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Gold/Silber

Goldpreis – kurzer Rückzug vor der nächsten Tsunami-Welle

Hannes Zipfel

Veröffentlicht

am

Gold Barren

Hurra, der Schnupfen ist geheilt und alles ist wieder gut. Dumm nur, dass der Patient eigentlich Leukämie hat. Was das mit der Bewegung im Goldpreis zu tun hat?

Der Goldpreis zieht sich kurz zurück, nur um dann noch heftiger anzusteigen

Als Zivildienstleistender auf der hämatologischen Station prägte mich ein Ereignis besonders intensiv: Ein Mädchen, etwas jünger als ich, wurde wegen eines Schwächeanfalls in die Notaufnahme des Klinikums eingeliefert. Das Mädchen dachte, sie hätte eine Grippe. Sie war von ihrem Fahrrad gestürzt. Die Ärzte konnte jedoch keine Grippeerkrankung feststellen. Die Blutuntersuchungen ergaben eine viel dramatischere Diagnose. Ihr Schicksal und der Schock ihrer Eltern haben mich damals sehr bewegt.

Schaut man sich den Gesundheitszustand der Weltwirtschaft heute an, dann hört man von den Analysten und Finanzmedien hauptsächlich etwas über eine temporäre Erkältung, ausgelöst durch Brexit-Ohnmacht und Handelsverspannungen. Ja, beides beeinträchtigt den Organismus der Wirtschaft – besonders die Bereiche Handel und Investitionen. Ein Abklingen beider Belastungsfaktoren würde zweifellos zur Erholung des Patienten führen. Es ist insofern absolut verständlich, dass, sobald die akuten Erkältungssymptome abklingen, sich Erleichterung breitmacht und es zunächst Grund zur Freude gibt. Schließlich signalisiert auch das Fieberthermometer Goldpreis gesundheitliche Fortschritte.

Was ich nicht sehe, das existiert auch nicht

Tragisch hingegen ist, dass besonders in den angelsächsischen Medien der eigentlichen Krankheit des Patienten wenig bis gar keine Aufmerksamkeit geschenkt wird. Gleiches gilt für die überwiegende Mehrheit der Marktteilnehmer – ein Déjà-vu aus dem Jahr 2007. Ein rückläufiger Goldpreis wird gar als Beleg für das Auspreisen von Risiken gewertet – eine fatale Fehlinterpretation. Im Gegenteil sind die heute größer denn je. Sie heißen nicht Brexit, nicht Handelskrieg und auch nicht zyklischer Abschwung. Es war, ist und bleibt die globale Überschuldung.

Wobei der Hauptteil der mehr oder weniger zinsbringenden Forderungen sich auf wenige Halter konzentriert, die die Zinsen nicht verkonsumieren, sondern horten und deren Vermögen dadurch weiter anwächst. Wohingegen die Schulden von der Masse getragen werden, die diese Zinsen täglich hart erarbeiten müssen und die deren frei verfügbare Einkommen schmälern. Um dennoch ihre Bedürfnisse zu befriedigen oder den Schuldendienst leisten zu können, gehen die Schuldner neue Verbindlichkeiten ein – eine Abwärtsspirale ohne schmerzfreies Entkommen.

Das System leidet bereits weltweit unter struktureller Überschuldung und liegt genau deshalb seit über elf Jahren nahezu ununterbrochen auf der geldpolitischen Intensivstation. Diese Tatsache kann man leugnen oder sich von der permanenten Wiederholung gelangweilt abwenden, aber sie erklärt im großen Bild die ökonomische Entwicklung und ist daher permanent beachtenswert. Schaut man längerfristiger auf den Goldpreis, dann zeigt das Fieberthermometer der Gesundheit der Weltwirtschaft auch genau das an.

Goldpreis verschiedene Währungen

Es ist wie mit dem Spiel „Reise nach Jerusalem“. Alle wissen, wie es endet, aber solange noch Stühle übrig sind, geht die Party eben weiter. Das muss man akzeptieren

Gold im Depot ist sinnvoller denn je

Gold im Depot zu besitzen, bedeutet für die Reise nach Jerusalem einen eigenen Klappstuhl dabei zu haben oder im Falle der Tsunami-Metapher ein eigenes kleines Rettungsboot. Niemand würde auf die Idee kommen, sein Rettungsboot billig wegzugeben, nur weil sich gerade das Wasser wider die Gezeiten vom Ufer zurückzieht. Doch genau das passiert gerade am Goldmarkt. Man stelle sich vor, es kommt zur Entspannung im Handelskrieg inklusive Erleichterungsrallye, nur um dann festzustellen, dass die Weltwirtschaft viel größere Problem hat, als gedacht. Das ist der Stoff, aus dem Crashs gemacht sind.

Daher sollte man den aktuell günstigeren Goldpreis nutzen, um bei Bedarf das eigene Vermögen oder zumindest die liquiden Bestandteile abzusichern. Wer jedoch die jetzige euphorische Aktienrallye im Blow-Off-Modus nicht kritisch hinterfragt, der hat an den Finanzmärkten eigentlich nichts verloren. Wie ich in meinem Artikel „Anlagestrategie – negative Korrelationen sind gut fürs Depot“ schrieb, machen im aktuellen Umfeld in einem mittelfristig ausgerichteten Portfolio beide Anlagen Sinn: Aktien und Gold.

Fazit und Handlungsmöglichkeit

Zwei Handlungsszenarien machen aktuell Sinn: sofern man noch kein oder unzureichende Bestände an Gold oder Minenaktien im Gesamtportfolio hält, ergeben sich mir den aktuellen Preisen adäquate Einstiegsgelegenheit. Wer bereits eine Mischstrategie fährt, kann im Rahmen eines Portfolio-Rebalancings Teilgewinne bei Aktien realisieren und mit dieser Liquidität den Portfolioanteil des Goldes wieder auf den Initialen Wert aufbauen. Wer mit Gold aus welchen Gründen auch immer nichts anfangen kann, der sollte sich alternativ mit der Portfolioabsicherung mittels Volatilitätsinstrumenten vertraut machen.

11 Kommentare

11 Comments

  1. Avatar

    Katja Wohmann

    8. November 2019 17:02 at 17:02

    Gemäss SNB und seinem Präsidenten wird es keine grosse Rezession mehr geben, da die virtuelle Gelddruckstrategie nicht einmal mehr Papierkosten zu berücksichtigen habe und es für diese Schulden schlicht keine Gläubiger gebe, die Guthaben zurückfordern könnten. Ein Perpeetuummobile der Finanzindustrie ist durch Draghi und Co. endlich gefunden worden.

    • Avatar

      Wolfram Kunze

      12. November 2019 09:59 at 09:59

      …. dann kann ja endlich der Goldpreis auf seinen fairen Wert von max. 50 Dollar fallen.
      Wer will denn ernsthaft glauben / behaupten, dass eine offizielle Banknote der USA in Höhe von 50 Dollar weniger Wert sein sollte, als dieses seltene Metall.
      Wir alle sind bekloppt!
      Wie eine Heerde von Schaafen folgen wir dem Leithammel (JP Citi und all die anderen …..).

      • Avatar

        Koch

        12. November 2019 11:01 at 11:01

        Moin,Heinz-Rudolph!Tipp von mir:Kein Bier vor vier,dann lässt sich so etwas vermeiden.

        • Avatar

          Wolfram Kunze

          12. November 2019 17:36 at 17:36

          …wie?
          Sollte Gold doch wertvoller sein als der Fetzen Papier?
          Ich habe den Glauben an das Finanzsystem verloren!

          Es gibt viele mächtige Finanzakteure, die auf keinen Fall zulassen werden, dass die Allgemeinheit erkennt, wie korrupt und marode die Finanzpolitik ist.

          Meine These: Würde der Goldpreis signifikant ( weiter ) steigen, würde dies praktisch den Bankrott der etablierten Währungen bedeuten. Da dies nicht sein d a r f wird hiergegen bis zum Ende interveniert.

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    Beobachter

    8. November 2019 17:03 at 17:03

    Herr Zipfel noch Nichts von MMT gehört? Sind sie altmodisch ?Schulden in eigener Währung sind kein Problem , darum muss der Dollar Weltwährung bleiben, dass die Amis weiterhin auf Kosten der Restwelt konsumieren u.abwerten können.
    War nur Spass, ich schätze ihre Meinung sehr. Zudem können sie den ganzen Börsenzauber einfach erklären. Wenn einmal 51% der Profis u.Gelehrten u.der Mainstream kapiert was in der Börsen u.Finanzwelt abgeht, knallt es wie noch nie!

  3. Avatar

    Altbär

    8. November 2019 19:59 at 19:59

    Auszug aus dem Bericht: Wer die jetzige euphorische Aktienrallye nicht kritisch hinterfragt, hat an den Finanzmärkten nichts verloren. Wenn die Betroffenen den Rat befolgen, werden 80% der Finanzmarktteilnehmer ausscheiden.Der Permabulle der Baader Bank u.der geschätzte Brexit Spezialist werden uns fehlen ?

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    Beobachter

    9. November 2019 14:21 at 14:21

    Die Höhe der Schulden ist eine Sache, die Qualität eine andere. Am meisten gewachsen sind die faulen Schulden. Die grössten Ratingagenturen, die gemäss eines Berichts abhängig sind u.vom gleichen Besitzer kontrolliert werden, sind auch wieder wie schon 2008 die grossen „SCHÖNRATER“ der Unternehmensanleihen , der sogenannten BBB Zeitbomben.
    Wäre interessant wenn FMW einen Bericht über die Abhängigkeiten,Besitzverhältnisse u.die Machenschaften der bekanntesten Ratingagenturen machen würde.Ich habe in kurzen Teilberichten sehr Negatives gelesen.Auch bei der Griechenland- Verschuldung sollen sie eine miese Rolle gespielt haben.

    • Avatar

      TM

      12. November 2019 11:47 at 11:47

      Größer Anteilseigner von Moodys ist Berkshire Hataway mit 13%, gefolgt von Vanguard (über diveese Fonds/ETFs) mit 8%, Blackrock mit 5%, Capital Group und State Street mit je 4%… (also auch die und die nachfolgenden indirekt über Fonds/ETFs).

      Bei S&P ist die Vanguard Group mit 8.6% vorne, dann Blackrock mit 7%, Statestreet mit 5%…

      DIe Eigentümerstruktur ist damit recht ähnlich wie bei den deutschen DAX-Konzernen, was einfach daran liegt, dass diese Unternehmen die weltweit führenden Fonds-/ETF-Anbieter sind.

  5. Avatar

    Beobachter

    9. November 2019 14:32 at 14:32

    Nachtrag: googeln. Die drei Riesen, wer sind die Ratingagenturen.

  6. Avatar

    Beobachter

    12. November 2019 12:34 at 12:34

    Danke @ TM, Wäre anzunehmen, dass Grossaktionäre wie Warren auch gute Kontakte zu den Raterbossen hat, die bei der Aktienwahl nicht nachteilig ist . ( Von Insider u.Forwardgeschäften habe ich Nichts gesagt ) Ein Milliardär hat das nicht nötig, die sind meistens genügsam !

  7. Avatar

    Prognosti

    12. November 2019 13:42 at 13:42

    Die Sache hat gewisse Parallelen mit der Boeing Geschichte. Die US Flugaufsichtsbehörde liess gewisse Boeing Kontrollen bei Boeing machen.
    Die DICKFISCHE der Börsenwelt sind grosse Anteilseigner der Ratingagenturen u.beaufsichtigen u.raten die Finanzmärkte.
    In den schlimmsten Gefängnissen gewisser Länder bestimmen auch einige Insassen die Regeln.
    DIE GROSSE MASSE WIRD NUR NOCH ALS MANIPULIERMASSE GEBRAUCHT, U.ENTEIGNET BIS DER KLAPF KOMMT .

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Gold/Silber

Goldpreis klebt an 1.900 Dollar-Marke – großer Move noch heute möglich

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Ein Barren Gold

Der Goldpreis klebt aktuell um die Marke von 1.900 Dollar. Gestern war es das selbe wie in den Tagen zuvor auch. Gold steigt schnell und deutlich über 1.900 Dollar, und verliert dann genau so schnell wieder den Mut. Und zack, der Goldpreis sackt wieder unter diese runde Marke. Ein Horror-Markt für die Bullen, die sich deutlich höhere Kurse erhoffen in diesem Umfeld von Nullzinsen und Gelddruck-Orgien.

Gestern im Hoch bei 1.918 Dollar, sehen wir aktuell 1.902 Dollar im Goldpreis. Der US-Dollar als derzeit perfekte Negativ-Korrelation für Gold fiel gestern spürbar (sichtbar im Dollar-Index), um sich dann gestern Abend wieder etwas zu stabilisieren. Das hat auch den Goldpreis wieder zurückgebracht, runter Richtung 1.900 Dollar.

Einigung in Washington DC Auslöser für deutlichen Move im Goldpreis?

Heute Abend kann es interessant werden, oder sonst morgen früh deutscher Zeit. Die in diesem Fall extrem wichtige Demokratin im US-Kongress Nancy Pelosi betont derzeit, wie wichtig die Deadline heute Abend ist für die Einigung mit der US-Regierung über ein neues billionenschweres Konjunkturpaket. Je nachdem ob das Paket kommt und wie groß es wird, kann dies die Aktienmärkte, den US-Dollar und auch den Goldpreis kräftig in Bewegung bringen, und damit diese elendige Herumschwirren um die 1.900 Dollar-Marke beenden. Wann die Einigung oder Absage in Washington kommt? Womöglich heute noch, oder morgen früh deutscher Zeit? Man wird sehen.

Die Analysten der Commerzbank kommentieren ganz aktuell die aktuelle Lage in Washington DC so: Pelosi und Mnuchin haben „ihre Differenzen weiter verringert“. Mitarbeiter werden bis Dienstagabend „rund um die Uhr“ gemeinsamen Nenner suchen. Schumer bezeichnet Vorschlag der Republikaner als voll von „Giftpillen“. Regierungssprecherin ist „verhalten optimistisch“.

Naeem Aslam von Avatrade kommentiert die ganz aktuelle Lage bei Gold folgendermaßen: Was den Goldpreis betrifft, so kämpfe das Edelmetall mit der 1900 Dollar-Marke. Der Goldpreis versuche sein Bestes, um im täglichen Zeitrahmen über dem gleitenden 100-Tage-Durchschnitt zu bleiben, und nur die Zeit werde zeigen, ob er diesen Krieg gewinnen wird. Eine Sache sei ziemlich sicher, dass die Bullen nicht so leicht nachgeben würden. Das liege daran, dass es einfach zu viel Unsicherheit bezüglich der US-Wahlen und des Coronavirus gebe, die das Interesse der Händler am Goldpreis aufrecht erhalten, so seine Worte.

Also, Augen auf heute und morgen, ob man sich in Washington DC auf ein neues Billionen-Paket einigt. Durchbricht diese Info endlich die Lethargie im Goldpreis?

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis in den letzten 30 Tagen
Goldpreis im Verlauf der letzten 30 Tage.

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Devisen

Aktuell: Pfund sieht kein Brexit-Problem, US-Dollar und Goldpreis in Bewegung

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Die aktuelle Lage bei Goldpreis, US-Dollar sowie im britischen Pfund sind Thema in diesem Artikel. Der Devisenmarkt reagiert tief entspannt auf die Ereignisse rund um den Brexit. Die Verhandlungen zwischen EU und UK sollen diese Woche weitergehen, aber die letzte Brexit-Deadline zur Klärung von Problem rückt unaufhaltsam näher. Und dann hört man heute, dass die britische Regierung an 200.000 Unternehmen Briefe verschickt, wonach diese Vorbereitungen für einen harten Brexit treffen sollten. Und zack, das britische Pfund rauscht ab in den Keller?

Nein, das Pfund steigt sogar leicht! Gibt es nicht? Doch, heute geschieht es genau so. Am Freitag hatten wir noch vor der großen Ungewissheit und dem Risiko gewarnt, übers Wochenende im Pfund engagiert zu sein. Die Trader sagen mit dem Kursverlauf heute: Leute, ganz entspannt, es wird noch einen Deal geben. Was für ein Optimismus! Pfund gegen US-Dollar hat seit Freitag Abend gut 80 Pips zugelegt auf aktuell 1,3018. Euro gegen Pfund hat verloren von 0,9066 auf aktuell 0,9048.

US-Dollar und Goldpreis spielen ihr Spiel

Der US-Dollar verliert schon seit heute früh. Die steigende Hoffnung auf eine Einigung für einen neuen Billionen-Stimulus in den USA schürt natürlich Hoffnung für eine bessere globale Konjunktur. Damit ist der „große sichere Hafen“ namens US-Dollar als Fluchtwährung weniger gefragt. So verliert der Dollar-Index (Währungskorb) seit heute früh von 93,75 auf aktuell 93,23 Indexpunkte.

Tja, und der Goldpreis? Die ständigen seit Tagen anhaltenden Versuche, deutlich über 1.900 Dollar zu laufen, scheiterten immer wieder. Erst heute Vormittag berichteten wir. Ein schwacher US-Dollar bedeutet in der Regel einen stärkeren Goldpreis. Und so kletterte er heute auch von 1.900 auf 1.918 Dollar in der Spitze um 14 Uhr. Aber bis jetzt kommt der Goldpreis wieder zurück auf 1.909 Dollar. Mal wieder scheint der Anlauf nach oben zu scheitern. Im Chart sehen wir seit Freitag früh den US-Dollar-Index in blau gegen den Goldpreis in rot-grün.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf gegen US-Dollar

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Gold/Silber

Goldpreis aktuell: Blick auf US-Dollar, Trump, Notenbanker, Spekulanten

Claudio Kummerfeld

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am

Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis treibt seit Tagen die Bullen in den Wahnsinn. Ständig neue Anläufe über die Marke von 1.900 Dollar, und dann immer wieder Rückfälle unter diese Marke. Derzeit steht der nächste Versuch an nach oben zu laufen. Über das Wochenende noch glatt bei 1.900 Dollar, so läuft der Goldpreis in diesem Moment auf 1.911 Dollar. Hier die aktuelle Lage und einige Einflussfaktoren für das Edelmetall.

Goldpreis unter dem Eindruck von US-Dollar und Spekulanten

Der US-Dollar-Index (Währungskorb) ist heute Vormittag von 93,76 auf 93,53 Indexpunkte gefallen. Nicht viel, aber immerhin etwas. Dies unterstützt die letzten Stunden den Anstieg im Goldpreis. Der folgende Gold-Chart zeigt den Kursverlauf seit zehn Tagen. Ein klarer, kräftiger Aufwärtstrend ist das noch lange nicht! Wie die Commerzbank in einer ganz frischen Analyse betont, war der scharfe Rückgang im Goldpreis unter die Marke von 1.900 Dollar in der letzten Woche begründet in einem Rückzug der spekulativen Finanzinvestoren. Laut CFTC-Statistik haben diese in der Woche zum 13. Oktober ihre Netto-Long-Positionen um 14 Prozent auf 81.800 Kontrakte reduziert. Damit wurde der Positionsaufbau der vorangegangenen zwei Wochen laut Commerzbank rückgängig gemacht.

Trump und Notenbanker

Der Goldpreis steht auch stark unter dem Eindruck der aktuellen Diskussionen um ein neues Billionen-Hilfspaket für die US-Volkswirtschaft. Nun wird es eine ganz heiße Kiste! Laut der demokratischen Mehrheitsführerin im US-Repräsentantenhaus Nancy Pelosi muss sich bis morgen Abend ein Kompromiss im Streit über ein neues Hilfspaket abzeichnen. Es hänge von der Regierung ab, ob es bis zur Wahl am 3. November weitere Hilfen gebe, so ihre Worte. Und von Donald Trump gibt es aktuell dazu optimistische Worte (hier dazu der aktuelle Kommentar von Markus Fugmann).

Heute gibt es im Tagesverlauf Reden von einigen Notenbankern diesseits und jenseits des Atlantiks. Darunter auch die beiden Chefs. Jerome Powell spricht heute um 14 Uhr, und Christine Lagarde um 14:45. Ob ihre Aussagen Aktienkurse, US-Dollar und Goldpreis bewegen werden, kann bezweifelt werden. Das Billionen-Hilfspaket in den USA dürfte wohl der wichtigste Faktor für Gold sein heute und morgen!

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf der letzten zehn Tage

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