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Auf Ihr Sparbuch zahlen Sie bald Strafzinsen!

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Ist das unrealistisch? Panikmache? Nein. Es wird mit zunehmender Wahrscheinlichkeit bald Realität werden. Sie als deutscher Michel, als Kleinsparer, zahlen bald wohl Strafzinsen, wenn Sie Geld auf ihrem Sparkonto oder Tagesgeldkonto liegen haben. Schon heute ist das bei den aller meisten Banken Realität für Kunden mit höheren Geldeinlagen, of von mehreren hunderttausenden oder Millionen Euro.

Strafzinsen der EZB für die Banken

Der Grund ist naheliegend. Seit Jahren berechnet die EZB 0,40% Strafzinsen (Negativer Banken-Einlagenzins). Letztes Jahr haben deutsche Banken 2,4 Milliarden Euro Strafzinsen an die Bundesbank zahlen müssen. Wenn Banken mehr Spargelder von Kunden in den Büchern als ausgegebene Kreditvolumen haben, dann entsteht ein Überschuss an Guthaben. Auf diesen Überschuss müssen die Banken bei der EZB (de facto vor Ort bei der Bundesbank) diesen Strafzins entrichten. Die Banken versuchen schon fast alles um zu extrem niedrigen Konditionen Kredite rauszufeuern, aber irgendwann hat jeder Kunde halt einen Kredit, der nicht bei 3 auf den Bäumen war.

Bisher hieß es: Gut, wir (die Banken) sparen wo wir nur können, schließen Filialen, entlassen Mitarbeiter, erhöhen Kontogebühren für die Kunden, und verlangen Strafzinsen von Kunden mit großen Guthaben. Auch Firmenkunden sind davon in der Regel betroffen. Mit diesen Maßnahmen konnten viele Banken den Strafzins der EZB sowie den ebenfalls vorhandenen Null-Leitzins teilweise ausgleichen. Noch bis grob gesagt Anfang dieses Jahres dachten Banken und Sparkassen (so unsere Einschätzung): Hey, so langsam ist das Ende der Nullzinsphase erreicht, vielleicht in einem Jahr beginnt die EZB damit die Zinsen anzuheben, und der Druck auf uns Banken lässt dann wieder nach.

Konjunktur im Eimer

 

Aber Pustekuchen! Die schwächelnde Konjunktur hat diesem Traum einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die EZB hat ja eigentlich nur das Mandat die Preisstabilität in der Eurozone zu gewährleisten. Aber es ist mehr als offensichtlich. Sie sieht sich genötigt nun voll dagegenzuhalten, und die aufkommende Krise erst gar nicht entstehen zu lassen. Auch wenn die EZB letzte Woche keine Zinsen gesenkt hat.

Die Aussagen von Mario Draghi waren mehr als eindeutig. Man sei sehr unglücklich mit der aktuellen Inflation, und man werde das aktuelle Niveau nicht tolerieren. Gleich mehrmals sagte er dies, gefühlt 100 Mal in dieser PK (hier die wichtigsten Aussagen gerne nochmal nachlesen). Die Aussagen von Mario Draghi lassen eigentlich nur den Schluss zu, dass erstens die Zinsen bei der nächsten EZB-Entscheidung im September sinken werden, und dass zweitens die Phase abgeschaffter Zinsen oder sogar noch weiter ins Negative fallender Zinsen noch lange anhalten wird!

Dazu kommt noch, dass der Dachverband der Volks- und Raiffeisenbanken erst vor Kurzem eindeutig gesagt hat, dass bei anhaltenden Null- und Negativzinsen die Strafzinsen wohl auf alle Bankkunden ausgeweitet werden müssten. Ähnlich hat sich danach auch noch der Sparkassenverband aus Baden-Württemberg geäußert. Tja, aber was will man machen? Ein Appell der Bankenlobby an die Politik? Die EZB ist ja unabhängig.

Strafzinsen für die kleinen Spareinlagen

Man darf davon ausgehen, dass der Trend unausweichlich ist. Die Banken werde reihenweise Strafzinsen auch für den normalen Kleinsparer einführen. Auch wenn man jetzt vielleicht sagt 0,40% negativer Zins ist nicht so schlimm. Oben drauf kommt ja noch die Inflation. Die steht in Deutschland jüngst bei 1,6%. Dann hätte der Kleinsparer einen jährlichen realen Wertverlust von 2,0% auf seinen Einlagen. Und das mal fünf Jahre am Stück, das läppert sicht! Und das, weil die EZB den Banken Strafzinsen aufdrückt! Und warum tut sie das überhaupt? Damit die Banken auf Teufel komm raus Kredite herausreichen, um die wirtschaftliche Aktivität zu stimulieren.

Aber diese Instrumente funktionieren doch schon seit Jahren nicht. Warum also sollten noch tiefere Zinsen jetzt wirken? Genau diese Frage stellte ein Journalist letzten Donnerstag Mario Draghi in der PK. Antwort Draghi: Doch, diese Maßnahmen hätten die letzten Jahre super funktioniert. Dazu unsere Anmerkung: Wenn diese Maßnahmen so gut funktioniert haben, warum ist die EZB dann jetzt so unzufrieden mit der viel zu niedrigen Inflation, die in der Eurozone insgesamt nur bei 1,3% liegt?

Die jüngsten Daten zeigen, dass die Teuerung in Euroland demnächst noch schlechter laufen könnte. Die deutschen Importpreise sind letzte Woche mit -2% im Jahresvergleich vermeldet worden. Ein heftiger deflationärer Schritt als Vorlaufindikator für die Verbraucherpreise! Auch die von der EZB letzte Woche nach der PK veröffentlichten Inflationserwartungen wurden weiter gesenkt. Es geht also aller höchst wahrscheinlich weiter abwärts mit den Zinsen in Euroland. Und die Strafzinsen auf kleine normale Spareinlagen werden kommen – zumindest steigt die Wahrscheinlichkeit für dieses Szenario immer weiter an!

Dank Mario Draghi wohl bald Strafzinsen für aller Sparkunden
Mario Draghi. Foto: © European Central Bank 2019

22 Kommentare

22 Comments

  1. Koch

    29. Juli 2019 11:15 at 11:15

    Hoffentlich kommen die Strafzinsen ab jedem Einlagebetrag.Der Deutsche merkt ansonsten überhaupt niemals,welche alternativlose aber unfähige Regierung er hat.Der €uro wird so stark wie die Mark!Zitat vom Buschigen!Ich glaube uns hilft nur noch der „totale Bankrun“.Mit dem Totalen kennt sich der Michel ja aus.

  2. Armin Wolf

    29. Juli 2019 12:41 at 12:41

    Greta stinkt schlimmer als mein Diesel

    • Michael

      29. Juli 2019 13:19 at 13:19

      @Armin Wolf, Entschuldigung, wovon reden Sie eigentlich? Greta, Diesel, Gestank? Geht es hier nicht um Spareinlagen und Strafzinsen?

    • leftutti

      29. Juli 2019 21:36 at 21:36

      Sehr geehrter Herr Wolf, ich hoffe, Sie spielen mit Ihrem Kommentar nicht auf Greta Thunberg an?! Im Sinne menschenverachtender Primitivlinge à la:
      https://outlet.shirtzshop.de/aktionsartikel/greta-stinkt-schlimmer-als-mein-diesel-aufkleber/10032

      P.S.
      @Mark in the Moon, Andi, dm, md, Roberto: Vergessen Sie jetzt nur nicht die Schizo-Monolog-Behauptung auf dünnstem Eis zu posten, wie ein Arktis-Glaziologe zu scherzen pflegt 😉 Schließlich dürfen doch Michael, Lars, Columbo, Harry und ich nicht mehr gleichzeitig auf ein Thema antworten, ohne uns als Mitglieder zu outen…

    • Uppsala

      30. Juli 2019 08:29 at 08:29

      Bei uns ist Greta mittlerweile zum einem Symbol für Greenbusiness und grüne Abzocke geworden. Anscheinend lässt sich tatsächlich mit allem das Geld verdienen

      • leftutti

        30. Juli 2019 10:03 at 10:03

        …wie man an dem Ekelshop für Hohlbirnen gut sehen kann 😂 😂

      • Grünistdieneueabzocke

        30. Juli 2019 10:36 at 10:36

        Bravissimo! Der ganze grüne Hype ist doch nur die Gelegenheit dem Michl wieder ein Paar Groschen aus der Tasche zu ziehen! Grüne Steuer werden kommen.

    • Stina

      30. Juli 2019 11:31 at 11:31

      Ja die kleine Greta, die passt wohl nicht so recht in Ihr Idealbild vom blonden, gesunden, fleißigen und unterwürfigen deutschen Mädchen?

      • Grünistdieneueabzocke

        30. Juli 2019 13:50 at 13:50

        Stina was schreiben Sie da für ein wirres Zeug, aus welchem Jahrtausend sind Sie denn rausgekrochen. Die Greta ist mir sowas von egal, ich bin sogar dafür, dass man kleiner Greta einen Nobelpreis verleihen sollte und man deren Kopf auf den Münzen prägen sollte. Was mir nicht egal ist, das Muttimerkel so von ihr fasziniert ist, dass sie gleich mit Gretasteuer kommt.

        • Stina

          30. Juli 2019 15:08 at 15:08

          @Grünistdieneueabzocke, warum sind Sie denn so böse und unverschämt zu mir? Sehen Sie doch die Struktur und die Einrückungen der Kommentare und Antworten an, dann sehen Sie, dass ich dem hässlichen Wolf geantwortet habe, nicht Ihnen. Und fragen Sie lieber den Kerl, wo er wann rausgekrochen ist!

          • Stina

            30. Juli 2019 20:13 at 20:13

            Liebe Stina, tut mir sehr leid, da habe ich wohl etwas übersehen. Bitte entschuldigen Sie vielmals, dass ich Sie deshalb schräg angemacht und beleidigt habe. Wird nicht wieder vorkommen, versprochen!

            Ach, lieber Grünistdieneueabzocke, sowas kann im Eifer des Gefechts schon mal passieren. Kein Problem, Sie haben sich ja nett und aufrichtig entschuldigt, was ich natürlich gerne annehme.

            So könnte es auch funktionieren, warum sind eigentlich immer alle so aggressiv und schlecht gelaunt?

  3. Tino Gruchmann

    29. Juli 2019 14:38 at 14:38

    Mit der C02 Steuer die jedes Jahr steigen wird haben wir auch wieder Inflation, einfach mal abwarten. Übrigens, mehr als 50% der Bevölkerung Besitz fast nichts was bei höheren Zinsen Erträge abwerfen könnte, man sollte sich einfach mal fragen ob das aktuelle Wirtschafts und Geldsystem verändert werden sollte, unser System ist so aufgebaut das irgendwann die Schulden nicht mehr bezahlt werden können, dann gab es früher Krieg, da ziehe ich Negativzinsen vor bis auch das nicht mehr funktioniert

    • silverfarmer

      29. Juli 2019 18:08 at 18:08

      …Tino zieht Negativzinsen vor….? Ja was denn und unsere Kanzler (in) haben fürs Schulden machen einen Persilschein! Na bitte, die sollen die Staaten endlich so führen wie wir alle unseren Haushalt.
      Und Krieg gibt es sowieso gerade in über 40 Ländern weltweit. Halt eben nicht bei uns, wofür wir natürlich dankbar sind.
      Leider wird alles viel schlicmmer. Von der Leyen, Lagarde und Macron brave Rothschildvasallen haben jetzt freie Bahn.

      • Feedback

        29. Juli 2019 21:05 at 21:05

        Ich lasse mich gern verbessern aber meines Wissens ist ein echtes Sparbuch positiv zu verzinsen, was so auch gesetzlich geregelt ist. Also keine Panik. Ja Gesetze sind schnell geändert aber nicht von der EZB. Somit reden wir von Geldmarkt o.ä.. Zur Not gibts auch noch Liquiditätsfonds. Alles nicht prikelnd aber die Sparer unter 100.000 können ausweichen. Das der deutsche Sparer die maroden Banken der Südländer finanziert ist ja nichts neues und zum Dank werden unsere dafür wohl in ein zwei Jahren auch alle so marode sein. Was man aus dem Wissen für Lehren zieht, ist das wichtige! Vielleicht sind wir deutschen Sparer einfach zu doof und dann geschieds uns vielleicht zurecht oder? 😉

  4. Jürgen Kempe

    30. Juli 2019 00:05 at 00:05

    was ist denn dann mit Lebensversicherungen etc…???

    • Grünistdieneueabzocke

      30. Juli 2019 10:40 at 10:40

      Die niedrigen Zinsen von unter einem Prozent machen die Absicherung der Lebensversicherung nicht mehr rentabel. Die Versicherer werden Schwierigkeiten haben, das Versprochene zu erfüllen.

  5. sufaap2008

    30. Juli 2019 12:08 at 12:08

    @Jürgen Kempe @Grünistdieneueabzocke Sie können versuchen Ihre Lebensversicherungen falls diese zwischen Mitte´94 und Ende´07 abgeschlossen wurden wegen einer Reihe Formfehler, wie fehlerhafte Widerrufsbelehrung oder unvollständige Verbraucherinformationen zu widerrufen. Im Erfolgsfall bekommen Sie alle Beiträge erstattet plus Zinsen. Lassen Sie am besten die Verträge von Juristen prüfen, es loht sich.

    • Michael

      30. Juli 2019 13:08 at 13:08

      @sufaap2008, warum sollte man eine private Lebens- oder Rentenversicherung aus den 90er Jahren widerrufen? Die haben eine garantierte Verzinsung um die 5% p.a. zzgl. der garantierten bereits erreichten Überschussbeteiligung. Meine Verträge aus den 90er Jahren haben z. B. eine garantierte laufende Verzinsung (Garantiezins + bereits erreichte Überschüsse) von rund 7% und erhalten am Ende auch noch eine Schlussüberschussbeteiligung. Dazu sind sie bei Rentenbeginn steuerfrei.

      • Gixxer

        30. Juli 2019 16:14 at 16:14

        Meine Lebensversicherung aus den 90ern hat eine Garantieverzinsung von 4 oder knapp über 4%. Trotzdem bleibt nichts übrig, da die Garantieverzinsung nur auf den Sparanteil besteht, also Einzahlung abzüglich Kosten.
        Außerdem kommt hinzu, dass früher zugesagte Überschussbeteiligungen und Schlussüberschussbeteiligungen und wie die alle heißen alle ersatzlos gestrichen wurden.
        Ich weiß ja nicht, ob die bei Ihnen wirklich garantiert sind, bei mir waren sie es anscheinend nicht.
        Ich wäre daher selbst bei Verträgen aus den 90ern sehr vorsichtig.

      • Shong09

        30. Juli 2019 16:17 at 16:17

        Ist eben die Frage, ob das LV UN solange durchhält. In CHF und EU gehts bei diesen UN nur darum, die Insolvenz möglichst lange hinauszuzögern. Und das sagte der Manager nicht erst gestern. Wenn ihre Ausgaben ständig höher als ihre EInnahmen sind, müssen Sie zwangsläufig an einem bestimmten Zeitpunkt Insolvenz anmelden.
        Sie spielen auf Turnaround oder sonstwas, andere Ratten verlassen rechtzeitig das sinkende Schiff.

        Sie haben lediglich die Vorteile beschrieben, ich habe jetzt die Risiken ergänzt, ohne sonstige Verschlechterungen zu erwähnen. Jetzt würde mich Ihre Schlussfolgerung interessieren

    • Grünistdieneueabzocke

      30. Juli 2019 13:57 at 13:57

      Vielen Dank! Die Möglichkeit kannte ich gar nicht.

  6. Michael

    30. Juli 2019 17:38 at 17:38

    @Shong09, @Gixxer, ich antworte mal beiden in einem Aufwasch.
    Es handelt sich um eine private Rentenversicherung und keine Kapitallebensversicherung. Hier entfällt also der Risikoanteil für die Todesfalleistung, was dadurch natürlich den Garantiezins etwas erhöht und die Abschlussprovision senkt. Die Versicherer setzen die Überschussbeteiligung jedes Jahr neu fest. Laufende Überschüsse aus den vergangenen Jahren sind dabei grundsätzlich fest zugesagt und können und dürfen nicht mehr gestrichen werden. Am Ende des Vertrags gibt es außerdem noch den Schlussüberschuss und eine Beteiligung an den Bewertungsreserven des Unternehmens. Diese sind nicht garantiert.

    Ich habe meine Verträge bei der Allianz, die sollte mit am längsten durchhalten. So sehr viele Jahre sind es ja auch nicht mehr, bis die Verträge fällig werden. Das Hauptproblem für alle neuen Lebensversicherungskunden ist aber, dass die Versicherer viel Geld in die Hand nehmen müssen für die bereits bestehenden Altverträge mit hohen Garantieverzinsungen, also zum Beispiel aus den Jahren 1994 bis 1999. Deshalb gibt es ja auf neuere Versicherungen so gut wie keine Rendite mehr.

    Damit die Lebensversicherungen auch in Zukunft ihre Garantien erfüllen können, hat ihnen der Gesetzgeber die sogenannte Zinszusatzreserve auferlegt. Die Versicherer müssen diese Rücklage bilden, weil sie auch in den kommenden Jahren die hohen versprochenen Zinsen wahrscheinlich aus dem laufenden Geschäft nicht finanzieren können. Seit 2011 haben die Versicherungen etwa 65 Milliarden Euro in dieser Reserve zurückgelegt. Für 2019 erwartet die Versicherungswirtschaft, dass weitere 6 Milliarden im Topf landen.

    Dieses Geld brauchen sie vor allem, um die hoch verzinsten Altverträge bedienen zu können. Das schmälert die Aussichten für die Überschussbeteiligung für Neuverträge, denn das Geld, das die Versicherung erwirtschaftet, fließt erstmal in die Zinszusatzreserve.

    Der Allianz geht es nicht so schlecht, man macht sogar gute Gewinne in der Lebens- und Krankenversicherungssparte:
    https://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/allianz-haelt-gewinn-stabil-und-zahlt-mehr-dividende-a-1193810.html
    https://www.allianzdeutschland.de/wp-content/uploads/2018/09/allianz-lebensversicherungs-ag-geschaeftsbericht-2017.pdf

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Donald böse? Der gerade erst brav gewordene Nachbar senkt die Zinsen

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Mexiko war gerade erst „brav“ geworden. In der ersten Zeit seiner Präsidentschaft feuerte Donald Trump massiv gegen Mexiko, weil das Land den USA Wohlstand über das Freihandelsabkommen wegnehme, und weil Mexiko die illegalen Einwanderer Richtung USA nicht stoppe. Dann gab es ein neues Handelsabkommen, und seit Kurzem tut Mexiko laut Trump einen „deutlichen besseren Job“ an der Grenze, um Illegale aufzuhalten. Zuletzt war der südliche Nachbar laut Trumps Aussagen zu einem guten Nachbar geworden (sinngemäß ausgedrückt).

Ob das so bleibt? Seit Wochen schießt Trump eine Breitseite nach der anderen ab gegen seine eigene Notenbank. Die habe ihre Zinsen NUR um 0,25% gesenkt, während an vielen anderen Orten der Welt mehr gemacht werde auf den Weg nach unten. Somit würden ausländische Produkte attraktiver gegenüber US-Produkten. Und jetzt noch das. Mexiko hat gestern seine Zinsen gesenkt, und zwar von 8,25% auf 8,00%. Das ist die erste Zinssenkung seit fünf Jahren! Noch im letzten Jahr waren die Zinsen mehrmals erhöht worden.

Die Zentralbanker erwähnen in ihrem Statement ausdrücklich die schwache wirtschaftliche Lage in Mexiko und die Stagnation in der Wirtschaftsleistung. Bei einem Zinsniveau von jetzt 8,00%, da kann man bei nur -0,25% Zinssenkung und einem BIP direkt an der Schwelle zur Rezession, da darf man davon ausgehen, dass noch weitere Zinssenkungen folgen? Hat noch niemand Donald Trump von diesen sinkenden Zinsen in Mexiko erzählt? Damit hätte er noch ein Argument mehr, um die Fed nochmal anzustacheln für weitere Zinssenkungen.

 


source: tradingeconomics.com


source: tradingeconomics.com

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China droht USA – Trump vermiest euch Weihnachten

China droht den Amerikanern an, ihnen das Weihnachtsfest zu vermiesen. Was aber das Weihnachtsfest in den USA mit China zu tun? Eine ganze Menge!

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China droht den Amerikanern an, ihnen das Weihnachtsfest zu vermiesen – das legt ein Artikel der „Global Times“ (das englischsprachige Organ der Kommunistischen Partei Chinas) nahe.

Was aber das Weihnachtsfest in den USA mit China zu tun? Nun, eine ganze Menge! Denn ca. 90% aller in den USA verkauften Weihnachtsutensilien werden aus China in die USA importiert. Zwar sind diese Weihnachtsuntensilien (Baumschmuk, Lichter für den Weihnachtsbaum, Plastikdekoration etc.) bislang noch nicht von den US-Strafzöllen betroffen, aber das wird sich ab dem 01.September ändern: zwar hat die Trump-Administration Smartphones, Spielzeug und Bekleidung kürzlich von den Strafzöllen vorerst ausgenommen, aber ansonsten werden nun sämtliche Importe der USA aus China mit Zöllen belegt.

 

China will Amerikanern zeigen: Trump kommt euch teuer zu stehen

Amerikanische Importeure aber bestellen bereits im Sommer diese Weihnachtsutensilien in China – das Thema ist also jetzt schon aktuell. Und Peking droht nun in Gestalt der „Global Times“, dass die Amerikaner aufgrund der Trumpschen Strafzölle ein unvergessliche Weihnachten erleben könnten:

 

„If China plays the card of the holiday economy to hit back on the US in the trade war, Americans may have an unforgettable Christmas this year with price hikes for Christmas trees, plastic reindeer, glittery wreaths and even Bibles.“

Selbst christliche Bibeln, die in den USA gerne auch zu Weihnachten verschenkt werden (besonders im Mittleren Westen, der Stammregion der Wähler Trumps), würden also im Preis stiegen, so die Warnung. Und weiter: die chinesischen Hersteller dieser Weihnachtsutensilien könnten einfach die Preise erhöhen und damit die Inflation in den USA anheizen, da dort die erforderlichen Produktionskapazitäten gar nicht so schnell aufgebaut werden könnten vor dem Weihnachtsfest, wie die „Global Times“ maliziös anmerkt:

„This can be a bargaining chip in China’s trade negotiations with the US: Trump can delay tariffs on imports from China to curb inflation, so China can encourage its companies to raise the prices of certain products to push up inflation.

Even if Chinese exporters raise their prices, US consumers cannot find alternative products in the short run. This may give an advantage to China during the upcoming holiday shopping season.“

Peking scheint nun seine Exporte in die USA als Waffe im Handelskrieg einsetzen zu wollen – und damit seine bislang eher defensive Strategie gegenüber den USA zu ändern, indem ein „Kriegsziel“ das Erzeugen von Inflation in den USA ist:

„China won’t be content to only play defense in the trade war. Trump’s decision to delay tariffs reminds China that it can choose certain products on which to raise prices in the US market.“

Im Fokus stehen dabei offenkundig besonders symbolische Produkte wie Bibeln – aber selbst amerikanische Flaggen mit der Aufschrift “Trump 2020 – Keep America Great!” werden in China hergestellt. Weihnachten, so die „Global Times“ abschließend, werden die Amerikaner dann besonders stark spüren, wie vernetzt die Wirtschaften der USA und Chinas sind – und wie hoch die Kosten für den US-Konsumenten sein werden, diese Vernetzung zu lösen:

„Most US publishers print the Bible and some other religious texts in China. If the US-launched trade war results in a price hike or even a shortage of Bibles during the Christmas holiday, Americans will be deeply impressed by the interconnection between China and the US economy.“

 

China will den Amerikanern anhand des Weihnachtsfests zeigen, was Trump sie kostet

 

 

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Bitcoin: 100.000 Marke rückt wieder in den Fokus der „Experten“

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Im Bitcoin kann es immer sehr, sehr schnell gehen. Seit letztem Wochenende ist der Kurs von 11.000 Dollar heute auf 9.500 Dollar in die Tiefe gerauscht. Es war eine tagelange Abwärtsentwicklung. Aktuell wurde sie nochmal verschärft, weil es angeblich einen Abverkauf von Bitcoins durch durch mutmaßliche Krypto-Betrüger gegeben haben soll (hier mehr zu dem Thema). So schnell kann das gehen auf dem Weg nach unten.

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Bitcoin von 10.000 auf 100.000 Dollar?

Aktuell kämpft Bitcoin mit Kursen um die 10.000 Dollar-Marke. Aber man kann auch bei Betrachtung des ganz großen Bildes sagen: Wer hätte gedacht, dass Bitcoin von Mai 2017 von 1.500 Dollar auf fast exakt 20.000 Dollar nur ein halbes Jahr später ansteigen würde? Der Verlauf seit Mai 2017 ist sichtbar im Chart. Seitdem träumen viele Trader immer wieder von diesen alten Höchstkursen. Und immer wieder ist auch der ganz große Traum von dem Kursziel 100.000 Dollar zu hören. Die letzten Tage hörte man diese Zahl wieder öfter.

Bitcoin in USD seit Mai 2017

Zwei Stimmen sprechen über 100.000 Dollar

Anfang Juli hörte man von Anthony Pompliano (Mitbegründer der Vermögensverwaltungsgesellschaft Morgan Creek), dass er an einen BTC-Kurs von 100.000 Dollar im Jahr 2021 glaube. Viele Profi-Investoren seien sich noch gar nicht bewusst, was die sich abzeichnende Angebotsknappheit im Bitcoin bedeuten werde. Der große Antreiber für weitere Kursanstiege im Bitcoin werde die Halbierung der Bitcoin-Belohnungen sein. Dabei geht es darum, dass die Mining-Belohnungen um die Hälfte reduziert werden. Im Mai 2020 sei es soweit. Dann Ende Juli sagte Pompliano, dass die anstehenden Maßnahmen der EZB „Raketentreibstoff“ seien. Also stark ansteigende Krypto-Kurse auch dank der Notenbanken?

Vorgestern dann hat sich der ehemalige Goldman-Analyst Murad Mahmudov zu Wort gemeldet. Er spricht auch von 100.000 Dollar im Bitcoin. Nächste Woche könne es bergab gehen. Aber sein Bauchgefühl sage ihm, dass Trader solche Chancen nutzen würden um Bitcoin nachzukaufen. Man solle nicht kurzfristig verkrampft die Kurse betrachten, sondern sich das große Bild anschauen. Seiner Meinung nach werde BTC auf 100.000 Dollar steigen. Also, im großen Bild eine Verzehnfachung?

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