als „die Zutaten für einen Lehman-Brothers-Moment in der Energiebranche“ bezeichnete.

Dies war der Beginn einer Kaskade von Regierungsmaßnahmen. Am Dienstag erhielt der finnische Energieversorger Fortum Oyj eine Überbrückungsfinanzierung in Höhe von 2,35 Milliarden Euro, um eine angemessene Liquidität sicherzustellen. Die Schweiz gewährte Axpo eine Kreditlinie von bis zu 4 Milliarden Franken (4,2 Milliarden Dollar).

Am Donnerstag legten das britische Finanzministerium und die Bank of England einen 40 Milliarden Pfund schweren Fonds für Energiehändler auf, um die Marktstabilität zu gewährleisten.

Die Lage auf den Energiemärkten stand in den letzten Wochen bei jedem Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs auf der Tagesordnung. Von der Leyen hat die Grundzüge des Notfallplans der Kommission vorgestellt, aber die Details müssen bis zu ihrer jährlichen Rede zur Lage der Union am 14. September warten.

Ihre Glaubwürdigkeit hängt vom Erfolg ab. Für Europa jedoch ist es existenziell.

„Noch ein paar Wochen wie diese, und die europäische Wirtschaft wird zum Stillstand kommen“, sagte der belgische Premierminister Alexander De Croo.

FMW/Bloomberg

Energiekrise: EU besorgt über Ausmaß der Krise in Europa
Kadri Simson, Energie-Kommisarin der Europäischen Union, links, und Jozef Sikela, Industrieminster Tschechiens, während einer Pressekonferenz in Brüssel am Freitag. Photo: Benjamin Girette/Bloomberg


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10 Kommentare

  1. Ich hoffe mal, dass jeder nach seinen Möglichkeiten dahingehend Vorsorge getroffen hat, einen Blackout, geplante Stromabschaltungen, oder Engpässe in der Versorgung, zumindest abzumildern.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  2. Alles selbst gemachtes Leid. Wo waren denn die Sanktionen wo die USA den Irak 2003 überfallen haben? Oder Saudi Arabien den Jemen? Ich könnte da noch mehr aufzählen. Es geht doch hier um was viel Größeres, ein neuer kalter Krieg. Die Ukraine ist nur das Spielfeld. Und alle spielen im Westen diesen Wahnsinn mit. Interesse am Frieden haben wir doch überhaupt nicht. Hochmut kommt vor dem Fall.

  3. 2 Punkte, die mir bei diesem Thema richtig negativ aufstoßen!

    1. Warum macht unser neuer bester Freund USA bei uns mit seinem scheiß FrackingGas so dermaßen Kasse, dass wir bald unsere Möbel verbrennen müssen??? Kann man da nicht Solidarität erwarten! Dergestalt, die Höhe der Preise der „Gashilfen“ in etwa so, wie, das günstige Russengas war? Ein kleiner Aufschlag kann ja akzeptiert werden, wird uns nicht umbringen. Jedoch…
    Sorry, lieber neuer bester Freund, wenn das so viel kostet, dann müssen wir leider wieder beim Russen kaufen.
    Achso, ein Vasall hat nichts zu wollen, na dann, sorry …das ist Deutschland, Maul halten, weitergehen!
    Einfach Klasse, wie uns Bloomberg US vorrechnet, dass wir durch den Ausfall von NS1 nochmal 50 Mrd mehr zu zahlen haben. An wen eigentlich…na das sagen se nich! Marshallplan andersrum.

    2. Die Berichterstattung über UNIPER ist bestenfalls irreführend.
    Derzeit tauchen ja auch immer mehr andere „Arme Schweine“ auf, denen der liebe Steuerzahler unter die Arme greifen muß. In Wirklichkeit sind sie die Prall-und Sündenböcke.
    Jeder Vertrag hat eine Notfallklausel bei Höherer Gewalt. So auch die Lieferverträge mit Gasprom und die Verträge von UNIPER mit seinen Kunden, z.Bsp. Stadtwerke. Das geht juristisch gar nicht anders.
    Die Sanktionen der EU sind diese eingetretene Höhere Gewalt. Selbst wenn UNIPER mit Gasprom technisch weiter Geschäfte machen könnte und das war ja auch der Fall, würde es gegen die Sanktionen verstoßen und das ist unmöglich!
    Die Preise steigen, ergo hätte UNIPER die Preise dementsprechend erhöhen müssen, was die Verträge mit Sicherheit zwischen UNIPER und seinen Kunden ermöglicht hätten. Woher sollten diese auch anderes günstigeres Gas bekommen? Quasimonopol.
    Die Stadtwerke u.s.w. hätten spätestens zu April `22, höhere EK-Preise gehabt und auch teilweise weiterreichen müssen. Meiner Meinung nach, wäre die Preiserhöhung gar nicht mal so dolle gewesen, selbst bei mehreren Erhöhungen der Versorger, und jeder Verbraucher hätte im Sommer sofort mit Einsparungen reagieren können. Abgesehen davon ist dies Marktwirtschaft, die Sanktionen und die irren Preisspitzen erzeugt von Spekulanten mal ausgeklammert, die Last hätte sich auf alle Schultern verteilt. Nun ist der Sprung viel größer und dazu wirds auch noch Herbst und Winter.
    Unsere Regierung mit Kinderbuchautor Habeck, stellte sich aber hin und erzählt was vom Pleiteheini UNIPER, wohlwissend die vielen nachfolgenden Versorger damit aus der Schusslinie zu nehmen. Ein gerupfter Hahn ist besser, als ein Fuchs im Hühnerstall.
    Schadenersatz für UNIPER ist zu prüfen und kommt in Form der Bürgschaften. Der Rufmord hingegen bleibt unaufgeklärt
    Der einfachste Weg und trotzdem, die nachfolgenden Versorger sind das schwache Glied in der Kette.
    Beispiel: die Stadtwerke und etliche Versorger sind in Kommunaler Hand. Ein großer Teil des Gewinns wird an die Stadtkassen abgegeben. Bei uns in unserem 20.000 Seelen-Nest wurden in 2021, sagenhafte 2,6 Mio Gewinn ??? verbucht, die Hälfte 1,3Mio gehen an die Stadt. (Das nenn ich mal Solidaritätsbeitrag der Verbraucher für Ihre öffentliche Hand). Die andere Hälfte ist Gewinnrücklage, bestimmt schwant denen schon was.
    Also nicht nur die vielen Verbraucher würden Stress machen, auch die Gesellschafter hätten herbe Einbußen und würden den Landkreisen auf den Senkel gehen, weil ihr Etat auf der Kippe steht.
    Ganz nebenbei wird die Inflation künstlich gedrückt.
    Es wird also an der Wahrheit herumlaviert, zurechtgebogen und mit viel Kohle die Risse zugeschmiert, um Zeit zu gewinnen. Die Realität wird aber trotzdem zu Tage treten und ob dann noch Haltung gewahrt werden kann, ist fraglich.
    Am Beispiel UNIPER kann man einmal mehr sehen, wie mit Bonzen durchsetzt und damit träge und systemabhängig unsere großartigen DAX Unternehmen sind.

  4. Absicherung.
    Die Strombörse ist ein Teil der Finanzwelt.
    Absicherungen sind wichtig.
    Durch nie da gewesene Preissteigerungen, in kürzester Zeit ergeben sich große Disonanzen.
    Jetzt müssen, die Staaten den Absicherungsbörsenbetrieb helfen um grösseres Ungemach zu verhindern, vorläufig auf Kredit.
    Wieder mal wird geholfen. Muss sein. Verständlich.
    trotzdem die Frage an Herrn FUGMANN, nur um Missverstädnisse auszulöschen.
    muss dieses Absicherunssystem genau so ablaufen?
    Gibt es andere Systeme?
    Übrigens……….
    Wir wundern uns schon seit Jahren , über den e on.Kurs.
    aha der Konzern mischt bei North Stream AG Sitz in ZUG, SCHWEIZ mit.

  5. I mag „Ha“ Schreck

    Sollte sich jeder mal ansehen….

    https://youtu.be/CKM6X-Gfmng

  6. Wer das mit der Merit-Order verstehen will, dem sei folgender Artikel empfohlen:

    https://www.spektrum.de/news/merit-order-prinzip-warum-der-strompreis-nach-oben-schnellt/2051949

    Was ich nicht verstehe: Warum schafft man diese Merit-Order nicht einfach vorübergehend ab, oder etabliert für die Gaskraftwerke einen eigenen Markt bzw. Börse? Eine Entkoppelung des Strompreises von dem Gaspreis dürfte doch nicht so schwer sein…

    1. Das merit order system macht sinn, denn so arbeiten immer nur die Kraftwerke, welche mit dem derzeitigen Preis; dabei handelt es sich um Schwankungen im Minuten, Sekunden oder maximal im Viertelstundentakt, Geld verdienen. Im normalen Markt ist also die höchste Effizienz sichergestellt und das genug Angebot für die im Tagesverlauf stark schwankende Nachfrage vorhanden ist.
      Das Problem ist der explodierende Gaspreis, und die Abschaltung diverser grundlastfähigen Kraftwerke, insbesondere in D und GB.
      Ich glaube Spanien und Portugal waren es mit einer sehr guten Lösung, sie haben die Gaskosten für die Gaskraftwerke gedeckelt durch einen Fonds, sodass der Übergewinn der anderen Kraftwerksbetreiber aufgrund niedrigeren Preises beim mengenmäßigen Gleichgewichts durch das merit order Prinzip um ein Vielfaches niedriger ausfällt, obwohl die Fondskosten dann wiederum auf die Stromkosten umgeschlagen werden, wobei ich mir bei letzterem nicht ganz sicher bin ob das umgelegt wurde.
      Dies spart den Verbrauchern wirklich massiv Geld. Wir müssen uns leider mit einem inkompetenten Habeck herumplagen, der meint eine Preiserhöhung um 25% und eine anschließende Veringerung um 10% wäre eine Entlastung für den Verbraucher

  7. Gegenfrage Lausi:

    Sie sind Unternehmer und produzieren Strom. Sie erhalten dafür einen Preis, der ihre Kosten deckt und zusätzlich einen Gewinn abwirft.

    Nun wird mehr Strom benötigt, als Sie herstellen können und andere Hersteller haben höhere Kosten. Deswegen steigt der Strompreis.

    Bei Ihnen steigt dadurch der Gewinn.

    Nun heißt es auf einmal, wir bezahlen nur noch die Kosten und einen Zuschlag für, nennen wir es, Ihre Lebenshaltungskosten. Aber die anderen, teureren, erhalten dadurch mehr.

    Wie reagieren Sie?

    Weiten Sie z.B. ihre Aktivitäten aus, weil Sie mehr verdienen können? Sicher nicht, Sie schauen sich um, was Sie anders machen können. Ganz anders oder wo anders.

    1. Korrekte Gegenfrage Lausi:

      Sie sind Unternehmer und produzieren Strom. Sie erhalten dafür einen Preis, der ihre kaum vorhandenen Kosten deckt und zusätzlich einen erklecklichen Gewinn abwirft.

      Urplötzlich, obwohl nicht mehr Strom als zuvor benötigt wird, steigt der Strompreis und somit der Gewinn auf das Zehnfache des vorherigen. Ohne Ihr Zutun, ohne Investitionen, Innovationen, einfach so.

      Nun heißt es auf einmal, wir koppeln die Gaskraftwerke vorübergehend aus der Merit-Order aus und Sie erhalten „nur“ noch etwa das Fünffache des früheren Preises. Selbstverständlich weiterhin ohne Ihr Zutun, ohne Investitionen, Innovationen, einfach so. Wenn es ganz dumm läuft, müssen Sie sich wieder mit den erklecklichen Gewinnen von früher begnügen.

      Nun hören Sie, dass die Gaskraftwerksbetreiber, die ein Vielfaches Ihrer Kosten zu tragen haben, mehr erhalten. Auch wenn das nur zu einer Abdeckung der Grenzkosten und zu keinen Gewinnen führt.

      Wie reagieren Sie? Spielen Sie beleidigte Leberwurst und ziehen sich aus dem Geschäft zurück, und das, obwohl Sie noch immer bis zum Fünffachen Ihrer früheren Gewinne einfahren?
      Machen Sie ganz was anderes, werden Sie zum Beispiel Gaskraftwerksbetreiber? Nicht, dass sich das rentieren würde, aber die Umsätze wären so schön hoch…

  8. Die US-Besatzungstruppen stehlen weiterhin täglich Erdöl aus/von den besetzten Ölfeldern im Arabische Republik Syrien-Nordosten.

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