Folgen Sie uns
  • marketsx
  • Täglich Handelssignale für den DAX

Allgemein

Auf Ihr Sparbuch zahlen Sie bald Strafzinsen!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Ist das unrealistisch? Panikmache? Nein. Es wird mit zunehmender Wahrscheinlichkeit bald Realität werden. Sie als deutscher Michel, als Kleinsparer, zahlen bald wohl Strafzinsen, wenn Sie Geld auf ihrem Sparkonto oder Tagesgeldkonto liegen haben. Schon heute ist das bei den aller meisten Banken Realität für Kunden mit höheren Geldeinlagen, of von mehreren hunderttausenden oder Millionen Euro.

Strafzinsen der EZB für die Banken

Der Grund ist naheliegend. Seit Jahren berechnet die EZB 0,40% Strafzinsen (Negativer Banken-Einlagenzins). Letztes Jahr haben deutsche Banken 2,4 Milliarden Euro Strafzinsen an die Bundesbank zahlen müssen. Wenn Banken mehr Spargelder von Kunden in den Büchern als ausgegebene Kreditvolumen haben, dann entsteht ein Überschuss an Guthaben. Auf diesen Überschuss müssen die Banken bei der EZB (de facto vor Ort bei der Bundesbank) diesen Strafzins entrichten. Die Banken versuchen schon fast alles um zu extrem niedrigen Konditionen Kredite rauszufeuern, aber irgendwann hat jeder Kunde halt einen Kredit, der nicht bei 3 auf den Bäumen war.

Bisher hieß es: Gut, wir (die Banken) sparen wo wir nur können, schließen Filialen, entlassen Mitarbeiter, erhöhen Kontogebühren für die Kunden, und verlangen Strafzinsen von Kunden mit großen Guthaben. Auch Firmenkunden sind davon in der Regel betroffen. Mit diesen Maßnahmen konnten viele Banken den Strafzins der EZB sowie den ebenfalls vorhandenen Null-Leitzins teilweise ausgleichen. Noch bis grob gesagt Anfang dieses Jahres dachten Banken und Sparkassen (so unsere Einschätzung): Hey, so langsam ist das Ende der Nullzinsphase erreicht, vielleicht in einem Jahr beginnt die EZB damit die Zinsen anzuheben, und der Druck auf uns Banken lässt dann wieder nach.

Konjunktur im Eimer

Aber Pustekuchen! Die schwächelnde Konjunktur hat diesem Traum einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die EZB hat ja eigentlich nur das Mandat die Preisstabilität in der Eurozone zu gewährleisten. Aber es ist mehr als offensichtlich. Sie sieht sich genötigt nun voll dagegenzuhalten, und die aufkommende Krise erst gar nicht entstehen zu lassen. Auch wenn die EZB letzte Woche keine Zinsen gesenkt hat.

Die Aussagen von Mario Draghi waren mehr als eindeutig. Man sei sehr unglücklich mit der aktuellen Inflation, und man werde das aktuelle Niveau nicht tolerieren. Gleich mehrmals sagte er dies, gefühlt 100 Mal in dieser PK (hier die wichtigsten Aussagen gerne nochmal nachlesen). Die Aussagen von Mario Draghi lassen eigentlich nur den Schluss zu, dass erstens die Zinsen bei der nächsten EZB-Entscheidung im September sinken werden, und dass zweitens die Phase abgeschaffter Zinsen oder sogar noch weiter ins Negative fallender Zinsen noch lange anhalten wird!

Dazu kommt noch, dass der Dachverband der Volks- und Raiffeisenbanken erst vor Kurzem eindeutig gesagt hat, dass bei anhaltenden Null- und Negativzinsen die Strafzinsen wohl auf alle Bankkunden ausgeweitet werden müssten. Ähnlich hat sich danach auch noch der Sparkassenverband aus Baden-Württemberg geäußert. Tja, aber was will man machen? Ein Appell der Bankenlobby an die Politik? Die EZB ist ja unabhängig.

Strafzinsen für die kleinen Spareinlagen

Man darf davon ausgehen, dass der Trend unausweichlich ist. Die Banken werde reihenweise Strafzinsen auch für den normalen Kleinsparer einführen. Auch wenn man jetzt vielleicht sagt 0,40% negativer Zins ist nicht so schlimm. Oben drauf kommt ja noch die Inflation. Die steht in Deutschland jüngst bei 1,6%. Dann hätte der Kleinsparer einen jährlichen realen Wertverlust von 2,0% auf seinen Einlagen. Und das mal fünf Jahre am Stück, das läppert sicht! Und das, weil die EZB den Banken Strafzinsen aufdrückt! Und warum tut sie das überhaupt? Damit die Banken auf Teufel komm raus Kredite herausreichen, um die wirtschaftliche Aktivität zu stimulieren.

Aber diese Instrumente funktionieren doch schon seit Jahren nicht. Warum also sollten noch tiefere Zinsen jetzt wirken? Genau diese Frage stellte ein Journalist letzten Donnerstag Mario Draghi in der PK. Antwort Draghi: Doch, diese Maßnahmen hätten die letzten Jahre super funktioniert. Dazu unsere Anmerkung: Wenn diese Maßnahmen so gut funktioniert haben, warum ist die EZB dann jetzt so unzufrieden mit der viel zu niedrigen Inflation, die in der Eurozone insgesamt nur bei 1,3% liegt?

Die jüngsten Daten zeigen, dass die Teuerung in Euroland demnächst noch schlechter laufen könnte. Die deutschen Importpreise sind letzte Woche mit -2% im Jahresvergleich vermeldet worden. Ein heftiger deflationärer Schritt als Vorlaufindikator für die Verbraucherpreise! Auch die von der EZB letzte Woche nach der PK veröffentlichten Inflationserwartungen wurden weiter gesenkt. Es geht also aller höchst wahrscheinlich weiter abwärts mit den Zinsen in Euroland. Und die Strafzinsen auf kleine normale Spareinlagen werden kommen – zumindest steigt die Wahrscheinlichkeit für dieses Szenario immer weiter an!

Dank Mario Draghi wohl bald Strafzinsen für aller Sparkunden
Mario Draghi. Foto: © European Central Bank 2019

22 Kommentare

22 Comments

  1. Avatar

    Koch

    29. Juli 2019 11:15 at 11:15

    Hoffentlich kommen die Strafzinsen ab jedem Einlagebetrag.Der Deutsche merkt ansonsten überhaupt niemals,welche alternativlose aber unfähige Regierung er hat.Der €uro wird so stark wie die Mark!Zitat vom Buschigen!Ich glaube uns hilft nur noch der „totale Bankrun“.Mit dem Totalen kennt sich der Michel ja aus.

  2. Avatar

    Armin Wolf

    29. Juli 2019 12:41 at 12:41

    Greta stinkt schlimmer als mein Diesel

    • Avatar

      Michael

      29. Juli 2019 13:19 at 13:19

      @Armin Wolf, Entschuldigung, wovon reden Sie eigentlich? Greta, Diesel, Gestank? Geht es hier nicht um Spareinlagen und Strafzinsen?

    • Avatar

      leftutti

      29. Juli 2019 21:36 at 21:36

      Sehr geehrter Herr Wolf, ich hoffe, Sie spielen mit Ihrem Kommentar nicht auf Greta Thunberg an?! Im Sinne menschenverachtender Primitivlinge à la:
      https://outlet.shirtzshop.de/aktionsartikel/greta-stinkt-schlimmer-als-mein-diesel-aufkleber/10032

      P.S.
      @Mark in the Moon, Andi, dm, md, Roberto: Vergessen Sie jetzt nur nicht die Schizo-Monolog-Behauptung auf dünnstem Eis zu posten, wie ein Arktis-Glaziologe zu scherzen pflegt ;) Schließlich dürfen doch Michael, Lars, Columbo, Harry und ich nicht mehr gleichzeitig auf ein Thema antworten, ohne uns als Mitglieder zu outen…

    • Avatar

      Uppsala

      30. Juli 2019 08:29 at 08:29

      Bei uns ist Greta mittlerweile zum einem Symbol für Greenbusiness und grüne Abzocke geworden. Anscheinend lässt sich tatsächlich mit allem das Geld verdienen

      • Avatar

        leftutti

        30. Juli 2019 10:03 at 10:03

        …wie man an dem Ekelshop für Hohlbirnen gut sehen kann 😂 😂

      • Avatar

        Grünistdieneueabzocke

        30. Juli 2019 10:36 at 10:36

        Bravissimo! Der ganze grüne Hype ist doch nur die Gelegenheit dem Michl wieder ein Paar Groschen aus der Tasche zu ziehen! Grüne Steuer werden kommen.

    • Avatar

      Stina

      30. Juli 2019 11:31 at 11:31

      Ja die kleine Greta, die passt wohl nicht so recht in Ihr Idealbild vom blonden, gesunden, fleißigen und unterwürfigen deutschen Mädchen?

      • Avatar

        Grünistdieneueabzocke

        30. Juli 2019 13:50 at 13:50

        Stina was schreiben Sie da für ein wirres Zeug, aus welchem Jahrtausend sind Sie denn rausgekrochen. Die Greta ist mir sowas von egal, ich bin sogar dafür, dass man kleiner Greta einen Nobelpreis verleihen sollte und man deren Kopf auf den Münzen prägen sollte. Was mir nicht egal ist, das Muttimerkel so von ihr fasziniert ist, dass sie gleich mit Gretasteuer kommt.

        • Avatar

          Stina

          30. Juli 2019 15:08 at 15:08

          @Grünistdieneueabzocke, warum sind Sie denn so böse und unverschämt zu mir? Sehen Sie doch die Struktur und die Einrückungen der Kommentare und Antworten an, dann sehen Sie, dass ich dem hässlichen Wolf geantwortet habe, nicht Ihnen. Und fragen Sie lieber den Kerl, wo er wann rausgekrochen ist!

          • Avatar

            Stina

            30. Juli 2019 20:13 at 20:13

            Liebe Stina, tut mir sehr leid, da habe ich wohl etwas übersehen. Bitte entschuldigen Sie vielmals, dass ich Sie deshalb schräg angemacht und beleidigt habe. Wird nicht wieder vorkommen, versprochen!

            Ach, lieber Grünistdieneueabzocke, sowas kann im Eifer des Gefechts schon mal passieren. Kein Problem, Sie haben sich ja nett und aufrichtig entschuldigt, was ich natürlich gerne annehme.

            So könnte es auch funktionieren, warum sind eigentlich immer alle so aggressiv und schlecht gelaunt?

  3. Avatar

    Tino Gruchmann

    29. Juli 2019 14:38 at 14:38

    Mit der C02 Steuer die jedes Jahr steigen wird haben wir auch wieder Inflation, einfach mal abwarten. Übrigens, mehr als 50% der Bevölkerung Besitz fast nichts was bei höheren Zinsen Erträge abwerfen könnte, man sollte sich einfach mal fragen ob das aktuelle Wirtschafts und Geldsystem verändert werden sollte, unser System ist so aufgebaut das irgendwann die Schulden nicht mehr bezahlt werden können, dann gab es früher Krieg, da ziehe ich Negativzinsen vor bis auch das nicht mehr funktioniert

    • Avatar

      silverfarmer

      29. Juli 2019 18:08 at 18:08

      …Tino zieht Negativzinsen vor….? Ja was denn und unsere Kanzler (in) haben fürs Schulden machen einen Persilschein! Na bitte, die sollen die Staaten endlich so führen wie wir alle unseren Haushalt.
      Und Krieg gibt es sowieso gerade in über 40 Ländern weltweit. Halt eben nicht bei uns, wofür wir natürlich dankbar sind.
      Leider wird alles viel schlicmmer. Von der Leyen, Lagarde und Macron brave Rothschildvasallen haben jetzt freie Bahn.

      • Avatar

        Feedback

        29. Juli 2019 21:05 at 21:05

        Ich lasse mich gern verbessern aber meines Wissens ist ein echtes Sparbuch positiv zu verzinsen, was so auch gesetzlich geregelt ist. Also keine Panik. Ja Gesetze sind schnell geändert aber nicht von der EZB. Somit reden wir von Geldmarkt o.ä.. Zur Not gibts auch noch Liquiditätsfonds. Alles nicht prikelnd aber die Sparer unter 100.000 können ausweichen. Das der deutsche Sparer die maroden Banken der Südländer finanziert ist ja nichts neues und zum Dank werden unsere dafür wohl in ein zwei Jahren auch alle so marode sein. Was man aus dem Wissen für Lehren zieht, ist das wichtige! Vielleicht sind wir deutschen Sparer einfach zu doof und dann geschieds uns vielleicht zurecht oder? ;)

  4. Avatar

    Jürgen Kempe

    30. Juli 2019 00:05 at 00:05

    was ist denn dann mit Lebensversicherungen etc…???

    • Avatar

      Grünistdieneueabzocke

      30. Juli 2019 10:40 at 10:40

      Die niedrigen Zinsen von unter einem Prozent machen die Absicherung der Lebensversicherung nicht mehr rentabel. Die Versicherer werden Schwierigkeiten haben, das Versprochene zu erfüllen.

  5. Avatar

    sufaap2008

    30. Juli 2019 12:08 at 12:08

    @Jürgen Kempe @Grünistdieneueabzocke Sie können versuchen Ihre Lebensversicherungen falls diese zwischen Mitte´94 und Ende´07 abgeschlossen wurden wegen einer Reihe Formfehler, wie fehlerhafte Widerrufsbelehrung oder unvollständige Verbraucherinformationen zu widerrufen. Im Erfolgsfall bekommen Sie alle Beiträge erstattet plus Zinsen. Lassen Sie am besten die Verträge von Juristen prüfen, es loht sich.

    • Avatar

      Michael

      30. Juli 2019 13:08 at 13:08

      @sufaap2008, warum sollte man eine private Lebens- oder Rentenversicherung aus den 90er Jahren widerrufen? Die haben eine garantierte Verzinsung um die 5% p.a. zzgl. der garantierten bereits erreichten Überschussbeteiligung. Meine Verträge aus den 90er Jahren haben z. B. eine garantierte laufende Verzinsung (Garantiezins + bereits erreichte Überschüsse) von rund 7% und erhalten am Ende auch noch eine Schlussüberschussbeteiligung. Dazu sind sie bei Rentenbeginn steuerfrei.

      • Avatar

        Gixxer

        30. Juli 2019 16:14 at 16:14

        Meine Lebensversicherung aus den 90ern hat eine Garantieverzinsung von 4 oder knapp über 4%. Trotzdem bleibt nichts übrig, da die Garantieverzinsung nur auf den Sparanteil besteht, also Einzahlung abzüglich Kosten.
        Außerdem kommt hinzu, dass früher zugesagte Überschussbeteiligungen und Schlussüberschussbeteiligungen und wie die alle heißen alle ersatzlos gestrichen wurden.
        Ich weiß ja nicht, ob die bei Ihnen wirklich garantiert sind, bei mir waren sie es anscheinend nicht.
        Ich wäre daher selbst bei Verträgen aus den 90ern sehr vorsichtig.

      • Avatar

        Shong09

        30. Juli 2019 16:17 at 16:17

        Ist eben die Frage, ob das LV UN solange durchhält. In CHF und EU gehts bei diesen UN nur darum, die Insolvenz möglichst lange hinauszuzögern. Und das sagte der Manager nicht erst gestern. Wenn ihre Ausgaben ständig höher als ihre EInnahmen sind, müssen Sie zwangsläufig an einem bestimmten Zeitpunkt Insolvenz anmelden.
        Sie spielen auf Turnaround oder sonstwas, andere Ratten verlassen rechtzeitig das sinkende Schiff.

        Sie haben lediglich die Vorteile beschrieben, ich habe jetzt die Risiken ergänzt, ohne sonstige Verschlechterungen zu erwähnen. Jetzt würde mich Ihre Schlussfolgerung interessieren

    • Avatar

      Grünistdieneueabzocke

      30. Juli 2019 13:57 at 13:57

      Vielen Dank! Die Möglichkeit kannte ich gar nicht.

  6. Avatar

    Michael

    30. Juli 2019 17:38 at 17:38

    @Shong09, @Gixxer, ich antworte mal beiden in einem Aufwasch.
    Es handelt sich um eine private Rentenversicherung und keine Kapitallebensversicherung. Hier entfällt also der Risikoanteil für die Todesfalleistung, was dadurch natürlich den Garantiezins etwas erhöht und die Abschlussprovision senkt. Die Versicherer setzen die Überschussbeteiligung jedes Jahr neu fest. Laufende Überschüsse aus den vergangenen Jahren sind dabei grundsätzlich fest zugesagt und können und dürfen nicht mehr gestrichen werden. Am Ende des Vertrags gibt es außerdem noch den Schlussüberschuss und eine Beteiligung an den Bewertungsreserven des Unternehmens. Diese sind nicht garantiert.

    Ich habe meine Verträge bei der Allianz, die sollte mit am längsten durchhalten. So sehr viele Jahre sind es ja auch nicht mehr, bis die Verträge fällig werden. Das Hauptproblem für alle neuen Lebensversicherungskunden ist aber, dass die Versicherer viel Geld in die Hand nehmen müssen für die bereits bestehenden Altverträge mit hohen Garantieverzinsungen, also zum Beispiel aus den Jahren 1994 bis 1999. Deshalb gibt es ja auf neuere Versicherungen so gut wie keine Rendite mehr.

    Damit die Lebensversicherungen auch in Zukunft ihre Garantien erfüllen können, hat ihnen der Gesetzgeber die sogenannte Zinszusatzreserve auferlegt. Die Versicherer müssen diese Rücklage bilden, weil sie auch in den kommenden Jahren die hohen versprochenen Zinsen wahrscheinlich aus dem laufenden Geschäft nicht finanzieren können. Seit 2011 haben die Versicherungen etwa 65 Milliarden Euro in dieser Reserve zurückgelegt. Für 2019 erwartet die Versicherungswirtschaft, dass weitere 6 Milliarden im Topf landen.

    Dieses Geld brauchen sie vor allem, um die hoch verzinsten Altverträge bedienen zu können. Das schmälert die Aussichten für die Überschussbeteiligung für Neuverträge, denn das Geld, das die Versicherung erwirtschaftet, fließt erstmal in die Zinszusatzreserve.

    Der Allianz geht es nicht so schlecht, man macht sogar gute Gewinne in der Lebens- und Krankenversicherungssparte:
    https://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/allianz-haelt-gewinn-stabil-und-zahlt-mehr-dividende-a-1193810.html
    https://www.allianzdeutschland.de/wp-content/uploads/2018/09/allianz-lebensversicherungs-ag-geschaeftsbericht-2017.pdf

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

Börse: Chancen und Risiken – welche Anlageklassen werden boomen?

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Die Börse hat den Corona-Crash scheinbar überwunden – die Aktienmärkte handeln an Allzeithochs, den Notenbanken sei Dank! Wie aber geht es nun weiter, mittel- bis langfristig?

„Die Börse ist gut drau und geht davon aus, dass alles gut wird“, sagt der ehemalige Hedgefundmanager Florian Homm. Dieses Mantra aber sei gefährlich und risikoreich, so Homm. Angesichts der Bewertungen an der Börse seien die Perspektiven eher mau: selbst wenn die Aktienmärkte im besten Fall 4% pro Jahr weiter steigen würden, bestünde die Gefahr, dass diese Zugewinne durch eine steigende Inflation zunehmend aufgefressen würden.

Homm analysiert in folgendem Video verschiedene Anlageklassen: Edelmetalle, Rohstoffe, Nahrungsmittel, Kryptowährungen, Anleihen und Aktien. Was dürfte in den nächsten Jahren am besten funktionieren? So oder so: „Wir befinden uns in einer spannenden, hochriskanten Dekade“, sagt Florian Homm. Aber angesichts der finanziellen Repression gehe aber eben kein Weg an der Börse vorbei, so Homm. Dabei zeigt er fünf Szenarien auf:

An der Börse geht angesichts der finanziellen Repression kein Weg vorbei

weiterlesen

Allgemein

Aktiensplit bei Tesla – folgen andere bald nach?

Avatar

Veröffentlicht

am

Es ist Thema in vielen Wirtschaftsteilen der Medien – der Aktiensplit von Tesla und die extreme Kursreaktion eines Automobilherstellers, der schon zuvor fast so viel wert war wie alle Autoproduzenten Europas. Passt natürlich auch ins Schema von Elon Musk, der einen gigantischen Optionsvertrag besitzt, der ihm beim Erreichen hoher Werte in punkto Marktkapitalisierung Zuteilungsrechte eröffnet, die es so noch nicht gegeben hat. Zig-Millionen an Aktien in Stufen bis zu einem Unternehmenswert von 650 Milliarden Dollar, wie im Artikel vom 24. Juli dargelegt.

Der Aktiensplit zum Monatsende

Durch den exponentiellen Anstieg der Aktie von Tesla von 400 Dollar zu Jahresanfang bis auf fast 1800 Dollar, Mitte Juli und in sechseinhalb Monaten, war nicht nur ein Fahnenstangen-Chart entstanden, der nach Korrektur schreit, sondern auch ein psychologisches wie auch praktisches Problem entstanden. Für Millionen Kleinanleger, vor allem die vielen Neuen des Jahres 2020, war das Papier einfach zu teuer. Claudio Kummerfeld hat gestern die Wirkung der Fünftelung des Aktienpreises in einem Artikel beschrieben. Und es hat funktioniert. Am Tag nach der Ankündigung, einen Aktiensplit zu machen, erreichte die Aktie im New Yorker Handel 1585 Dollar und schloss bei 1554 Dollar, sagenhafte 13 Prozent im Plus, obwohl sich fundamental deshalb schon rein gar nichts geändert hat. Bei Beurteilung der Börsenreaktion von Tesla muss man aber die besondere Situation bei diesem Highflyer berücksichtigen. Einer der „meistgeshorteten“ großen Titel, bei dem die Leerverkaufsquote schon einmal 25 Prozent des Free Floats ausmachte. Zuletzt waren es immer noch über 10 Prozent oder 14 Millionen und da kann jede positive Meldung einen Pain Trade auslösen, in Form der berüchtigten Short Squeezes.

Nichtsdestotrotz gibt es Anleger, die keine Aktien mögen, weil sie optisch sehr teuer wirken. Als ob eine Deutsche Bank mit 8 Euro attraktiver wäre als eine Allianz mit 180 Euro.

So hatte kürzlich erst die Ankündigung von Apple, einen Aktiensplit von 4 zu 1 zu planen, Furore gemacht.

Ende August gibt es dann viermal so viele Papiere des wertvollsten Unternehmens der Welt. Statt etwa 455 Dollar wie am gestrigen Tag würde das Papier dann nur noch etwas mehr als 110 Dollar kosten. Die angekündigte Aktiensplit hatte selbst bei einem Wert mit einer Marktkapitalisierung von über 1,9 Billionen Dollar große Wirkung und ließ den Kurs nachbörslich um sechs Prozent in die Höhe schnellen. Diese Reaktion macht Anleger neugierig und man hält Ausschau nach Titeln, die optisch teuer sind und wo sich das Management zu so einem Schritt entscheiden könnte. Nach Ansicht von Experten sollten Aktien, die für einen Aktiensplit in Frage kommen, zwei Bedingungen erfüllen: Sie müssten in der letzten Zeit stark nach oben gegangen sein und die Aktien sollten über 400 Dollar kosten.

Welche Werte könnten dem Beispiel folgen?

Angesichts der „Anomalie“ einer folgenden Kurssteigerung infolge von optischen Psychotricks könnte es nicht verkehrt sein, nach Titeln Ausschau zu halten, die extrem gestiegen und extrem hohe Kurswerte aufweisen. Da fällt einem natürlich sofort Amazon ins Auge, die Online-Aktie, die es bereits zum Schnäppchenpreis von 3100 Dollar gibt. Wann wird sich Jeff Bezos zu diesem Schritt entscheiden, schließlich wurde die Aktie in diesem Jahrhundert auch noch nicht gesplittet? Immer wieder unglaublich anzusehen, die Entwicklung dieses Wertes, der im Crash des Jahres 2001 auf unter 10 Dollar gefallen war. Dann gibt es natürlich noch weitere FAANG-Aktien, die die großen Renner des Jahres waren: Alphabet mit über 1500 Dollar, Netflix mit über 450 Dollar, aber auch andere bekannte Titel wie BlackRock (580 Dollar), Adobe (450 Dollar), Nvidia (460 Dollar) oder der sehr teure und auch in Deutschland bekannte Online-Reisekonzern Booking.com mit über 1800 Dollar. An Auswahl mangelt es nicht.

Wie ist es in Deutschland?

Natürlich kennen wir hierzulande auch den Aktiensplit, vor einem Jahr war es der Sportartikelhersteller Puma, der seine Aktien gezehntelt hatte. Vor Kurzem war es die Medizintechnikfirma Eckert und Ziegler. Aber auch die großen Werte aus dem DAX wie BASF, Beiersdorf, Eon, Fresenius, SAP oder Siemens haben ihre Anteilsscheine schon geteilt, aber das ist schon viele Jahre her. Optisch richtig teure Werte gibt es derzeit nicht im Dax, aus dem MDax ragt der Küchenhersteller Rational mit seinem 600 Euro Kurswert hervor. Aber wer weiß, deutsche Unternehmen ahmen nicht selten angelsächsischen Gepfogenheiten nach und schließlich befindet sich unser Leitindex auch in seiner Mehrheit in ausländischen Händen.

Fazit

Tesla hat strategisch nachgemacht, was Apple bereits vor Monatsfrist erfolgreich vorgemacht hat: Die teuerste Firma der Welt hat bereits vier Mal einen Aktiensplit durchgeführt, der fünfte ist für Ende August angekündigt und hat zu den gewohnten (positiven) Kursreaktionen geführt. Ohne die Splits würde die Aktie des Börsengiganten Apple heute bereits 24.000 Dollar kosten. Für viele Kleinanleger unhandelbar. Dass es dennoch anders geht, zeigt die Aktie von Warren Buffett, Berkshire Hathaway.

Diese kostete bei seiner Übernahme der Firma im Jahre 1965 unter 20 Dollar und heute in der Ur-Form als A-Aktie ungesplittet etwa 318.000 Dollar, eine Performance von über 2 Millionen Prozent, allerdings in einem für Normalanleger unvorstellbar langem Zeitraum. Geschadet hat es der Performance der Aktie auf lange Sicht nicht, weil zu guter Letzt die Fundamentaldaten zählen.

Kurzfristig ist ein Aktiensplit immer ein kleiner Kursturbo, auch wenn sich fundamental nichts ändert. Und für Trader eine lohnende Angelegenheit, wenn es gelingt….?

Wie ein Aktiensplit die Kurse von Apple und Tesla treibt

weiterlesen

Allgemein

Handelskrieg, jetzt Internetkrieg zwischen USA und China?

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Der Kampf um die globale Dominanz begann mit dem Handelskrieg, nun aber entwickelt sich die Auseinandersetzung zunehmend zu einem Krieg um das Internet. Der Bann der Trump-Administration non TikTok, vor allem aber von WeChat zeigt, wie sich die Auseinandersetzung nun immer mehr in den digitalen Raumm verlagert. Nun versuchen Apple und andere US-Konzerne durch Lobbyarbeit den Bann zu verhindern – denn vor allem für Apple geht es um viel: ohne WeChat würden die Verkäufe von iPhones im zweitwichtigsten Absatzmarkt kollabieren..

weiterlesen

Werbung

marketsx Top Strategie Erfolgreiche Trades

Werbung

Bitte abonnieren Sie unseren Newsletter.


Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

ico Capital.com
Capital.com CFD Trading App
Kostenfrei

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen